PORNÖ: Harte Fuckten – nicht nur für Menschen mit Masturbationshintergrund!

Aussteigen aus dem Egosex

book-pornoe„Pornos machen etwas mit uns! Genau aus diesem Grund gibt es dieses Arbeitsbuch. Es ist für Menschen, Männer und Frauen, die tun, was sie tun, obwohl sie es eigentlich nicht mehr wollen. Männer und Frauen, die verstehen wollen, warum sie immer wieder Ja sagen zu Dingen, zu denen sie eigentlich Nein sagen wollen. Männer und Frauen, die lernen wollen, Nein zu sagen, die endlich aus dem Kreislauf der niemals endenden Lust aussteigen wollen. Männer und Frauen, die sich nach einem Leben ohne Porno, die sich nach einem Mehr im Leben sehnen.“
(Christina Rammler im Vorwort) Kaufen Hörprobe

Leseprobe für Cathwalk-Leser

Einleitung

Zweieinhalb Jahre habe ich damit verbracht, Gespräche zu führen.

Das ist an und für sich nichts Ungewöhnliches, das macht schließlich jeder von uns Tag für Tag. Wir reden über das Wetter, über die Arbeit, über den letzten Urlaub. Wir reden darüber, wie wir gestern im Supermarkt wegen einer Packung Milch unverschämt lange anstehen mussten, weil das alte Ehepaar vor uns mit seinem unfassbar überladenen Einkaufswagen auch nicht im Geringsten auf die sehr naheliegende, ja offensichtliche Idee kam, uns vorzulassen. Wir reden darüber, wie wir letzten Samstag, ganz nebenbei bemerkt der einzige Tag in der Woche, an dem wir ausschlafen können, unsanft aus unseren Träumen gerissen wurden, weil unser Nachbar mal wieder nichts Besseres zu tun hatte, als um 7 Uhr morgens seinen Rasen zu mähen.

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„Schaust du eigentlich Pornos?“

Porno – viele nicken wahrscheinlich zustimmend, dass es sich dabei um ein brandheißes Thema handelt. Tabu, aktuell, fast überall präsent. Und ein Thema, bei dem kaum jemand hilfreiche Antworten hat, auch die Christen nicht. Doch wie können wir Antworten finden und uns eine Meinung bilden? Nur indem wir uns mit Pornografie, ihren Hintergründen und Folgen auseinandersetzen und aus einem Tabu-Thema ein Thema machen. Christina Rammler tut genau das und schreibt in ihrer Einführung in „Egosex“:

Angekommen im sicheren Hafen der Ehe bietet sich uns folgender Ausblick: Abenteuer Sexualität über Bord geworfen – Meuterei auf dem Traumschiff. Ein Zufall also, dass die Scheidungsrate der Deutschen bei rund 39 Prozent liegt? Mindestens ebenso berechtigt die Frage danach, was bedauernswerter ist: die Tatsache, dass sich vier von zehn Ehepaaren scheiden lassen oder dass drei von zehn Ehepaaren den Rest ihres Lebens verheiratet und dennoch sexuell unbefriedigt bleiben? Nach sexueller Freiheit klingen diese Zahlen in der Tat nicht. In festen Beziehungen unter Mitte Vierzigjährigen werden immerhin fast 50 Prozent der sexuellen Handlungen mit dem Gütesiegel „handgemacht“ versehen. Oder um es in den Worten des Paartherapeuten und Autoren Michael Mary auszudrücken: „Masturbation ist schwer im Kommen.“ Kann es sein, dass Pornografie uns dabei hilft, über dieses Gefühl von Isolation und Entfremdung hinwegzukommen – zumindest für kurze Zeit? Ein Mittel, um endlich wieder intim zu werden und mit einem anderen Menschen eins zu werden – zumindest in Gedanken? Porno – eine Möglichkeit, damit wir uns in der Fremde endlich zu Hause fühlen?

Wir haben der Autorin einige Fragen gestellt, die uns bei dem Thema auf den Nägeln brannten.

