Filmkritik: „Mein blind Date mit dem Leben“

Von Dr. José García

Kinofilme „nach einer wahren Begebenheit“ stehen zurzeit hoch im Kurs. Noch vor kurzem startete im Kino der Spielfilm „Bob, Der Streuner“, der von der schier unglaublichen Freundschaft zwischen dem jungen James und einem Kater in London sowie davon erzählte, wie der junge Mann gerade dadurch von den Drogen wegkam. Nicht minder unglaublich nimmt sich die Geschichte des Deutsch-Singhalesen Saliya Kahawatte aus, der mit einem Sehvermögen von gerade einmal fünf Prozent eine Hotelfachmann-Ausbildung absolvierte und später sogar sein eigenes Restaurant eröffnete. Seine Erfahrungen schilderte er im Buch „Mein Blind Date mit dem Leben“, das nun von Marc Rothemund nach einem Drehbuch von Oliver Ziegenbalg und Ruth Thoma unter demselben Titel verfilmt worden ist.

Saliya (Kostja Ulmann) hat gerade ein Schülerpraktikum in einer Hotelküche abgeschlossen. Danach steht es für ihn sonnenklar: Er will im Hotel arbeiten. Nach dem Abitur, so erzählt er seiner Familie — seiner Mutter (Sylvana Krappatsch), seinem Vater (Sanjay Shihora) und seiner jüngeren Schwester Sheela (Nilam Farooq) — voller Begeisterung, möchte er eine entsprechende Ausbildung beginnen. Bald aber bemerkt Sali, wie er von allen genannt wird, dass seine Sehkraft rapide nachlässt. Aber der junge Mann ist nicht bereit, seinen Traum aufzugeben. Versucht sein Vater, Sali zu einer Sonderschule zu schicken, so unterstützen ihn Mutter und Schwester, wo sie nur können, damit er das Abitur schaffen kann. Danach bewirbt sich Sali mehrfach um einen Ausbildungsplatz. Aber offenbar wegen des Hinweises auf sein Augenleiden bekommt er eine Absage nach der anderen. Deshalb entscheidet er sich, kurzerhand den Hinweis wegzulassen. Prompt bekommt er vom Münchener Bayerischen Hof eine Einladung zum Vorstellungsgespräch. Gerade als er mit Personalleiter Fried (Alexander Held) einen Rundgang beginnt, gesellt sich zu ihnen Max Schröder (Jacob Matschenz), dessen Termin eigentlich vor einer Stunde war. Nach dem Gespräch haben Sali und Max einen Ausbildungsvertrag in der Tasche. Die Hürden der Ausbildung nimmt Sali dank der Hilfe einiger Menschen, die ihn unterstützen, insbesondere aber von Max. Schwieriger wird es aber, als sich der junge Mann in Laura (Anna Maria Mühe) verliebt. Denn Sali versucht mit allen Mitteln, ihr gegenüber seine Sehbehinderung zu verheimlichen. Ob das auf Dauer gutgehen kann?

Weiterlesen „Filmkritik: „Mein blind Date mit dem Leben““

Advertisements

Wenn Gottes Schweigen schmerzt

Was würden Sie als gläubiger Mensch tun, wenn Sie unter Androhung des Todes gezwungen werden, Ihrem Glauben an Jesus abzuschwören? Diese Frage steht im Mittelpunkt des sehenswerten Spielfilmes „Silence“ des Regie-Großmeisters Martin Scorsese, der am Donnerstag in die deutschen Kinos kommt. Eine Filmkritik von Jörn Schumacher

Wir befinden uns im 17. Jahrhundert, und ein Jesuiten-Orden in Portugal möchte gerne wissen, wie es den Christen im fernen Japan ergeht, die sich seit ungefähr 100 Jahren dort befinden. Die Situation dieser Gläubigen ist heikel, denn die Japaner sehen im Christentum einen Schlüssel, mit dem sich die feindlichen Kolonialisten das Land erschließen und letztendlich erobern wollen. Kein Wunder, dass die Priester dieser fremdartigen Religion als Eroberer gesehen und verfolgt werden. Japan hat bereits eine Religion, und die funktioniert gut, warum sollten die Japaner die Religion der Europäer annehmen?

