Warum ich viele christliche Blogs enttäuschend finde

von Ida Nielsson

Es gibt so viele Blogs da draußen im Internet: Eltern-Blogs, Umwelt-Blogs, politische Blogs, Handarbeits-Blogs, Beauty-Blogs – und ja, auch christliche Blogs. Und das finde ich eigentlich ziemlich gut, denn ein christliches Leben zu führen ist gar nicht mehr so alltäglich in unserer Gesellschaft. Umso besser wenn genau das im Internet thematisiert wird.

Und trotzdem bin ich von vielen christlichen Blogs ziemlich enttäuscht.

Ja, wirklich. Mein Glaube ist mir wichtig, er ist die Richtschnur meines Lebens und das ist er auch für viele andere Christen (und auch für Angehörige anderer Religionen mal so nebenbei bemerkt). Und trotzdem kann ich mich für viele christliche Blogs nicht so richtig erwärmen.

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Was mich stört?

Ich versuche es mal mit zwei Bibel-Zitaten zu umschreiben:

„Freut euch im Herrn zu jeder Zeit! Noch einmal sage ich: Freut euch!“

~ Philipper 4,4

Die Freude fehlt mir. Die Freude über den Glauben. Die Freude über die Gewissheit, dass Gott bei uns ist. Dass er uns nicht verlässt, egal was kommen mag. In der Bibel werden wir immer wieder daran erinnert, dass wir uns freuen können und dass glauben auch sich freuen bedeutet. Unter anderem. Aber genau diese Freude lese ich aus kaum einem christlichen Blog heraus.

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Und das stört mich.

Stattdessen wird über den Zustand der Welt und der Gesellschaft geklagt, über die Verkommenheit der säkularen Umwelt, über Unmoralisches, über Christenfeindliches. Gleichzeitig wird nicht damit gespart darauf hinzuweisen, gegen was man sich alles wendet. Gegen Scheidung. Gegen Gender Mainstreaming. Gegen Krippenbetreuung. Gegen Sex vor der Ehe. Oft auch gegen den Islam oder sogar gegen Flüchtlinge.

Christliche Blogs verströmen oft Angst. Angst vor der Welt da draußen wie sie eben ist. Und mit Verlaub, aber das finde ich nicht besonders christlich. Pessimismus ist nicht besonders christlich. Schreckensszenarien zu entwerfen ist nicht besonders christlich.

Eigentlich haben wir doch Visionen…

Wo bleiben die Visionen für eine bessere Welt? Für eine gerechtere und friedlichere Gesellschaft? Wo bleibt Zuversicht und Hoffnung? Haben denn meine lieben Glaubensbrüder 1. Korinther 13,13 vergessen?

Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; doch am größten unter ihnen ist die Liebe.

~ 1. Korinther 13,13

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Wir haben etwas anzubieten als Christen, unser Glaube bietet Alternativen zu den Standards, die oftmals in unserer Gesellschaft herrschen. Und das ist eine gute Nachricht. Sogar eine sehr gute Nachricht. Unser Glaube kann uns und alle Menschen da draußen ermutigen weiter an das Gute zu glauben, weiter für Gerechtigkeit zu kämpfen, nicht den Kopf hängen zu lassen. Über sich selbst hinaus zu wachsen – und dann diejenigen an die Hand zu nehmen, die es allein nicht schaffen.

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Wie ich mir christliche Blogs wünsche

Aber das tun wir nicht, indem wir wehklagen, indem wir Feindbilder aufbauen, indem wir Ängste schüren. Wir können für unseren Glauben werben und für seine Werte (ja, auch die unbequemen, das ist kein Widerspruch!), seine Botschaft, die Alternativen, die er bietet. Auch über Blogs. Gerade über Blogs! Aber das können wir nur mit Herzblut tun. Mit Optimismus. Und mit Freude. Mit einer Freude wie sie nur aus dem Glauben kommen kann:

„Im Übrigen, liebe Brüder, freut euch, kehrt zur Ordnung zurück, lasst euch ermahnen, seid eines Sinnes und lebt in Frieden! Dann wird der Gott der Liebe und des Friedens mit euch sein.“

~ 2. Korinther 13,11

Dieser Artikel erschien hier und darf mit freundlicher Genehmigung der Autorin auf dem Cathwalk verbreitet werden. 

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Von Zeitreisen und Apologeten der Schönheit

Das FB-Projekt„FIDES“ möchte Fragen an den katholischen Glauben aufgreifen und mit Wahrhaftigkeit und Ursprünglichkeit beantworten, um die Schönheit des Glaubens sichtbar werden zu lassen. Dies soll folglich nicht „von oben herab“ oder gar in einem arroganten Triumphalismus geschehen, sondern in einer einladenden Weise. The Cathwalk findet dieses Vorhaben spannend und schafft dafür mit „Apologetik“ eine neue Leserubrik.