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Sie sagen: „Pornos machen etwas mit uns – immer!“ In kurzen Stichpunkten: Was macht Porno denn mit uns?

In kurzen Stichpunkten pauschal etwas zu sagen, finde ich schwierig. Grundsätzlich ist es aber so: Die Bilder, die wir uns beim Pornoschauen reinziehen, hinterlassen Spuren in unserer Seele. Die Folge: Wir sehen uns selbst und andere durch die Pornobrille. „Alles kleine Luder, die immer wollen!“, so hat es ein Interviewkandidat beschrieben. Und klar füttert Porno auch sexuelle Bedürfnisse, die vorher nicht da waren, die dann aber gestillt werden wollen.

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Autostimulation statt Erotik

Wer sich ein Piercing machen, ein Tattoo stechen lässt oder eine Intimrasur vornimmt, lenkt seine Aufmerksamkeit genau auf die Körperstelle, wo ein solcher „Eingriff“ vorgenommen wird. Das könnte unter ästhetischen Gesichtspunkten betrachtet und als „Schönheit“, vielleicht auch provokative Antiästhetik oder Infragestellung ästhetischer Normen diskutiert werden. Auf der rein oberflächlichen Ebene scheint eine solche Erklärung von „Körpergestaltung“ oder Bodymodification überzeugend zu sein. Erklärend ist eine solche Beschreibung indes keineswegs. Dies zeigt sich oft schon darin, dass Menschen, mit denen man über ihre Tattoos, Piercings oder Intimrasur reden will, sich in den meisten Fällen lediglich auf die Ebene des Äußeren einlassen. Inwieweit diese „Eingriffe“ auch Hinweis oder Ausdruck einer inneren Befindlichkeit sind, würde, so drängt es sich zumindest oft auf, das konstruierte Selbstbild infrage stellen.

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Foto: Steve C / flickr.com Lizenz: CC BY 2.0

von Thomas Holtbernd

Kleidungsstücke können aus- oder angezogen werden. Und wenn eine Frau als besonderen Reiz unter ihrem Rock kein Höschen trägt, so kann sie das stimulieren, weil es ihr Geheimnis ist, mit dem sie spielt. Sie kann jedoch den Slip auch wieder anziehen, wenn es ihr beliebt. Ein Mann kann eine sehr enge Hose tragen, bei der sich seine Genitalien abmalen. Ob er sich nicht vielleicht doch etwas in die Hose gestopft hat, wodurch das Verdeckte mächtiger erscheint, lässt sich nicht wirklich erkennen. In beiden Fällen ist es ein Spiel mit körperlichen Attributen. Der Körper wird in seiner Subjekthaftigkeit gespürt, weil gerade dies durch die Kleidung als Kontrapunkt konstruiert wird. Das Changieren von Subjekt (Körper) und Objekt (Kleidung) entlarvt die mögliche Fixierung auf eine Objekthaftigkeit, denn sobald das Subjekt Körper unter oder hinter der Kleidung nicht mehr wahrnehmbar ist, wirkt der bekleidete Mensch maschinenhaft. Dies hat Henri Bergson als das Komische beschrieben, was uns lachen lässt.

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Virtuelle Verführung – soll das Internet unsere Kinder aufklären?

von Phil Pöschl

Der Umgang mit sämtlichen elektronischen Geräten, und damit auch der virtuellen Welt gehört heutzutage zur Grundkompetenz in der Schule und in der Arbeitswelt. Das Internet ist im Prinzip ein neutrales Medium. Es bietet schnellste Kommunikationswege, dient als Wissens- und Informationspool.

sad teenProblematisch ist, dass die Inhalte, die über das Internet transportiert werden, ungefiltert sind. Alles kann grenzenlos und ungehindert von jeder x-beliebigen Person, aus unterschiedlichster Motivation, ins Netz gestellt werden. Diese Inhalte sind keineswegs auf die jeweilige Alters-, Wissens- und Reifestufe einzelner Personen abgestimmt, schon gar nicht auf die von Kindern. Ohne die Hilfe Erwachsener, denen diese Tatsache in ihrer Tragweite bewusst ist, können die Inhalte des Internets für Kinder, Teenager und Jugendliche eine zerstörende Wirkung haben, die das ganze weitere Leben beeinflusst.