In dem Kinofilm „Silence“ begeben sich die beiden Jesuiten Rodrigues und Garupe auf die Suche nach einem verschollenen Priester namens Ferreira, von dem es heißt, er habe der Folter der Japaner nachgegeben und den christlichen Glauben verlassen. Die Technik der japanischen Inquisitoren, um das Christentum vom Inselstaat wieder auszurotten, ist brutal: Schlimmste Foltermethoden werden angewandt, um den Willen der Christen zu brechen. Sie sollen, als Zeichen der Apostasie, den Fuß auf ein Bildnis Jesu setzen. Wer dies tut, wird befreit. Die Japaner fesseln widerstrebende Christen ans Kreuz, sie überschütten sie mit heißem Wasser oder köfpen sie.

Ein Film des Regie-Stars Martin Scorsese kommt selten ohne Gewalt aus. „Silence“ ist jedoch keineswegs blutrünstig. Die Gewalt wird nüchtern dargestellt, ist aber nichts für schwache Nerven. Eine der schlimmsten Foltermethoden der Inquisitoren ist das „Tsurushi“, das im Film am Ende eine entscheidende Rolle spielt: Das Opfer wird mit dem Kopf nach unten in eine Grube gehängt, und durch den unerträglichen Druck tropft langsam das Blut aus Mund und Nase. Bis der Tod eintrat, dauerte es oft bis zu einer Woche.

Weiterlesen „Wenn Gottes Schweigen schmerzt“

Die Bibel hilft bei Dummheit nicht

Mel Gibson hat einen neuen Film abgeliefert. Es sollte wieder irgendwie um den Glauben gehen. Aber vor allem ist es ein stumpfes Fest der Gewalt. Prädikat: ganz schlimm. Eine Filmkritik von Jörn Schumacher

Die Geschichte des Films „Hacksaw Ridge“ ist eigentlich mit wenigen Worten erzählt: Desmond Doss, der von 1919 bis 2006 lebte, war kein so ganz helles Köpfchen, wollte aber unbedingt Sanitäter bei der US-Armee werden. Leider wusste er nicht und wollte auch nie einsehen, dass ein Armee-Sanitäter eine Sanitäter-Ausbildung bei der Armee machen muss. Was eigentlich ganz leicht zu verstehen ist, ist für Doss eine immens große mentale Herausforderung. Irgendwie hat es Doss außerdem mit der Bibel, denn er fasst sie sehr gerne an. Und er schlägt sie immer wieder gerne auf, denn darin liegt das Foto seiner Angebeteten, eine Krankenschwester, die ihm diese Bibel geschenkt hat.

Weiterlesen „Die Bibel hilft bei Dummheit nicht“

Filmkritik:“La La Land“

Von Dr. José Garcia

Einst fegten Ginger Rogers und Fred Astaire übers Parkett. Auf ihre neun gemeinsamen Filme in den dreißiger und vierziger Jahren folgte im Musical-Fach Gene Kelly Anfang der 1950er Jahre mit „Ein Amerikaner in Paris“ (1951) und „Singin? in the Rain“ („Du sollst mein Glücksstern sein“, 1952). Auch in den sechziger Jahren erfreute sich das Genre großer Beliebtheit: „West Side Story“ (1961), „Mary Poppins“ (1964), „The Sound of Musik“ („Meine Lieder, meine Träume“, 1965), „Das Dschungelbuch“ (1967) und „Oliver!“ (1968) zeugen davon. Dann wurde es mit Ausnahmen, etwa „Grease“ (1978), allerdings ruhig um dieses Filmgenre. Erst ab den 1990er Jahren gab es Versuche, das Genre wiederzubeleben: Auf die Musical-Hommage „Alle Sagen: I Love You“ (Woody Allen, 1994) folgten dann im neuen Jahrhundert etwa „Mamma Mia!“ (Phyllida Lloyd, 2008) und „Les Miserables“ (Tom Hooper, 2012).

Der bei dem Filmfestival in Venedig uraufgeführte und nun im regulären Kinoprogramm anlaufende „La La Land“ erinnert in seiner Anlage eher an die klassischen Hollywood-Musicals mit Fred Astaire und Ginger Rogers als an die letzten Musical-Erweckungsversuche. Bereits zu Beginn etabliert eine minutenlange, perfekt choreografierte Gesangs- und Tanzszene das inszenatorische Niveau des Spielfilms von Drehbuchautor und Regisseur Damien Chazelle, der gleich mit seiner zweiten Regiearbeit „Whiplash“ (2014) vor zwei Jahren drei Oscars gewann. Die Tanzszene entwickelt sich aus einem Stau auf einer Zufahrtsstraße von Los Angeles. Die Cinemascope-Kamera von Linus Sandgren umkreist ständig die aus Autos aussteigenden Menschen, die in einer Art Flash Mob zu tanzen anfangen — begleitet von einer Band, die sich auf einem Lastwagen befindet.

