Fastenimpuls: Mit der Bibel und den Wüstenvätern schlechte Gedanken bekämpfen!

Das schaffe ich nie!“ – „Ich bin doch zu nichts zu gebrauchen!“ – „Keiner mag mich!“: Wie oft reden wir uns mit solchen Sätzen Lustlosigkeit oder (unnötige) Ängste ein. Und stehen uns damit selbst im Weg.

Andere Sätze hingegen, die wir manchmal vor uns hersagen, geben uns Kraft und Energie: „Take it easy!“ –  „Halb so wild!” –  „Davon geht die Welt nicht unter.“ – „Was dich nicht umbringt macht dich stärker.“

Von Stefan Ahrens, Bistum Regensburg

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Lateinischer Wüstenvater und „Vater des abendländischen Mönchtums“: Der hl. Johannes Cassian (360-435). Er brachte die Spiritualität der Wüstenväter ins Abendland und beeinflußte unter anderem die Ordensregel des Hl. Benedikt von Nursia. In dieser ruft Benedikt seine Mönche auf, beständig die Werke Cassians zu lesen.

Sowohl um die negative als auch um die positive Kraft der Gedanken und Einredungen wussten auch schon die frühen Christen. Wie  beispielsweise die Begründer des christlichen Mönchtums: Die „Wüstenväter“, die, nachdem das Christentum im Römischen Reich zur Staatsreligion avancierte, sich für eine besonders radikale Nachfolge Christi entschieden und dafür buchstäblich „in die Wüste gingen“. Ihr biblisch begründetes Wissen um den konstruktiven Umgang mit den eigenen Gedanken weckt heutzutage das Interesse von Psychotherapeuten und sinnsuchenden Menschen gleichermaßen. Ein Impuls zur Fastenzeit.

Wer waren die Wüstenväter?

Die Wüstenväter lebten seit dem späten 3. bis zum 5. Jahrhundert in der sketischen Wüste Ägyptens.  Sie führten dort entweder als Einsiedler oder mit anderen in Gemeinschaft lebend ein an der Heiligen Schrift orientiertes sowie von den Weisungen von Mönchsvätern wie dem hl. Antonius dem Großen (251-356), dem hl. Makarios dem Großen (300-390) oder dem hl. Pachomios (292-346) inspiriertes Leben.

Die Vorbilder der Wüstenväter waren hierbei Persönlichkeiten wie  Johannes der Täufer, der hl. Paulus sowie Jesus Christus selbst, der, nachdem er die Taufe im Jordan empfangen hatte, zu Beginn seines öffentlichen Wirkens vierzig Tage in der Wüste fastete und dabei den Versuchungen des Satans widerstand. (Mt 4, 1-11, Mk 1,12 f., Lk 4, 1-13).

Um in der unwirtlichen Wüste körperlich und auch geistig überleben zu können (denn manche, die „ihr Glück“ in der Wüste versuchten, bezahlten dieses Unterfangen mit ihrem Leben oder mit ihrer geistigen Gesundheit) führten die Mönche unter Anleitung eines geistlichen Begleiters eine asketische, aber dennoch von Abwechslung geprägte Lebenspraxis: In dieser erhielten Gottesverehrung, Schriftlektüre, Liturgie, Nächstenliebe, (immerwährendes) Gebet, (Psalmen-)Gesang und Arbeit ihr richtiges Maß. Dieses Wissen gaben sie auch an andere Menschen weiter, die sie in der Wüste aufsuchten und um ihren Rat baten.

Der hl. Johannes Cassian (360-435), ein lateinischer Christ, der sich von der Donau aus zu den Wüstenvätern aufmachte, um sich ihnen anzuschließen und später die Spiritualität der Wüstenväter im Abendland bekannt machte, schrieb im Rückblick über diese: „In der ödesten Einsamkeit leben sie, fernab von jeder Begegnung mit Menschen. Dadurch im Besitz erleuchteter Sinne betrachten und reden sie, was den Unerfahrenen und nicht Eingeweihten entsprechend ihren Voraussetzungen und der Mittelmäßigkeit ihres Lebenswandels vielleicht unmöglich erscheinen wird.“ (Collationes Patrum Teil 1, Prolog -> siehe Literaturliste)

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„Don’t shake hands with Lucifer!“ – Eine Dieter Bohlen-Betrachtung zum ersten Fastensonntag

(TheCathwalk.netDieter Bohlen lehrt uns: Um dem Teufel zu widerstehen, muss man nicht verbissen sein. Im Himmel ist auch Platz für Playback-Harfen.

