Film zum Wochenende: Beverly Lewis – Kannst Du mir vergeben?

Katie Lapp, eine junge Amish-Frau, hat die strikten Regeln ihrer Glaubensgemeinschaft hinterfragt und wurde daraufhin von der Gemeinde ausgeschlossen.
Katie lebt nun unter dem Namen Katherine Mayfield und sucht nach ihrer leiblichen Mutter.
Diese ist schwer krank und Katie muss sich beeilen, sie zu finden, bevor es zu spät ist.
Doch in der Welt des elektrischen Lichts und der Telefone gerät Katie in ein Netz aus Habsucht und Verrat….

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Tizians Polyptychon Averoldi

Das Zeugnis der hl. Märtyrer

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Polittico Averoldi

Am 28. Juli gedenken wir der Heiligen Nazarius und Celsus, die 304 während der diokletianischen Verfolgung in Mailand den Märtyrertod fanden. In einer ihnen geweihten Kirche in Brescia ist das von Tizian geschaffene eindrucksvolle Gemälde „Polyptychon Averoldi“ untergebracht, auf dem unter anderem die beiden Märtyrer dargestellt sind.

So wurde das Polyptychon von dem apostolischen Legaten bei der Republik Venedig Altobello Averoldi in Auftrag gegeben und von Tizian zwischen 1520 und 1522 ausgeführt. Tatsächlich erscheint das letztgenannte Datum in der rechten Tafel mit der Darstellung des vom hl. Sebastian erlittenen Martyriums, das chronologisch den Abschluss des aus fünf Teilen zusammengesetzten Polyptychons bildet.

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Gedicht zum Sonntag – „Stets kommt zu seinem Leben der Vater allen Lichts“

„Morgenlied“ von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)

Die Sterne sind erblichen
mit ihrem güldnen Schein;
bald ist die Nacht entwichen,
der Morgen dringt herein.

Noch waltet tiefes Schweigen
im Tal und überall;
auf frisch betauten Zweigen
singt nur die Nachtigall.

Sie singet Lob und Ehre
dem hohen Herrn der Welt,
der überm Land der Meere
die Hand des Segens hält.

Es hat die Nacht vertrieben;
ihr Kindlein fürchtet nichts!
Stets kommt zu seinem Leben
der Vater allen Lichts.

hoffmann_von_fallerslebenAugust Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874) wurde am 2. April 1798 in Fallersleben in der Nähe von Braunschweig geboren. Nach dem Abitur begann Hoffmann ein Studium der Theologie, dann der Germanistik und deutschen Philologie in Göttingen. 1821 nahm er ihn Berlin eine Stelle als Bibliothekar an; 1823 folgte eine Anstellung als Kustos der Zentral-Bibliothek in Breslau. 1830 wurde er außerordentlicher Professor in Breslau und habilitierte sich 1835 zum ordentlichen Professor der deutschen Sprache und Literatur. Nachdem Hoffmann wegen seiner liberalen Haltung aus dem Staatsdienst entlassen worden war, begab er sich auf Reisen. Von 1860 bis zu seinem Tod war er als Bibliothekar des Herzogs von Ratibor zu Corvey tätig. August Heinrich Hoffmann von Fallersleben starb am 19. Januar 1874.

Quelle: Britta Dörre, zenit.org

Film zum Wochenende: …und Papa war der Pastor

…und Papa war der Pastor – Eine kinderreiche Pastorenfamilie wird in eine texanische Kleinstadt versetzt, um der Gemeinde neues Leben einzuhauchen. Jedes einzelne der 10 Familienmitglieder nimmt die ungewohnte Herausforderung an um lustig und warmherzig für Abwechslung in der neuen Umgebung zu sorgen.

Catholic Art: Kunst im Auftrag des Herrn. Ein Interview mit Daniel Mitsui

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Daniel Mitsui

Wir beginnen im Jahr 2017 mit der neuen Serie: Catholic Art. In dieser Serie suchen wir nach Künstlern die aus unserer Sicht den Gütestempel „Katholisch!“ bekommen können. Als ersten Künstler präsentieren wir euch einen Amerikaner koreanischer Abstammung: Daniel Mitsui.