Weiterlesen „Filmkritik:“La La Land““

Hollywood mag die Bibel

Die Reihe von Hollywood-Filmproduktionen zu biblischen Themen reißt nicht ab. Star-Produzent Ralph Winter plant eine Trilogie über das Leben von König David, und auch Brad Pitt möchte eine bekannte biblische Figur auf die Leinwand bringen.

hollywood_sign_zuschnitt

Hollywood hat endgültig die Bibel als Sujet wiederentdeckt. Nach Darren Aronofskys „Noah“-Verfilmung vor zwei Jahren folgten weitere biblische Geschichten im Kino: In „Auferstanden“ mit Joseph Fiennes in der Hauptrolle sah man den auferstandenen Jesus; die Verfilmung „Der junge Messias“ nach dem Buch der Bestseller-Autorin Anne Rice zeigte die Kindheit des Messias; der schottische Schauspieler Ewan McGregor stellte in dem Film „Last Days of Desert“ sowohl Jesus als auch den Teufel dar; und die Neuverfilmung von „Ben Hur“ legte bewusst einen Schwerpunkt auf Jesus.

Nun hat der erfolgreiche Hollywood-Produzent Ralph Winter mitgeteilt, dass er das Leben von König David verfilmen möchte. Winter ist Produzent von Blockbustern wie „Fantastic Four“, „X-Men“, sowie von vier Star Trek-Filmen. Außerdem ist er bekennender Christ. Auch bei einigen christlichen Produktionen wirkte er mit, etwa bei „Thr3e“, „Hangman‘s Curse“ und „House“.

Weiterlesen „Hollywood mag die Bibel“

„Je m´appelle Bernadette“ – Das Wunder von Lourdes

Eine Filmkritik von Dr. José García

Es war der 11. Februar 1858, als der aus dem südfranzösischen Städtchen Lourdes stammenden, damals 14-jährigen Bernadette Soubirous an der Grotte von Massabielle eine „wunderschöne, weiß gekleidete Dame“ erschien. Bis zum 16. Juli 1858 folgten 17 weitere Marienerscheinungen. Heutzutage pilgern vier bis sechs Millionen Menschen jährlich zur Grotte und zur Quelle mit Heilkräften, die Bernadette während einer ihrer Visionen freilegte. Von den fast 7 000 Heilungen, die im medizinischen Büro seit seiner Gründung gemeldet wurden, hat die römisch-katholische Kirche bis heute 69 als Wunder anerkannt. Eine Auflistung der offiziell anerkannten Heilungen kann im Internet aufgerufen werden.

Weiterlesen „„Je m´appelle Bernadette“ – Das Wunder von Lourdes“

Fulton Sheen: Der erste katholische Medienbischof

Wenn man heute als katholischer Blogger oder Medienmensch nach Vorbildern sucht, wird man keinen besseren finden als Fulton Sheen. Dogmatisch, methodisch und rhetorisch hat er mediale Maßstäbe gesetzt. Warum er auch heute noch ein gutes Beispiel ist.

slide_4

von Josef Jung

Fulton Sheen: Ein Landei wird Erzbischof

Sheen wurde 1895 als ältester von vier Söhnen in dem Dorf El Paso in Illinois geboren. Seine Eltern waren Landwirte. Man kann dies als typische katholische Priesterbiographie ansehen, allerdings zogen seine Eltern schon bald in die Stadt Peoria, in der Sheen sozialisiert wurde. Im Dom des gleichnamigen Bistums wurde Sheen Messdiener. Er ging nach dem High School Abschluss ins Priesterseminar von Minnesota und wurde 1919 zum Priester geweiht. Danach folgten Studien an der Catholic University of America in Washington, in Rom und in Löwen (Belgien).