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Der Plot ist alt: Jemand zieht sich zur Reflexion an einen entlegenen Ort zurück und kämpft dort mit dem Teufel, der die Abgeschiedenheit nutzt, um „auf offener Flanke“ angreifen zu können. Das kulturgeschichtliche Vorbild aller Vorbilder ist auch hier Christus, der in der Wüste 40 Tage fastete und vom Teufel versucht wurde. Mit dem Unterschied freilich, dass Christus diese Versuchung von außen zulies, wohingegen die Wüstenväter und mancher Erimit nach ihnen mit Versuchungen konfrontiert wurden, die tatsächlich am Inneren dieser sündigen Menschen anknüpfen konnten.

Anfang der 1990er-Jahre machte sich auch Dieter Bohlen diesen großen abendländischen Topos zueigen. Mit seiner Band Blue System (das war die Bohlen – Formation zwischen den beiden Modern Talking-Ären) sang auch er von einem Duell mit dem Teufel. Wie im Evangelium des ersten Fastensonntags findet dieses Aufeinandertreffen ebenfalls an einem abgelegenen Ort statt:

In room 66 – the devil´s playing against me
At the end of the world – there’s a place called the hell
On flight number 9 – there’s smoke without fire

Im Gegensatz zum Evangelium wissen wir nicht, wie die Geschichte ausgeht – die eindringliche Warnung „Dont’t shake hands“ bleibt aber als Ohrwurm haften. Wir dürfen die Geschichte deshalb als persönlichen Anruf verstehen. Auch wir befinden uns noch in der Lebens-Wüste, wollen mit Christi Hilfe unseren persönlichen Versuchungen widerstehen. Der eindringliche Appell Dieter Bohlens kann uns in Situationen, in denen wir uns bewähren müssen, deshalb auch über die 40 Tage der Fastenzeit hinaus zu einem treuen Begleiter werden:

Don’t shake hands – oh baby don’t shake hands with lucifer
Take your chance – ´cause baby all dreams will be crucified
Oh oh – don’t play with lucifer
He catchs you if you fall

Hear the words from heaven
Don’t play with lucifer
Don’t you hear him call
Can’t you see his raven

Dieter Bohlen lehrt uns: Um dem Teufel zu widerstehen, muss man nicht verbissen sein. Oder gar mit unterdrücktem Ärger auf Gott, weil man eigentlich am liebsten doch sündigen würde, wie es nur allzu oft bei moralinsauren Sittenwächtern rüberkommt. Nein, unser „Don´t shake hands“ können wir auch freud- und lustvoll schmettern. Sollen wir sogar, siehe das Evangelium am Aschermittwoch: „Wenn ihr fastet, so macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler.“

Sie fragen sich jetzt: Ist dem Cathwalk nicht aufgefallen, dass der Bohlen in der Aufnahme aus der ZDF-Hitparade ziemlich überdreht hin und her hüpft? Dass er in weiten Teilen gar nicht ins Mikro singt? Dass er mit seiner E-Gitarre alles mögliche macht außer E-Gitarre spielen? Und das alles soll mich heiliger machen, dieses ganze Gehüpfe und Geschreibsel des Cathwalks dazu?

ANTWORT: Vielleicht sollten gerade Sie verstärkt über das Bibelwort der Narren um Christi willen nachdenken. Und desweiteren: Vielleicht einfach mal auch die einfachen Hilfsmittel annehmen, die uns der liebe Gott schenkt. Es gibt nicht nur Bach-Cantaten, es gibt eben auch wirksame Gedanken von Blue System & Co. Vielleicht sollten gerade Sie bei der nächsten Versuchung schlicht und eingängig intonieren: „Dont´s shake hands!“

Dieter Bohlen kann uns so eine Hilfe sein. Im Himmel ist auch Platz für Playback-Harfen.

