WIR haben #SineDubiis unterschrieben, weil…

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Am vergangen Samstag hat The Cathwalk den Weckruf für 2017: „#SineDubiis – Wir gehen mit Papst Franziskus“ veröffentlicht. Die Initiatoren möchten sich bei all denjenigen bedanken, die uns durch Ihrer Unterschrift unterstützt und so ein wichtiges Zeichen in einer Zeit gesetzt haben, in der viele denken, „katholisch“ gehe auch ohne das vorgeschaltete „römisch“.

Unser Manifest hat ans Licht gebracht, wie fortgeschritten die im Weckruf genannten Symptome sind. Die Diskussion um #SineDubiis hat sehr deutlich gezeigt, dass – und wir übertreiben nicht, wenn wir dies sagen –, gerade bei den betont frommen Katholiken momentan eine Erosion des Glaubens stattfindet – eine Erosion des Glaubens an die hierarchische Verfasstheit der Kirche!

Unser Weckruf sollte ein kleines, aber nicht zu überhörendes Zeichen sein gegen die papstfeindlichen Schürer im Hintergrund. Ob wir effektiv gegensteuern können? Wir wissen es nicht. Aber es geht um nicht weniger als um die Aufrechterhaltung des Glaubens unter denjenigen, die sich als gläubig bezeichnen. Pharisäismus und Argwohn sind eine Pest.

Die Initiatoren Matthias Jean-Marie Schäppi & Friedrich Reusch (Chefredaktion The Cathwalk)

Hier eine Auswahl der Berichterstattung und der Auseinandersetzung mit unseren Positionen:

Wir veröffentlich im Folgenden anonymisiert ein paar Statements von Unterstützern, die uns in den letzten Tagen erreicht haben.

Ich unterzeichne diesen Weckruf, weil ich es unerträglich finde, wie einige Katholiken, die sich als rechtgläubig und sogar papsttreu bezeichnen, mit dem Hl. Vater umgehen, ihn sogar mehr oder weniger offen der Häresie beschuldigen. Man kann über Amoris laetitia geteilter Meinung sein und natürlich seine Zweifel auch sachlich äußern, schließlich leben wir in einer Demokratie mit Meinungsfreiheit, was übrigens manchem der Kritiker noch nicht bekannt ist, aber wie auch sonst macht der Ton die Musik.

Es muß eine Stimme im katholischen Lager geben, die ohne Wenn und Aber zur Kirche, zu ihrer Lehre und zum Papst steht. Das sind wir dem Zeugnischarakter des Leibes Christi und seiner Einheit schuldig. Es kann und darf nicht sein, daß die Kirche sich in Humanitaristen und Progressisten einerseits (die genausogut Frau Käßmann sein könnten) und Traditionalisten und Papstkritiker andererseits (die von ihrer Art und Weise, von ihrem Selbstverständnis nicht weit weg sind von Pius X) spaltet.

Ich habe den Aufruf gelesen gelesen und möchte mich voll und ganz damit identifizieren. Der ‚Weckruf‘ ist der Sache nach sehr stimmig und kommt zur rechten Zeit. Ich freue mich zudem für euch, dass das Ganze so breites Echo hervorruft.

Ich bin durch Radio Vatikan auf Ihren Blog gestoßen und bin sehr positiv überrascht über die klare Ansage in „sine dubiis“. Bitte nehmen Sie mich als Mitunterzeichner auf.“

Ich freue mich über Eure klare Stellungnahme zu Papst Franziskus und schließe mich ihr voll inhaltlich an.

Ihr veröffentlichter „Weckruf“ spricht mir aus tiefstem Herzen und tiefster Seele. Daher möchte ich mich diesem gerne anschließen und so meiner Unterstützung von Papst Franziskus Ausdruck verleihen.

Ich habe es mir lange durchgelesen und überlegt. Mir sind ein paar Punkte zu scharf. Ich unterzeichne es trotzdem. Denn die Ehepastoral ist zu wichtig und um die geht es.

Ich habe gerade das „Manifest/Aufruf“ gelesen und muss Euch wirklich loben, weil ihr das Anliegen vieler konservativer Katholiken aufgegriffen und auf den Punkt gebracht habt. Zwar muss ich jetzt in Kauf nehmen, dass ich von einigen Journalisten-Kollegen, die das sehen, in eine Schublade reingeschoben werde in die ich nicht hinein möchte, aber das ist mir jetzt einfach egal, weil auch mir das Anliegen einfach zu wichtig erscheint, ein Zeichen zu setzen, für Papst Franziskus.

Danke für Ihren „Weckruf“! Sie sprechen mir aus dem Herzen. Ein großer Wurf, wahrhaft römisch-katholisch.

