Let’s talk about Sex oder warum Papst Franziskus Seelen rettet!

(TheCathwalk.net) Nicht Papst Franziskus, sondern der Hl. Johannes Paul II. war der große Revolutionär, der der Kirche eine neue Sicht auf die Sexualität des Menschen geschenkt hat!
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Papst Johannes Paul II. umarmt den damaligen Kardinal Jorge Mario Bergoglio

Ein Kommentar von Benjamin Kalkum und Friedrich Reusch.

Vieles ist in den letzten Tagen geschrieben worden über Sex-Besessenheit und Moraltheologie, über das ewige Rom und das geistige Wittenberg, über Rigidität und Frigidität. Über was sich die verschiedenen Kommentatoren aber nicht einig waren, das war die Weise, wie wir Sexualität in unseren Diskussionen überhaupt wahrnehmen, definieren, in das Gesamtdasein des Menschen kontextualisieren.

Wir möchten deshalb einen Ausgangspunkt für die theologische Betrachtung in Erinnerung rufen, die aus der Theologie des Leibes des Hl. Johannes Paul II. stammt, der von vielen, die jetzt auf Papst Franziskus einprügeln, auch gerne „der Große“ genannt wird.

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Die Wahrheit über die Kreuzzüge

Robert Spencer über die Folgen der verbreiteten historischen Irrtümer

WASHINGTON D.C., (ZENIT.org).- Es könnte sein, dass „die Kreuzzüge der Vergangenheit heute mehr Verwüstung anrichten, als sie es in den drei Jahrhunderten, als die meisten von ihnen geführt wurden, getan haben. Das ist die These eines Mannes, der sich in der Geschichte der Kreuzzüge auskennt.

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Robert Spencer ist Autor des Buches „Politically Incorrect Guide to Islam (and the Crusades)“ („Politisch nicht-korrekter Führer zum Islam [und zu den Kreuzzügen])“. Darin betont Spencer, dass es bei jenem Kreuzzug, der gegenwärtig geführt werde, nicht um den Verlust von Menschenleben noch um die Verwüstung von materiellem Eigentum handle, sondern um eine viel subtilere Form der Zerstörung.

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Johannes Hartl: „Katholische Sexualmoral ist eine Hymne an die Schönheit der menschlichen Erotik.“

Der Cathwalk-Artikel „7 Vorurteile gegen die Abschaffung des Pflichtzölibats“ hat viele berechtigte(!) Diskussionen ausgelöst. Da wir explizit Dr. Johannes Hartl darin erwähnten, haben wir es uns nicht nehmen lassen, ihm persönlich ein paar Fragen zum Thema Zölibat und Ehe zu stellen.
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Johannes Hartls Herz brennt dafür, die Faszination und Schönheit und Gottes auf mitreißende Art und Weise zu kommunizieren. Der promovierte katholische Theologe wurde 1979 geboren und studierte Germanistik und Philosophie, bevor er mit seiner Frau 2005 das Gebetshaus Augsburg gründete, in dem seit 2011 Tag und Nacht das Gebet nicht mehr verstummen und zu dessen Veranstaltungen Tausende Besucher kommen. Er ist Autor zahlreicher Bücher und international gefragter Konferenzredner, der es versteht, geistlichem Tiefgang mit Humor, Intellekt und hoher Praxisrelevanz zu verbinden. Johannes lebt mit seiner Frau Jutta und ihren vier Kindern in Augsburg.

The Cathwalk: Lieber Johannes Hartl, würden Sie gerne in wenigen Jahren die MEHR-Konferenz mit einer von Ihnen zelebrierten Messe eröffnen?

Nein. Ich kann sehr gut damit leben, dass ich kein Priester bin und dass es geweihte Amtsträger gibt, die der Hl. Messe vorstehen und darin als Ehelose Jesus als Bräutigam verkörpern, der sich uns in der Eucharistie selbst schenkt. Und außerdem neige ich zu Unpünktlichkeit und bin deshalb froh, wenn mein Beitrag nicht gleich am Anfang einer Konferenz steht 😉

The Cathwalk: Sie sind im Kontakt mit vielen freikirchlichen Pastoren, die Familie und Hirtenamt miteinander vereinigen. Haben Sie den Eindruck, die Ehe macht diese Männer zu einem schlechteren Seelsorger?