Von leeren Händen und Bäuchen – Ein Kommentar zur Fastenzeit

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Klarheit gewinnen durch Verzicht: Unser Verhältnis mit Gott im Himmel nehmen wir in der Fastenzeit wieder neu in Blick. Foto: (Pixabay)

(CNA Deutsch) Manche fürchten die Fastenzeit, manche – zumeist wenn es um den Versuch geht, abzuspecken und so eine Strandfigur für den Sommer zu bekommen – ersehnen sie. Es sind 40 Tage, in denen es eigentlich nur darum geht, Jesus nachzuahmen, oder besser gesagt, bei ihm zu sein, der selbst in der Wüste gefastet und gebetet hat.

Es geht nicht darum, ob ich schlanker werde oder abnehme – es geht darum, dass er in meinem Leben zunimmt und größer wird. Er muss wachsen. Freilich bedeutet das oft, dass ich mich kleiner machen muss. Hunger und Durst, mancher Verzicht und oft auch unvermeidlicher Schmerz lassen mich spüren, dass mein Ego noch immer der Mittelpunkt ist, um den ich selbst kreise – nicht Er. Wir sind keine Yogis, die asketische Höchstleistungen vollbringen müssen. Wir sind Jünger Jesu, die geistliche und manchmal auch materielle Armut spüren sollen, um sich dann vom Herrn beschenken zu lassen. Fasten, Gebet und Almosen sind Hilfen, damit unsere Hände leer werden, und Jesus sie füllen kann. Wichtiger als die konkrete Umsetzung der folgenden Vorschläge ist die Liebe, die sich in Taten ausdrücken und zeigen soll; es zählt der Glaube, der in Werken wirksam wird.

Fasten – Ballast abwerfen

Vom Fasten spricht man nicht nur, wenn es ums Essen geht. Auch der Verzicht auf Fernsehen, Handy und Radio sowie der Umstieg vom privaten Auto zu öffentlichen Verkehrsmitteln kann gemeint sein. Trotzdem hat die Abstinenz von Speisen eine besondere Bedeutung, die ihr die Heilige Schrift beimisst. Jesus selbst fastete ja 40 Tage in der Wüste bis ihn hungerte.

Auch wir sollten uns in der Fastenzeit nicht scheuen, Hunger zu spüren und durch dieses Opfer unser Gebet, wie der Herr selbst verspricht, noch fruchtbarer zu machen. Dieses Fasten kann verschiedene Formen annehmen: Nur eine einmalige Sättigung am Tag und zwei kleine Stärkungen (das ist die kirchliche Fastenvorschrift für Aschermittwoch und Karfreitag), nur Wasser und Brot (oder vielleicht nur Obst und Gemüse) zu sich nehmen oder mit der sättigenden Mahlzeit bis zum Abend warten.

Natürlich ist der Verzicht auf Süßigkeiten, Kaffee und Alkohol ein Opfer, das auch dem Leib guttut und manchmal mehr schmerzt als das eigentliche Fasten.

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Stammtisch statt Stuhlkreis!

Die Männer wieder zum Glauben bringen

Hat nicht zum Teil das übertriebene Nachdenken darüber, was man überhaupt noch sagen darf, dazu geführt, dass insbesondere Männer, die eine deutliche Sprache gewohnt sind, überhaupt nicht mehr verstehen, worum es uns geht? Redet man oftmals nur noch über Phrasen und Symbole anstatt über Inhalte?

Ein Kommentar von Markus Lederer

Die pastoralen Angebote in den einzelnen Pfarrgemeinden sind vielschichtig. Es gibt Frauenkränzchen, Seniorenbetreuung, Bibellesekurse für Kinder und Initiativen, die das weibliche Bild der Kirche betonen wollen. Eigens für die Kinder befindet sich oftmals sogar eine Kinderspielecke in manchen Kirchen. So richtig und schön diese Angebotsvielfalt auch ist, fällt erschreckenderweise auf, dass pastorale Angebote für Männer – insbesondere für junge Männer – oftmals nicht vorhanden sind.