Ich möchte mich Ihrer Aktion ausdrücklich anschließen. Ich gehe mit Papst Franziskus und möchte gerne Ihren Aufruf unterzeichnen. Als engagiere Laiin in unserer Kirche sehe ich mit Bestürzung, wie gerade sich selbst als ‚romtreue‘ Christen verstehende Menschen in bösartiger Weise gegen den Papst schießen, sobald er Ihnen unbequeme Wege beschreitet. Wir brauchen keine herrschaftliche, vor allem autoritäre und dogmatische Kirche. Wir müssen den Geist des Evangeliums wieder unter die Menschen tragen. Auf diesem Weg geht uns Franziskus voran, weist uns den Weg.

 

 

 

 

 

 

 

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Von Haifischbecken und Brennnesselsträuchern

(Thecathwalk.net) Ich halte es für unangebracht und falsch, über jede (vermeintliche) Verfehlung des Bischofs von Rom (oder anderer Bischöfe und Kardinäle) herzuziehen – und diese persönliche Meinung dann im Idealfall noch öffentlich auf facebook zu posten und breitzutreten. Und ich halte es für töricht und wenig apostolisch, wenn in der Kirche und unter Katholiken ein negativer Geist herrscht und wir letztlich nur um uns selbst kreisen – anstatt uns den Menschen „da draußen“ zuzuwenden.
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Ein Kommentar von Georg Dietlein

Im „katholischen Milieu“ (wie ich liebevoll zu sagen pflege) kann man zur Zeit jede Stecknadel fallen hören. Die Stimmung ist gereizt. Freundschaften sind angespannt. Und kaum jemand kommt über das übliche Schwarz-Weiß-Freund-Feind-Denken hinweg. Es geht um Papst Franziskus, die „Dubia“ der Kardinäle, Amoris laetitia, einen auf The Cathwalk veröffentlichten Weckruf, den einige katholische Blogger und Publizisten unterschrieben haben – und natürlich um persönliche Animositäten.

Ich sage es gleich vorweg: Man kann zu dem „Weckruf“ unterschiedlicher Meinung sein. Papst Franziskus wäre der letzte, der blinden Gehorsam fordert. Wäre ich der Redenschreiber des Pontifex, würde auch ich ihn an manchen Stellen deutlicher sprechen lassen. Ich kenne persönliches Misstrauen gegen den Papst sehr gut – zu sehr fordert er uns alle heraus. Doch dieser Misstrauens-Express kann schneller im geistigen Wittenberg ankommen, als es so manchem „differenzierten Papst-Kritiker“ lieb ist. Deswegen war der Weckruf ein begrüßenswerter Warnruf.

„Von Haifischbecken und Brennnesselsträuchern“ weiterlesen

Zugänge zum Glauben – oder: der kritische Blick in den Spiegel

Die Kolumne von Georg Dietlein

15909489_10208080450305076_1440240424_nJeder Mensch hat seinen individuellen Zugang zum Glauben. Jeder Mensch „glaubt“ anders, weil sich der Glaube nicht auf das Für-wahr-Halten von Dogmen beschränkt (fides quae), sondern letztlich in einer ganz persönlichen Beziehung zu Jesus Christus wurzelt (fides qua). Deshalb ist das Gottesbild, aber auch das Bild von Kirche und vom Menschen bei jedem Christen unterschiedlich nuanciert und akzentuiert (worüber man nun so oder so denken mag). Diese unterschiedlichen Nuancierungen haben übrigens praktische Konsequenzen, welche wiederum einen Rückschluss auf unser Gottesbild erlauben.

Dazu zwei anschauliche Beispiele. Szenario 1: Gehen wir einmal davon aus, ich setze mich für eine Liberalisierung der katholischen Sexual- und Ehemoral ein. Das hohe Ideal, das die Kirche heute noch den Menschen predigt, das kann doch keiner mehr leben!? Dieses Engagement sagt viel über mein Gottes- und Menschenbild aus. Positiv gesagt: Ich betone sehr stark die Barmherzigkeit und Vergebungsbereitschaft Gottes. Eigentlich will Gott unser Bestes (weshalb die Kirche ja gerade bestimmte Handlungsempfehlungen bereit hält). Aber die Güte Gottes geht dann sogar so weit, dass er das alles nicht so „ernst nimmt“ – und uns das alles ein bisschen „egal“ sein kann.

Negativ gewandt: Diese Haltung sagt auch etwas aus über mein Bild vom Menschen. Ich fordere eine Liberalisierung der Moral, weil ich dem Menschen dieses Ideal nicht mehr zu-traue oder zu-mute. Weil der Mensch so schwach ist (oder unser Glaube an die Güte und Allmacht Gottes so verdrängt), brauchen wir Abstriche – eben ein „Christentum light“. Zugleich sagt das ganz schön viel über unser Bild von Gott aus.

