Film zum Wochenende: Beverly Lewis – Kannst Du mir vergeben?

Katie Lapp, eine junge Amish-Frau, hat die strikten Regeln ihrer Glaubensgemeinschaft hinterfragt und wurde daraufhin von der Gemeinde ausgeschlossen.
Katie lebt nun unter dem Namen Katherine Mayfield und sucht nach ihrer leiblichen Mutter.
Diese ist schwer krank und Katie muss sich beeilen, sie zu finden, bevor es zu spät ist.
Doch in der Welt des elektrischen Lichts und der Telefone gerät Katie in ein Netz aus Habsucht und Verrat….

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Die Bibel hilft bei Dummheit nicht

Mel Gibson hat einen neuen Film abgeliefert. Es sollte wieder irgendwie um den Glauben gehen. Aber vor allem ist es ein stumpfes Fest der Gewalt. Prädikat: ganz schlimm. Eine Filmkritik von Jörn Schumacher

Die Geschichte des Films „Hacksaw Ridge“ ist eigentlich mit wenigen Worten erzählt: Desmond Doss, der von 1919 bis 2006 lebte, war kein so ganz helles Köpfchen, wollte aber unbedingt Sanitäter bei der US-Armee werden. Leider wusste er nicht und wollte auch nie einsehen, dass ein Armee-Sanitäter eine Sanitäter-Ausbildung bei der Armee machen muss. Was eigentlich ganz leicht zu verstehen ist, ist für Doss eine immens große mentale Herausforderung. Irgendwie hat es Doss außerdem mit der Bibel, denn er fasst sie sehr gerne an. Und er schlägt sie immer wieder gerne auf, denn darin liegt das Foto seiner Angebeteten, eine Krankenschwester, die ihm diese Bibel geschenkt hat.

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„Je m´appelle Bernadette“ – Das Wunder von Lourdes

Eine Filmkritik von Dr. José García

Es war der 11. Februar 1858, als der aus dem südfranzösischen Städtchen Lourdes stammenden, damals 14-jährigen Bernadette Soubirous an der Grotte von Massabielle eine „wunderschöne, weiß gekleidete Dame“ erschien. Bis zum 16. Juli 1858 folgten 17 weitere Marienerscheinungen. Heutzutage pilgern vier bis sechs Millionen Menschen jährlich zur Grotte und zur Quelle mit Heilkräften, die Bernadette während einer ihrer Visionen freilegte. Von den fast 7 000 Heilungen, die im medizinischen Büro seit seiner Gründung gemeldet wurden, hat die römisch-katholische Kirche bis heute 69 als Wunder anerkannt. Eine Auflistung der offiziell anerkannten Heilungen kann im Internet aufgerufen werden.

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Don Camillo und die Madonna

von Marco F. Gallina
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Wer sich mit der Filmreihe um Guareschis berühmteste Figuren auskennt, der weiß, dass es zwei Versionen gibt: Gino Cervi und Fernandel spielten ihre Rollen gleich zweimal, die Filme wurden doppelt abgedreht. Warum? Die Frage ist bis heute nicht völlig geklärt, denn Cervi sprach auch in der französischen Version Italienisch, Fernandel Französisch im italienischen Pendant. Fakt bleibt, dass einige Szenen anders modelliert sind; die Aufzählung der Details würde die Bandbreite sprengen. So singen die Kommunisten bei den Franzosen die „Internationale“, bei den Italienern „Bandiera rossa“.
Neben gestalterischen Kleinigkeiten gibt es aber auch Dialoge und ganze Szenen, die der italienischen Version fehlen. Ironischerweise ist die französische die werktreuere, und beinhaltet Aufnahmen, die der italienischen Zensur zum Opfer fielen. Ein Beispiel ist die Beerdigung von Signora Cristina – die alte Königsflagge war noch in den Fünfzigern ein Politikum, weswegen diese nur ganz kurz gezeigt wird; in der französischen Beerdigungsszene wird dem Tuch und dem Leichenzug größerer Platz eingeräumt. Ebenso erschien der Selbstmordversuch des Liebespaares Gino und Mariolino im ersten Film den Sittenwächtern unangemessen; und der Kreuzweg Don Camillos im zweiten Film wurden von einigen Kritikern als mögliche Parodie (und damit: Blasphemie) gewertet, weswegen dieser in der italienischen Version deutlich kürzer ausfällt.
Wer des Italienischen oder Französischen mächtig ist, kann kurz einen Blick in dieses halbstündige Video werfen, welches einige prägnante Beispiele bezüglich des Unterschieds der beiden Filmversionen zeigt:

