7 brillante Wissenschaftler, von denen viele nicht wissen, dass sie katholisch waren

1) Louis Pasteur – Erfinder der Pasteurisierung

Louis Pasteur, unter anderem Erfinder des nach ihm benannten Prozesses der Pasteurisierung, betete auf einer Zugfahrt einmal den Rosenkranz. Das störte einen junge Mann, der sein Gebet als Ausdruck wissenschaftlicher Ignoranz kritisierte. Pasteur, bereits berühmt als führender Chemiker und Mikrobiologe, musste sich nur mit seinem Namen vorstellen, um dieses Vorurteil auszuräumen.

Ob sich die Anekdote wirklich so ereignet hat, ist unklar. Doch die darin erzählte Haltung wird durch viele Zitate Pasteurs über ein Leben im Glauben bestätigt:

„Ich bete während ich im Labor arbeite… Gesegnet ist, wer in sich selbst einen Gott trägt, ein Ideal, und diesem dient: Ideal der Kunst, Ideal der Wissenschaft, Ideal der evangelischen Tugenden, das sind die Quellen großer Gedanken und großartiger Taten; sie spiegeln das Licht der Unendlichkeit wider…Meine Studien und Forschungen haben mich dahin gebracht, dass ich so ziemlich den Glauben eines bretonische Bauern habe; ich zweifle aber nicht: hätte ich noch weiter studiert und geforscht, so würde ich es bis zum Glauben einer bretonischen Bäuerin bringen.“

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Von der Pornodarstellerin zur Pastorin

Nach einem Autounfall findet eine Pornodarstellerin zum Glauben an Jesus Christus. Heute leitet sie gemeinsam mit ihrem Mann eine christliche Gemeinde.

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Crystal Bassette, hier das Titelbild ihrer Facebook-Seite, hat ihr Leben radikal geändert Foto: facebook – Crystal Bassette

Crystal Bassette leitet heute zusammen mit ihrem Mann David eine christliche Gemeinde in Kalifornien. Bevor Bassette zum Glauben fand, wirkte sie als Porno-Darstellerin in mehr als 100 Filmen mit. Im Alter von 16 Jahren brachte die Amerikanerin ihr erstes Kind zur Welt und nahm alleinerziehend aus Geldnot Jobs als Stripperin und Pornodarstellerin an.

In der Porno- und Erotikindustrie Kaliforniens verdiente sie unter dem Pseudonym Nadia Hilton ein Vermögen. Doch die Tätigkeit als Darstellerin in Pornofilmen forderte auch ihren Tribut. „Ich musste jedes Mal meinen Schmerz mit Alkohol und Medikamenten betäuben“, erklärt Bassette laut der britischen Boulevardzeitungen Daily Mail und The Sun. Demnach hatte es Bassette zehn Jahre lang in der Pornobranche ausgehalten, obwohl schon der Einstieg ein traumatisches Erlebnis für die junge Frau gewesen war. „Ich erinnere mich, dass ich nach der Szene für zwei Stunden weinend in der der Dusche gesessen bin“, berichtet sie. Bis zu 300.000 Dollar verdiente sie als Porno-Actress pro Jahr.

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Neue Analyse zeigt: Pornographie macht Männer unzufrieden mit der eigenen Beziehung

„Der Gebrauch von Pornographie steht in Zusammenhang mit einem niedrigeren Grad an Zufriedenheit in zwischenmenschlichen Beziehungen.“ Ausgwertet wurden die Daten von Querschnittserhebungen, Längsschnittuntersuchungen, und Experimenten.“ Besonders ein erheblich „niedrigerer sexueller und relationaler Zufriedenheitsgrad“ unter männlichen Pornographie-Sehern wurde festgestellt.

Insgesamt wurden die Daten von 50.000 Teilnehmern in zehn Ländern analysiert.