Vor einigen Monaten habe ich Daniel übers Internet kennengelernt und war sofort begeistert von ihm und seinen Werken. Mittlerweile besitze ich all seine publizierten Bücher – na ja das sind im Moment nur zwei. Kurz nach Allerheiligen erschien das jüngste Werk: „The Saints“ bei Ave Maria Press. Es ist ein Ausmalbuch für Erwachsene. Sein erstes Buch, ein Ausmalbuch über den Rosenkranz, wurde schon 2015 verlegt.

Mit Daniel Mitsui sprach Quintus N. Sachs.

The Cathwalk: Erzähl uns von dir; wer bist du?

Daniel Mitsui: Mein Name ist Daniel Paul Mitsui. Ich wurde 1982 im amerikanischen Bundesstaat Georgia geboren, und bin in Illinois aufgewachsen. Ich habe fast mein ganzes Leben in, oder in der Nähe von Chicago verbracht. Ich bin ein römisch-katholischer Laie undseit 2008 mit meiner Frau Michelle verheiratet. Sie ist eine klassische Sängerin und Chorleiterin. Wir haben vier Kinder: die Söhne Benedict und Victor, und die Töchter Alma und Lux. Ich ernähre die Familie über meine Arbeit als Künstler; ich habe mich spezialisiert auf Zeichnungen in Tinte, auf Basis von mittelalterlicher religiöser Kunst.

adelaide

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Gedicht zum Sonntag – Omnia vincit amor

„Die Liebe“ von Matthias Claudius (1740-1815)

Die Liebe hemmet nichts; sie kennt nicht Tür noch Riegel,
Und dringt durch alles sich;
Sie ist ohn Anbeginn, schlug ewig ihre Flügel,
Und schlägt sie ewiglich.

portrait_claudiusMatthias Claudius (1740-1815) wurde am 15. August 1740 in Reinfeld in Holstein geboren. Nach dem Besuch der Lateinschule in Plön studierte er zunächst Theologie in Jena, wechselte dann zum Fach Rechtswissenschaften. Ab 1768 war er als Journalist tätig. 1772 heiratete Claudius; aus der Ehe gingen zwölf Kinder hervor. Die Familie lebte in Wandsbeck. Zwischen 1775 und 1812 veröffentlichte er zahlreiche Texte und Gedichte. Ein freundschaftliches Verhältnis verband Claudius mit Johann Gottfried Herder (1733-1803). Während einer Reise nach Kopenhagen 1764/1765 lernte er Friedrich Gottfried Klopstock (1724-1803) kennen, dessen Schaffen tiefen Eindruck auf den Schriftsteller hinterließ.

Matthias Claudius starb am 21. Januar 1815 in Hamburg, wohin er vor den französischen Truppen geflohen war. Er wurde in Wandsbeck bestattet. Er gilt als bedeutender Vertreter der Empfindsamkeit.

Quelle: Britta Dörre, zenit.org

Thriller zum Wochenende: Countdown Jerusalem

Eine Journalistin sucht verzweifelt nach ihrer verlorenen Tochter. Weltweite Naturkatastrophen kündigen währenddessen das Ende der Welt an und führen die destabilisierte Gesellschaft an den Rand eines globalen Krieges. Die verzweifelten Menschen im christlichen Israel suchen Hilfe und Zuflucht in Gebeten zu Gott und hoffen, dass sich das drohende Unheil dank seiner Hilfe noch abwenden lässt. Wird die Welt tatsächlich unaufhaltsam ins Verderben stürzen?

Das große Missverständnis der Romantik

von Marco F. Gallina

Mendelssohn_BartholdyWollte man die romantische Lyrik des beginnenden 19. Jahrhunderts zusammenfassen und ihr ein Gesicht geben, dann käme der junge Mendelssohn-Bartholdy dem recht nahe. Goethe lernte den Jungen bereits früh kennen, und glaubte darin ein neues Wunderkind vom Schlage Mozarts kennenzulernen. Bereits mit 15 Jahren (!) komponierte Mendelssohn seine erste Sinfonie, die in ihrer Vitalität, ihrem Ungestüm und purer Energie so einiges davonfegt, was man sonst aus der Romantik kennt. Da braust und stürmt ein Wind durch, wie man ihn vorher nur von Beethoven kannte, vereint mit mozartesquer Leichtigkeit und Heiterkeit.