Ein zweites Beispiel: Ich setze mich für eine „Öffnung“ der Kirche ein. Das Ziel ist dabei, Kirche wieder „attraktiv“ zu machen und möglichst viel Sympathie für die Kirche zu wecken. Weil das offensichtlich nicht mit den „Kernkompetenzen“ von Kirche funktioniert (Gebet, Eucharistie, Sakramente), probiere ich es mit kleinen Aktionen und „Reförmchen“: Abschaffung des Zölibates, Öffnung der Weihe für Frauen, „arme Kirche“, Entfernung aller Kniebänke. Möglicherweise bleibt der gewünschte Erfolg für die Kirche aus – aber dann hat man es immerhin mal versucht.

Analyse: Ich will eigentlich nur das Best(gemeint)e für die Kirche. Ich will, dass das kirchliche Leben wieder so funktioniert wie im 19. Jahrhundert (eigentlich ein ziemlich verstaubtes Kirchenbild, oder?). Ich will möglichst viele Kirchenmitglieder und Kirchgänger (und das um jeden Preis). Ich möchte, dass die Kirche wieder zum Mittelpunkt in jedem Dorf und jeder Stadt wird – ein Ort, um sich auszutauschen und sich zu vernetzen. – Negativ gewandt: Mir sind die Inhalte eigentlich egal. Es geht bloß um Zahlen und ums Image. Es geht um Likes auf facebook und eine gute Publicity beim SPIEGEL. Das aber führt zu einem Gesichtsverlust vor dem Spiegel. Die Kirche wird zu einer bloßen NGO, bestenfalls zu einem Verein von #gutmenschen, vermutlich aber einfach zu einem Netzwerk oder einem netten Club. Ein leicht religiöser Anstrich trägt dabei zur Erleichterung des Gewissens bei (oder ist einfach très chic): strahlende Christbäume, ab und zu die Mystik einer weihraucherfüllten Kirche, das lateinische Hochamt als „Event“ und natürlich die kleine Opferkerze als postmoderner Glücksbringer. Ist doch cool – sagen die einen. Ist aber nicht mehr die Kirche Jesu Christi – sagen die anderen.

Glaube(n) in der Gegenwart

Die neue Kolumne von Georg Dietlein

15909489_10208080450305076_1440240424_n„Glauben in der Gegenwart“, so lautet der Titel dieser (nunmehr regelmäßig erscheinenden) Kolumne, deren erster Beitrag pünktlich zum neuen Jahr online geht. Es geht also in erster Linie um den Glauben, um das, was uns bewegt, was uns antreibt, was unserem Leben Sinn und Orientierung gibt. Der christliche Glaube ist keine Ideologie. Er ist noch nicht mal eine Idee (weshalb man ihn auch eigentlich nicht für sich vereinnahmen kann). Er ist etwas ganz anderes, oder vielmehr noch: jemand ganz anderes. Nämlich: eine Person, Jesus Christus, Gott selbst, der die ganze Schöpfung, die ganze Realität, die ganze Zeit und den ganzen Raum durchzieht und durchtränkt.

Es soll aber nicht abstrakt und unkonkret um „den Glauben“ gehen, sondern stets um den Glauben in der Gegenwart, im Jahr 2017, im Hier und Jetzt. Es wird also um einen Glauben gehen, der durch ganz unterschiedliche Faktoren immer wieder angefragt, angefochten und infrage gestellt wird: durch unseren eigenen Unglauben, durch die Zerstreuungen und Sorgen unseres Alltages, durch die schmerzliche Erfahrung des Leids – und: auch durch unsere eigene Kirche.

Das mag auf den ersten Blick überraschen. Ist es nicht gerade Aufgabe der Kirche, den Glauben zu verkündigen, ihn zu bewahren und ihm gleichsam ein Gesicht zu geben? Ja, das ist es auch. Aber es gibt eine große Differenz zwischen der „Kirche der Glaubenden“ und der Kirche der Kirchensteuerzahler und ihrer Verwalter. Hier wird geglaubt und der Glaube praktiziert. Dort wird „der Glaube“ oft missbraucht, um ihn im eigenen Sinne umzudeuten und eigene Ideen im religiösen Deckmäntelchen zu verkaufen. Schnell steht bei dem Ganzen nicht mehr Jesus Christus im Mittelpunkt, sondern eine bestimmte Ideologie, ein persönliches Herzensanliegen, der „christliche“ Traum vom Gutmenschentum, das Flüchtlingsboot aus dem Mittelmeer oder ein Wahlappell gegen die AfD. Was ist da noch vom Christentum übrig? Nicht viel.

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7 Vorurteile gegen „Kein Sex vor der Ehe“

(The Cathwalk.net) Wenn ein Mensch nur die Sexualität als Ventil für seine Sehnsüchte, Träume und Enttäuschungen hat, ist er ohnehin arm dran und unreif. 