Sheens mediale Karriere

1925 veröffentliche Sheen sein erstes Buch und 1930 begann er mit wöchentlichen Radio Beiträgen. Sein Durchbruch erfolgte allerdings erst in den 50er Jahren, als er im Fernsehen auftrat. Zuvor wurde er 1951 Weihbischof von New York. Im TV erhielt er erhielt eine regelmäßige Serie mit dem Titel „Life is Worth Living“, in der er von 1952 bis 1957 über alle Themen des Lebens und Glaubens sprach und unterrichtete. Nach dieser Serie folgten weitere; er blieb bis zu seinem Tod 1979 im Alter von 84 Jahren ein medialer Mensch.

Weiterlesen „Fulton Sheen: Der erste katholische Medienbischof“

Trailer zur Bestseller-Verfilmung „Die Hütte – Ein Wochenende mit Gott“

Ein trauernder Vater, der das Verschwinden seiner Tochter verarbeitet, unterhält sich ein Wochenende mit Gott. Aus dieser Geschichte wurde ein Weltbesteller, den Hollywood im Frühjahr auf die Leinwand bringt. Jetzt ist ein erster Trailer zu „Die Hütte“ erschienen.

Mack (Sam Worthington) und Nan (Radha Mitchell) betrauern den Tod ihrer Tochter Missy (Amélie Eve). Missy ist auf einer Kanutour entführt worden. Spuren in einer Schutzhütte, unweit des Camping-Ortes der Familie, deuten deutlich auf ihre Ermordung hin. Einige Jahre später erhält der schwer vom Schicksal gebeutelte Vater Mack einen Brief. Der unbekannte Absender, der ihn in die Hütte des wahrscheinlichen Verbrechens einlädt, stellt sich als Gott (Octavia Spencer) heraus. Jesus (Aviv Alush) und der Heilige Geist (Sumire Matsubara) sind auch zugegen. Das Treffen von Mack mit Gott spendet dem trauernden Vater Trost.

„Die Hütte – Ein Wochenende mit Gott“, der im englischen Original „The Shack“ heißt, basiert auf dem gleichnamigen Roman, der 2007 erschien. Der kanadische Autor William Paul Young führte damit 70 Wochen lang die Bestsellerliste der New York Times an. Namhafte Hollywooddarsteller bringen jetzt das weltweit über 10 Millionen Mal verkaufte Buch auf die Leinwand. Im deutschsprachigen Raum hat sich „Die Hütte“ über eine Million Mal verkauft. Der Filmverleih Concorde schreibt, „Die Hütte“ sei das meistverkaufte Buch über Gott seit der Bibel. Da Gott vom Autor nicht explizit biblisch beschrieben wurde, erntete Young auch Kritik.

Der Australier Sam Worthington, der den Vater Mack spielt, gehört seit dem Science-Fiction-Blockbuster „Avatar“ zu den bekanntesten Gesichtern Hollywoods. Die Schauspielerin Octavia Spencer, die Gott darstellt, hat für ihre Rolle im Geschichtsdrama „The Help“ den Oscar als Beste Nebendarstellerin erhalten. Die Schauspielerin Radha Mitchell („Silent Hill“) und der Country-Star Tim McGraw runden die Besetzung ab.

die-htte-ein-wochenende-mit-gott-2017-film
Bildquelle: http://www.concorde-movie-lounge.de

Der erste englischsprachige Trailer ist jetzt erschienen. Der Concorde Filmverleih bringt „Die Hütte – Ein Wochenende mit Gott“ am 6. April in die deutschen Kinos. (pro)

Quelle: Christliches Medienmagazin pro | www.pro-medienmagazin.de 

„Gilmore-Clinton“ – Das Ende vom Ende

(The Cathwalk) Schließlich fragt sich der werteorientierte Zuschauer, ob es nicht auch einen Trump-Effekt im Broadcasting geben könnte: Heutzutage muss man sich nicht mehr mit dem selbstreferenziellen Establishment-Klüngel Washingtons zufrieden geben. Warum dann noch länger die Serien konsumieren, in denen Clinton & Co. ihre neuesten gesellschaftspolitischen Säue durchs Dorf treiben?

gilmore-girls-netflix-neue-folgen-100_v-img__16__9__l_-1dc0e8f74459dd04c91a0d45af4972b9069f1135
Lorelai und Rory Gilmore sind zurück! | Bild: Netflix