Vorschnell könnte man behaupten, dass dies daran liegt, dass junge Männer häufig nicht mehr in die Kirche kommen. Könnte es nicht aber auch mit den einseitigen Angeboten zusammenhängen? Der Bamberger Erzbischof Schick erkannte im Jahre 2012 bereits: „Männer mögen lieber Stammtisch statt Stuhlkreis!“ und forderte, „die Kirche muss die Männer zurückholen.“

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Der Hl. Thomas Moore machte deutlich: „We cannot get to heaven on a featherbed.“ Gemälde von Hans Holbein dem Jüngeren, 1527, in der Frick Collection in New York

Ein erster wichtiger Ansatz könnte sein, eine deutliche Sprache zu sprechen und sich nicht zu unklar, symbolhaft auszudrücken. Der katholische Glaube ist eine enorme Herausforderung und zugleich auch ein Abenteuer. Der Hl. Thomas Moore machte deutlich: „We cannot get to heaven on a featherbed.“

Der große US-amerikanische Country-Sänger Johnny Cash brachte dies ebenfalls auf den Punkt: „Being a Christian isn´t for sissies. It takes a real man to live for God – a lot more than to live for the devil, you know?” Oftmals wird der Glaube so wachsweich dargestellt, dass es zumindest für Jugendliche, welche beispielsweise in einem Sportverein sind, herausforderungslos und langweilig erscheinen muss, Christ zu sein. Den Glauben hat man nicht einfach nach der Firmung, sondern man wird mit ihm nie fertig. Unterfordert man mit allzu soften Angeboten nicht die Jugendlichen?

Sportlich ausgedrückt: „Gib dich nicht mit Mittelmaß zufrieden im Glauben!“ (Hl. Papst Johannes Paul II.) Überall worin ich gut sein möchte, muss ich arbeiten und Einsatz leisten. Klare, unverrückbare Positionen, die selbst noch gelebt werden, waren immer attraktiv und sie sind es auch heute noch.

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Ein buchstäblich seliger Samurai: Hat Japan bald einen Heiligen mit Schwert?

In Zeiten, in denen die Apostasie der Japaner während Christenverfolgungen durch den Film Silence wieder zum Gesprächsthema geworden ist, aber auch in Zeiten, in denen die Treue der Japaner zum Evangelium bis zum Ende bezeugt wird, durch die Geschichte der 26 Märtyrer, die in einem kürzlich wieder an Licht gekommenen Film sichtbar wird, tritt die Figur von Takayama Ukon aus mehreren Gründen strahlend hervor.

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Franz von Sales: Anleitung zum frommen Schreiben

franz_von_salesHeute ist der Gedenktag von Franz von Sales, der am 26. Januar 1923 von Papst Pius XI. zum Patron der Schriftsteller und Journalisten ernannt wurde. Sein Leben ist geprägt von Glauben, Wahrheitssuche und der Liebe zum Schreiben.

von Josef Jung

Ihr [werdet] die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch befreien“

Franz von Sales wurde 1567 geboren und machte schon früh Bekanntschaft mit dem Calvinismus sowie der damit verbundenen der Lehre der doppelten Prädestination, also der Vorstellung, dass man von Geburt an zum Himmel oder zur Hölle vorherbestimmt sei. Diese Lehre machte ihm sehr zu schaffen und zeitweise sah er sich selbst im Lager der Verdammten. Im Alter von 20 Jahren vertraue er sich Gott an und befreite sich von der calvinistischen Prädestinationslehre. Er erkannte, dass Gott in Wahrheit die Liebe ist, vertraute ihm sein Leben an entwickelte ein neues, lebensbejahendes Menschenbild.