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Endlich Frei!

Wege aus der Porno-Falle mit Safer Surfing

von Phil Pöschl

Haben Sie das schon einmal erlebt? Sie kommen nach der Arbeit nach Hause und wollen sich nach einem anstrengenden Tag einfach nur erholen. Nach einem schnellen Abendessen setzen Sie sich vor den PC, um zu entspannen. Nur ein bisschen im Internet surfen, doch halt, sind wirklich schon 4 Stunden vergangen? Wo ist die Zeit nur geblieben? Dazu kommt das schlechte Gewissen, denn sie schämen sich für die Seiten, die sie besucht haben. Das wollten sie nicht und doch bleibt das Gefühl, dass morgen wieder das Gleiche geschehen wird.

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2,4 Millionen Besucher pro Stunde verzeichnet die Webseite eines der größten Anbieter pornographischer Inhalte. Foto: Gemeinfrei via Pixabay

Da sind Sie nicht alleine, denn so geht es vielen anderen auch. Etwa 50% der Männer in Gemeinden gaben bei anonymen Umfragen zu, in den letzten 6 Monaten aktiv Pornos angesehen zu haben, Familienväter wie auch Jugendliche. Durch den leichten Zugang zu pornografischem Material im Internet und die mögliche Anonymität ist die Versuchung für viele Männer enorm angestiegen, denn selbst härteste Pornos sind nur einen Mausklick entfernt.

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Mädchen im Netz: süß, sexy, immer online

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BERLIN, (The Cathwalk). – Martin Voigt, FAZ-Autor und Gerhard-Löwenthal-Preisträger beschreibt in seinem aktuellen Buch die Lebenswelt einer Generation, die mit sozialen Medien aufwächst. Längst unterscheiden Schüler nicht mehr in eine online- und eine offline-Realität. So wie sie sich auf Facebook & Co inszenieren, wollen sie von ihren Freunden auch wahrgenommen werden. Dass neue Medien das Sozialverhalten von Teenagern beeinflussen, ist allerdings nicht Voigts Schlussthese sondern sein Ansatzpunkt. Das erste Mal entsteht für die Jugendforschung die Situation, dass eine gesamte Altersgruppe ihre Selbstbilder, ihre Stimmungen und ihre sozialen Strukturen im Schulalltag öffentlich präsentiert.

Zahllose Selbstdarstellungen wirken wie eine Suche nach emotionalem Halt und Beachtung: Das Smartphone wird besonders für Mädchen zur Nabelschnur in ihre schulische Kuschelgruppe. 14-jährige Mädchen machen reihenweise Selfies mit Kussmund, groß geschminkten Kulleraugen und Dekolleté, um in ihrer Clique als süß. und sexy zu geltenDeutlich sind die Einflüsse der nur wenige Klicks entfernten Porno-Angebote zu spüren. Voigt entschlüsselt die Symptomatik einer Verwahrlosungstendenz, vor der Christa Meves lange gewarnt hat.

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Warum das Porno-Phänomen ein Problem ist – und wie es gelöst werden kann

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2,4 Millionen Besucher pro Stunde verzeichnet die Webseite eines der größten Anbieter pornographischer Inhalte. Foto: Gemeinfrei via Pixabay

Olsen erzählte der CNA, dass nach einem Referat ein junger Mann ihm eine Frage stellte, die perfekt darstellt, wie drastisch sich die Pornographie verändert hat.

„Er fragte mich ganz ernsthaft, ob der Playboy Pornographie wäre“, erinnerte sich Olsen.

„Seine Definition der Pornographie hatte sich so dramatisch geändert, dass nicht einmal der Playboy inbegriffen war.“

Zudem sei dieser junge Mann die Regel seiner Generation und nicht die Ausnahme, sagte Olsen.  Die Wirkung des ständigen Zugangs zum Internet, ermöglicht durch die Verfügbarkeit persönlicher Laptops, Tablets und Smartphones, hat drastisch verändert, wie die Jugendlichen in einem von vielen Erwachsenen gefährlich unterschätzten Weg Pornographie konsumieren.