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The young Pope

Eine Filmkritik von Deborah Görl

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Der italienischen Regisseur Paolo Sorrentino, der durch die beiden Film La Grande Bellezza (Die große Schönheit) und La Giovinezze (Ewige Jugend) international bekannt geworden ist, gilt als Bildmagier. Seine Filme zeichnen sich dadurch aus, dass man sich im Nachhinein zwar nicht mehr wirklich an die Handlung erinnern kann, aber sie bleiben dennoch durch ihre faszinierenden Bildkompositionen im Gedächtnis. Diese Tatsache kann als ein Indiz für die Oberflächlichkeit Sorrentinos Filme angesehen werden und vermutlich sind sie das auch, was nicht heißt, dass sie nicht wesentlich mehr über unseren Zustand in Europa aussagen als vermeintlich tiefgründige Analysen.

Sorrentinos neuestes Projekt heißt The Young Pope und ist eine, vor kurzem erschienene, zehnteilige Serie, von der es nächstes Jahr eine zweite Staffel geben wird. The Young Pope handelt von dem relativ jungen Amerikaner Lenny Belardo (Jude Law), der als Kompromisskandidaten des Konklaves, das im Glauben handelt in Lenny eine formbare Marionette gefunden zu haben, zum Papst gewählt wird. Bald müssen sich die alteingesessenen Kardinäle im Vatikan jedoch eingestehen, dass Lenny, der sich den Namen Pius XIII. gibt, eigene Visionen verfolgt.

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Botticelli Inferno

Eine Filmkritik von Dr. José García

Sandro Botticelli (eigentlich Alessandro di Mariano Filipepi, 1445—1510), gehört zu den bedeutendsten Künstlern der Frührenaissance. Als Florentiner genoss Botticelli die Gunst der mächtigen Familie Medici, die seine Kunst 20 Jahre lang förderte. 1481 wurde er vom Papst nach Rom berufen, um zusammen mit den größten Malern der Zeit die Sixtinische Kapelle mit Bildern auszuschmücken. Die meisten seiner Gemälde — sowohl die Werke mit mythologischen Sujets, etwa „Die Geburt der Venus“ oder „Der Frühling“, als auch die mit religiösen Motiven („Die Verkündigung“, „Die Anbetung der heiligen drei Könige“) — feiern die Schönheit. Sie sprühen vor Lebensfreunde. Dennoch schuf Botticelli auch ein Werk voller Schrecknisse und Hässlichkeit: die „Mappa dell´ Inferno“ oder Höllentrichter nach der Göttlichen Komödie von Dante Alighieri. In Auftrag gab sie 1480 Lorenzo di Pierfrancesco de´ Medici.

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Geschichte des skeptischen Journalisten Lee Strobel verfilmt

Der Journalist Lee Strobel wollte die Aussagen des Christentums widerlegen – und wurde bei seiner Recherchearbeit am Ende selbst Christ. Sein Bestseller „Der Fall Jesus“ kommt nun als Spielfilm heraus.

Lee Strobel war viele Jahre Journalist. Vierzehn Jahre war er als Gerichtsreporter für die Chicago Tribune tätig und erhielt mehrere Preise für seine Reportagen. Als seine Ehefrau Christin wurde, nahm sich Strobel vor, das Christentum zu widerlegen, und er wandte dabei seine angelernten Methoden des Journalismus und des Gerichts an.