Diese Meta-Studie widerspricht einem anderen kürzlich veröffentlichten Forschungsbericht, demzufolge Pornographie einen positiven Einfluss auf seine Nutzer hat. Wer hat also recht?

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Die Evidenz Gottes

Die Kolumne von Georg Dietlein

15909489_10208080450305076_1440240424_nWoran erkennen wir eigentlich einen Menschen, von dem wir nicht genau wissen, ob er es ist, dass er es ist? Im normalen Alltag stellt sich dieses Problem nur ganz selten. Eine Person, die uns physisch begegnet, erkennen wir an ihrem Äußeren, an ihrem Gesicht und an ihrer Stimme. Wenn uns jemand anruft, sehen wir die Telefonnummer und können die Person, die dahinter steht, zumindest über ihre Stimme identifizieren.

Wie ist das eigentlich bei Gott? Diese Frage werden sich nicht nur die Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter Jesu gestellt haben, sondern auch die zahlreichen Juden der damaligen Zeit in der Erwartung des kommenden Messias: Woran werden wir den Gesalbten, den Christós erkennen, wenn er kommt? Und – etwas hypothetisch – auf die heutige Zeit übertragen: Wenn wir heute das „Jahr null“ schreiben würden, woran würden wir heute Jesus als den Christus erkennen?

Die Heilige Schrift bezeugt, dass auch die Jünger ihre Zeit gebraucht haben, um zu erkennen, wen sie vor sich hatten und mit wem sie auf dem Weg waren. Einem Apostel reichte selbst die Botschaft von der Auferstehung – „Wir haben ihn gesehen!“ – nicht aus, um zu glauben. Und selbst nach Ostern (und auch noch heute) ist die Gottheit des Auferstandenen nicht einfach evident, sondern sie muss erst mit den Augen des Glaubens und mit dem Herzen der Liebe erkannt werden. So sind die Emmaus-Jünger einen ganzen Tag mit IHM unterwegs. Doch sie erkennen ihn nicht (wirklich). Erst als er mit ihnen das Brot bricht, gehen ihnen die Augen auf. Sie realisieren, wer da mit ihnen auf dem Weg war. Und sie laufen zu den Aposteln, um ihnen alles zu erzählen.

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Die Kirche braucht uns! – Die Aufgabe der Laien

Die Kirche ist die Braut Christi und damit schön und heilig. Gott selbst hat sie uns zu unserem Heil gegeben. Umso mehr kann es traurig, frustriert und wütend machen, wenn man sieht wie ihr gegenwärtiger Zustand in unserer westlichen Welt ist. Es liegt nun an uns als Laien den Geist Christi in der Welt zu verkünden und dadurch die Kirche wiederaufzurichten.

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Quelle: https://www.flickr.com/

Von Josef Jung

Die Gnade der Taufe und Firmung nutzen

Die Aufgabe der Priester ist es innerhalb der Kirche zu wirken und in ihr den Heilsdienst durch die Sakramente, insbesondere durch das Messopfer, zu vollbringen. Dementsprechend ist es die Aufgabe der Laien in der Welt zu wirken und durch den Empfang der Sakramente die nötige Kraft zu erhalten, um an der Evangelisierung mitzuwirken.In der Taufe wird die Erbsünde hinweggenommen, man wird in die Gottessohnschaft wiedergeboren und damit beauftragt den Glauben zu verkünden und zu verbreiten. In der Firmung erhalten wir die sieben Gaben des Heiligen Geistes: Erkenntnis, Weisheit, Rat, Wissenschaft, Starkmut, Gottesfurcht und Frömmigkeit. Gott gibt nichts umsonst, nutzen wir seine Gaben um unserer Berufung als Christin/Christ gerecht zu werden.
Das Zweite Vatikanische Konzil macht aus der hohen Berufung und Verantwortung der Trauf- und Firmgnade keinen Hehl:

„Durch die Wiedergeburt und die Salbung mit dem Heiligen Geist werden die Getauften zu einem geistigen Bau und einem heiligen Priestertum geweiht, damit sie in allen Werken eines christlichen Menschen geistige Opfer darbringen und die Machttaten dessen verkünden, der sie aus der Finsternis in sein wunderbares Licht berufen hat (vgl. 1 Petr 2,4-10). So sollen alle Jünger Christi ausharren im Gebet und gemeinsam Gott loben (vgl. Apg 2,42-47) und sich als lebendige, heilige, Gott wohlgefällige Opfergabe darbringen (vgl. Röm 12,1); überall auf Erden sollen sie für Christus Zeugnis geben und allen, die es fordern, Rechenschaft ablegen von der Hoffnung auf das ewige Leben, die in ihnen ist (vgl. 1 Petr 3,15).“ (Lumen Gentium 10).

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Podcast zu #SineDubiis: Über offene Zweifler, hartherzige Hardliner und liberal-konservative Weckrufe

The Cathwalk zu Gast beim theologisch-gesellschaftliche Podcast Gretchenfrage

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Im Teaser-Text heißt es dazu:

Eine ganz besondere Folge mit ganz besonderen Gästen: Am anderen Ende der Leitung sitzen Matthias Jean-Marie Schäppi, Blogger und Redakteur auf The Cathwalk und Wilhelm Arendt, Macher des Podcasts Gott bewahre!.

Anlass für diesen Crossover-Stammtisch war ein Dokument, dass in der katholischen Medienwelt große Wellen geschlagen hat: das von Matthias initiierte #SineDubiis. Ein Manifest der Papsttreue gegen all jene, die derzeit mit allen Mitteln Position gegen Franziskus beziehen.

Konservative und Liberale können aber im Gespräch anscheinend nicht anders, als sich irgendwann fundamentale Fragen zu stellen und so klären wir nebenbei was für uns eine Familie ist und was nicht und ob ein Krieg religiös begründet werden kann.

Einfache Themen kann ja jeder…

Viel Spaß beim Hören!

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Wo sind die Männer in der Kirche?

(CNA Deutsch) Kann man Christ und Mann sein? Als ich mich als Jugendlicher für einige Jahre mehr oder weniger vom Glauben und der Kirche verabschiedet habe, so, wohl vor allem deswegen, weil ich den Eindruck hatte, dass ich meinen Lebensdurst, meine Selbstverwirklichung als Mann, eigentlich nur außerhalb der Kirche vollziehen könne.

Natürlich gab es da auch Gegenbeispiele von Priestern und Laien. Aber das schien die Ausnahme, welche die Regel bestätigt. Ich schien also vor die Wahl gestellt: Leben in Fülle oder Glaube. Große Dinge vollbringen, ein Held sein, oder christliche Demut. So habe ich dann meine Identität in Klischees von Männlichkeit zu finden gesucht, die auf dem Jahrmarkt der Gesellschaft einem jungen Mann auf Identitätssuche eben so angeboten werden. Wie falsch ich dabei lag, habe ich erst später gemerkt, gerade durch die Lektüre des Lebens großer Heiliger und ich verstand auf einmal: beides geht nicht nur zusammen, sondern im Gegenteil: wahre Großmut und Demut bedingen einander! Was haben ein heiliger Franziskus, ein Heiliger Franz Xaver nicht alles Großartiges vollbracht? Diesen wesentlichen Zusammenhang in Erinnerung zu rufen, scheint mir auch für die Erneuerung einer spezifisch männlichen christlichen Spiritualität sehr wichtig!

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‪„Wie viele von Ihnen beten für die verfolgten Christen?‪‪‪“

Video von Papst Franziskus zum Gebetsanliegen vom Monat März 2017

‪„Wie viele von Ihnen beten für die verfolgten Christen?‪‪‪“ Diese Frage stellt Papst Franziskus in seinem Video zur allgemeinen Gebetsbitte vom Monat März 2017.