Eine Cathwalk-Rezension der neuen Gilmore Girls Kulturserie

„Der Garderobenständer!“ – „Die Fische fliegen bei Nacht!“

„Warum rennen wir?“ – „58 Plätze, 62 Koreaner!“

„Oi, was für ein Pudel ist das?“

„Pass auf, sonst wirst Du noch wie Deine Mutter!“ – „Zu spät;-)“

Waren das noch Zeiten mit Lorelai, Rory, Luke, Emily und all den Bewohnern von Stars Hollow – spritzig, witzig und mit viel Charme. Eine voller Liebe und Verständnis geprägte Mutter-Tochter-Beziehung, eine Stadt voll individueller und eigensinniger Menschen, die sich jedoch alle einander sehr zugetan sind und denen es nie an Humor und Überraschung mangelt. Natürlich gibt es im Leben der beiden Protagonistinnen – Lorelai und Rory – auch allerlei Hürden zu überwinden. Nichts desto trotz träumt man sich sehr gerne in diese Serienwelt – nach Stars Hollow. Nun waren die meisten Fans leider sehr unzufrieden mit dem Ausgang der Serie:

Weiterlesen „„Gilmore-Clinton“ – Das Ende vom Ende“

The young Pope

Eine Filmkritik von Deborah Görl

1476990105

Der italienischen Regisseur Paolo Sorrentino, der durch die beiden Film La Grande Bellezza (Die große Schönheit) und La Giovinezze (Ewige Jugend) international bekannt geworden ist, gilt als Bildmagier. Seine Filme zeichnen sich dadurch aus, dass man sich im Nachhinein zwar nicht mehr wirklich an die Handlung erinnern kann, aber sie bleiben dennoch durch ihre faszinierenden Bildkompositionen im Gedächtnis. Diese Tatsache kann als ein Indiz für die Oberflächlichkeit Sorrentinos Filme angesehen werden und vermutlich sind sie das auch, was nicht heißt, dass sie nicht wesentlich mehr über unseren Zustand in Europa aussagen als vermeintlich tiefgründige Analysen.

Sorrentinos neuestes Projekt heißt The Young Pope und ist eine, vor kurzem erschienene, zehnteilige Serie, von der es nächstes Jahr eine zweite Staffel geben wird. The Young Pope handelt von dem relativ jungen Amerikaner Lenny Belardo (Jude Law), der als Kompromisskandidaten des Konklaves, das im Glauben handelt in Lenny eine formbare Marionette gefunden zu haben, zum Papst gewählt wird. Bald müssen sich die alteingesessenen Kardinäle im Vatikan jedoch eingestehen, dass Lenny, der sich den Namen Pius XIII. gibt, eigene Visionen verfolgt.

Weiterlesen „The young Pope“

Martin Scorseses Film „Silence“ feiert Vorpremiere im Vatikan

Film über Jesuiten-Missionare in Japan wird am 1. Dezember gezeigt

360946-jpg-r_640_600-b_1_d6d6d6-f_jpg-q_x-xxyxx

Der jüngste Film des US-amerikanischen Star-Regisseurs Martin Scorsese, „Silence“ („Schweigen“), wird am 1. Dezember im Vatikan in einer Vorpremiere gezeigt.

Der Film, der die Geschichte von drei im Japan des 17. Jahrhunderts verfolgten portugiesischen Jesuiten erzählt, kommt in den USA am 23. Dezember in die Kinos.

Hunderte Jesuiten werden sich bei der Vorpremiere im Vatikan den auf dem gleichnamigen Roman aus dem Jahr 1966 des japanischen Schriftstellers Shusaku Endo basierenden Film anschauen. Die Hauptdarsteller sind Andrew Garfield, Adam Driver und Liam Neeson. Letzter spielte schon im Film „The Mission“ (1986) die Rolle eines Jesuiten.

Nach italienischen Medienangaben wird Martin Scorsese, begleitet von Adam Driver, dem Papst begegnen.

Weiterlesen „Martin Scorseses Film „Silence“ feiert Vorpremiere im Vatikan“

Neuer Film von Martin Scorsese über Jesuiten

Der amerikanische Starregisseur Martin Scorsese hat einen Film über Jesuiten in Japan gedreht. Gegenüber der New York Times betont der Sohn italienischer Einwanderer, wie wichtig ihm von Kindheitstagen an der katholische Glaube war.

csm_71154_71155_58e78d47bb
Der amerikanische Starregisseur Martin Scorsese hat einen Film über Jesuiten in Japan gedreht.

Martin Scorsese, einer der wichtigsten Regisseure unserer Zeit, kommt mit seinem neuen Film auf ein Thema zurück, das ihn sein ganzes Leben über beschäftigte: den Glauben. Der Film „Silence“ handelt von katholischen Missionaren im Japan des 17. Jahrhunderts. Er soll am 2. März 2017 in Deutschland in den Kinos anlaufen.