Schon in den frühen Werken wird jener stürmische Geist deutlich, der sich in ihrer Ruhelosigkeit in Richtung Romantik aufmacht, und dasselbe rastlose Suchen aufweist wie die Sinfonien Beethovens, in denen man stets das Verlangen und den Kampf des Komponisten selbst fühlt; aber Mendelssohn kämpft nicht mit den Noten, er ringt nicht mit der Musik, sondern sie fließt ihm leicht aus der Feder auf das Papier, eben in jener Leichtigkeit, die Mozart auszeichnete. Mendelssohn steht damit einerseits an der Schwelle zwischen den beiden großen musikalischen Epochen, schafft einen individuellen Klang, und ist doch wieder ganz Sinnbild jener deutschen Romantik, mit der man den Vormärz, den Rhein, den deutschen Wald, Eichendorff und die Sehnsucht nach der Natur verbindet. Denn neben dieser aufbrausenden Romantik stehen auch die lyrischen, langsamen, besinnlichen – und rein-heiteren Momente (ohne Schwermut!), die man bei der späteren deutschen Romantik vergeblich sucht. Das Violinkonzert greift diese Elemente auf und vereint sie.

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Gedicht zum Sonntag – „Ich sah das Dunkel schon von ferne kommen“

„Verdammnis 1933“ (23. Mai 1933) von Max Herrmann-Neiße (1886-1941)

Ich sah das Dunkel schon von ferne kommen,
als das Gebirg noch schimmernd sichtbar blieb,
und bangte mich und wartete beklommen,
daß Gott uns aus dem Paradies vertrieb.

Noch lag der See in friedlichem Verweilen,
verliebt nur streichelte ihn leis der Wind,
die Boote schaukelten sich an den Seilen,
und Möwen kreisten spielerisch geschwind.

Ich aber konnte aus den Vogelchören
und aus der Wellen flüchtigem Geraun
bedrohlich eine düstre Mahnung hören
und hatte zu dem Frühling kein Vertraun.

Schon hatte sich der Horizont umzogen
und alles Strahlende versank und schwand,
zwischen der Erde und dem Himmelsbogen
stand plötzlich störend eine schwarze Wand.

Für immer war das Friedliche vernichtet,
nicht mehr vergönnt den Möwen Flug und Laut,
aus dichten Finsternissen aufgeschichtet
war etwas vor das Licht der Welt gebaut.

Aus Lustgefilden wurde eine Wüste,
kein Gärtchen schlichter Eintracht blieb verschont.
Kein Licht vom Berg den Wanderer mehr grüßte,
kein Abendwald, in dem das Märchen wohnt.

Aus der Umnachtung schien kein Pfad zu führen,
und nirgends dämmerte ein Morgen hell,
das Herz des Himmels war nicht mehr zu rühren
von Lerchenliedern und gesprächgem Quell.

Noch ward kein gutes Menschenwort vernommen,
das um den Nächsten gütig sich bemüht.
Vielleicht wird nach der Flut die Kunde kommen,
daß paradiesisch neu die Welt erblüht.

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Film zum Wochenende: Der Vater meiner Kinder

Grégoire Canvel ist kein Filmproduzent, wie man sich einen gemeinhin vorstellt. Er ist kein knüppelharter Typ mit Dollarzeichen in den Augen, sondern sensibel und liebevoller Vater von drei Kindern. Allerdings hat auch er stets das Handy am Ohr. Er jagt neuen Ideen nach und gibt neuen Talenten eine Chance, zwischen Kalkulation und Kunst verliert er sich, seine Arbeit frisst ihn auf, und die Firma schreibt tiefrote Zahlen, weder die Liebe zum Kino noch die Liebe zur Familie kann ihn vor dem psychischen Absturz retten.