Das Ziel des monatlichen Videos, das vom Weltweiten Gebetsnetzwerk des Papstes in Zusammenarbeit mit dem vatikanischen Fernsehzentrum CTV entwickelt und von Kirche in Not unterstützt wird, ist es, die Aufmerksamkeit der Gläubigen auf die Not der verfolgten Christen — ob Katholiken, Protestanten oder Orthodoxen — zu lenken, oder — wie Papst Franziskus oft erwähnt — auf die ‪„Ökumene des Blutes“.

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#SineDubiis: Weckruf gegen die Erosion des Glaubens

„Wie hältst du es mit dem Papst?“, so lautet die Gretchenfrage. Von Matthias Jean-Marie Schäppi und Friedrich Reusch

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Es ist chic geworden in betont „konservativ-katholischen“ Kreisen, dass man sich über den Heiligen Vater echauffiert. Besonders auf Facebook und in Kommentarspalten katholischer Nachrichtenseiten mutiert manche fromme Seele zusehends zur anti-päpstlichen Stalin-Orgel. Manch ein „gottesfürchtiger“ Kirchgänger sehnt gar unverhohlen den Tod des Pontifex herbei: Sätze wie „zum Glück ist er schon 80 Jahre alt“ sind da zu lesen. Während einige katholische Publizisten Papst Franziskus offen angreifen, verstecken sich andere hinter den als anti-päpstliches Ventil missbrauchten Dubia. Wieder andere verbreiten süffisant und kommentarlos eine Papstschelte Dritter nach der anderen. Mit Verlaub: Wer nun mit rhetorischer Unschuldsmiene auf uns Initiatoren des Weckrufs zugeht und sagt, er wisse gar nichts von einer Kampagne und wer um alles in der Welt damit gemeint sein könnte, der kann uns damit nicht in die Irre führen.

Nachdem unsere Cathwalk-Redaktion die laufende Kampagne gegen den Heiligen Vater monatelang tatenlos mitverfolgt hat, gab es für uns nur zwei Möglichkeiten: Entweder, wir schlagen Martin Luther posthum für den Friedensnobelpreis vor (weil er im Vergleich zu diesen Agitatoren ein Waisenknabe war), oder wir setzen ein deutliches Zeichen der Solidarität mit Papst Franziskus. Selbstprofilierung und moralische Überhöhung sollten nicht länger als Synonyme für eine „besonders“ katholische Haltung wahrgenommen werden, die devot vorgibt, „Sorge für Papst und Lehre“ zu tragen, deren Methode der Kommunikation aber auf ganz andere Motive schließen lässt.

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WIR haben #SineDubiis unterschrieben, weil…

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Am vergangen Samstag hat The Cathwalk den Weckruf für 2017: „#SineDubiis – Wir gehen mit Papst Franziskus“ veröffentlicht. Die Initiatoren möchten sich bei all denjenigen bedanken, die uns durch Ihrer Unterschrift unterstützt und so ein wichtiges Zeichen in einer Zeit gesetzt haben, in der viele denken, „katholisch“ gehe auch ohne das vorgeschaltete „römisch“.

Unser Manifest hat ans Licht gebracht, wie fortgeschritten die im Weckruf genannten Symptome sind. Die Diskussion um #SineDubiis hat sehr deutlich gezeigt, dass – und wir übertreiben nicht, wenn wir dies sagen –, gerade bei den betont frommen Katholiken momentan eine Erosion des Glaubens stattfindet – eine Erosion des Glaubens an die hierarchische Verfasstheit der Kirche!

Unser Weckruf sollte ein kleines, aber nicht zu überhörendes Zeichen sein gegen die papstfeindlichen Schürer im Hintergrund. Ob wir effektiv gegensteuern können? Wir wissen es nicht. Aber es geht um nicht weniger als um die Aufrechterhaltung des Glaubens unter denjenigen, die sich als gläubig bezeichnen. Pharisäismus und Argwohn sind eine Pest.