Publizieren zur Ehre Gottes

Franz von Sales studierte schließlich Theologie und wurde 1593 er zum Priester geweiht. Aus seiner Auseinandersetzung mit dem Calvinismus ging 1600 seine Schrift „Défense de l’Estendart de la Sainte Croix“, Verteidigung der Fahne des heiligen Kreuzes hervor. Diese diente der Rekatholisierung und war so erfolgreich, dass er zum Koadjutor des Bischof von Genf-Annecy und 1602 sogar selbst zum Bischof der Diözese geweiht wurde.

Das Schreiben sollte fortan sein ganzes Leben begleiten. Zunächst in französischer Sprache, erschienen u.a. 1608 sein Hauptwerk „Anleitung zum frommen Leben“ („Philothea“), 1616 „Abhandlung über die Liebe Gottes („Theotimus“), dann postum u.a. 1629 „Die wahren spirituellen Gespräche“ und 1641 ausgewählte Predigten.

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Im Leben und Schreiben ganz Gott gewidmet

Franz von Sales Leben war getragen vom Glauben an die Liebe und Wahrheit Gottes. Er setzte seine ganze Kraft dafür ein, diese in Wort und Schrift zu verkünden. Er verzehrte sich so in Arbeit, dass er 1622, im Alter von nur 55 Jahren, auf der Rückreise von Avignon nach Lyon erschöpft an einem Schlaganfall starb. Er wurde am 18.12. 1661 selig- und am 19.4. 1665 heiliggesprochen. Doch mit seinem Tod war sein Wirken nicht zu Ende. Seine Schriften beeinflussten und inspirierten die französische Mystik des 17. Jahrhunderts.

Obwohl er selbst rastlos zu arbeiten schien, gab er uns einen Rat mit, der Beachtung verdient:

„Hab Geduld mit allen Dingen, aber besonders mit dir selbst.“

Ein Sonnenstrahl wider die marianische Eiszeit

(CNA Deutsch) In diesem Jahr wird Papst Franziskus in die Fußstapfen seines Vorgängers treten und aus Anlass des großen Jubiläums den kleinen portugiesischen Wallfahrtsort besuchen, der bis heute Millionen von Pilgern anzieht. 100 Jahre nach den wunderbaren Ereignissen von Fatima ist die Botschaft Mariens nicht weniger aktuell.

Wie nie zuvor in der Geschichte werden in unseren Tagen Christen blutig verfolgt und der Friede, den die Völker der Welt nach den beiden schrecklichen Kriegen des vergangenen Jahrhunderts erhofften, ist so instabil wie selten. Papst Franziskus spricht sogar von einem Dritten Weltkrieg in Stücken, da an vielen Orten, vor allem im Mittleren Orient, Tausende von Menschen unter Gewalt und Terror leiden.

Maria empfiehlt in Fatima das tägliche Rosenkranzgebet und die Verehrung ihres Unbefleckten Herzens. Die Erfüllung ihrer Bitten verheißt nicht weniger als den Frieden – ja mehr noch, den Triumph der reinen Liebe, den Sieg ihres makellosen Herzens.

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Heilige für alle: Welchem Heiligen man sich in welchem Beruf anvertrauen kann

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Ende des 15. Jahrhunderts entstand diese Darstellung der Fürsprecherin der Architekten, Sankt Barbara, von Giovanni Antonio Boltraffio.

Buchstäbliche Fürsprecher bei Gott dabei sind die Heiligen. Sie beten für alle, die noch kämpfen. Viele dieser Heiligen übten in ihrem Leben einen Beruf oder eine Aktivität aus – und deshalb hat sie die Kirche zu Patronen für einige berufliche Tätigkeiten ernannt.

Wer wissen will, welcher Heiligen er oder sie seinen Beruf anvertrauen kann, findet in der folgenden Liste heraus, wer typischerweise für diesen angerufen wird; wobei es natürlich regionale wie persönliche Vorlieben gibt – und letztlich jeder dabei zu Gott betet.

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Ist mit dem Beginn des neuen Jahres Weihnachten vorbei?