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JF-TV: Porno, Peitsche, Pädophilie – Perversion im Klassenzimmer

Ein aktueller Film mit Dr. Martin Voigt (Autor des Buches: Mädchen im Netz: süß, sexy, immer online) über die skandalösen Hintergründe rot-grüner Bildungspläne.

„Im übrigen gilt ja hier derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht.“ Kurt Tucholsky

 

Die Zukunft hängt an der Liebe

Leiblichkeit und Sexualität – Teil 2

von Georg Dietlein

Selbstbefriedigung und Pornographie1

f76b944ff60149ed35e11f6f01b808bbv1_max_635x357_b3535db83dc50e27c1bb1392364c95a2Und damit kommen wir auf ein weiteres Thema zu sprechen, das viele Jugendliche heute berührt und betrifft: Selbstbefriedigung und Pornographie. Für eine überragende Mehrheit von heranwachsenden Männern und auch noch eine deutliche Mehrheit heranwachsender Frauen ist Selbstbefriedigung völlig normal und gehört zum regelmäßigen Tagesablauf hinzu. Oft wird dabei Pornographie konsumiert. Jugendliche nutzen Selbstbefriedigung wie ein Ventil, um emotionale Spannungen und „sexuellen Druck“ abzubauen – und außerdem den eigenen Körper und die eigene Geschlechtlichkeit besser kennen zu lernen. Dass darüber kaum jemand gerne spricht ist die eine Sache. Dass Selbstbefriedigung – nach der Lehre von „Dr. Sommer“ aus der „Bravo“ und selbst mancher katholischer Ordensfrau – als völlig normal und sogar notwendig für die Entwicklung angesehen wird, ist die andere Sache.2 Leider folgen die meisten Jugendlichen dieser Meinung, weil dies für sie wesentlich bequemer ist. Ich habe Sex mit mir selbst und schaue ein Paar Pornos dazu – was ist denn schon dabei?

Doch sind Selbstbefriedigung und der Konsum von Pornographie wirklich mit der Grundhaltung der Hingabe vereinbar – „Hingabe an sich selbst“ statt Hingabe an Gott und an die Menschen? Wem gebe ich mich hin, wenn ich masturbiere? „Liebe“ ich mich selbst – oder befriedige ich letztlich nur meine eigene Selbstsucht und meinen Egoismus? Verschenke ich mich an andere Menschen oder kreise ich eigentlich nur um mich selbst? – Und außerdem stellt sich die Frage: Machen uns Selbstbefriedigung und Pornographie wirklich glücklich, erfüllt und frei? Oder sind sie vielmehr nur Ersatzbefriedigungen, die uns letztlich abhängig machen? Lassen sie unsere Liebe reifen oder lassen sie uns nicht vielmehr abstumpfen, so dass wir schließlich für unseren Nächsten gar nicht mehr sensibel sind?

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Die Zukunft hängt an der Liebe

Leiblichkeit und Sexualität – Teil 1

von Georg Dietlein

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„Betthütermoral“ – „Schlafzimmerkontrolle“ – nicht mehr zeitgemäß – lebensfern und rückschrittlich – all dies sind Vokabeln, die immer wieder mit Blick auf die Sexualmoral der katholischen Kirche fallen.

„Betthütermoral“ – „Schlafzimmerkontrolle“ – nicht mehr zeitgemäß – lebensfern und rückschrittlich – all dies sind Vokabeln, die immer wieder mit Blick auf die Sexualmoral der katholischen Kirche fallen. Menschen in einer zweiten zivilen Ehe („wiederverheiratete Geschiedene“), künstliche Verhütung, Geschlechtsverkehr vor bzw. außerhalb einer zivilen oder kirchlichen Ehe, „alternative“ Sexualpraktiken, offen und ganz bewusst ausgelebte Homosexualität – alles dies sind doch ganz alltägliche und vor allem normale Zustände in Deutschland – so denken viele. Was hat mir da die Kirche mit ihrer „verstaubten“ Sexualmoral zu geben?