Die Initiatoren Matthias Jean-Marie Schäppi & Friedrich Reusch (Chefredaktion The Cathwalk)

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Von Haifischbecken und Brennnesselsträuchern

(Thecathwalk.net) Ich halte es für unangebracht und falsch, über jede (vermeintliche) Verfehlung des Bischofs von Rom (oder anderer Bischöfe und Kardinäle) herzuziehen – und diese persönliche Meinung dann im Idealfall noch öffentlich auf facebook zu posten und breitzutreten. Und ich halte es für töricht und wenig apostolisch, wenn in der Kirche und unter Katholiken ein negativer Geist herrscht und wir letztlich nur um uns selbst kreisen – anstatt uns den Menschen „da draußen“ zuzuwenden.
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Ein Kommentar von Georg Dietlein

Im „katholischen Milieu“ (wie ich liebevoll zu sagen pflege) kann man zur Zeit jede Stecknadel fallen hören. Die Stimmung ist gereizt. Freundschaften sind angespannt. Und kaum jemand kommt über das übliche Schwarz-Weiß-Freund-Feind-Denken hinweg. Es geht um Papst Franziskus, die „Dubia“ der Kardinäle, Amoris laetitia, einen auf The Cathwalk veröffentlichten Weckruf, den einige katholische Blogger und Publizisten unterschrieben haben – und natürlich um persönliche Animositäten.

Ich sage es gleich vorweg: Man kann zu dem „Weckruf“ unterschiedlicher Meinung sein. Papst Franziskus wäre der letzte, der blinden Gehorsam fordert. Wäre ich der Redenschreiber des Pontifex, würde auch ich ihn an manchen Stellen deutlicher sprechen lassen. Ich kenne persönliches Misstrauen gegen den Papst sehr gut – zu sehr fordert er uns alle heraus. Doch dieser Misstrauens-Express kann schneller im geistigen Wittenberg ankommen, als es so manchem „differenzierten Papst-Kritiker“ lieb ist. Deswegen war der Weckruf ein begrüßenswerter Warnruf.

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Catholic Art: Kunst im Auftrag des Herrn. Ein Interview mit Daniel Mitsui

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Daniel Mitsui

Wir beginnen im Jahr 2017 mit der neuen Serie: Catholic Art. In dieser Serie suchen wir nach Künstlern die aus unserer Sicht den Gütestempel „Katholisch!“ bekommen können. Als ersten Künstler präsentieren wir euch einen Amerikaner koreanischer Abstammung: Daniel Mitsui.

Vor einigen Monaten habe ich Daniel übers Internet kennengelernt und war sofort begeistert von ihm und seinen Werken. Mittlerweile besitze ich all seine publizierten Bücher – na ja das sind im Moment nur zwei. Kurz nach Allerheiligen erschien das jüngste Werk: „The Saints“ bei Ave Maria Press. Es ist ein Ausmalbuch für Erwachsene. Sein erstes Buch, ein Ausmalbuch über den Rosenkranz, wurde schon 2015 verlegt.

Mit Daniel Mitsui sprach Quintus N. Sachs.

The Cathwalk: Erzähl uns von dir; wer bist du?

Daniel Mitsui: Mein Name ist Daniel Paul Mitsui. Ich wurde 1982 im amerikanischen Bundesstaat Georgia geboren, und bin in Illinois aufgewachsen. Ich habe fast mein ganzes Leben in, oder in der Nähe von Chicago verbracht. Ich bin ein römisch-katholischer Laie undseit 2008 mit meiner Frau Michelle verheiratet. Sie ist eine klassische Sängerin und Chorleiterin. Wir haben vier Kinder: die Söhne Benedict und Victor, und die Töchter Alma und Lux. Ich ernähre die Familie über meine Arbeit als Künstler; ich habe mich spezialisiert auf Zeichnungen in Tinte, auf Basis von mittelalterlicher religiöser Kunst.