Mit Edith Stein und ihrem Vortrag „Das Weihnachtsgeheimnis“ ins Jahr 2017

von Rut Müller

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Bei vielen wird nach den Weihnachtsfeiertagen ein wehmütiges Bedauern Einzug eingenommen haben, dass die Zeit des Advents und der Erwartung auf das Fest vorüber ist.

Für viele mag spätestens mit der Silvesterparty, in der das alte Jahr verabschiedet und das neue Jahr ausgiebig begrüßt wurde, die Weihnachtszeit beendet sein. Beim Einkauf bemerkte ich bereits, dass die Weihnachtsdekoration aus den Regalen entfernt wurde. Schon eine Woche (wir feierten gestern den 8. Tag der Geburt des Herrn) liegt er zurück, der Heilige Abend und die Erinnerungen an ihn: Viele Stunden des Beisammenseins im Kreis der Familie bei Plätzchen, Glühwein und feiner Weihnachtskost. Einige Leser werden froh sein, dass ihnen der Balanceakt zwischen der eigenen Familie und den Schwiegereltern am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag geglückt ist. Andere Leser sind vielleicht nach all dieser Feierei erschöpft und im Stillen froh darüber, dass es vorüber ist. Wiederum andere spürten trotz des üppigen Essens eine innere Leere umgeben vom äußeren Schein weihnachtlicher Familienidylle.

Bei vielen wird nach den Weihnachtsfeiertagen ein wehmütiges Bedauern Einzug eingenommen haben, dass die Zeit des Advents und der Erwartung auf das Fest, der Moment, in dem in der Kirche das Lied „Stille Nacht, Heilige Nacht“ erklang, vorüber ist.

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Edith Stein um 1920

Die heilige Edith Stein (*1891 – †1942 im KZ Auschwitz-Birkenau) hielt Jahre 1931 einen Vortrag mit dem Thema: „Das Weihnachtsgeheimnis“. Zu einem Zeitpunkt, der aus heutiger und auch damaliger Sicht überrascht: am 13. Januar. Liturgisch gesehen befanden sich die Zuhörer des Vortrages zwar noch inmitten der Weihnachtszeit. (Das Ende der Weihnachtszeit markierte damals nicht das Fest Taufe des Herrn, sondern das Fest Darstellung des Herrn oder auch bekannt unter Maria Lichtmess). Und dennoch konnte Edith Stein sich kein besseres Thema vorstellen, als das Weihnachtsgeheimnis im Vortrag zu betrachten. Die Weihnachtsfeiertage vorbei und der Jahreswechsel vollzogen, so befinden wir uns – wie die Zuhörer ihres Vortrages – in einer sehr ähnlichen Situation.

Schon die Wahl des Wortes Geheimnis drückt auf treffende Weise aus, dass Weihnachten offenbar doch kein sich so einfach erschließendes Fest ist.

„Ja, wenn am Abend die Lichterbäume brennen und die Gaben getauscht werden, …die Glocken zur Christmette läuten…“ „Solches Weihnachtsglück hat wohl jeder von uns schon erlebt. Aber noch sind Himmel und Erde nicht eins geworden. Der Stern von Bethlehem ist ein Stern in dunkler Nacht, auch heute noch.“

Es mag den den Kirchgänger verwundern, weshalb schon am 2. Weihnachtsfeiertag Stephanus, der erste christliche Märtyrer, gefeiert wird. Und auch das Fest der Unschuldigen Kinder, welches an den brutalen Kindermord des Herodes erinnert, ist alles andere als idyllisch. Diese beiden Feste tragen einen scheinbaren Widerspruch in sich: „Was will das sagen? Wo ist nun der Jubel der himmlischen Heerscharen, wo die stille Seligkeit der Heiligen Nacht? Wo ist der Friede auf Erden“, fragt Edith Stein in ihrem Vortrag.