Nein, den Eindruck habe ich nicht. Den Konflikt zwischen Familienleben und den sehr anstrengenden pastoralen Verpflichtungen jedoch spürt beinahe jeder dieser Pastoren. Paulus hat schon Recht, wenn er sagt, dass sich der Verheiratete weniger ausschließlich um seinen Dienst kümmern kann als ein Eheloser. (1 Kor 7,32f.)

The Cathwalk: Was ist aus Ihrer Sicht der Sinn des Zölibats in der heutigen Zeit?

Das prophetische Zeichen gegen den Götzen schlechthin. Einer der mächtigsten Götzen heute ist der, der romantischen Liebe und der Sexualität. Wie viele Filme enden damit, dass er und sie sich endlich finden! Ja, das ist doch die höchste Erfüllung, oder? Nein, ist es nicht. Die Überhöhung des romantischen Ideals ist ein Trugbild, das mit der Realität einer treuen Ehe weniger zu tun hat, als man denken könnte. Dass ein Mensch nicht nur ohne Partnerschaft leben kann, sondern das sogar freiwillig wählt, ist ein bedeutsames Zeichen in der heutigen Zeit. Ein Zeichen dafür, dass der Mensch für Gott erschaffen ist und bei ihm eine Liebe finden kann, die alle menschliche Erotik bei weitem übersteigt.

The Cathwalk: Ist es ein Vorurteil, dass die Kirche jahrhundertelang die Sexualität verteufelt hat, oder ist da was Wahres dran?

Da ist was Wahres dran. Allerdings gibt es ein in extrem vielen Gesellschaften stark tabuisierten und reglementierten Umgang mit der Sexualität. „Offener“ Umgang mit Sexualität ist eher eine recht moderne Erfindung. Ich glaube nicht, dass das Verklemmte genuin vom Christentum kam (in der Bibel finde ich kaum stellen für jedoch viele gegen Leibfeindlichkeit), sondern eher aus dem Neuplatonismus. Die heutige katholische Sexualmoral, allem voran wie Papst Johannes Paul II sie formuliert hat, ist eine Hymne an die Schönheit der menschlichen Erotik.

The Cathwalk: Auch eine christliche Ehe ist ja oft mit sexueller Enthaltsamkeit verbunden. Hand aufs Herz: Sind Sie manchmal neidisch auf die alttestamentarischen Könige David und Salomo, die viele Frauen hatten, ohne dass Gott was dagegen hatte?

Es ist schon wahr, dass Gott da nichts Explizites dagegen hatte. Dennoch ist die Bibel selbst schon recht skeptisch und schildert ja, dass seine vielen Frauen Salomo doch zum Verhängnis wurden. Und auch bei David lief das nicht so toll. Ich sag mal so: Ich bin ein normaler Mann. Und Treue kostet etwas. Doch Untreue kostet noch viel mehr, denn sie ist immer zerstörerisch. Und ganz ehrlich: nein, mit mehreren Ehefrauen zusammenleben würde ich nicht gerne wollen. Paulus sagt, dass der Mann verpflichtet ist, seine Frau zu lieben wie Christus die Kirche liebt (Eph 5,25). Ein ganz schön forderndes Ideal! Das mit meiner einen Frau zu versuchen reicht mir eigentlich schon als Herausforderung.

The Cathwalk: Vielen herzlichen Dank für das Gespräch.

Das neueste Buch von Dr. Johannes Hartl

gott_ungezaehmt_02_360x360Es gibt eine Frage, die jede andere in den Schatten stellt. Eine Frage, an der sich das Schicksal jedes Menschen entscheidet. Sind Sie bereit? „In meinem Herzen Feuer“ zeichnet eine Reise ins Gebet nach. Das neue Buch von Johannes Hartl nimmt Sie mit auf einen theologisch-philosophischen Weg in die geheimnisvollen Regionen der Herrlichkeit Gottes. Doch er ist anders. Vergessen Sie den Opa im Himmel. Gott ist fremd. Er ist gewaltig. Unsere Denkkonstrukte zerbersten wie Tongeschirr. Er ist das Erdbeben. Es ist Zeit zum Aufbruch raus aus der spirituellen Komfortzone. Gott ist überwältigend. Gott ungezähmt.  

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Mehr Glauben im Theologiestudium wagen

Ein Erfahrungsbericht eines Studenten der katholischen Theologie

von Markus Lederer

13054613_1007716069264902_328560922_oIch studiere bereits im 9. Fachsemester katholische Theologie und Germanistik an der Universität zu Würzburg auf Lehramt. Voraussichtlich, so Gott dies will, werde ich mein Studium im Frühjahr des nächsten Jahres abschließen. Nun am Ende des Studiums anbelangt, ist es Zeit für eine kurze Zusammenfassung meiner Eindrücke, meiner Erlebnisse.