Es wäre ziemlich töricht, diese Frage, die der katholischen Kirche ja täglich gestellt wird, mit einer Liste von Ge- und Verboten zu beantworten – oder aber haarscharf abgrenzen zu wollen, was denn nun davon lässliche oder schwere Sünde ist. Aus pastoraler Sicht wäre dies zumindest eine verpasste, wenn nicht die letzte verpasste Chance. So wichtig und wesentlich das Wort „Wahrheit“ ist: Jesus Christus hat seine Kirche nicht dazu berufen, irgendeine abstrakte Wahrheit in die Welt zu rufen, die in Glaubens- und Moralsätzen schriftlich festgehalten wurde. Vielmehr soll die Kirche die persönlichste aller Wahrheiten in die Welt tragen, nämlich Jesus Christus selbst, der Wahrheit in Liebe und Liebe in Wahrheit ist. In erster Linie ist die Kirche daher auch weder Moralapostel noch Moralanstalt. Sie soll den Menschen näher zu Christus bringen, ihn mit Christus bekannt und vertraut machen, ihn in die Freundschaft mit ihm einführen. Alles andere – auch die Moral der Kirche – sind letztlich Konsequenzen dieser Freundschaft mit dem Herrn. Das Handeln folgt aus dem gelebten Glauben: „Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten“ (Joh 14, 15).

Worum es eigentlich geht

Wie soll die Kirche nun mit Christen umgehen, die die Lehre der Kirche zwar kennen, aber nicht danach leben? – In erster Linie sollte sie Orientierung geben – und dabei auch Sünder nicht verurteilen. Freilich gehört zur Orientierung auch einmal das klare Wort, wie der Umgang Jesu mit der Ehebrecherin zeigt: „Auch ich verurteile dich nicht. Geh und sündige von jetzt an nicht mehr!“ (Joh 8, 11) Zunächst geht es aber darum, für echte Werte wie Liebe, Treue, Glück, Partnerschaft, Ehe und Familie zu sensibilisieren. Vom heiligen Franz von Sales stammt der Satz: „Gott sieht nicht so sehr darauf, was geschieht, sondern auf die Art, wie es geschieht.“ Für ihn zählt die wahre, echte und treue Liebe.

In der Regel kommen junge Menschen von selbst darauf, dass es diese wahre, echte und treue Liebe ist, um die es im Leben geht. Spätestens nach der ersten gescheiterten Beziehung oder nach der ersten betrogenen Liebe stehen beide oder zumindest einer der Partner vor der Frage: Wie finde ich Glück und Erfüllung in meinem Leben? Geht es wirklich nur um Sexualität? Was bedeutet Treue? Lebe ich eigentlich nur mich selbst – oder bin ich bereit, mich „ein für allemal“, ein Leben lang an eine Person zu verschenken? Welche Bedeutung spielen Kinder für mich? Bin ich bereit, meine Liebe fruchtbar werden zu lassen und meine Beziehung für neues Leben zu öffnen?

Die Kirche hat viel zu bieten – gerade jungen Menschen, die Glück und Erfüllung suchen, die auf „die Liebe fürs Leben“ aus sind. Und gerade darum ist die kirchliche Moral nicht negativ und unzeitgemäß, sondern positiv und nach wie vor aktuell – wenn auch durchaus anspruchsvoll. Die Kirche mutet dem Menschen viel zu, weil sie ihm viel zutraut. Und sie traut ihm viel zu, weil Gott ihm viel zutraut, der ihn als sein Abbild erschaffen hat. Der Mensch ist dazu fähig, sich einmal nicht in den Vordergrund zu stellen, sondern sich ein Leben lang treu an eine Person zu verschenken und mit ihr das „Abenteuer Leben“ zu wagen – in jeder Hinsicht. Wenn junge Menschen diesen positiven Blick der Kirche auf die menschliche Geschlechtlichkeit verstanden haben, bedarf das sechste Gebot gar keiner Erläuterung mehr. Dann geschieht alles aus reiner Liebe und nichts aus Zwang.