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1. Sich aufsparen bis zur Ehe – das macht doch heute keiner mehr!

Besonders in evangelikalen und katholischen Kreisen gibt es noch einige Paare, die sich dieses Ziel setzen. Und es ist ein sehr ehrenwertes: Es baut keinen Erwartungsdruck auf, sondern lässt den Paaren genug Zeit, um sich erst einmal richtig kennenzulernen. Steigt man mit jedem gleich ins Bett, ist Sex bald nicht mehr wertvoll!

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Schließen Höflichkeit und Internet einander aus?

Man mag dies verneinen – wenn das Internet nur aus „sozialen Netzwerken“ besteht

von Marco F. Gallina

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Es ist immer wieder und seit einigen Monaten häufiger zu lesen. Ich werde hier jetzt keine Linksammlung anheften, denn jeder wird es – insbesondere aus dem Munde der analogen, einstmals führenden Quantitätsmedien – vernommen haben: die Verrohung des Diskurses, insbesondere des gesellschaftlich-politischen, sei auch dem Siegeszug des Internets zu verdanken. Der Wegfall von Klarnamen, der Schutz der Identität, „Shitstorms“ und was da alles an Argumenten fällt.

Ich möchte dieser Deutung widersprechen.

Im Gegensatz zu den vielen selbsternannten Experten und auch Medienschaffenden, die erst über Twitter und Facebook in die Weiten des Internets vorstießen, bin ich schon ein paar Jährchen länger in dieser Parallelwelt mit all ihren Abgründen und all ihren Möglichkeiten unterwegs. Ansatzweise seit 1999, verstärkt und richtig vernetzt ab 2003. Und das noch zu 56k-Modem-Zeiten. In die Genüsse von DSL kam ich erst 2006.

Mein Eindruck ist vielmehr, dass diejenigen, die bereits vor dem Web 2.0 unterwegs waren, dazumal eine eher kleine, aber gut organisierte Avantgarde darstellten. Der Meinungsaustausch fand vornehmlich per Email, Chat oder Diskussionsforen statt. YouTube erschien als interessantes Kuriosum, dessen Auswüchse man nicht absehen konnte. Jeder brauchte plötzlich so ca. ab 2005 ein Blog. WhatsApp gab es nicht, das Instant Messenger Programm hieß ICQ, Trillian oder AOL-Telegramm (AIM).

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7 Vorurteile gegen die Abschaffung des Pflichtzölibats

The Cathwalk. – Es ist doch ein Treppenwitz der Geschichte, dass ausgerechnet dort, wo es die viri probati tatsächlich gibt – in den glaubenstreuen katholischen Kreisen – eine so große Phobie herrscht, sie im Pfarrdienst einzusetzen. Die Vorstellung, dass Dr. Johannes Hartl in wenigen Jahren die MEHR-Konferenz mit einem lateinischen Hochamt eröffnet, ist so schlimm doch gar nicht!

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Pfarrersfamilien waren immer ein Hort der Hochkultur.

1. Sex zu haben ist eines Priesters unwürdig.

Im Alten Testament gab es tatsächlich strenge rituelle Vorschriften hinsichtlich der Sexualität, die nebenbei auch den Nebeneffekt einer guten Hygiene hatten (siehe z.B. die Reinigungsvorschriften für Frauen). In der Antike war die Vorstellung weit verbreitet, sexuell enthaltsame Menschen könnten einen reineren Gottesdienst darbringen – ein bekanntes Beispiel dafür sind die römischen Virgines Vestales, die jungfräulichen Hüterinnen des Herdfeuers im Tempel der Vesta. Im Neuen Testament wurde die Sexualität jedoch unvergleichlich geadelt – die Vereinigung von Mann und Frau in der Ehe entspricht dem hl. Paulus zufolge der innigen Liebesbeziehung zwischen Christus und Kirche. Man könnte also genausogut fragen, ob ein Priester nicht eigentlich die Erfahrung dieses Liebesaustausches mit einer Frau bräuchte, um besser zu begreifen, wie die Beziehung zwischen Christus und Kirche funktioniert.

2. Verheiratete Priester hätten zu wenig Zeit für ihre Schäflein.

Kirchengemeinderat, Öko-Ausschuss, Haushaltsaufstellungen: das sind die bürokratischen Seelsorgs-Hindernisse, deren Anzahl dringend reduziert werden müsste! Dass starker Glaube, gute und zeitintensive Seelsorge und Familienvater-Sein sich nicht ausschließen, beweisen unzählige freikirchliche Pastoren.