Im Wintersemester 2012/13 begann das Studium und ich freute mich innerlich darauf, dass man in Kontakt mit jungen Katholiken treten kann, um gemeinsam sich dem Studium und der Freude über den gemeinsamen Glaubens widmen zu können. Bereits im Vorfeld meines Studiums las ich insbesondere die Schriften Papst Benedikts XVI., der immer wieder betonte, dass die Jugend „Salz der Erde“ sein sollte.

Ich erwartete Kommilitonen, die auch aus der Freude des Glaubens heraus versuchen ihr Leben zu gestalten. Doch bereits am Anfang des Studiums musste ich feststellen, dass vielmehr die Kritik an der Kirche, dem ja so konservativen Papst, im Zentrum zu stehen scheint. In den Vorlesungen wurde oftmals sogar sich verwundert gezeigt, wenn man versuchte auf den Grundlagen der Theologie von Papst Benedikt XVI. zu argumentieren. Wenn man explizit den Katechismus als Maßstab der Theologie heranzog, enthob man sich selbst in Sphären der Theologie, die als vorkonziliar und unmodern gelten. Bei manchen Kommilitonen erntete man zum Teil unverständliche Blicke, wenn man äußerte, dass man die katholische Kirche und ihre Lehren lieben sollte. Eigentlich sonderbar, denn so werden zur Erlangung der Missio Canonica klare Voraussetzungen genannt:

„Kriterien für eine Verleihung der Missio canonica: Die Religionslehrerin/der Religionslehrer ist bereit, den Religionsunterricht in Übereinstimmung mit der Lehre und den Grundsätzen der Katholischen Kirche zu erteilen. Die Religionslehrerin/der Religionslehrer beachtet in der persönlichen Lebensführung die Grundsätze der Katholischen Kirche.“

Infolgedessen ist der sonntägliche Messbesuch für einen Studenten der katholischen Theologie nicht optional, sondern gehört felsenfest dazu. Auch muss ebenso gelten, was sowieso für jeden Katholiken das Ziel sein sollte: ein Streben nach Heiligkeit. Ein Heiliger, beziehungsweise einjeder, der nach diesem hohen Maße strebt, ist letztendlich der beste Religionslehrer. Eine Theologie, ein angehender Religionslehrer, ohne tiefen katholischen Glauben atmet bildlich gesprochen mit nur einem Lungenflügeln. Natürlich muss man selbst immer kritisch bleiben, aber wie weit sind wir davon entfernt einen unreflektierten, unkritischen Glauben blind zu übernehmen? Vielmehr steht nur noch Kritik im Vordergrund, die einer Theologie, die die Lehre der Kirche als Maßstab nimmt, die Luft raubt.

Auf der anderen Seite durfte ich mit vielen Jugendlichen in Kontakt treten, die felsenfest im Glauben stehen. Diese Jugendlichen versuchten gemeinsam im Sinne der Kirche ihr katholisches Leben zu gestalten. In guter Erinnerung sind drei Ausfahrten mit dem Fatima-Weltapostolat geblieben.Es ging nach Paris, Polen und im April diesen Jahres stand eine Fahrt nach Italien auf dem Programm. Der Rosenkranz war dort ein ständiger Begleiter und man spürte eine tiefe, christliche Freude, die schließlich nur Christus selbst schenken kann.

Was bleibt nun als Fazit? Keineswegs nur blinde Kritik, sondern vielmehr der Wunsch, dass sowohl an der Universität als auch unter den Kommilitonen wieder verstärkt ein Bewusstsein dafür entsteht, dass der Glauben der Kirche im Mittelpunkt stehen muss. Eine römisch-katholische Theologie, die nicht auf dem Fundament des Lehramtes steht, ist letztendlich eine Theologie im luftleeren Raum.

Papa_BenedettoPapst Benedikt XVI. verwies in einer Rede an die Dozenten und Studenten der Katholischen Universität vom Heiligen Herzen an das Zusammenspiel zwischen gelebter Spiritualität und empirischer Theologie, indem er herausstellte, dass die Universitätskapelle gleichsam das Herz des intellektuellen Forschens der Studenten und Dozenten darstelle. Dieses Bild kann natürlich auf jede Universität in der Katholische Theologie gelehrt wird, sowie auf jeden Studenten, Dozenten übertragen werden.

