Ein buchstäblich seliger Samurai: Hat Japan bald einen Heiligen mit Schwert?

In Zeiten, in denen die Apostasie der Japaner während Christenverfolgungen durch den Film Silence wieder zum Gesprächsthema geworden ist, aber auch in Zeiten, in denen die Treue der Japaner zum Evangelium bis zum Ende bezeugt wird, durch die Geschichte der 26 Märtyrer, die in einem kürzlich wieder an Licht gekommenen Film sichtbar wird, tritt die Figur von Takayama Ukon aus mehreren Gründen strahlend hervor.

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Franz von Sales: Anleitung zum frommen Schreiben

franz_von_salesHeute ist der Gedenktag von Franz von Sales, der am 26. Januar 1923 von Papst Pius XI. zum Patron der Schriftsteller und Journalisten ernannt wurde. Sein Leben ist geprägt von Glauben, Wahrheitssuche und der Liebe zum Schreiben.

von Josef Jung

Ihr [werdet] die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch befreien“

Franz von Sales wurde 1567 geboren und machte schon früh Bekanntschaft mit dem Calvinismus sowie der damit verbundenen der Lehre der doppelten Prädestination, also der Vorstellung, dass man von Geburt an zum Himmel oder zur Hölle vorherbestimmt sei. Diese Lehre machte ihm sehr zu schaffen und zeitweise sah er sich selbst im Lager der Verdammten. Im Alter von 20 Jahren vertraue er sich Gott an und befreite sich von der calvinistischen Prädestinationslehre. Er erkannte, dass Gott in Wahrheit die Liebe ist, vertraute ihm sein Leben an entwickelte ein neues, lebensbejahendes Menschenbild.

Publizieren zur Ehre Gottes

Franz von Sales studierte schließlich Theologie und wurde 1593 er zum Priester geweiht. Aus seiner Auseinandersetzung mit dem Calvinismus ging 1600 seine Schrift „Défense de l’Estendart de la Sainte Croix“, Verteidigung der Fahne des heiligen Kreuzes hervor. Diese diente der Rekatholisierung und war so erfolgreich, dass er zum Koadjutor des Bischof von Genf-Annecy und 1602 sogar selbst zum Bischof der Diözese geweiht wurde.

Das Schreiben sollte fortan sein ganzes Leben begleiten. Zunächst in französischer Sprache, erschienen u.a. 1608 sein Hauptwerk „Anleitung zum frommen Leben“ („Philothea“), 1616 „Abhandlung über die Liebe Gottes („Theotimus“), dann postum u.a. 1629 „Die wahren spirituellen Gespräche“ und 1641 ausgewählte Predigten.

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Im Leben und Schreiben ganz Gott gewidmet

Franz von Sales Leben war getragen vom Glauben an die Liebe und Wahrheit Gottes. Er setzte seine ganze Kraft dafür ein, diese in Wort und Schrift zu verkünden. Er verzehrte sich so in Arbeit, dass er 1622, im Alter von nur 55 Jahren, auf der Rückreise von Avignon nach Lyon erschöpft an einem Schlaganfall starb. Er wurde am 18.12. 1661 selig- und am 19.4. 1665 heiliggesprochen. Doch mit seinem Tod war sein Wirken nicht zu Ende. Seine Schriften beeinflussten und inspirierten die französische Mystik des 17. Jahrhunderts.

Obwohl er selbst rastlos zu arbeiten schien, gab er uns einen Rat mit, der Beachtung verdient:

„Hab Geduld mit allen Dingen, aber besonders mit dir selbst.“

Ein Sonnenstrahl wider die marianische Eiszeit

(CNA Deutsch) In diesem Jahr wird Papst Franziskus in die Fußstapfen seines Vorgängers treten und aus Anlass des großen Jubiläums den kleinen portugiesischen Wallfahrtsort besuchen, der bis heute Millionen von Pilgern anzieht. 100 Jahre nach den wunderbaren Ereignissen von Fatima ist die Botschaft Mariens nicht weniger aktuell.