3. Die Abschaffung des Pflichtzölibats wäre ein Schlag ins Gesicht der zölibatär lebenden Priester und Ordensleute.

Die Abschaffung des Pflichtzölibats wäre hart für jene zölibatär lebenden Priester und Ordensleute, die ihren Zölibat nicht wirklich selbstlos und in innerem Frieden leben. Sollte es aber für den Pfarrdienst verheiratete Priester geben, müsste sich niemand, der seinen Zölibat aus innerer Überzeugung und im Frieden mit Gott lebt, angegriffen fühlen. Der Schönheit des Zölibats täte das keinen Abbruch. Ebenso wie ein Restaurant neben vorzüglichem Wein auch süffiges Bier anbieten darf und jeder Gast weiß, welches das edlere Getränk ist.

4. Die Tradition des Pflichtzölibats muss unbedingt erhalten bleiben.

Der Zölibat wird in seiner Schönheit viel besser erstrahlen können, wenn es sich nicht mehr um eine Pflicht handelt, an die der Pfarrdienst gekoppelt ist. Blühende Klöster mit zölibatären Ordensleuten und eine pastorale Struktur mit glaubenstreuen Vätern als Pfarrern, klingt das nicht verlockend? Pfarrersfamilien waren in Deutschland seit jeher ein Hort der Hochkultur. Und oft genug mit hübschen Sprösslingen, wie bei Pfarrer Tabarius aus der ZDF-Serie „Herzensbrecher – Vater von vier Söhnen“.

5. Die Aufhebung des Pflichtzölibats wäre ein Kniefall vor dem Zeitgeist.

Tragischerweise wird die Aufhebung des Pflichtzölibats bisher lediglich von kirchenpolitisch linker Seite gefordert. Es ist doch ein Treppenwitz der Geschichte, dass ausgerechnet dort, wo es die viri probati tatsächlich gibt – in den glaubenstreuen katholischen Kreisen – eine so große Phobie herrscht, sie im Pfarrdienst einzusetzen.  Die Vorstellung, dass Dr. Johannes Hartl in wenigen Jahren die MEHR-Konferenz mit einem lateinischen Hochamt eröffnet, ist so schlimm doch gar nicht! Konservative Katholiken sollten sich beim Thema viri probati nicht von den Progressisten die Butter vom Brot nehmen lassen, wie dies einst in der liturgischen Bewegung geschehen ist.

6. Einem verheirateten Priester könnte man in der Beichte nicht vertrauen.

Verschwiegenkeit ist nicht an die Ehelosigkeit gekoppelt. Sonst müsste der Pflichtzölibat ja auch für Ärzte gelten. Auch manch zölibatär lebender Pfarrer, von dem jeder weiß, wer in der Gemeinde seine Spezl sind und wer nicht, ist für viele ein Vertrauenshindernis.

7. Die Aufhebung des Pflichtzölibats ist ein Anzeichen der Apokalypse.

Dann hätte die Apokalypse längst hereinbrechen müssen, nämlich in den ersten Jahrhunderten der Kirche, in der es keinen Pflichtzölibat gab. Was sich viele konservative Katholiken fragen müssen, ist, warum sie einen so emotional-irrationalen Zugang zu dieser Frage haben. Der Pflichtzölibat ist nicht dogmatisch. Würden wir Gottes Stimme hören, wenn er in unserer heutigen Zeit in unzähligen Männern eine Doppelberufung zum Familienvater und Priester wecken will?

 

Zur Zölibatsdebatte erschien am letzten Sonntag: 

7 Vorurteile gegen den Zölibat

 

7 Vorurteile gegen den Zölibat

The Cathwalk. – Sexuell frustiert sind wohl eher diejenigen, die sich in der Sexualität versuchen, sich dabei aber nicht allzu geschickt anstellen. 

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Der Zölibat: Am besten in der „vita communis“.

 

1. Es heißt „das“ Zölibat.

Nein, es heißt DER Zölibat. „Das Zölibad“, so könnte man vielleicht humorvoll die Schwimmhalle in einem Priesterseminar nennen.

2. Der Zölibat ist schuld am Priestermangel.

Es gibt keinen Priestermangel, es gibt einen Gläubigenmangel: zu wenig praktizierende Katholiken. Dividiert man die Anzahl praktizierender Katholiken durch die Anzahl der Priester in Deutschland, so kommt man auf den selben „Wert“ wie in früheren Zeiten.

3. Zölibatäre Menschen sind sexuell frustriert.

Zölibatäre Menschen stehen der Sexualität sehr positiv gegenüber. Sexuell frustiert sind wohl eher diejenigen, die sich in der Sexualität versuchen, sich dabei aber nicht allzu geschickt anstellen. Wie in der bekannten Cola-Werbung sind zölibatär lebende Menschen der augenzwinkernde Beweis dafür, dass da „noch mehr ist“.