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Trauer um Downton Abbey

von Ulrike Walker

Die junge Nachbarin im vornehmen Basler Quartier konnte mir nur noch zurufen, sie sei ganz perplex, dass ihre Bekannte «Downton Abbey» nicht kenne, ehe sie ins Haus verschwand, um die 6. und letzte Staffel nicht zu verpassen.

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Einen Strassenfeger wie diesen gab es tatsächlich lange nicht mehr: „Downton Abbey“ wurde zu einem gigantischen Überraschungserfolg, gewann mehrere Emmys, Golden Globes und Bafta Awards, wird mittlerweile in mehr als 200 Länder oder Regionen verkauft und lockt allein in China regelmäßig 160 Millionen Zuschauerinnen vor den Fernseher.

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„24 Wochen“: Weit mehr als nur ein Film

Ab Donnerstag läuft das Abtreibungsdrama „24 Wochen“ mit Julia Jentsch und Bjarne Mädel in den deutschen Kinos. Paula von Ketteler hat den Film vorab gesehen und als Projektentwicklerin für „1000plus“, das ungewollt Schwangere berät, für pro rezensiert.

Von Paula von Ketteler

„Es ist ja nur ein Film!“ Dieser distanzierende Satz kommt einem Kinobesucher des Spätabtreibungsdramas „24 Wochen“ wohl nicht so leicht über die Lippen. Nicht nur, weil Julia Jentsch uns die Geschichte der erfolgreichen Kabarettistin Astrid, die plötzlich mit der Down-Syndrom-Diagnose ihres ungeborenen zweiten Kindes konfrontiert wird, direkt in unsere Komfortzone hineinspielt. Sondern auch, weil wir eigentlich alle wissen, dass Schwangerschaftskonflikt und Abtreibung jedes Jahr eine hunderttausendfache, aber vielfach verschwiegene Realität in unserem Land sind.

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„Frühstück bei Monsieur Henri“

Die junge Studentin Constance zieht nach Paris und bezieht ein Zimmer zur Untermiete bei dem mürrischen Monsieur Voizot. Der alte Herr unterbreitet der von Geldnöten geplagten jungen Frau ein perfides Angebot, das darin besteht, dass Constance seinen verheirateten Sohn verführen soll.

Endlich darf Constance (Noémie Schmidt) der Enge der französischen Provinz in Orléans und dem gestörten Verhältnis zu ihrem Vater (Stéphan Wojtowicz) entfliehen, als sie in Paris ein Studium aufnimmt. In der Pariser Innenstadt sind die Mieten nicht gerade erschwinglich. So nimmt sie in Kauf, dass beim mürrischen Monsieur Henri Voizot (Claude Brasseur) strenge Regeln herrschen, als sie bei ihm ein Zimmer mietet. Henri wiederum vermietet das Zimmer nur, weil sein Sohn Paul (Guillaume de Tonquédec) sich Sorgen um seinen gebrechlichen Vater macht. Wenn kein Untermieter ein Auge auf ihn haben kann, müsste Henri wohl in ein Altersheim. Auch die Beziehung zwischen Monsieur Henri und seinem Sohn ist nicht gerade zum Besten bestellt, insbesondere weil Henri Pauls Frau Valerie (Frédérique Bel) für ziemlich einfältig hält. So kommt der Alte auf einen perfiden Plan: Er erlässt der Studentin sechs Monatsmieten, wenn sie sich im Gegenzug bereit erklärt, seinen Sohn Paul zu verführen.

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Kinoereignis: „Ignacio de Loyola“

Film über den Gründer der Jesuiten

„Ignacio de Loyola“ lautet der Titel des Spiel- und Kontemplationsfilms über das Leben des Gestalters der Gesellschaft Jesu („Societas Jesu“) oder Jesuitenordens.