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Das ist das Geheimnis einer guten Ehe: 5 konkrete Tipps für alle Paare

  1. Eine richtige, richtig gute Verlobungszeit

Wenn Pater Ángel Espinosa de los Monteros empfiehlt, sich um eine richtige, richtig gute Verlobungszeit zu bemühen, dann unterstreicht er dabei die Notwendigkeit, den anderen in dieser Zeit gut kennenzulernen.

„Man muss sehr ehrlich sein, du musst dich so präsentieren, wie du bist und nicht, wie du sein willst oder möchtest, aber nicht bist. Du musst du selbst sein. So wirst du „die richtige Person finden.“

  1. Daran denken, dass die Ehe für immer ist

Pater Espinosa sagte, dass du „wissen musst, dass es vom Moment deiner Hochzeit an kein Zurück gibt, denn es ist eine Verpflichtung für das ganze Leben.“

Er betonte, dass es wichtig sei, sich bewusst zu werden, dass es für das ganze Leben ist. Wenn das nicht so ist, dann soll jemand nicht heiraten und auch nicht sagen „ich werde dich immer lieben.“

Er warnte auch davor, dass zerbrochenen Ehen „Kinder ohne Väter zurücklassen.“

  1. Sich um den anderen sorgen und kümmern

Nach der Hochzeit und den Flitterwochen, so der Priester, muss man sich um die eheliche Verbindung sorgen und kümmern. Die Ehe sei wie ein eigenes Haus, das man pflegt. „Du bist nicht in einer Mietwohnung, aus der du an irgendeinem Tag ausziehst, wenn du willst, und deshalb keine Reparaturen durchführst, weil du ja kein Geld in Dinge steckst, die dir nicht gehören.“

„Man muss sagen: Das ist mein Haus, das ist mein Heim, das sind meine Kinder, das ist der Mensch, der mich liebt; das ist für immer und daher investiere ich, kümmere ich mich, sorge ich mich darum.“

Zu den Dingen der „Pflege“ der Ehe, zu denen der Priester rät, gehört es, den Partner mit „größtmöglicher Güte“ zu behandeln, ihm Vorrang vor den Kindern zu geben, oft als Paar auszugehen und: verzeihen zu können.

  1. Immer verzeihen können

Pater Espinosa sagt, die Vergebung sei ein Prozess. Es gebe Menschen, denen es schwerer fällt, zu vergeben; auch hänge es davon ab, wer uns verletzt habe, und wie schwer.

„Was am meisten weh tut ist, wenn man nach einer schweren Beleidigung nicht um Verzeihung bittet. Wenn du tust, als wäre nichts passiert. Statt dass mein Herz heilt, wird es härter, trauriger, bis der Moment kommt, an dem ich sage: ´Was er mir angetan hat, reut ihn gar nicht´.“

Es gibt in der katholischen Kirche viele Hilfen, um verzeihen zu können, wie die Sakramente, die Eucharistie, den Rosenkranz, den Barmherzigkeitsrosenkranz, so der Priester.

„Einem Menschen, der Gott und seiner Gnade nahe ist, fällt es leichter, zu verzeihen. Aber ich sage immer – denn es kann sein, dass mir Leute zuhören, die Gott nicht nahe sind – dass die Vergebung ein Prozess ist. Verzeihe sofort, aber erwarte nicht, sofort geheilt zu werden“ fügte er hinzu.

