Eine kostbare Perle – ein neues Meßbuch in der Hand der Gläubigen zur Mitfeier der überlieferten römischen Liturgie in ihrer Gestalt von 1962.

Eine Buchvorstellung von Clemens Victor Oldendorf

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Heute habe ich die große Freude, auf ein neues Hilfsmittel hinzuweisen, das Pater Martin Ramm, Priester der Priesterbruderschaft St. Petrus, den Gläubigen anbietet, die möglicherweise erstmalig der überlieferten Meßliturgie der Kirche Roms begegnen, diese besser kennenlernen und verstehen wollen und mit größerem Gewinn mitfeiern möchten. Zu sagen, es handele sich um ein neues Hilfsmittel, ist eigentlich nicht ganz zutreffend, denn Ramms ‚Volksmissale‘, das 2015 erschienen ist, ist genaugenommen bloß das jüngste Glied in einer Tradition, in der ihm im deutschsprachigen Raum seit dem 19. und bis in die 60iger Jahre des 20. Jahrhunderts der ‚Schott‘ und der ‚Bomm‘ vorausgegangen sind. So gesehen hat das Volksmissale, welches im Untertitel als das „vollständige römische Messbuch nach der Ordnung von 1962 lateinisch/deutsch“ bezeichnet ist, gute Chancen, sich in den der überlieferten Liturgie verbundenen Kreisen volkstümlich als ‚der Ramm‘ zu etablieren.

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Gott bewahre: unterwegs mit Valerie Schönian

Valerie Schönian ist Feministin und ist für die „Genderideologie“

Diesmal ist die Episode von Gott bewahre eine etwas andere Form. Kein reines Interview in ruhiger Umgebung, nein, ein Gespräch mit Valerie Schönian inmitten des Trubels des Weddings in Berlin. Gemeinsam sind Valerie Schönian und Wilhelm Ahrendt durch den Stadtteil gelaufen, haben zunächst Wasser im türkischen Supermarkt eingekauft und sind dann an den Fluss Panke geschlendert. Diese Episode ist doch für beide Seiten des Gesprächs recht intim und so geben beide einiges aus ihrem privaten Leben und ihren eigenen Gedanken preis.

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Quelle: Projet – Valerie und der Priester, FB

Valerie Schönian pendelt nun seit einigen Monaten für das Projekt Valerie und der Priester zwischen Münster und Berlin. Die feministische Journalistin macht in ihren Texten keinen Hehl aus ihren Ansichten, Ablehnungen aber auch Bewunderungen.

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Lifestyle-Spiritualität

Von Dr. Eckhard Bieger SJ

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Wer eine benediktinische Spiritualität lebt, für den ist das Stundengebet wichtig, er wird sich öfters in Abteien aufhalten oder um Aufnahme in eine Gemeinschaft von Mönchen oder Nonnen bitten.

In der Konsumgesellschaft verwirklichen Menschen ihren Lifestyle, indem sie eine bestimmte Automarke fahren, sich durch eine Moderichtung in besonderer Weise in der Öffentlichkeit zeigen, indem sie eine bestimmte Musik hören, sich in Discos oder Konzertsälen treffen. Man gibt dem Tagesablauf, dem eigenen Auftreten eine bestimmte Form und beschäftigt sich mit bestimmten Medien, die alle Informationen enthalten, wie man die Vorstellungen vom Leben verwirklicht. Wenn man nicht in Konzerte geht, mit dem Auto keine Tour gemacht hat, nicht in einem Lokal gegessen, auf einer Insel Urlaub nicht gemacht hat, diese Musik nicht hört, dieses Zeitschrift nicht liest, dann verwirklicht man die Vorstellungen nicht, die man vom eigenen Leben mit sich herumträgt. Man muss im Leben etwas umsetzen, um den gewählten Lifestyle auch u verwirklichen.