Der Kultregisseur, der achtmal für den Oscar nominiert wurde und ihn einmal gewann, ist bekannt für Filme wie „Taxi Driver“, „GoodFellas“, „Casino“, „Gangs of New York“ und „Departed – Unter Feinden“. Für Aufsehen und viel Kritik besonders unter evangelikalen Christen sorgte 1988 der Streifen „Die letzte Versuchung Christi“ mit Willem Dafoe als Jesus und Harvey Keitel als Judas. In dem Film wird Jesus dargestellt in einem inneren Kampf zwischen seinem menschlichen und seinem göttlichen Wesen. Für Proteste von Christen sorgte unter anderem eine Traumsequenz im Film, in der Jesus mit Maria Magdalena schläft.

Weiterlesen „Neuer Film von Martin Scorsese über Jesuiten“

10 Jahre „Casino Royale“ oder: Wie James Bond begann katholisch zu werden

Daniel Craig - New James Bond movie Casino Royale
Bildquelle: http://www.themovies.co.za

Von Stefan Ahrens

Vor genau zehn Jahren hatte am 24. November 2006 in den deutschen Kinos ein Spielfilm Premiere, bei dem es sich zwar einerseits um den bereits 21. Teil der langlebigsten Filmserie der Welt handelte, andererseits jedoch um ein wirkliches Novum.

Denn „Casino Royale“ – eine Neuverfilmung des allerersten gleichnamigen „James Bond 007“-Romans von Ian Fleming aus dem Jahr 1954 – bedeutete nicht nur das vielgelobte Debüt von Daniel Craig als Geheimagent Ihrer Majestät sondern außerdem einen fundamentalen Bruch mit dem bisherigen Verlauf der Actionreihe.

Denn unabhängig davon, dass dieser Film in die Anfangstage von James Bond beim MI6 zurückkehrte und keinerlei Verbindungen zu allen vorangegangenen Bond-Filmen von „Dr. No“ (1962) bis „Stirb an einem anderen Tag“ (2002) aufweisen sollte, wurde die Figur des James Bond in der Verkörperung durch Daniel Craig physischer, verletzlicher –und innerhalb der (bislang) vier Daniel Craig-Bond-Filme „Casino Royale“, „Ein Quantum Trost“ (2008), „Skyfall“ (2012) und „Spectre“ (2015) Stück für Stück „katholischer“.

Weiterlesen „10 Jahre „Casino Royale“ oder: Wie James Bond begann katholisch zu werden“

„24 Wochen“: Weit mehr als nur ein Film

Ab Donnerstag läuft das Abtreibungsdrama „24 Wochen“ mit Julia Jentsch und Bjarne Mädel in den deutschen Kinos. Paula von Ketteler hat den Film vorab gesehen und als Projektentwicklerin für „1000plus“, das ungewollt Schwangere berät, für pro rezensiert.

Von Paula von Ketteler

„Es ist ja nur ein Film!“ Dieser distanzierende Satz kommt einem Kinobesucher des Spätabtreibungsdramas „24 Wochen“ wohl nicht so leicht über die Lippen. Nicht nur, weil Julia Jentsch uns die Geschichte der erfolgreichen Kabarettistin Astrid, die plötzlich mit der Down-Syndrom-Diagnose ihres ungeborenen zweiten Kindes konfrontiert wird, direkt in unsere Komfortzone hineinspielt. Sondern auch, weil wir eigentlich alle wissen, dass Schwangerschaftskonflikt und Abtreibung jedes Jahr eine hunderttausendfache, aber vielfach verschwiegene Realität in unserem Land sind.

Weiterlesen „„24 Wochen“: Weit mehr als nur ein Film“

Mel Gibson verrät den Titel des Nachfolge-Films von „Die Passion Christi“

„Wir reden darüber“, sagte Gibson in Antwort auf eine Frage nach dem Stand des Projekts, das im Juni zum ersten Mal bekannt wurde. „Natürlich ist es ein gewaltiges Unterfangen, und es ist nicht ‚Die Passion 2‘ – es trägt den Titel ‚Die Auferstehung‘ – the Resurrection„.

Weiterlesen „Mel Gibson verrät den Titel des Nachfolge-Films von „Die Passion Christi““