Der Priester betonte, dass es eine große Hilfe sei, „um Vergebung zu bitten und zu versichern, dass so etwas nicht mehr passieren wird.“

  1. Den Kinder eine richtige Erziehung geben

Pater Espinosa betont, dass Eltern irren, wenn sie glauben, ein Kind zu erziehen bestehe darin, ihm Anstand und gutes Verhalten beizubringen. Das greift viel zu kurz, denn:

„Wenn das auch ein Teil der Arbeit ist, so besteht die Erziehung doch darin, die Person in ihrer Ganzheit zu formen: ihre Intelligenz, ihr Bewusstsein, ihre Spiritualität, ihren Willen, ihr Herz und ihren Charakter.“

Das sei alles andere als nur ein paar vage Benimmregeln zu vermitteln. „Eines Tages wirst du deinen Sohn oder deine Tochter an einen anderen Menschen übergeben. Was wirst du ihm geben? Eine Person, die sich kontrollieren kann, oder eine Person die beleidigen wird, oder schlagen, drohen, und so weiter?“

Der Priester fügte hinzu, dass in der Erziehung der eigenen Kinder wichtig sei, dass die Eltern dafür sorgen, dass diese die Werte der eigenen Familie gut kennen.

Zugänge zum Glauben – oder: der kritische Blick in den Spiegel

Die Kolumne von Georg Dietlein

15909489_10208080450305076_1440240424_nJeder Mensch hat seinen individuellen Zugang zum Glauben. Jeder Mensch „glaubt“ anders, weil sich der Glaube nicht auf das Für-wahr-Halten von Dogmen beschränkt (fides quae), sondern letztlich in einer ganz persönlichen Beziehung zu Jesus Christus wurzelt (fides qua). Deshalb ist das Gottesbild, aber auch das Bild von Kirche und vom Menschen bei jedem Christen unterschiedlich nuanciert und akzentuiert (worüber man nun so oder so denken mag). Diese unterschiedlichen Nuancierungen haben übrigens praktische Konsequenzen, welche wiederum einen Rückschluss auf unser Gottesbild erlauben.

Dazu zwei anschauliche Beispiele. Szenario 1: Gehen wir einmal davon aus, ich setze mich für eine Liberalisierung der katholischen Sexual- und Ehemoral ein. Das hohe Ideal, das die Kirche heute noch den Menschen predigt, das kann doch keiner mehr leben!? Dieses Engagement sagt viel über mein Gottes- und Menschenbild aus. Positiv gesagt: Ich betone sehr stark die Barmherzigkeit und Vergebungsbereitschaft Gottes. Eigentlich will Gott unser Bestes (weshalb die Kirche ja gerade bestimmte Handlungsempfehlungen bereit hält). Aber die Güte Gottes geht dann sogar so weit, dass er das alles nicht so „ernst nimmt“ – und uns das alles ein bisschen „egal“ sein kann.

Negativ gewandt: Diese Haltung sagt auch etwas aus über mein Bild vom Menschen. Ich fordere eine Liberalisierung der Moral, weil ich dem Menschen dieses Ideal nicht mehr zu-traue oder zu-mute. Weil der Mensch so schwach ist (oder unser Glaube an die Güte und Allmacht Gottes so verdrängt), brauchen wir Abstriche – eben ein „Christentum light“. Zugleich sagt das ganz schön viel über unser Bild von Gott aus.

Ein zweites Beispiel: Ich setze mich für eine „Öffnung“ der Kirche ein. Das Ziel ist dabei, Kirche wieder „attraktiv“ zu machen und möglichst viel Sympathie für die Kirche zu wecken. Weil das offensichtlich nicht mit den „Kernkompetenzen“ von Kirche funktioniert (Gebet, Eucharistie, Sakramente), probiere ich es mit kleinen Aktionen und „Reförmchen“: Abschaffung des Zölibates, Öffnung der Weihe für Frauen, „arme Kirche“, Entfernung aller Kniebänke. Möglicherweise bleibt der gewünschte Erfolg für die Kirche aus – aber dann hat man es immerhin mal versucht.