Spätestens als wir in den Weihnachtsfeiertagen die Nachrichten verfolgt und uns die Tagesschau angesehen haben, tat sich der Widerspruch auch in der Gegenwart auf: das passte so gar nicht in das friedvolle Weihnachtsfest. Diesen Widerspruch nehmen wir allerdings resigniert hin. Nicht selten versuchen wir umso verkrampfter wenigstens in der Familie Weihnachten als ein harmonisches Fest auf höchstem kulinarischem Niveau zu bewahren, reagieren empfindlich auf jegliche Disharmonien und Streitigkeiten oder verhindern diese längst auf mannigfaltige Weise vorsorglich.

Liest man das Buch Das Weihnachtsgeheimnis von Edith Stein, wird man als Leser aufgerüttelt. Hat man das Weihnachtsfest in seinem eigentlichen Kern eigentlich verstanden und wahrhaftig gefeiert?

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Den Weg zum Himmel mit guten Vorsätzen pflastern: 15 praktische Tipps für 2017

(CNA Deutsch) Nach den weihnachtlichen Schlemmereien sind viele, dank eines erschrockenen Blicks auf die Waage, stark motiviert, im Neuen Jahr endlich abzuspecken. Andere nehmen sich an Silvester vor, mehr Sport zu treiben oder das Rauchen aufzugeben. Meist geht es bei den guten Vorsätzen um den Körper, der gesünder, jünger, frischer und dynamischer werden soll.

Manchmal fasst man aber auch die Klärung einer Beziehung, einen längst fälligen Schul- oder Studienabschluss oder den Umzug in eine andere Stadt für einen radikaleren Neuanfang ins Auge. Bei den wenigsten geht es leider um gute Vorsätze für das geistliche Leben. Die „Nachfolge Christi“, das berühmte Buch des Thomas von Kempis, erinnert daran, dass wir, „wenn wir jedes Jahr auch nur einen Hauptfehler ausrotteten, bald zur Vollkommenheit gelangen“ (1. Buch, XI. Kapitel) gelangen würden.

Jeder Christ sollte spätestens am letzten Abend des alten Jahres Vorsätze fassen, wie er nicht nur seinen Leib, sondern auch seine Seele besser behandeln kann. Dabei geht es zum einen um den Kampf gegen bestimmte Fehler (die oft noch gar keine Sünden sind), vor allem aber darum, Gutes zu tun. Wer abnehmen will muss genauso diese doppelte Strategie fahren: Nein zu „Gaumensünden“, Ja zu Sport und Bewegung. Hier ein paar Vorschläge für ein entschiedenes „Ja“ zu mehr Eifer und Freude im geistlichen Leben:

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Wenn Engel singen und Esel sprechen, dann ist Weihnachten

Ein Kommentar, warum Jesus der verheißene Messias ist

(CNA Deutsch) Unerkannt geht Jesus mit den Jüngern von Emmaus, die ihm ihr Leid klagen. Alle ihre Hoffnungen und Sehnsüchte, ja ihr Glaube an den Messias, sind mit seiner Kreuzigung brutal zerschlagen worden. Geduldig hört der Herr ihnen zu und die beiden dürfen, so würde man heute vielleicht sagen, ganz offen ihre Gefühle „rauslassen“:  Trauer und Wut, Enttäuschung und Angst.

Jesus versteht die beiden Jünger, aber er spielt nicht den einfühlsamen Therapeuten, der „das alles einfach mal so stehen lässt“ oder dazu aufruft „tiefer nachzufühlen, was diese schreckliche Erfahrung in uns denn so macht“. Christus beginnt stattdessen zu erklären, dass all das, was geschehen ist, so in der Heiligen Schrift vorhergesagt wurde.