Die Bibel hilft bei Dummheit nicht

Mel Gibson hat einen neuen Film abgeliefert. Es sollte wieder irgendwie um den Glauben gehen. Aber vor allem ist es ein stumpfes Fest der Gewalt. Prädikat: ganz schlimm. Eine Filmkritik von Jörn Schumacher

Die Geschichte des Films „Hacksaw Ridge“ ist eigentlich mit wenigen Worten erzählt: Desmond Doss, der von 1919 bis 2006 lebte, war kein so ganz helles Köpfchen, wollte aber unbedingt Sanitäter bei der US-Armee werden. Leider wusste er nicht und wollte auch nie einsehen, dass ein Armee-Sanitäter eine Sanitäter-Ausbildung bei der Armee machen muss. Was eigentlich ganz leicht zu verstehen ist, ist für Doss eine immens große mentale Herausforderung. Irgendwie hat es Doss außerdem mit der Bibel, denn er fasst sie sehr gerne an. Und er schlägt sie immer wieder gerne auf, denn darin liegt das Foto seiner Angebeteten, eine Krankenschwester, die ihm diese Bibel geschenkt hat.

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Film zum Wochenende: Die Jagd nach dem Heiligen Gral

Das Jahr 1272: Die Kreuzzüge im Heiligen Land wüten. Der französische König Louis IX. stirbt bei einer Schlacht in Tunesien. In den Wirren nach seinem Tod geht das Turiner Grabtuch verloren. Die Fechter im Auftrag des Kreuzes können die Schmach darüber, jenes Tuch, in welches der Körper von Jesus Christus nach der Kreuzigung gehüllt worden ist, zu verlieren, nicht hinnehmen. Und so werden vier Ritter losgeschickt, es wiederzubeschaffen. Auf ihrer Suche stoßen Simon of Clarendon, Rainiei di Pancio, Vanni delle Rondini und Jean de Cent Acres auf den mysteriösen Delfinello, der ebenfalls hinter dem Grabtuch her ist. Gemeinsam kämpfen sie sich von Europa bis ins Heilige Land vor – nur um einer gigantischen Armee Kreuzrittern gegenüberzustehen. Das letzte Gefecht beginnt…

Filmkritik:“La La Land“

Von Dr. José Garcia

Einst fegten Ginger Rogers und Fred Astaire übers Parkett. Auf ihre neun gemeinsamen Filme in den dreißiger und vierziger Jahren folgte im Musical-Fach Gene Kelly Anfang der 1950er Jahre mit „Ein Amerikaner in Paris“ (1951) und „Singin? in the Rain“ („Du sollst mein Glücksstern sein“, 1952). Auch in den sechziger Jahren erfreute sich das Genre großer Beliebtheit: „West Side Story“ (1961), „Mary Poppins“ (1964), „The Sound of Musik“ („Meine Lieder, meine Träume“, 1965), „Das Dschungelbuch“ (1967) und „Oliver!“ (1968) zeugen davon. Dann wurde es mit Ausnahmen, etwa „Grease“ (1978), allerdings ruhig um dieses Filmgenre. Erst ab den 1990er Jahren gab es Versuche, das Genre wiederzubeleben: Auf die Musical-Hommage „Alle Sagen: I Love You“ (Woody Allen, 1994) folgten dann im neuen Jahrhundert etwa „Mamma Mia!“ (Phyllida Lloyd, 2008) und „Les Miserables“ (Tom Hooper, 2012).