4. Zölibatäre Menschen können beim Thema Ehe nicht mitreden.

Zölibatäre Menschen haben ein Stück weit das Idealbild der Ehe behalten, welches nicht von der rauen Alltagswirklichkeit verschüttet wurde. Dieses Privileg ergibt die Möglichkeit, von dieser Warte aus sehr brauchbare und unparteiische Ratschläge zu geben. Voraussetzung dafür sind gute Menschenkenntnis, soziale Intelligenz und eine Barmherzigkeit gegenüber der menschlichen Schwäche. Ohne diese drei Eigenschaften wird auch ein Verheirateter ein schlechter Eheratgeber sein – siehe die sprichwörtlliche Schwiegermutter…

5. Durch den Zölibat wird eine Scheidewand zwischen den Laienchristen und dem zölibatären Stand hochgezogen.

Wird dadurch, dass in der Allianz-Arena 75.000 Fans zuschauen und nur 22 Spieler auf dem Feld sind, das Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen Fans und Spielern geschmälert?

6. Zölibatäre Priester werden mit der Zeit spooky.

Mit der Zeit spooky wird ein gewisser Prozentsatz an Menschen, das ist eine verhaltensbiologische Universalie. In der Regel spielt soziale Isolation dabei eine entscheidende Rolle. Ein wunderbares Rezept gegen spooky Priester ist die sogenannte vita communis, Chorherrenstifte zum Beispiel. Priester-WGs statt Hausddrachen-Haushälterin, so lautet die Devise!

7. Zölibatäre Menschen sind „Opfer“.

Zölibatäre Menschen symbolisieren auch die metaphysische Spannung zwischen Welt und Himmel. Sie sind das lebendinge Zeugnis einer Sphäre, die erhabener, nachhaltiger und schöner als Sexualität ist. Zölibatäre Menschen sind deshalb Gewinner.

 

7 Vorurteile gegen die Neue Messe

(The Cathwalk) Wer Al Pacino in „Der Pate“ gesehen hat, weiß, dass Minimalismus ein äußerst kraftvolles Stilmittel ist.

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Novus-Ordo-Priester für die Legionäre Christi (LC)

1. Die Neue Messe ist ehrfurchtslos.

Diesen Vorwurf könnte man auch der Alten Messe machen, denn im Vergleich zu den göttlichen Liturgien der Ostkirche ist auch der alte römische Messritus äußerst nüchtern und schlicht.

2. Die Neue Messe hat zu wenige sakrale Zeichen.

Wer Al Pacino in „Der Pate“ gesehen hat, weiß, dass Minimalismus ein äußerst kraftvolles Stilmittel ist. Es ist naiv zu glauben, dass die Anzahl an Kniebeugen und Kreuzzeichen eine würdige Liturgie garantieren: Habitus non facit monachum! Lieber eine Neue Messe im Stil von Al Pacino als eine Alte Messe im Stil vom alten Holzmichl.

3. Die Neue Messe ist ein Berufungs-Killer.

Alle ernstzunehmenden Berufungs-Hot Spots wie das Stift Heiligenkreuz oder die Legionäre Christi feiern die Ordentliche Liturgie. Die Berufungssituation bei den altrituellen Gemeinschaften ist äußerst mager.

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Einsamkeit im kommunikativen Gebrabbel

Alle sind wir vernetzt, alle sind wir immer erreichbar, und alle haben jemanden zum reden. Wieso aber fühlen sich dann manche einsamer denn je? Ein Lob des Schweigens und der Liebe.

von Marco F. Gallina

Mir liegt nun nicht viel daran, den hundertsten Sermon über die digitale Kultur und ihre Ausläufer kundzutun; dennoch kann ich als jemand, der nicht einmal ein Smartphone besitzt, mit gewissen Erkenntnissen nicht hinter dem Berg bleiben. Wohl nicht zuletzt deswegen, weil mir beim Spaziergang kein Display vor der Nase sitzt.

Aber gemach. Mir gehen bereits seit einiger Zeit Gedanken durch den Kopf, die mal wieder um das Thema „Kommunikation“ kreisen. An erster Stelle steht dabei eine männliche Tugend, die immer mehr in Vergessenheit gerät – und im Zuge der Einführung gleich mehrerer neuer Geschlechter wohl bald völlig vergessen sein wird. Eine Kunst, für die es (zu meinem völligen Unverständnis) bisher keinerlei Diplom; kein Studium; nicht einmal einer Lehre oder eines Schulbesuches bedarf, aber die es allein durch die Weisheit des gemeinen Volkes zu Berühmtheit und Ehre schaffte.

Ich spreche von der erhabenen Kunst des Schweigens. Auf Dieter Nuhrisch: Fresse halten.