Wie nie zuvor in der Geschichte werden in unseren Tagen Christen blutig verfolgt und der Friede, den die Völker der Welt nach den beiden schrecklichen Kriegen des vergangenen Jahrhunderts erhofften, ist so instabil wie selten. Papst Franziskus spricht sogar von einem Dritten Weltkrieg in Stücken, da an vielen Orten, vor allem im Mittleren Orient, Tausende von Menschen unter Gewalt und Terror leiden.

Maria empfiehlt in Fatima das tägliche Rosenkranzgebet und die Verehrung ihres Unbefleckten Herzens. Die Erfüllung ihrer Bitten verheißt nicht weniger als den Frieden – ja mehr noch, den Triumph der reinen Liebe, den Sieg ihres makellosen Herzens.

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Heilige für alle: Welchem Heiligen man sich in welchem Beruf anvertrauen kann

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Ende des 15. Jahrhunderts entstand diese Darstellung der Fürsprecherin der Architekten, Sankt Barbara, von Giovanni Antonio Boltraffio.

Buchstäbliche Fürsprecher bei Gott dabei sind die Heiligen. Sie beten für alle, die noch kämpfen. Viele dieser Heiligen übten in ihrem Leben einen Beruf oder eine Aktivität aus – und deshalb hat sie die Kirche zu Patronen für einige berufliche Tätigkeiten ernannt.

Wer wissen will, welcher Heiligen er oder sie seinen Beruf anvertrauen kann, findet in der folgenden Liste heraus, wer typischerweise für diesen angerufen wird; wobei es natürlich regionale wie persönliche Vorlieben gibt – und letztlich jeder dabei zu Gott betet.

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Ist mit dem Beginn des neuen Jahres Weihnachten vorbei?

Mit Edith Stein und ihrem Vortrag „Das Weihnachtsgeheimnis“ ins Jahr 2017

von Rut Müller

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Bei vielen wird nach den Weihnachtsfeiertagen ein wehmütiges Bedauern Einzug eingenommen haben, dass die Zeit des Advents und der Erwartung auf das Fest vorüber ist.

Für viele mag spätestens mit der Silvesterparty, in der das alte Jahr verabschiedet und das neue Jahr ausgiebig begrüßt wurde, die Weihnachtszeit beendet sein. Beim Einkauf bemerkte ich bereits, dass die Weihnachtsdekoration aus den Regalen entfernt wurde. Schon eine Woche (wir feierten gestern den 8. Tag der Geburt des Herrn) liegt er zurück, der Heilige Abend und die Erinnerungen an ihn: Viele Stunden des Beisammenseins im Kreis der Familie bei Plätzchen, Glühwein und feiner Weihnachtskost. Einige Leser werden froh sein, dass ihnen der Balanceakt zwischen der eigenen Familie und den Schwiegereltern am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag geglückt ist. Andere Leser sind vielleicht nach all dieser Feierei erschöpft und im Stillen froh darüber, dass es vorüber ist. Wiederum andere spürten trotz des üppigen Essens eine innere Leere umgeben vom äußeren Schein weihnachtlicher Familienidylle.

Bei vielen wird nach den Weihnachtsfeiertagen ein wehmütiges Bedauern Einzug eingenommen haben, dass die Zeit des Advents und der Erwartung auf das Fest, der Moment, in dem in der Kirche das Lied „Stille Nacht, Heilige Nacht“ erklang, vorüber ist.

