Weltweit verehrt: Der hl. Patrick von Irland (385-461)

Von Stefan Ahrens, Bistum Regensburg

Kaum ein Heiliger wird so gefeiert wie er: Der hl. Patrick von Irland (385–461). Am 17. März, dem „St. Patrick´s Day“,  gehen Millionen von Menschen weltweit auf die Straße und nutzen den Gedenktag des Heiligen von der Grünen Insel um Feierlaune und Lebensfreude zu verbreiten. Eigentlich ist dieser Tag dafür da, des hl. Patricks, der Christianisierung Irlands und der irischen Kultur zu gedenken. Dennoch man darf ruhig annehmen, dass die meisten Feiernden an diesem Tag weder römisch-katholische Christen noch Iren sind.

Grüne Insel und Kirche: Durch das Wirken des hl. Patricks und seiner Schüler ist Irland seit dem 5. Jahrhundert christlich.

Wer hinter all diesen Aktivitäten jedoch meist in denn Hintergrund rückt ist der Heilige selbst. Wer also war der heilige Patrick, der scheinbar im Alleingang innerhalb von 30 Jahren Irland zum christlichen Glauben bekehrte?

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Von der Pornodarstellerin zur Pastorin

Nach einem Autounfall findet eine Pornodarstellerin zum Glauben an Jesus Christus. Heute leitet sie gemeinsam mit ihrem Mann eine christliche Gemeinde.

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Crystal Bassette, hier das Titelbild ihrer Facebook-Seite, hat ihr Leben radikal geändert Foto: facebook – Crystal Bassette

Crystal Bassette leitet heute zusammen mit ihrem Mann David eine christliche Gemeinde in Kalifornien. Bevor Bassette zum Glauben fand, wirkte sie als Porno-Darstellerin in mehr als 100 Filmen mit. Im Alter von 16 Jahren brachte die Amerikanerin ihr erstes Kind zur Welt und nahm alleinerziehend aus Geldnot Jobs als Stripperin und Pornodarstellerin an.

In der Porno- und Erotikindustrie Kaliforniens verdiente sie unter dem Pseudonym Nadia Hilton ein Vermögen. Doch die Tätigkeit als Darstellerin in Pornofilmen forderte auch ihren Tribut. „Ich musste jedes Mal meinen Schmerz mit Alkohol und Medikamenten betäuben“, erklärt Bassette laut der britischen Boulevardzeitungen Daily Mail und The Sun. Demnach hatte es Bassette zehn Jahre lang in der Pornobranche ausgehalten, obwohl schon der Einstieg ein traumatisches Erlebnis für die junge Frau gewesen war. „Ich erinnere mich, dass ich nach der Szene für zwei Stunden weinend in der der Dusche gesessen bin“, berichtet sie. Bis zu 300.000 Dollar verdiente sie als Porno-Actress pro Jahr.

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„Don’t shake hands with Lucifer!“ – Eine Dieter Bohlen-Betrachtung zum ersten Fastensonntag

(TheCathwalk.netDieter Bohlen lehrt uns: Um dem Teufel zu widerstehen, muss man nicht verbissen sein. Im Himmel ist auch Platz für Playback-Harfen.

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Der Plot ist alt: Jemand zieht sich zur Reflexion an einen entlegenen Ort zurück und kämpft dort mit dem Teufel, der die Abgeschiedenheit nutzt, um „auf offener Flanke“ angreifen zu können. Das kulturgeschichtliche Vorbild aller Vorbilder ist auch hier Christus, der in der Wüste 40 Tage fastete und vom Teufel versucht wurde. Mit dem Unterschied freilich, dass Christus diese Versuchung von außen zulies, wohingegen die Wüstenväter und mancher Erimit nach ihnen mit Versuchungen konfrontiert wurden, die tatsächlich am Inneren dieser sündigen Menschen anknüpfen konnten.