Die gleichen Kriterien werden von religiösen Menschen auch in Bezug auf die Verwirklichung ihrer Religiosität beachtet. Wer eine benediktinische Spiritualität lebt, für den ist das Stundengebet wichtig, er wird sich öfters in Abteien aufhalten oder um Aufnahme in eine Gemeinschaft von Mönchen oder Nonnen bitten. Wer sich der ignatianischen Spiritualität verschrieben hat, wird die Exerzitien des Ignatius von Loyola machen und sich im Tagesablauf an die Vorgaben des Ignatius halten, die u.a. einen Tagesrückblick mit Gewissenserforschung  vorsieht. Zur Verwirklichung der Spiritualität gehört auch die Lektüre einer Zeitschrift, dass man sich über Neuerscheinungen zum Themengebiet informiert und im Fernsehen oder auf Video bestimmte Filme gesehen hat, die sich mit der jeweiligen Spiritualität beschäftigen. Wer es nicht tut, gehört nicht dazu und prägt die gewählte Spiritualität nicht in seinem Leben aus. Lifestylekonzepte und spirituelle Lebensformen haben gemeinsam, dass sie sich in eine bestimmte Praxis umsetzen. Weiter gehört die Nutzung bestimmter Medien, die sich mit dem Lifestyle bzw. der Spiritualität beschäftigen, dazu.

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„Ein Vorbild für alle Frauen in der Kirche“: Maria Magdalenas Gedenktag aufgewertet

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Ikone Maria Magdalenas aus der Grabkammer Christi, Heiliges Grab, Jerusalem. Foto: EWTN/Paul Badde

Die von Kardinal Robert Sarah geleitete oberste Liturgie-Behörde der Kirche, die Gottesdienstkongregation, hat in einem anspruchsvollen Schreiben diesen Schritt erklärt, der auf Wunsch von Papst Franziskus gemacht wurde.

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Der Jargon der Betroffenheit – Raus aus der politisch korrekten Sprachlosigkeit

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Bildquelle: https://charismatismus.files.wordpress.com

Fast jedes katholische Kind besucht von der ersten bis zur letzten Klasse einen zweistündigen Religionsunterricht. Noch immer hören eta 10 Prozent der Katholiken jeden Sonntag eine vielleicht zehnminütige Predigt und am Samstag Abend gibt es – fast eine Tradition wie „Dinner For One“ an Silvester – das „Wort zum Sonntag“, das Millionen von Zuschauern sehen. Und doch scheint es, dass kaum eine gesellschaftliche Gruppe so erfolglos ist wie die Kirche. Immer weniger Menschen kennen die Bedeutung christlicher Feste und, was noch schlimmer ist, immer mehr Leuten fehlt die Begeisterung für das, was eigentlich die eine frohe Botschaft sein sollte.

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Papst: Mehrheit der Ehen ungültig

Franziskus beantworte Fragen von Priestern bei der Öffnung der Diözesankonferenz vom Bistum Rom

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Diözesankonferenz, 16. Juni 2016 / © PHOTO.VA – OSSERVATORE ROMANO

Eine große Mehrheit der sakramentalen Ehen könnte ungültig sein. Diese Einschätzung hat Papst Franziskus am Donnerstag bei der jährlichen Konferenz der Diözese Rom gegeben. Er begründete das damit, dass viele Eheversprechen ohne Bewusstsein über die Konsequenzen gegeben werden, und daher nur vorläufig seien. Die Ehepartner wüssten oft nicht, was das Sakrament bedeute. Er warnte vor dem Entschluss zur Ehe unter Druck, wenn etwa ein Kind unterwegs sei. Die Paare sollten nicht zur Hochzeit gedrängt werden, sondern vielmehr den Entschluss dazu reifen lassen. Das Oberhaupt der katholischen Kirche antwortete damit auf eine Frage zur Krise der Ehe.

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Mehr Erotik in der Kirche

Sündig, sinnlich, Superstar: Maria Magdalena in römischen Kalender aufgenommen – Ein Beispiel für jede Frau

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Sündig, sinnlich, Superstar: Maria Magdalena – Tizian: Büßende Maria Magdalena, um 1533, Ölgemälde

Seit geraumer Zeit ist in der katholischen Kirche das Bemühen feststellbar, Frauen stärker in die Kirche einzubinden. Papst Franziskus betont immer wieder die bedeutende Rolle der Frau für die Kirche und gibt der Diskussion über die Würde der Frau neue Impulse. Entsprechend setzte nun die Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenlehre per Dekret den Wunsch des Papstes um, die heilige Maria Magdalena in den römischen Kalender aufzunehmen.

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