Von David Agustín Gonzalez

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Welcher Katholik kennt das nicht? Man sitzt in geselliger Runde oder schaut gerade Fernsehen, wenn man plötzlich wieder mit kritischen Anmerkungen oder Fragen zum katholischen Glauben konfrontiert wird, sei es nun durch Familie, Freunde und Bekannte, oder durch wenig gut recherchierte und voreingenommene Sendungen. Ich selber war jahrelang jemand, der solche kritischen Fragen an die Kirche stellte und ihr zum Teil auch schwere Vorwürfe machte. Bis ich Menschen begegnete, die logische und rationale Antworten auf meine kritischen Fragen hatten. Menschen, die vor allem aber auch den Glauben authentisch vorlebten und mir zeigten, wie schön der katholische Glaube sein kann, in Theorie und in Praxis. Diese Kombination aus Freundlichkeit, Geduld, Vernunft und Schönheit welche mir begegnete, bewirkte in mir einen Veränderungsprozess, so dass ich nach langer Zeit, die ich in Freikirchen verbracht habe und in der ich eine ablehnende Haltung gegenüber dem katholischen Glauben hegte, wieder in die Kirche zurückkehrte.

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Mehr Glauben wagen

Der Passauer Bischof Stefan Oster im Gespräch mit Peter Seewald

von Dr. Bergund Fuchs

bildschirmfoto-2016-06-01-um-14-59-16Löst sich der Glaube heute in Luft auf? Schenkt man den jüngsten Umfragen von Meinungsforschungsinstituten glauben, tragen sich derzeit 20 Millionen Menschen mit dem Gedanken, die Kirche zu verlassen. Bischof Stefan Oster und Peter Seewald fragen in ihrem gemeinsamen Buch nach den Ursachen für diese Entwicklung und suchen nach möglichen Auswegen aus der Glaubenskrise unseres Landes.
Nicht Gott habe sich von uns entfernt, nein, wir haben uns von Gott entfernt. Es genügt heute nicht, dass Kirche „da“ ist… Beide Gesprächspartner stimmen darin überein, dass sich die Kirche wieder zeigen muss. Als Institution und auch in jedem ihrer Gläubigen.

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Rationale Argumente für die Wahrheit des christlichen Glaubens

7 Thesen, warum es absolut wahrscheinlich ist, dass das Neue Testament Wahres berichtet

Glaube kann man zwar nicht beweisen – man kann ihn aber auch nicht durch kluge Argumente widerlegen. Im Gegenteil: es gibt richtig gute Gründe dafür, dass das, was in der Bibel über Jesus steht, wirklich wahr ist. Für alle, die gern mal zweifeln, präsentiert  Euch Euch Dr. Johannes Hartl 7 (Gebetshaus Augsburg) von solchen möglichen Gründen.

Der Podcast erschien auf Fisherman.FM

Von den geheimen Lüsten katholischer Laien

Eine Ergänzung zum Cathwalk-Kommentar von Monsignore Florian Kolfhaus

von Felix Honekamp

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Bildquelle: von US Department of Agriculture (https://flic.kr/p/dJV77C)

Geheime Lüste von Katholiken? Das klingt mindestens so reißerisch wie der Titel des lesenswerten Beitrags auf The Cathwalk „Von den geheimen Lüsten katholischer Priester„. Und wie es auch bei diesem Beitrag um Spirituelles geht, so sieht das auch bei katholischen Laien aus. Anders als man es bei einem solchen Titel über einem Spiegel-Artikel erwarten würde, geht es mir natürlich nicht um ein Katholiken-Bashing nach der Devise „Schaut mal, was diese Oberfrommen so treiben!“ sondern um eine Werbung für den katholischen Glauben. Insofern ist der Titel auch – entschuldigung – irreführend, denn die „Lüste“ katholischer Laien sind so geheim eigentlich nicht. Jeder könnte sie kennen, und jeder, der sie nicht kennt, muss sich an die eigene Nase fassen, warum eigentlich nicht.

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Glaube und Gesundheit hängen eng zusammen

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„Glaube und Gesundheit hängen eng zusammen“ – Bildquelle: 123RF Lizenzfreie Bilder

KASSEL (idea) – „Holt Glaubensfragen zurück in die Gesundheitsdiskussion!“ Diesen Appell hat der Wirtschaftsjournalist und Zukunftsforscher Erik Händeler (München) am 14. April zum Auftakt des 5. Christlichen Gesundheitskongresses an die rund 600 Teilnehmer gerichtet. Nach seinen Worten wird besonders die seelische Gesundheit in den kommenden Jahren und Jahrzehnten immer wichtiger werden, weil immer mehr Menschen geistig tätig seien: „Die Gedankenarbeit ist die Arbeit der Zukunft.“ Die übergroße Mehrzahl aller Untersuchungen zum Zusammenhang von Glaube und Gesundheit habe ergeben, dass ein sehr positiver Zusammenhang zwischen beidem bestehe. „Die Chancen in 2.000 Jahren Kirchengeschichte waren nie so günstig wie heute, um über den christlichen Glauben zu sprechen“, so Händeler. Das gelte nicht nur für das Gesundheitswesen, sondern auch für die Wirtschaft. Nur Unternehmen, die sich an im Christentum wurzelnden Werten wie Wahrhaftigkeit oder Demut orientierten, hätten Bestand.