Anfang der 1990er-Jahre machte sich auch Dieter Bohlen diesen großen abendländischen Topos zueigen. Mit seiner Band Blue System (das war die Bohlen – Formation zwischen den beiden Modern Talking-Ären) sang auch er von einem Duell mit dem Teufel. Wie im Evangelium des ersten Fastensonntags findet dieses Aufeinandertreffen ebenfalls an einem abgelegenen Ort statt:

In room 66 – the devil´s playing against me
At the end of the world – there’s a place called the hell
On flight number 9 – there’s smoke without fire

Im Gegensatz zum Evangelium wissen wir nicht, wie die Geschichte ausgeht – die eindringliche Warnung „Dont’t shake hands“ bleibt aber als Ohrwurm haften. Wir dürfen die Geschichte deshalb als persönlichen Anruf verstehen. Auch wir befinden uns noch in der Lebens-Wüste, wollen mit Christi Hilfe unseren persönlichen Versuchungen widerstehen. Der eindringliche Appell Dieter Bohlens kann uns in Situationen, in denen wir uns bewähren müssen, deshalb auch über die 40 Tage der Fastenzeit hinaus zu einem treuen Begleiter werden:

Don’t shake hands – oh baby don’t shake hands with lucifer
Take your chance – ´cause baby all dreams will be crucified
Oh oh – don’t play with lucifer
He catchs you if you fall

Hear the words from heaven
Don’t play with lucifer
Don’t you hear him call
Can’t you see his raven

Dieter Bohlen lehrt uns: Um dem Teufel zu widerstehen, muss man nicht verbissen sein. Oder gar mit unterdrücktem Ärger auf Gott, weil man eigentlich am liebsten doch sündigen würde, wie es nur allzu oft bei moralinsauren Sittenwächtern rüberkommt. Nein, unser „Don´t shake hands“ können wir auch freud- und lustvoll schmettern. Sollen wir sogar, siehe das Evangelium am Aschermittwoch: „Wenn ihr fastet, so macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler.“

Sie fragen sich jetzt: Ist dem Cathwalk nicht aufgefallen, dass der Bohlen in der Aufnahme aus der ZDF-Hitparade ziemlich überdreht hin und her hüpft? Dass er in weiten Teilen gar nicht ins Mikro singt? Dass er mit seiner E-Gitarre alles mögliche macht außer E-Gitarre spielen? Und das alles soll mich heiliger machen, dieses ganze Gehüpfe und Geschreibsel des Cathwalks dazu?

ANTWORT: Vielleicht sollten gerade Sie verstärkt über das Bibelwort der Narren um Christi willen nachdenken. Und desweiteren: Vielleicht einfach mal auch die einfachen Hilfsmittel annehmen, die uns der liebe Gott schenkt. Es gibt nicht nur Bach-Cantaten, es gibt eben auch wirksame Gedanken von Blue System & Co. Vielleicht sollten gerade Sie bei der nächsten Versuchung schlicht und eingängig intonieren: „Dont´s shake hands!“

Dieter Bohlen kann uns so eine Hilfe sein. Im Himmel ist auch Platz für Playback-Harfen.

Alles Walzer! Wien zur Ballsaison

Eine Kolumne von John Galt

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Wenn am 23. Feber auch in diesem Jahr in den Räumlichkeiten der Wiener Staatsoper der Opernball stattfindet, ist die Wiener Ballsaison eigentlich schon fast vorbei. Diese bezieht sich nämlich mitnichten nur auf das Schaulaufen der A- bis Z-Prominenz im ersten Haus am Ring, wie man die Staatsoper auch gerne nennt. Vielmehr verbirgt sich dahinter die Wiener Variante der Fastnacht, gewissermaßen das Pendant zum Kölner, Brasilianischem und Venezianischem Karneval.

Wie denn das, mag sich der interessierte Leser fragen, von Maskierungen ist hier doch keine Spur. Wie so oft hat auch dieses in der Hauptstadt der Gegenreformation einen historischen Grund und dieser ist zufälligerweise auch noch Rheinländer. Es handelt sich um Klemens Wenzel Lothar von Metternich, geboren am 15. Mai 1773 im rheinische Koblenz, seit 1791 in österreichischen Diensten und durch seine Prägung des Wiener Kongresses, aber auch die Karlsbader Beschlüsse dann der bedeutendste Staatsmann der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert.