„Der Glaube kommt vom Hören“ (Röm 10, 14) sagt der heilige Paulus, und eben nicht vom „Wohlfühlen“ oder aus meinem Bauch. Er ist viel mehr als eine Emotion oder eine schöne Idee, die mein Denken prägt. Es ist vernünftig zu sagen: „Ich glaube, dass es heute noch regnet, weil schon dunkle Wolken aufziehen.“ Das ist aber nicht der christliche Glaube, sondern eine gut begründete Meinung. „Ich glaube Jesus, dass er wahrer Gott und wahrer Mensch ist, der verheißene Messias, den die Heilige Schrift bezeugt und die Kirche durch die Jahrhunderte bekennt.“

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Wunder, Mystik, Enthaltsamkeit: Das Leben der echten Lucy von Narnia

Wer keine Ahnung hat, worum es geht, ist schnell aufgeklärt: Die „Chroniken von Narnia“ sind eine der beliebtesten und berühmtesten Buchreihen aller Zeiten. Sie wurden in dutzende Sprachen übersetzt und erfolgreich verfilmt. Geschrieben hat sie der große christlichen Apologet C.S. Lewis, ein Freund des „Herrn der Ringe“-Autors und Katholiken J.R.R. Tolkien; beide waren Professoren an der Universität Oxford.

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„Die Welt leidenschaftlich lieben!“ – der Hl. Josefmaria Escriva

Der Kneipenbesuch, der Besuch im Stadion, das gemeinsame Mittagessen, das Studium, die persönliche Arbeit: alles reale Möglichkeiten, die sich uns täglich bieten, um Apostel Christi zu sein. Dort, wo du hingestellt bist, sollst du Gott gefallen. Doch wie gelingt es, dieser Berufung gerecht zu werden?

von Markus Lederer

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Josemaría Escrivá de Balaguer y Albás (* 9. Januar 1902 als José María Escriba Albás in Barbastro, Spanien; † 26. Juni 1975 in Rom)

Der Gründer des Opus Dei – der Hl. Josefmaria Escriva – kann uns wieder neu daran erinnern, dass Katholiken keine Pessimisten sind. Wir sind keine verdrossenen Moralapostel oder Hüter einer antiquierten Moral, sondern Freunde Gottes, die sich mit innerlicher Liebesglut Christus ganz anvertrauen dürfen.

„Denke nicht wie ein Spießer – Mache dein Herz weit, weltweit, katholisch!“ (Escriva, Der Weg 7).

Die Welt ist gut und schön, und dies ist bereits darin begründet, dass in jedem Moment die Vorsehung Gottes wirken kann. Als Katholik gibt es keine nutzlose Zeit, keine Langeweile, denn stets sind wir dazu berufen, Christus näher zu kommen. Was gibt es denn schöneres, als Gott näher zu kommen? Ihm immer mehr Zeit schenken zu können und im Nächsten Ihn selbst erkennen zu dürfen?

Jeder Christ, und dies erkannte der Hl. Josefmaria Escriva bereits vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-65), hat eine tiefe Berufung zur Heiligkeit. Diese gilt für jeden! Für dich und für mich. Wenn wir von Heiligkeit sprechen, reden wir nicht von einer lebensfernen Weltflucht, denn Christus wünscht, dass wir ihn in unserem Alltag groß werden lassen.

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Pater Johannes Paul Chavanne über Neuevangelisierung

Pater Johannes Paul Chavanne bei einem Vortrag über das Thema Neuevangelisierung vor den Dekanatsjugendseelsorgern und Mitarbeitern in der Jugendpastoral im Bistum Eichstätt.

http://www.stift-heiligenkreuz.at

Zum Sonntag Gaudete: „Freut Euch allezeit im Herrn“

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Bild: Christoph Matthias Hagen, Innsbruck

Gaudete in Domino semper
iterum dico, gaudete.
Modestia vestra nota sit omnibus hominibus
Dominus enim prope est.
Nihil solliciti sitis
sed in omni oratione petitiones vestrae innotescant apud Deum.
Benedixisti, Domine, terram tuam
advertisti captivitatem Jacob.

(Philipper 4,4-6)
Freuet euch allezeit im Herrn.
Noch einmal sage ich: Freuet euch.
Laßt alle Menschen eure Güte erfahren;
denn der Herr ist nahe.
Um nichts macht euch Sorgen,
sondern stets sollen in innigem Gebet eure Anliegen vor Gott kund werden.
Vers: (Psalm 84,2)
Herr, Du hast Dein Land gesegnet
und Jakob heimgeführt aus der Gefangenschaft.