Der Film wird am 27. Juli in den Kinos auf den Philippinen starten, also nur wenige Tage vor dem Gedenktag des aus einem baskischen Adelsgeschlecht stammenden Heiligen, der am 31. Juli begangen wird.

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Demnächst im Kino: MARY’S LAND

Der Film des Spaniers Juan Manuel Cotelo (DER LETZTE GIPFEL) ist teils Spielfilm, teils Dokumentation über Gottes Wirken durch Maria in der Welt des 21. Jahrhunderts.

MARY’S LAND feierte im Dezember 2013 in Madrid Premiere, lief 2014 und 2015 in weiteren 24 Ländern, z.B. USA, Mexiko, Argentinien, Italien, Ungarn, Brasilien und Litauen und das mit großem Erfolg. Teilweise hielt er sich bis zu sechs Monaten in den Kinos, obwohl die durchschnittliche Spieldauer eines Filmes zwei Wochen beträgt.

Aufgebaut ist MARY’S LAND wie ein Agenten-Thriller: Des Teufels Advokat zieht durch die Welt, um Menschen zu befragen, die eine Bekehrung erlebt haben, bei der Maria eine besondere Rolle gespielt hat. Die Untersuchungsfrage lautet: ist das alles ein Schwindel oder entspricht es der Wahrheit? Was ist dran an diesem Gott, der „Vater“ genannt wird, wer ist dieser Jesus und was spielt seine Mutter Maria für eine Rolle? Und wenn das alles wahr ist, was hat das für Konsequenzen für mein Leben? Die großen Marienerscheinungsorte spielen eine wichtige Rolle (Guadalupe, Fatima und Lourdes).

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TV-Serie: Jude Law wird Papst

Die Serie „The Young Pope“ (Der junge Papst) soll laut Wunschliste.de im Oktober 2016 starten.

In einer Fernsehserie des Bezahlsenders Sky wird der britische Schauspieler Jude Law einen amerikanischen Papst spielen. Von der italienisch-amerikanisch-britisch-französischen Gemeinschaftsproduktion soll es zunächst acht Folgen geben.  Weitere Infos hier.

Mel Gibson plant Fortsetzung von „Passion Christi“

„Die Passion ist der Anfang, und es gibt noch viel mehr zu erzählen.“

Der Schauspieler und Regisseur Mel Gibson plant offenbar einen Nachfolgefilm von „Die Passion Christi“. Das sagte der Drehbuchautor Randall Wallace, der zusammen mit Gibson bereits am Drehbuch schreibt.

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Die ganze Geschichte finden sie hier.

„Himmelskind“: Seit heute im Kino

Im christlichen Drama Himmelskind wird Jennifer Garner Zeuge einer Wunderheilung, als ihre Tochter nach einem Unfall ihre schwere Krankheit abstreift.

Christy Beam (Jennifer Garner) und ihr Ehemann Kevin (Martin Henderson) führen mit ihren zwei Töchtern Abby (Brighton Sharbino) und Anna (Kylie Rogers) ein glückliches Leben, das fest im christlichen Glauben verankert ist. Doch dann wird die kleine Anna ganz plötzlich krank und kein Arzt kann ihre Schmerzen lindern. Die scheinbar unlösbare Situation stellt für die Familie eine Zerreißprobe dar.

Doch dann stürzt Anna beim Spielen mit ihrer Schwester von einem Baum mit dem Kopf voran 10 Meter in die Tiefe – mit erstaunlichem Effekt: Das Mädchen hat zwar eine Nahtoderfahrung, wird durch den Fall zugleich aber auch geheilt. Ihrer Mutter vertraut sie an, dass Gott ihr verraten hat, dass alles gut werden würde. Es dauert nicht lange, bis ihre Wunderheilung die Medien auf den Plan ruft, die alles über das Himmelskind wissen wollen.

Himmelskind Trailer Deutsch © Sony Pictures Germany