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„Wie muss die Sexualität gelebt werden, dass sie den Menschen glücklich macht?“

Mareike Sornek über das Apostolat 2.0, Theologie des Leibes und wahre Schönheit im Gespräch mit The Cathwalk

CW: Liebe Mareike, beim Wort „Apostolat“ denken viele Katholiken an Bücherstände in Fußgängerzonen, bei denen man dann mit den Zeugen Jehovas verwechselt wird – ist die persönliche Kontaktaufnahme zu den Menschen nicht mehr zeitgemäß?

Mareike Sornek, Jahrgang 1987, Religionspädagogin, ist in der Jugend- und Studentenpastoral tätig. Journalistische Erfahrung hat sie auf verschiedenen Blogs und im You!-Magazin gesammelt. Ein Spezialgebiet von ihr ist die Lehre von der „Theologie des Leibes“.
Mareike Sornek, Jahrgang 1987, Religionspädagogin, ist in der Jugend- und Studentenpastoral tätig. Journalistische Erfahrung hat sie auf verschiedenen Blogs und im You!-Magazin gesammelt. Ein Spezialgebiet von ihr ist die Lehre von der „Theologie des Leibes“.

Das Internet ist wichtig, keine Frage. Aber ich denke dennoch, dass der persönliche Kontakt ebenfalls wichtig ist und immer zeitgemäß bleibt. Es hat ja einen Grund, warum es keine Online-Kirche gibt. Den Glauben längerfristig leben, das geht nicht virtuell. Es braucht ein Leben in der realen Welt, die Begegnung mit Menschen, die Gemeinschaft, die Messe etc. Es ist anders, wenn man Menschen persönlich begegnet als im Internet und so denke ich auch, dass auch die Mission, wie z.B. auf der Straße, echt wichtig ist und Menschen berühren kann. Allerdings gibt es verschiedene Arten, Menschen zu begegnen. Ich persönlich bin nicht so der Typ, der einfach auf fremde Leute zugeht und sie direkt mit der Frage nach Gott konfrontiert. Lieber mag ich es, wenn ich die Menschen erst einmal auf eine lockere Art kennenlerne, wie durch Sport, Musik oder sonstige Aktivitäten, und mit ihnen dann in ein Gespräch über Gott komme. Ich glaube, dass es sehr wichtig ist, dass sich die Menschen erst einmal angenommen und wohl fühlen, bevor man wirklich tief über den Glauben sprechen kann.

Aber ich verurteile auch andere „Missionswege“ bzw. Wege des Apostolats nicht. Ich glaube, dass es stark davon abhängt, was man persönlich für ein Typ ist. Manche können das eine, manche das andere besser. Und auch mag das eine bei einer Person gut ankommen, bei einer anderen Person eher das andere. Während sich die einen durch persönliche Gespräche berühren lassen, können andere vielleicht eher übers Internet erreicht werden. Es ist halt voll verschieden. Selbst mit Hausbesuchen, wie es die Zeugen Jehovas machen, kann man manchmal echt Menschen erreichen, auch wenn ich den Glauben der Zeugen Jehovas selbst natürlich ablehne. Aber es gibt auch Katholiken, die Hausbesuche machen und echt schöne Erlebnisse zu berichten wissen.

CW: Wie kamst Du auf die Idee zum Video „Pornografie, Fifty Shades of Grey & die wahre Liebe“? Gab es besondere Reaktionen hierauf?

Ja, es gab viele Reaktionen darauf, die alle positiv waren, was mich sehr gefreut hat.

Den Poetry Slam – Beitrag hatte ich bereits vor ein paar Jahren für das You!-Magazin geschrieben, wo er auch erschienen ist. Mir ist dann später die Idee gekommen, ihn zu filmen, da ich oft Blogs zum Thema Liebe und Sexualität schreibe und mal etwas anderes machen wollte. Und eigentlich ist ein Poetry Slam – Beitrag auch eher dafür gemacht, ihn zu hören und nicht zu lesen.

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