„In dieser Perspektive ist die Kapelle das pulsierende Herz und die stete Speise des Universitätslebens, zusammen mit dem Pastoralzentrum, wo die Seelsorger der verschiedenen Stellen gerufen sind, ihre wertvolle priesterliche Sendung zu erfüllen, die von der Identität der Katholischen Universität nicht zu trennen ist. Wie uns der sel. Johannes Paul II. lehrt, ist die Universitätskapelle »ein Ort des Geistes, wo die Christgläubigen, die auf unterschiedliche Weise in das akademische Leben einbezogen sind, im Gebet innehalten und geistige Nahrung und Leitung finden können.“ (Benedikt XVI. Audienz an Studenten und Dozenten der Universität vom Heiligen Herzen)

Ein fünftes Mariendogma? – Falls ja, welches?

Maria Corredemptrix oder Immortalitas Immaculatae BMV?

von Christoph Matthias Hagen, Innsbruck

12818_0Wenn man die Theologie unserer Tage betrachtet, wird man bemerken, daß eine eigenständige, systematische Mariologie schon seit Jahrzehnten in kontinuierlichem Schwinden begriffen ist. Dieser Befund kann ganz sicher nicht ohne Zusammenhang mit der Tatsache erklärt werden, daß das II. Vaticanum es vorgezogen hatte, in LG 52-69 (= DH 4172-4179) von Maria zu sprechen und sie damit in seine dogmatische Betrachtung der Wirklichkeit und des Geheimnisses der Kirche einzubeziehen, statt ihre Person, Stellung und Sendung in der Erlösungs- und Heilsordnung als eigenen Aspekt der Lehre der Kirche über Maria zu behandeln. Man kann sich fragen, ob die jungfräuliche Gottesmutter dadurch nicht, sicher unter vielerlei Hinsichten bleibend exemplarisch und einzigartig, dennoch im Prinzip als eine Glaubende unter Glaubenden in das Volk Gottes eingegliedert worden war und aufgehört hatte, als Person und Gestalt Thema und Gegenstand gesonderter, theologischer Bemühung zu sein. In diesem anhaltenden Klima ist das soeben erschienene Buch: Stärker als der Tod. Warum Maria nicht gestorben ist des 1974 geborenen Regensburger Diözesanpriesters und Theologen Florian Kolfhaus ein mariologischer Versuch, die Gestalt Mariens von neuem ins Licht zu stellen – zu einem Zeitpunkt und in einer Situation, in denen nach wie vor die Tendenz beherrschend ist, Maria als Randfigur der Theologie und des Glaubens mehr und mehr einem Schattendasein oder einer emotionalisierten, nicht weiter theologisch verantworteten, rein subjektivistisch-gefühlsbasierten Volksfrömmigkeit zu überlassen.

Damit sei ausdrücklich keine Geringschätzung echter, gediegener Volksfrömmigkeit ausgesprochen. Indes: Um als echt und gediegen anerkannt zu sein und bestehen zu können, muß sich jede Volksfrömmigkeit vor den beiden Polen von Fides und Ratio zugleich rechtfertigen können und sich widerspruchsfrei in deren Spannungsfeld entfalten. Dies gilt in besonderer Weise für eine Marienfrömmigkeit, die mit dem Glauben der Kirche in Einklang stehen soll, da in ihr ein dezidiert fraulich-mütterliches Motiv anklingt, das naturgemäß die Emotion anspricht, sich darin aber nicht erschöpfen darf.

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„Das Leben muss immer angenommen und geschützt werden“

Rede von Papst Franziskus in der Krakauer Wawel-Burg

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Nach seiner Ankunft auf dem Flughafen „Johannes Paul II.“ und der Willkommenszeremonie mit dem polnischen Staatspräsidenten Andrzej Duda, begab Papst Franziskus sich heute Nachmittag in einem VW zum Krakauer Stadtzentrum, wo er im Arkaden-Innenhof des Wawel-Burgs – der ehemaligen Residenz der polnischen Könige – die Vertreter der Regierung und des öffentlichen Lebens traf. Er hielt dabei die erste Ansprache seiner 15. Auslandsreise, die wir hier in der offiziellen Übersetzung dokumentieren.