Was das Gesundheitswesen von Jesus lernen kann

Wie der Vorsitzende der Initiative ProChrist, Roland Werner (Marburg), sagte, können christliche Werte die Zukunft des Gesundheitswesens bereichern. Jesus sei den Menschen stets ganzheitlich begegnet. Er habe mit ihnen gesprochen und sich Zeit für sie genommen, anstatt nur Symptome zu behandeln, erklärte Werner: „Begegnung ist der Anfang des Heilwerdens.“ Auch sei nach christlichem Verständnis jeder Mensch einzigartig und ein Ebenbild Gottes. Das könne im Alltag von Krankenhäusern und Arztpraxen davor bewahren, Patienten nur als Nummer zu sehen. Christen im Gesundheitswesen könnten zudem dadurch einen Unterschied machen, indem sie bereit seien, um der Patienten willen mehr zu geben als sie müssen: „Jesus hat auch am Sabbat geheilt.“

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Kritik des reinen Unverstands

Amoris laetitia und der antikatholische Reflex

Ein Kommentar von Anna Diouf

376753e454ce8dac7_720x600Was würden die Physiker dieser Welt sagen, wenn ich mich erdreistete, einfach mal ohne jegliche Expertise darüber zu räsonieren, wie Physik eigentlich sein sollte? Was würde ein Facharzt sagen, wenn ich ihm reinquatschen würde, wie er seine Arbeit eigentlich auszuführen hätte? Und wie würde ein Profifußballer reagieren, wenn ich ihm erklären würde, wieso die Abseitsregel überholt ist und man eigentlich das gesamte Regelwerk des Fußball überarbeiten müsse, es sei doch viel besser, mit den Händen zu spielen?

Richtig, man würde mich entweder auslachen oder etwas ungehalten reagieren.

Nur bei einer komplexen Lehre, die 2000 Jahre kontinuierliche Vertiefung und Entfaltung erfahren hat, da kann jeder Hinz und Kunz sagen, was besser wäre, ohne auch nur den geringsten Schimmer zu haben, worum es geht.

Kaum ist amoris laetitia heraus, sind schon wieder alle möglichen selbstermächtigten Propheten unterwegs, die uns Katholiken erklären, wie Katholizismus sein müsse.

Dabei möchte man, mit den Worten des Augustinus und des Salafisten auf dem Marktplatz diesen Menschen zurufen: LIES! Und zwar nicht das postsynodale Schreiben. Mein Vorschlag: Lies zuerst 150 Seiten der Summa des Thomas von Aquin und verstehe sie. Dies ist mit dem üblichen relativistisch-unphilosophischen Mindset des Menschen von heute praktisch umöglich. Ziel ist auch nicht das Verstehen der Textpassage, sondern das Entwickeln wenigstens der rudimentären Einsicht, dass man viel weniger weiß und versteht, als man so gemeinhin annimmt, und dass es selbst im finsteren Mittelalter extrem schlaue Leute gegeben hat, die komischerweise meistens ziemlich katholisch waren. Ist dieser erste Lernerfolg erzielt, nimm den Katechismus der Katholischen Kirche zur Hand und tritt ein in die faszinierend andere Welt des Katholizismus.

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Mit der Osterbotschaft steht und fällt unser Glaube.

1475808_610688155655852_1369532079_nEine Betrachtung von Oliver Schön, Priesterkandidat im Erzbischöflichen Priesterseminar St. Johannes der Täufer über Ostern, unseren Glauben und das Isenheimer Auferstehungsaltarbild von Matthias Grünewald. Dieses Bild der Auferstehung gilt als ein Hauptwerk deutscher Malerei und entstand zwischen 1506 bis 1515.

Christus schwebt mit ausgebreiteten Armen aus seinem Grab. Hinter ihm beherrscht ein riesiger Sonnenball das Bild, der zugleich Gloriole ist. Trägt er auf dem Kreuzigungsbild noch ein zerrissenes und schmutziges Lendentuch, ist er jetzt in ein leuchtendes Gewand gekleidet.

 

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Der von Matthias Grünewald geschaffene Isenheimer Altar erzählt in faszinierenden die Weihnachtsgeschichte, den Tod und die Auferstehung Christi.