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Edith Stein um 1920

Die heilige Edith Stein (*1891 – †1942 im KZ Auschwitz-Birkenau) hielt Jahre 1931 einen Vortrag mit dem Thema: „Das Weihnachtsgeheimnis“. Zu einem Zeitpunkt, der aus heutiger und auch damaliger Sicht überrascht: am 13. Januar. Liturgisch gesehen befanden sich die Zuhörer des Vortrages zwar noch inmitten der Weihnachtszeit. (Das Ende der Weihnachtszeit markierte damals nicht das Fest Taufe des Herrn, sondern das Fest Darstellung des Herrn oder auch bekannt unter Maria Lichtmess). Und dennoch konnte Edith Stein sich kein besseres Thema vorstellen, als das Weihnachtsgeheimnis im Vortrag zu betrachten. Die Weihnachtsfeiertage vorbei und der Jahreswechsel vollzogen, so befinden wir uns – wie die Zuhörer ihres Vortrages – in einer sehr ähnlichen Situation.

Schon die Wahl des Wortes Geheimnis drückt auf treffende Weise aus, dass Weihnachten offenbar doch kein sich so einfach erschließendes Fest ist.

„Ja, wenn am Abend die Lichterbäume brennen und die Gaben getauscht werden, …die Glocken zur Christmette läuten…“ „Solches Weihnachtsglück hat wohl jeder von uns schon erlebt. Aber noch sind Himmel und Erde nicht eins geworden. Der Stern von Bethlehem ist ein Stern in dunkler Nacht, auch heute noch.“

Es mag den den Kirchgänger verwundern, weshalb schon am 2. Weihnachtsfeiertag Stephanus, der erste christliche Märtyrer, gefeiert wird. Und auch das Fest der Unschuldigen Kinder, welches an den brutalen Kindermord des Herodes erinnert, ist alles andere als idyllisch. Diese beiden Feste tragen einen scheinbaren Widerspruch in sich: „Was will das sagen? Wo ist nun der Jubel der himmlischen Heerscharen, wo die stille Seligkeit der Heiligen Nacht? Wo ist der Friede auf Erden“, fragt Edith Stein in ihrem Vortrag.

Spätestens als wir in den Weihnachtsfeiertagen die Nachrichten verfolgt und uns die Tagesschau angesehen haben, tat sich der Widerspruch auch in der Gegenwart auf: das passte so gar nicht in das friedvolle Weihnachtsfest. Diesen Widerspruch nehmen wir allerdings resigniert hin. Nicht selten versuchen wir umso verkrampfter wenigstens in der Familie Weihnachten als ein harmonisches Fest auf höchstem kulinarischem Niveau zu bewahren, reagieren empfindlich auf jegliche Disharmonien und Streitigkeiten oder verhindern diese längst auf mannigfaltige Weise vorsorglich.

Liest man das Buch Das Weihnachtsgeheimnis von Edith Stein, wird man als Leser aufgerüttelt. Hat man das Weihnachtsfest in seinem eigentlichen Kern eigentlich verstanden und wahrhaftig gefeiert?

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Den Weg zum Himmel mit guten Vorsätzen pflastern: 15 praktische Tipps für 2017

(CNA Deutsch) Nach den weihnachtlichen Schlemmereien sind viele, dank eines erschrockenen Blicks auf die Waage, stark motiviert, im Neuen Jahr endlich abzuspecken. Andere nehmen sich an Silvester vor, mehr Sport zu treiben oder das Rauchen aufzugeben. Meist geht es bei den guten Vorsätzen um den Körper, der gesünder, jünger, frischer und dynamischer werden soll.

Manchmal fasst man aber auch die Klärung einer Beziehung, einen längst fälligen Schul- oder Studienabschluss oder den Umzug in eine andere Stadt für einen radikaleren Neuanfang ins Auge. Bei den wenigsten geht es leider um gute Vorsätze für das geistliche Leben. Die „Nachfolge Christi“, das berühmte Buch des Thomas von Kempis, erinnert daran, dass wir, „wenn wir jedes Jahr auch nur einen Hauptfehler ausrotteten, bald zur Vollkommenheit gelangen“ (1. Buch, XI. Kapitel) gelangen würden.