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„Himmlischer Vater: Lehre uns, Zweifelnden den Glauben zu verkünden“

Das offizielle Gebet zum Weltjugendtag in Krakau 2016 wurde am 03. Juli 2014 gemeinsam mit dem Logo veröffentlicht und wird demnächst in deutscher Übersetzung vorliegen. Es hat drei Teile: es vertraut die Menschheit und im besonderen die Jugend der Göttlichen Barmherzigkeit an; es ersucht Gott um die Gnade seines Göttlichen Herzens; es bittet um die Fürsprache Mariens und des hl. Johannes Paul II., des Patrons der Weltjugendtage.

Gott, barmherziger Vater,

Du hast Deine Liebe in Deinem Sohn Jesus Christus offenbart
und sie über uns ausgegossen im Heiligen Geist, dem Tröster.
Dir vertrauen wir heute die Geschicke der Welt und jedes Menschen an.
Dir vertrauen wir besonders die jungen Menschen aller Sprachen, Völker und Nationen an:
leite und beschütze sie auf den verzweigten Wegen der heutigen Zeit.
Schenke ihnen die Gnade, überreiche Früchte auf dem Weltjugendtag in Krakau zu ernten!

Himmlischer Vater,
mache uns zu Zeugen Deiner Barmherzigkeit.
Lehre uns, Zweifelnden den Glauben zu verkünden,
Entmutigten die Hoffnung zu stärken,
und Gleichgültigen die Liebe zu schenken.

Zeige uns, wie wir die Vergebung an die,
die sich schuldig gemacht haben, herantragen
und die Freude an Unglückliche weitergeben können.
Lass den Funken barmherziger Liebe,
den Du in uns entzündet hast,
zu einem Feuer werden, das die Herzen verwandelt
und das Angesicht der Erde erneuert.

Maria, Mutter der Barmherzigkeit, bitte für uns!
Hl. Johannes Paul II., bitte für uns!
Hl. Schwester Faustina, bitte für uns!

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Mehr Erotik in der Kirche

Sündig, sinnlich, Superstar: Maria Magdalena in römischen Kalender aufgenommen – Ein Beispiel für jede Frau

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Sündig, sinnlich, Superstar: Maria Magdalena – Tizian: Büßende Maria Magdalena, um 1533, Ölgemälde

Seit geraumer Zeit ist in der katholischen Kirche das Bemühen feststellbar, Frauen stärker in die Kirche einzubinden. Papst Franziskus betont immer wieder die bedeutende Rolle der Frau für die Kirche und gibt der Diskussion über die Würde der Frau neue Impulse. Entsprechend setzte nun die Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenlehre per Dekret den Wunsch des Papstes um, die heilige Maria Magdalena in den römischen Kalender aufzunehmen.

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„Tinder“ und der Tod der Romantik

Dating im Digitalen Zeitalter: Wie junge Menschen mit Apps versuchen, echte Liebe zu finden – oder auch nur ein schnelles Abenteuer

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46 Millionen Deutsche nutzten im Januar 2015 ein Smartphone. 2009 waren es gerade mal 6 Millionen. Foto: Tony Hasgill via Flickr (CC-BY SA 2.0)

Junge Singles sind zu sehr damit beschäftigt, nach links und rechts über ihr Handy zu wischen und oberflächliche, vorübergehende Verbindungen aufzubauen, um echte Liebe mit echten Menschen zu finden. Die Romantik sei tot, behauptete die Autorin Nancy Jo Sales.

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Zufrieden mit dem Mittelmaß oder Sehnsucht nach Mehr?

Liebe ist möglich! Sie ist grenzenlos und erst sie erfüllt unser Leben mit Sinn.

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Erleben Sie das in Ihrer Beziehung und Ehe?

Im Alltag ist es unter Umständen nicht einfach, an eine Liebe zu glauben, die so grenzenlos sein soll… Sie finden als Paar möglicherweise kaum Zeit füreinander und leben in diesem ständigen Spagat zwischen Familie, Job und all den vielen Themen, mit denen wir täglich konfrontiert werden. Vielleicht haben Sie sich inzwischen mit einem gewissen Mittelmaß arrangiert. Aber tief in Ihrem Herzen ist da diese Sehnsucht nach Mehr…

Diese Sehnsucht in unserem Herzen ist echt! Sie will uns den Weg zur Schönheit der wahren Liebe zeigen, die unsere oft kleine und kontrollierte Welt in eine andere Dimension erhebt.

Seid nicht zufrieden mit Mittelmäßigkeit!“ Johannes Paul II.

