Leserbriefe

Selbstverständlich handelt es sich hier nur um eine Auswahl, die laufend aktualisiert wird. 

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Hallo Herr Schäppi,

Cathwalk ist das, was unsere Zeit m. E. braucht: den katholischen Glauben aus der biederen, angestaubten, engen Schublade zu holen, in die er tragischerweise z. T. verbannt worden ist… Sie zeigen durch Ihren Blick für das Gute, Wahre und SCHÖNE die Weite und Tiefe unseres Glaubens auf – eine echte Chance für Suchende! Herzliche Grüße und Gottes Segen! L. H.

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Lieber Herr Schäppi,
unter echtem Journalismus und mit Blick auf Ihren Blog stelle ich mir ein Portal vor, dass Meinungsvielfalt garantiert und Pro & Contra gleichermaßen zulässt. Der Diskurs lebt auch davon und kommen Sie mir jetzt nicht mit Foucaul o.ä.! Meinungsvielfalt entsteht natürlich nicht, wenn man sich nicht auf einen kleinen Autorenkreis beschränkt. […] Das haben Sie doch nicht nötig. Gestört hat mich ebenfalls der Beitrag, in dem Lesern, gerade denjenigen, die nicht ihrer Meinung entsprachen, indirekt vorgehalten wurde, sie seien krank und litten am sog. Cathwalk-Syndrom. Also, Herr Schäppi, das ist doch unter jeglichem akademischen Niveau! Wie soll man Sie als Chefredakteur, der solche Beiträge zulässt, noch ernst nehmen. Leserbeschimpfung ist das eine, aber derartige Formen des Leser-Bashings haben Stammtisch-Niveau und gehören vielleicht in Ihre privaten Gespräche rundum Ihre Arbeit an der Seite, aber längst nicht auf ein Portal, das sich einen Namen erarbeiten will und ein mögliches Sprungbrett in die Medienwelt darstellt. Da verkaufen Sie sich als angehender Doktor unter Wert und ihre Redakteure gleich mit! Ich bin mir sicher, sie wissen das und Ihre Versuche zu provozieren sind Kalkül. Aber das ist auf Dauer nicht nur billig, sondern auch langweilig. Sie können mir jetzt gerne Klickzahlen o.ä. vorhalten, aber ich frage mich und Sie ganz ehrlich, worin liegt der Mehrwert eines Portals, wenn es sich im Provozieren gefällt, daran geradezu aufgeilt (die billigen Versuche mit Leonardo di Caprio-Bildern Ihre Leserreaktionen zu kommentieren) und kein ernster Austausch stattfindet, weil sie am liebsten um sich und Ihren angestammten Autoren- und Interviewpartnerkreis kreisen? Das ist ein Anzeichen von geistigem Stillstand, das ich Ihnen und Ihren Mistreitern bei diesem wahrlich guten Vorhaben, Glaube, Religion und Mode zusammenzudenken, keinesfalls wünsche. Öffnen Sie sich, lassen Sie andere Meinungen zu und Sie werden merken, wie gut das Ihnen, Ihrem Denken, aber auch und vor allem der Zukunft Ihres Portals tut. Mit besten Grüßen und Wünschen, A.M.
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Sehr geehrter Herr Schäppi,

habe im Internet Ihren publizierten Artikel zu „Braut Christ- in Bettlerkutte oder Hochzeitsgewand“ gefunden. Habe die große Bitte an Sie, diesen Artikel zu löschen.  Es gibt Dinge, über die sollte man besser schweigen. Gruß und ein gutes neues Jahr, A. K.

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Liebste Cathwalker!

Ich bin FASZINIERT. Von Eurer Vision. Von Eurem Magazin. Deswegen würde ich mich gerne ein wenig daran beteiligen… ich weiß zwar nicht ganz, ob ich das Kriterium „wertkonservativ“ erfülle, aber ich würde mich zumindest als modebegeistert und katholisch beschreiben. Allgemein bietet Ihr genau das, was mir gefehlt hat: Ein kosmopolitisches, leidenschaftlich christliches, junges, revolutionäres Magazin! Ana

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Hallo Zusammen, ich finde eure Website ganz großartig! Ich selber lebe einen solchen angeblichen Widerspruch: Ich habe ein Diplom in katholischer Theologie – arbeite aber als Headhunterin für die Privatwirtschaft (der Inbegriff des Bösen 😉 ). Diese Spannung zwischen religiösen Werten und modernem Lifestyle ist eine Leidenschaft von mir! Also macht so weiter! Liebe Grüße, J. H.

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Guten Abend Herr Schäppi,

wenn Sie erlauben, werde ich etwas brainstorming machen, vielleicht kommen mir ein paar gute Ideen bzw. Quellen, die Ihnen in der Gestaltung des Blogs nützlich sein könnten.

Ich denke, daß es wichtig ist, den Katholiken die Augen zu öffnen, dass die römische Kirche in erster Linie ein organisiertes Kultur-Instrument war und niemals in der mystifizierten Wahrnehmung des 19. Jahrhunderts existierte bzw. auf einer solchen Ebene in der Realpolitik nie hätte existieren können. Was „ideal“ und „real“ war,  wurde in seinem Widerspruch nirgendwo so synergetisch und letztendlich auf dem dualen Prinzip der Schöpfung basierend, gelebt, wie im historischen Katholizismus der römischen Kirche.

Katholische Identität war in erster Linie ein Kulturkatholizismus und eine Konditionierung für die Völker, um das in den Barbaren untergegangene römische Reich kulturpolitisch wieder erstehen zu lassen. Maximilian Krah weist immer sehr treffend auf diese Schein-Dogmen aus dem 19. Jahrhundert hin, aus denen sich die gesamte Lebenspraxis der PiusX-Riege ableitet. Insgeamt liegt die Tragik der heutigen Konservativen darin, daß nur die Angst vor der dualen Realität und die damit verbundene Flucht aus der individuellen Existenz deren Motivator und Anker zu konservativem Denken zu sein scheint. Die Neurosen in allen Facetten des Lebens sind somit vorprogrammiert.

In diesem Milieu scheint die Erfolgsfeindlichkeit, die mit der Alltagsfeindlichkeit einhergeht, am meisten besorgniserregend. Begabte Menschen leben nach dem Motto: „Lieber Gott, mach mich dumm und fromm, damit ich in den Himmel komm….“ – Wie soll man da ein Leben erfolgreich bestreiten. Freilich es gibt „Glückstreffer“, wenn etwa Philomena de Tornos den Thron-Prätendenten Frankreichs abbekommt, ungeachtet ihrer schrecklichen Tradi-Familie (das ist für mich wirklich schon ein metaphysisches Wunder, wenn man diese Leute einmal erlebte).

Vielleicht sollte man in Richtung Erfolgskultur in der Lebensplanung etwas redigieren,  von Karriereplanung, Image-Planung & Aufbau etc. In den Augen der Jansenisten sind das „Eitelkeiten“, gemessen an den großen Zeiten der abendländisch-katholischen Kultur jedoch Normalitäten, ob Politik, Wirtschaft oder Papsttum.

Lieber Herr Schäppi, ich kann mir vorstellen, wie man Ihnen aufgrund Ihrer „Öffnung“ zum Leben feindselig begegnete und auch weiterhin begegnet. Gerne möchte ich Ihnen – soweit es Ihnen auch von meiner Seite Freude bereiten kann- Mut und Durchhaltevermögen zusprechen. Bleiben Sie dran! Sie haben schon viel erreicht und Mut gezeigt, man wird noch von Ihnen hören, ob es den anderne paßt oder nicht.

Ihnen verbunden, PvW

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