Jeder Christ sollte spätestens am letzten Abend des alten Jahres Vorsätze fassen, wie er nicht nur seinen Leib, sondern auch seine Seele besser behandeln kann. Dabei geht es zum einen um den Kampf gegen bestimmte Fehler (die oft noch gar keine Sünden sind), vor allem aber darum, Gutes zu tun. Wer abnehmen will muss genauso diese doppelte Strategie fahren: Nein zu „Gaumensünden“, Ja zu Sport und Bewegung. Hier ein paar Vorschläge für ein entschiedenes „Ja“ zu mehr Eifer und Freude im geistlichen Leben:

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Wenn Engel singen und Esel sprechen, dann ist Weihnachten

Ein Kommentar, warum Jesus der verheißene Messias ist

(CNA Deutsch) Unerkannt geht Jesus mit den Jüngern von Emmaus, die ihm ihr Leid klagen. Alle ihre Hoffnungen und Sehnsüchte, ja ihr Glaube an den Messias, sind mit seiner Kreuzigung brutal zerschlagen worden. Geduldig hört der Herr ihnen zu und die beiden dürfen, so würde man heute vielleicht sagen, ganz offen ihre Gefühle „rauslassen“:  Trauer und Wut, Enttäuschung und Angst.

Jesus versteht die beiden Jünger, aber er spielt nicht den einfühlsamen Therapeuten, der „das alles einfach mal so stehen lässt“ oder dazu aufruft „tiefer nachzufühlen, was diese schreckliche Erfahrung in uns denn so macht“. Christus beginnt stattdessen zu erklären, dass all das, was geschehen ist, so in der Heiligen Schrift vorhergesagt wurde.

„Der Glaube kommt vom Hören“ (Röm 10, 14) sagt der heilige Paulus, und eben nicht vom „Wohlfühlen“ oder aus meinem Bauch. Er ist viel mehr als eine Emotion oder eine schöne Idee, die mein Denken prägt. Es ist vernünftig zu sagen: „Ich glaube, dass es heute noch regnet, weil schon dunkle Wolken aufziehen.“ Das ist aber nicht der christliche Glaube, sondern eine gut begründete Meinung. „Ich glaube Jesus, dass er wahrer Gott und wahrer Mensch ist, der verheißene Messias, den die Heilige Schrift bezeugt und die Kirche durch die Jahrhunderte bekennt.“

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Wunder, Mystik, Enthaltsamkeit: Das Leben der echten Lucy von Narnia

Wer keine Ahnung hat, worum es geht, ist schnell aufgeklärt: Die „Chroniken von Narnia“ sind eine der beliebtesten und berühmtesten Buchreihen aller Zeiten. Sie wurden in dutzende Sprachen übersetzt und erfolgreich verfilmt. Geschrieben hat sie der große christlichen Apologet C.S. Lewis, ein Freund des „Herrn der Ringe“-Autors und Katholiken J.R.R. Tolkien; beide waren Professoren an der Universität Oxford.

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„Die Welt leidenschaftlich lieben!“ – der Hl. Josefmaria Escriva

Der Kneipenbesuch, der Besuch im Stadion, das gemeinsame Mittagessen, das Studium, die persönliche Arbeit: alles reale Möglichkeiten, die sich uns täglich bieten, um Apostel Christi zu sein. Dort, wo du hingestellt bist, sollst du Gott gefallen. Doch wie gelingt es, dieser Berufung gerecht zu werden?

von Markus Lederer

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Josemaría Escrivá de Balaguer y Albás (* 9. Januar 1902 als José María Escriba Albás in Barbastro, Spanien; † 26. Juni 1975 in Rom)

Der Gründer des Opus Dei – der Hl. Josefmaria Escriva – kann uns wieder neu daran erinnern, dass Katholiken keine Pessimisten sind. Wir sind keine verdrossenen Moralapostel oder Hüter einer antiquierten Moral, sondern Freunde Gottes, die sich mit innerlicher Liebesglut Christus ganz anvertrauen dürfen.

„Denke nicht wie ein Spießer – Mache dein Herz weit, weltweit, katholisch!“ (Escriva, Der Weg 7).