Der bei dem Filmfestival in Venedig uraufgeführte und nun im regulären Kinoprogramm anlaufende „La La Land“ erinnert in seiner Anlage eher an die klassischen Hollywood-Musicals mit Fred Astaire und Ginger Rogers als an die letzten Musical-Erweckungsversuche. Bereits zu Beginn etabliert eine minutenlange, perfekt choreografierte Gesangs- und Tanzszene das inszenatorische Niveau des Spielfilms von Drehbuchautor und Regisseur Damien Chazelle, der gleich mit seiner zweiten Regiearbeit „Whiplash“ (2014) vor zwei Jahren drei Oscars gewann. Die Tanzszene entwickelt sich aus einem Stau auf einer Zufahrtsstraße von Los Angeles. Die Cinemascope-Kamera von Linus Sandgren umkreist ständig die aus Autos aussteigenden Menschen, die in einer Art Flash Mob zu tanzen anfangen — begleitet von einer Band, die sich auf einem Lastwagen befindet.

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Religion und Moderne (Teil 3): Warum die Religion verliert und wie sie gewinnen kann

Ob man sich als religiös bezeichnet oder nicht, unabhängig von der eigenen Zuschreibung ist kaum bestreitbar, dass Religion einen massiven Bedeutungsverlust erfährt. Besonders seit den letzten Jahrzehnten findet ein stetiger Rückgang statt. Doch dieser hat seine Gründe. Warum verliert und die Religion und wie kann sie wieder gewinnen?

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von Josef Jung

Religion verliert, wo sie im Gegensatz zur Moderne steht

Was ist Moderne? Für den Bereich den Bereich der Religion kann man sagen: Religion wird als eine Angelegenheit der individuellen Sinn- und Bedürfnisorientierung betrachtet. Verschwunden sind weitgehend objektive Kriterien, Disziplin und Vergesellschaftung. Damit einher geht, dass Fragen nach Moral und Glaubensführung nicht mehr von außen vorgegeben werden können. Wenn Religion mit Lebens- und Moralansprüchen herantritt, die dem widersprechen, was eigene Bedürfnissen und Vorstellungen sind, wird Religion mit dem Argument der „Heteronomie“, also der Fremdbestimmung, zurückgewiesen. Modern hingegen heißt von „Autonomie“ zu sprechen, vom „moralischen Gesetz in mir“, wie es Kant nennt.

Nun bietet das 21. Jahrhundert eine Fülle an Entfaltungsmöglichkeiten, die zwar von traditionellen religiösen Normen abweichen – in Bereichen der Sexualität, Familie, Lebensführung, Identiät usw. – aber dennoch gesellschaftlich vollkommen akzeptiert werden. Dies ist so, weil sich die abweichenden Positionen auf eine Art „säkulares Naturrecht“  berufen, nämlich auf die  „Autonomie“ oder auf etwas wie die „conditio humana“ und diese gelten als unaufgebbare Errungenschaften. Es geht um die Selbstwerdung nach dem, was im Inneren als das Ureigene, das eigentliche Selbst wahrgenommen wird. Hier verbittet man sich einen Verweis auf Gott, Kirche usw. da dies als unberechtiger, fremder Eingriff gegen die eigene Entfaltung, das eigene Glück gesehen wird.

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Der Nonkonformist, der Katholik ist – eine Reportage

und ewig läuft der Spießer…!

Ein Archivbeitrag (Mai, 2015) von Deborah Görl

Die Betrachtung der katholischen Kirche in Deutschland deprimiert. Fast täglich liest man von Verunstaltungen von Kirchen durch ästhetisch fragwürdige Raumgestaltungskonzepte, die meist sogar die Umbaumaßnahmen im Zuge der Liturgiereform an Geschmacklosigkeit weit übertreffen. Einige Zeilen weiter wird vom Abriss einer Kirche mangels Gläubigen berichtet. An anderer Stelle glänzen kirchliche Würdenträger durch Aussagen, die – euphemistisch ausgedrückt – selbst eine Herausforderung für die eingefleischtesten Kritiker darstellen. Manchmal versteht man sie auch überhaupt nicht, denn sie klingen zu sehr nach Corporate-Social-Responsibility-Broschüre eines beliebigen Dax-Unternehmens – hohl und leer. Und nicht selten fragt man sich einfach nach den Gründen für die Vielzahl von Hirten, denen ihr Priestertum sichtlich unangenehm ist und die eigentlich lieber politikerartige Wesen oder irgendetwas anderes wie NGO-Pressesprecher wären.

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