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Aschenputtels goldene Schuhe – Die unbekümmerte Schönheit des Katholiken

Warum eine augenzwinkernde Nonchalance gegenüber den sinnlichen Gütern der Welt mit ihren Etiketten, die nie wirklich das Schöne erreichen, katholisch ist.

Ein Debattenbeitrag von Hanna Maria Jüngling

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„Die Mönchskutte drückt auf eine geradezu provozierende Art aus, wie sehr ein Katholik auf das alles pfeifen kann, ohne deswegen hässlich zu wirken.“ – Rembrandt Harmensz. van Rijn: Porträt des Titus in Mönchskleidern (1660)

Die Begriffe „Objektivität“ und „Stil“ sind inkompatibel. – Warum? „Stil“ ist klassisch nicht die Orientierung an einem objektiven Schönheitsbegriff, sondern an einer bestimmten Erscheinungsform des Schönen, deren Normen wiederum hochgradig subjektiv sind. Der Begriff „Objektivität“ passt hier nicht. „Objektivität“ bedeutet philosophisch immer, dass etwas bewiesen werden kann oder den Anspruch erhebt, durch die Art seiner Setzung (etwa eine Offenbarung oder ein authentisches Zeugnis mehrerer Personen) als bewiesen zu gelten.

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Warum sexualisierte Werbung nicht verboten gehört

Sexualisierte Werbung gehört nicht gerade zu den katholischen Lieblingsthemen. Aber verbieten?

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Sexualisierte Werbung gehört nicht gerade zu den katholischen Lieblingsthemen. Aber verbieten? / Die Calzedonia-Werbung, wie sie derzeit überall aushängt, sorgt für Zündstoff.

von Blogger Felix Honekamp

Leider war ich zu spät, und die Werbung waren schon wieder weg: Eigentlich wollte ich ein Foto von zwei nebeneinander hängenden Plakaten in der Kölner U-Bahn machen, die unsere Politiker im Zweifel zur Weißglut treiben: Auf der einen Seite eine sich lasziv in Turnringen hängende verschwitzte junge Frau – Werbung für ein Fitness-Studio -, auf der anderen eine Werbung für eine E-Zigarettenmarke. Beides Dinge, die unsere Regierungspolitiker am liebsten verboten sähen, weil sie entweder irgendwie schädlich für „Volksgesundheit“ (Rauchen, auch als Surrogat) oder für das gesunde Volksempfinden (Weibliche Haut) sein könnten. Der Nanny-Staat greift an allen Ecken und Enden nach der Werbung, die ihm nicht genehm erscheint – und auch wenn es hier nur um ein Detail geht: Mit Freiheitlichkeit hat so etwas sicher nichts zu tun!

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Der Mantilla-Wahn (3/3)

Die Mantilla führt zu einer unguten und pseudo-liturgischen Beschäftigung der Frau mit sich selbst

Von Hanna Maria Jüngling

Viele traditionalistische Frauen tragen das Argument vor, Mantillen seien doch so weiblich, so hübsch und so reizvoll. Und so sieht man zunehmend junge Damen in den Heiligen Messen, manche sogar inzwischen in NO-Messen, die die gesamte heilige Messe über an ihrer Mantilla herumnesteln, denn diese billigen, durchsichtigen Polyestertücher verrutschen, weil sie ja nur über den Kopf gelegt werden, ständig auf den eitlen Weibsköpfen, sind natürlich komplett durchsichtig, verdecken also ohnehin gar nichts, sondern betonen das Haar sogar noch. Eine Frau ohne dieses Tuch wird gar nicht beachtet. Wenn eine aber dieses Stück Stoff auf ihr Haupt drapiert, wird sie garantiert von jedem offen oder heimlich begafft. Dieselben Damen zupfen auch sonst auffallend viel an ihren Kleidern herum. Ich muss zugeben , dass mich das sogar stört, wenn eine solche Braut direkt neben mir sitzt und in kurzen Zeitabständen ihr Tuch wieder zurechtrückt, den Pullover herunterzieht, an ihrem Röckchen herumzettelt und ständig an sich selbst hinabschaut. Ich bin auch eine Frau und würde mich so gerne ausschließlich auf das Geschehen am Altar konzentrieren … durch dieses Spitzentuch wäre ich aber gezwungen, ständig über meine Haare nachzudenken, und genau das will ich nicht! Die Mantilla hat uns jedenfalls die vorige Andachtsruhe um ein erhebliches Stück beraubt, und nur einer kann daran Interesse haben. Sein Name ist es nicht wert, ausgesprochen zu werden.

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Oben ohne und dennoch eine gute Andacht? Quelle: http://www.connieclay.com/uncovered-in-the-sanctuary/woman-in-church/

War es das, was man unbedingt wollte? Endlich Aufmerksamkeit für die Frau? Und das während des heiligsten Geschehens?