Die Welt ist gut und schön, und dies ist bereits darin begründet, dass in jedem Moment die Vorsehung Gottes wirken kann. Als Katholik gibt es keine nutzlose Zeit, keine Langeweile, denn stets sind wir dazu berufen, Christus näher zu kommen. Was gibt es denn schöneres, als Gott näher zu kommen? Ihm immer mehr Zeit schenken zu können und im Nächsten Ihn selbst erkennen zu dürfen?

Jeder Christ, und dies erkannte der Hl. Josefmaria Escriva bereits vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-65), hat eine tiefe Berufung zur Heiligkeit. Diese gilt für jeden! Für dich und für mich. Wenn wir von Heiligkeit sprechen, reden wir nicht von einer lebensfernen Weltflucht, denn Christus wünscht, dass wir ihn in unserem Alltag groß werden lassen.

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Pater Johannes Paul Chavanne über Neuevangelisierung

Pater Johannes Paul Chavanne bei einem Vortrag über das Thema Neuevangelisierung vor den Dekanatsjugendseelsorgern und Mitarbeitern in der Jugendpastoral im Bistum Eichstätt.

http://www.stift-heiligenkreuz.at

Zum Sonntag Gaudete: „Freut Euch allezeit im Herrn“

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Bild: Christoph Matthias Hagen, Innsbruck

Gaudete in Domino semper
iterum dico, gaudete.
Modestia vestra nota sit omnibus hominibus
Dominus enim prope est.
Nihil solliciti sitis
sed in omni oratione petitiones vestrae innotescant apud Deum.
Benedixisti, Domine, terram tuam
advertisti captivitatem Jacob.

(Philipper 4,4-6)
Freuet euch allezeit im Herrn.
Noch einmal sage ich: Freuet euch.
Laßt alle Menschen eure Güte erfahren;
denn der Herr ist nahe.
Um nichts macht euch Sorgen,
sondern stets sollen in innigem Gebet eure Anliegen vor Gott kund werden.
Vers: (Psalm 84,2)
Herr, Du hast Dein Land gesegnet
und Jakob heimgeführt aus der Gefangenschaft.

„Sindr“: App für Beichtwillige

Die schottische Erzdiözese von Edinbugh und St. Andrews hat eine App für das Smartphone entwickelt, die Beichtwilligen schnell den Weg zur nächsten Kirche zeigen kann. Noch vor dem eigentlichen Start hat die App schon jetzt einen Spitznamen bekommen: „Sindr“.

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Sindr ist der Spitzname einer App der katholischen Kirche, um Kirchen zu finden Foto: thecatholicapp.com

Wie die britische Zeitung „The Telegraph“ berichtet, erkennt die App die aktuelle Position des Nutzers und zeigt an, wo sich die nächstliegende Kirche befindet. Das Programm zeigt zudem, wo gerade eine Messe stattfindet oder die Möglichkeit zur Beichte gegeben ist. Sie soll Beichtwilligen unter die Arme greifen, die sich auf Reisen befinden oder auch absichtlich nicht in ihrer angestammten Kirche beichten wollen, um anonym zu bleiben.

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Gib dir ’nen Ruck! – Praxistipps zum Fasten (und Feiern) im Advent

Von Anna Diouf

Der Advent ist heutzutage zur Vorweihnachtszeit oder gar Weihnachtszeit verkommen. Eigentlich ist er aber eine zutiefst eigene liturgische Zeit, mit einem Gepräge, das es sonst im Kirchenjahr nicht gibt. Wir erwarten nicht nur die Geburt des Jesuskindes, wir erwarten Jesu Wiederkunft am Ende der Zeit. In diesem Sehnen vereinen wir uns mit dem Alten Testament und seiner Sehnsucht nach dem Erlöser. So sind es zentrale Worte des Alten Testaments: „Tauet, ihr Himmel, den Gerechten“ (nach Jes, 45,8), um die sich der Advent zentriert. Diese Erwartung, Sehnsucht, das Bewusstsein des eigenen Zustandes im Tränental, der Bußruf Johannes‘ des Täufers, geben dem Advent etwas Hartes, Herbes; was, verbunden mit dem biedermeierlich-bürgerlichen Wonneadvent eine irgendwie absurde aber auch wunderschöne Verbindung eingehen kann.