Analyse: Ich will eigentlich nur das Best(gemeint)e für die Kirche. Ich will, dass das kirchliche Leben wieder so funktioniert wie im 19. Jahrhundert (eigentlich ein ziemlich verstaubtes Kirchenbild, oder?). Ich will möglichst viele Kirchenmitglieder und Kirchgänger (und das um jeden Preis). Ich möchte, dass die Kirche wieder zum Mittelpunkt in jedem Dorf und jeder Stadt wird – ein Ort, um sich auszutauschen und sich zu vernetzen. – Negativ gewandt: Mir sind die Inhalte eigentlich egal. Es geht bloß um Zahlen und ums Image. Es geht um Likes auf facebook und eine gute Publicity beim SPIEGEL. Das aber führt zu einem Gesichtsverlust vor dem Spiegel. Die Kirche wird zu einer bloßen NGO, bestenfalls zu einem Verein von #gutmenschen, vermutlich aber einfach zu einem Netzwerk oder einem netten Club. Ein leicht religiöser Anstrich trägt dabei zur Erleichterung des Gewissens bei (oder ist einfach très chic): strahlende Christbäume, ab und zu die Mystik einer weihraucherfüllten Kirche, das lateinische Hochamt als „Event“ und natürlich die kleine Opferkerze als postmoderner Glücksbringer. Ist doch cool – sagen die einen. Ist aber nicht mehr die Kirche Jesu Christi – sagen die anderen.

Priesterausbildung: „Ich bin gescheitert, nicht die Kirche“

Benjamin Kalkum hatte sich entschieden, Priester zu werden. Zum Diakon geweiht war er schon, dann erkannte er, dass dieser Weg für ihn nicht der richtige ist. Dauerhaft alleine leben und Großgemeinden managen – so hatte er sich sein Leben als Pfarrer nicht vorgestellt. Reformen wie die Abschaffung des Zölibats lehnt der 31-Jährige ab. 

Benjamin Kalkum im Gespräch mit Christiane Florin

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Das Foto vom 05.12.2015 zeigt acht Männer bei ihrer Weihe zum Diakon in Teublitz (Bayern). (dpa/picture-alliance/Bistum Regensburg)

Christiane Florin: Herr Kalkum, wir haben uns vor knapp drei Jahren, 2014, schon einmal für ein Interview getroffen. Damals standen Sie kurz vor der Weihe zum Diakon, also die Vorstufe zur Priesterweihe war das. Sie haben gesagt: „Das ist mein Weg, dessen bin ich mir sicher“. Inzwischen haben Sie das Priesterseminar verlassen. Was hat Sie nicht mehr so sicher sein lassen?

Benjamin Kalkum: Man merkt irgendwann, dass die Lebensform, für die man sich entschieden hat, anders ist als das, wofür man glaubte sich entschieden zu haben.

Florin: Klingt kompliziert. Hat es mit dem Zölibat zu tun?

Kalkum: Nein, eher damit, dass es eine Sache ist, sich mit dieser Lebensform im Priesterseminar auseinanderzusetzen, dass man diese Lebensform aber eigentlich noch nicht wirklich lebt. Natürlich lebt man ohne Sexualität auch schon im Priesterseminar.

Florin: Wenn man regelkonform lebt.

Kalkum: Wenn man sagt: „Das machen eigentlich alle, wer es nicht macht, ist selbser schuld“. Daran merkt man, dass es nicht allein um Sexualität geht. Den Schritt, aus dieser Gemeinschaft heraus, die einen ein Stück weit getragen hat, den habe ich unterschätzt: einerseits während der Ausbildung in einem Haus zu leben mit vielen anderen, mit denen man sich austauscht, mit denen man eine fast familienähnliche Gemeinschaft bildet, mit allen Höhen und Tiefen und Schwierigkeiten, die Familien mit sich bringen; andererseits auf einmal ganz auf sich alleine gestellt zu sein. Ich würde sagen, das ist ein viel entscheidenderer Unterschied als einfach die Frage: Zölibat ja oder nein? Auch der Zölibat ist Teil einer Lebensform, die viele Aspekte umfasst.

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