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Der Mantilla-Wahn (2/3)

Das Decretum Gratiani, die Aberkennung der Gottebenbildlichkeit der Frau und der Schleier

Von Hanna Maria Jüngling

Die postmodernen Schleierfreunde übersehen, dass der Schleier, wenn er propagiert wurde, im Zusammenhang mit der Bestreitung der Gottebenbildlichkeit der Frau geschah:

Gratian (12. Jh) schrieb:

Hec imago Dei est in homine, ut unus factus sit ex quo ceteri oriantur, habens inperium Dei, quasi uicarius eius, quia unius Dei habet imaginem, ideoque mulier non est facta ad Dei imaginem. Sic etenim dicit: „Et fecit Deus hominem; ad imaginem Dei fecit illum.“ Hinc etiam Apostolus: „Vir quidem,“ ait, „non debet uelare caput, quia imago et gloria Dei est; mulier ideo uelat, quia non est gloria aut imago Dei.“

(http://geschichte.digitale-sammlungen.de/decretum-gratiani/kapitel/dc_chapter_3_3661)

Deutsch übersetzt:

Dieses Abbild Gottes ist im Menschen, wie einer dazu ausersehen ist, aus den übrigen sich zu erheben, um das Reich Gottes innezuhaben, gewissermaßen als sein Stellvertreter, weil ja nur ein einziger Abbild Gottes sein kann; deswegen ist die Frau nicht nach dem Abbild Gottes geschaffen. So heißt es nämlich: „Und der Herr schuf den Menschen; zum Bild Gottes schuf er ihn.“ So auch der Apostel: „Der Mann“, sagt er. „Darf sich das Haupt nicht verhüllen, denn er ist Abbild und Glanz Gottes; die Frau dagegen bedecke sich, denn sie ist weder Glanz noch Abbild Gottes.“

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Oben ohne und dennoch eine gute Andacht? Quelle: http://www.connieclay.com/uncovered-in-the-sanctuary/woman-in-church/

„Der Mantilla-Wahn (2/3)“ weiterlesen

Der Mantilla-Wahn (1/3)

Warum Kopftücher zu einem katholischen Life- und Faithstyle gehören, war im Beitrag "Die Mantilla - Einfach Spitze" zu lesen. Als Debattenmagazin holen wir nun in einer dreiteiligen Serie zum fundierten Gegenschlag aus.

Ist die Frau kein Ebenbild Gottes?

Von Hanna Maria Jüngling

In den letzten Jahren tobt auf dem Traditionalisten-Schlachtfeld der Kampf um einen speziellen Kommunion-Schleier für katholische Frauen, die „Mantilla“.

Ich muss sagen, dass ich, bevor ich mit Traditionalisten in Berührung kam, noch nie von einer „Mantilla“ gehört habe. Dieses Accessoire gab es hierzulande noch niemals, wurde von niemandem verlangt und auch niemals offiziell vorgeschrieben. Ich habe diesbezüglich viele einheimische hochbetagte Katholiken, darunter auch Priester, befragt. Es ist definitiv niemals „Tradition“ gewesen.

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Oben ohne und dennoch eine gute Andacht? Quelle: http://www.connieclay.com/uncovered-in-the-sanctuary/woman-in-church/

Fast alle betagten, keineswegs progressiven Frauen reagierten mit dem Satz „Mantilla – was ist das?“

Und auf die Beschreibung hin, dass es sich um durchsichtiges Spitzentuch handle, das Frauen in der Hl. Messe tragen sollten, um eine besondere Frömmigkeit zur Schau zu stellen, schüttelten sie den Kopf und sagten, davon hätten sie noch nie gehört. Allenfalls könne es sein, dass solche Bräuche in Südeuropa üblich seien und bei Papstmessen vielleicht, aber hier in Deutschland? Eine weit über Achtzigjährige wusste, dass das die „Lefebvristen“ eingeführt hätten, dass man das aber in ihrer Kindheit unter Pius XI. und XII. niemals so gehandhabt hätte.

Nun wird aber in den letzten beiden Jahren eine so penetrante Propaganda für dieses Tuch gemacht, als sei das eine “Tradition“, die „immer“ und überall gegolten habe und vorgeschrieben gewesen sei und aus „feministischen“ Gründen verweigert werde. Es ist auffallend, dass derselbe Kampf prinzipiell auch im Islam und verschiedenen protestantischen Sekten und evangelikalen Freikirchen tobt. Als Bestätigung für die Richtigkeit dieses Tuchs verweist man auf die orthodoxe Praxis – als ob uns die schismatische Orthodoxie hier etwas zu sagen hätte oder gar der ohnehin aus katholischer Sicht häretische Protestantismus! Ganz zu schweigen vom Islam.

„Der Mantilla-Wahn (1/3)“ weiterlesen