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Foto: Christoph Matthias Hagen, Innsbruck

In der Erwartung des Heilands ist nur eine Haltung angebracht: Die des Wachens und Betens. Das ist im Advent auch ganz besonders stimmungsvoll und schön, weil in der dunklen Jahreszeit nichts so sehr berührt wie z.B. die Kerzen in einer frühmorgendlichen Roratemesse und wie überhaupt das Licht, in dem wir ein Bild für Christus und das Heil erblicken. Eigentlich ist diese Zeit, ihrem Buß- und Vorbereitungscharakter gemäß, Fastenzeit. So wird es in der orthodoxen Kirche immer noch gehandhabt, als 40-tägiges Fasten. Dies erklärt übrigens auch, wieso wir an St. Martin so viele Bräuche um aufwendiges Essen und Süßes haben: Danach beginnt die Fastenzeit, wenn man bis Weihnachten 40 Tage fasten will. Seit 1917 ist den Katholiken das adventliche Fasten nicht mehr vorgeschrieben, aber nirgends steht, dass man Gutes lassen soll, nur, weil es nicht verlangt wird. Wer fastet, der legt die Energie, die er nicht ins Essen und in den Genuss legt, in etwas anderes: In die Umkehr, ins Gebet, in die tätige Nächstenliebe etc. In diesem Fall legt man auch noch ein gar nicht geringes Zeichen ab, denn während alle Welt Weihnachtskekse in sich hineinschaufelt, übt man sich im Warten, in der Geduld, in der Enthaltsamkeit. Und Vorfreude ist tatsächlich die schönste Freude: Wer erlebt, wie gut das erste Plätzchen schmeckt, wenn man es nach der Vesper des Heiligen Abends isst, oder wie man das Fastenbrechen nach der Christvesper so richtig zelebriert, der wird schnell merken, dass Freude und Genuss viel intensiver und bereichernder sind, wenn man sich durch Verzicht ein wenig darauf vorbereitet.

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5 praktische Tipps, um in der Familie im Advent zu wachsen

Hier sind 5 praktische Tipps aus dem National Catholic Register, um gemeinsam in der Adventszeit als Christen und christliche Familie zu wachsen.

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App2Heaven: Neue Wege der Glaubenskommunikation

Von Spiritual Dr. Andreas Schmidt

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Der Blick zwischendurch auf das Smartphone ist den meisten von uns zur Gewohnheit geworden. Was davon zu halten ist, wird diskutiert. Viele machen die Erfahrung, dass es der Lebensqualität (umso mehr der geistlichen) eher abträglich ist, dauernd Mails abzurufen, die meist nur Arbeit verursachen, belanglose Nachrichten aus Whatsapp-Gruppen zu lesen, in denen man nur zur Sicherheit ist, um nicht irgendetwas zu verpassen – oder mit sonstigen Mitteilungen und Informationen aus der Weltweite des Netzes überschüttet zu werden, von denen nur ein minimaler Bruchteil eine Relevanz für das eigene Leben hat.


Aber Fakt ist, dass die mobilen Kommunikationswege heute zum Standard geworden sind, dem man sich schwer entziehen kann. Es gibt wohl kaum etwas, was unsere Lebens- und Kommunikationsgewohnheiten so verändert hat. Darüber kann man lamentieren, und es ist gewiss notwendig, die Gefahren dieser Entwicklungen im Auge zu behalten. Aber es wäre zu wenig, nur mit dem warnenden Zeigefinger zu reagieren. Es gilt vielmehr, auch die Chancen aufzuspüren und zu nutzen.

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