Diese Liebe kann auch Ihr Leben bereichern und Ihren Alltag verwandeln. Für immer. Machen Sie sich auf den Weg! Es lohnt sich, für die Liebe zu kämpfen! Entscheiden Sie sich dafür! Sie brauchen dazu nur Mut, Willen und Offenheit für das Geschenk der Liebe.

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Marienverehrung ist keine Nebensache

Ein Tag ist nicht genug – Marienmonat Mai. Ein Kommentar von Monsignore Florian Kolfhaus

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Monsignore Florian Kolfhaus

Der heilige Johannes XIII. hat einmal über Maria und die Liebe zu ihr gesagt: „Ja, lasst uns Maria verehren mit dem Innersten unseres Herzens, mit der ganzen Hingabe unseres Gemütes und mit aller Sehnsucht; denn das ist der Wille dessen, der wollte, dass wir alles durch Maria empfangen sollten.“ So sollte der Mai als Marienmonat gefeiert werden. Und warum nicht auch mit der frommen Naivität von Kindern, die für ihre Mutter basteln, malen, dichten, singen, Kerzen anzünden und versuchen ganz besonders „brav“ zu sein. Auch Erwachsene, die im Alltag Verantwortung für andere tragen und es sich nicht leisten können, kindlich zu sein (etwas ganz anderes als „kindisch“!), dürfen im Muttermonat Mai Maria sagen: „Ich habe Dich lieb. Du bist die bester aller Mütter.“

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Schön und gut

Eine philosophisch-theologische Reflexion zur Bischofssynode 2015

In seinem vor drei Wochen erschienenen Cathwalk-Interview sagte Dr. Maximilan Krah einen interessanten Satz, der mich zum Nachdenken brachte: „Die katholische Lehre assoziiert das Gute mit dem Schönen.“ Um das „Gute“ wird auf der Bischofssynode gerade schwer gerungen. Wenn das Gute und das Schöne aber ja zusammengehören, dann müsste die katholische Lehre von Ehe und Sexualität am Ende vor allem eines sein: schön!

Benjamin Kalkum hat in Bonn Theologie studiert. Er hat danach sowohl in einer Werbeagentur gearbeitet als auch als Priesterkandidat in einer Gemeinde. Er findet, dass die Kirche das Evangelium zu leise und zu schlecht verkündet. Zur Zeit arbeitet er als Journalist in Budapest und denkt darüber nach, was man anders machen könnte.
Benjamin Kalkum hat in Bonn Theologie studiert. Er hat danach sowohl in einer Werbeagentur gearbeitet als auch als Priesterkandidat in einer Gemeinde. Er findet, dass die Kirche das Evangelium zu leise und zu schlecht verkündet. Zur Zeit arbeitet er als Journalist in Budapest und denkt darüber nach, was man anders machen könnte.

von Benjamin Kalkum

Im Alltag sind das Schöne und das Gute intuitiv assoziiert. Schöne Menschen werden u.a. für ehrlicher gehalten. Und nicht ohne Grund werden die Sprüche in sozialen Netzwerken immer mit einem schönen Hintergrundbild gepostet. Oder warum stecken Unternehmen tausende von Euros in gutes Design und die Qualität ihrer Druckerzeugnisse? Schönheit schafft nicht nur Aufmerksamkeit, sondern die Aussagen erscheinen wahrer. Man glaubt sie leichter. Das hat wohl etwas mit der Verarbeitungsflüssigkeit  zu tun, schöne Dinge kann unser Gehirn einfach leichter verarbeiten.

Vielleicht haben die Mitglieder des deutschsprachigen Arbeitsgruppe auf der Bischofssynode in der ersten Zusammenfassung ihrer Ergebnisse  deshalb angeregt, „am Beginn des ersten Kapitels einen Abschnitt einzufügen, der die Schönheit der Ehe und den Auftrag der Ehen und Familien umschreibt“. Bei der Redaktion des Gesamtdokuments solle hingegen „eine negativ abgrenzende und normativ verurteilende Sprache [..] (forensischer Stil)“ vermieden werden, zugunsten einer „positive[n], die christliche Position entfaltende[n] Sprache, die damit implizit zur Sprache bringt, welche Positionen christlich inkompatibel sind.“
Die FAZ reagierte mit einer ungewöhnlich scharfen Polemik  auf dieses allzu durchschaubare Manöver, bloß niemandem wehtun zu müssen. Denn „de gustibus non est disputandum“, über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten – und so scheint die Konzentration auf das Schöne und Positive sich als billiger Kompromissweg anzubieten.

Oder kann es vielleicht doch mehr sein?

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