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Germany’s next Topmodel: Vorbereitung auf die Modewelt?

von Jule Wegen

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Mittlerweile kann „Germany’s next Topmodel“ auf elf Jahre Sendegeschichte zurückblicken. Um die Quoten aufrecht zu erhalten, werden von Jahr zu Jahr neue Methoden entwickelt, sie folgen dem Motto „(kein) Brot und Spiele“. Denn seit Jahren steht „GNT“ in der Kritik, gerade jüngere Zuschauerinnen zu Essstörungen zu verleiten. Es werden Sportprogramme angeordnet und Ernährungspläne erstellt. Daran ist erst einmal nichts zu kritisieren, allerdings werden die „Meeedchen“, die gegen die strengen Regeln verstoßen, oder deren Hauptinteresse nicht der Sport ist, vorgeführt und mit Sätzen wie „Du bist einfach nicht in shape.“ abgespeist.

In der „realen“ Modewelt gibt es leider ähnliche Missstände. Auch wenn bereits jeder Knochen zu sehen ist, kann es sein, dass bei einer Bewerbung gesagt wird „Zu dick, nächste!“. Aber das sind die Extrema und die sind nicht zu verallgemeinern. Man versucht mittlerweile der Kritik ein wenig aus dem Weg zu gehen, indem man die „Model-Mama“ in allen passenden oder unpassenden Situationen filmt, um eine gewisse Verbindung zwischen Zuschauerschaft und Topmodel zu schaffen: Heidi isst einen Döner, Heidi ist ungeschminkt, Heidi hat Augenringe, Heidi ist auch nur ein normaler Mensch. Es wird beabsichtigt, die bei den Anfängen der Sendung als zu emotionslos kritisierte Klum menschlicher darzustellen, sodass das Publikum sich mit ihr identifizieren kann.

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Und ewig lockt das Weib!

von Ulrike Walker

Natürlich ist das Dessous kein notwendiges Requisit einer Beziehung und selbst das verführerischste kann eine gescheiterte Beziehung nicht retten, aus der männlichen Perspektive betrachtet kann es aber einer intakten Beziehung durchaus etwas frischen Wind verleihen. Wenn es da nicht so länderspezifische Eigenheiten gäbe.

Am schwersten tun sich deutsche Frauen, bei denen muss Unterwäsche in weiss, schwarz oder beige insbesondere praktisch und funktionell sein, das bedeutet in etwa so viel wie kochfest und damit fallen die raffinierten französischen Dessous schon mal alle durch, weil diese nur schonende Handwäsche überleben.

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Pech für alle Männer, die mit deutschen Frauen verheiratet sind. Denn für jene Frauen ist der Unterwäschekauf eher eine Notwendigkeit und hat weniger mit Leidenschaft oder «man gönnt sich ja sonst nichts» zu tun! Oh là là! Französinnen hingegen kaufen Dessous wie andere Schokolade. Nicht umsonst sind sie in dieser Disziplin Europa-Meisterinnen. Man kann den Franzosen ja manches nachsagen, aber in Sachen Genuss und Sinnlichkeit sind sie anderen Nationen überlegen, und die französische Lingerie ist und bleibt konkurrenzlos.

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Filmkritik:“La La Land“

Von Dr. José Garcia

Einst fegten Ginger Rogers und Fred Astaire übers Parkett. Auf ihre neun gemeinsamen Filme in den dreißiger und vierziger Jahren folgte im Musical-Fach Gene Kelly Anfang der 1950er Jahre mit „Ein Amerikaner in Paris“ (1951) und „Singin? in the Rain“ („Du sollst mein Glücksstern sein“, 1952). Auch in den sechziger Jahren erfreute sich das Genre großer Beliebtheit: „West Side Story“ (1961), „Mary Poppins“ (1964), „The Sound of Musik“ („Meine Lieder, meine Träume“, 1965), „Das Dschungelbuch“ (1967) und „Oliver!“ (1968) zeugen davon. Dann wurde es mit Ausnahmen, etwa „Grease“ (1978), allerdings ruhig um dieses Filmgenre. Erst ab den 1990er Jahren gab es Versuche, das Genre wiederzubeleben: Auf die Musical-Hommage „Alle Sagen: I Love You“ (Woody Allen, 1994) folgten dann im neuen Jahrhundert etwa „Mamma Mia!“ (Phyllida Lloyd, 2008) und „Les Miserables“ (Tom Hooper, 2012).

Der bei dem Filmfestival in Venedig uraufgeführte und nun im regulären Kinoprogramm anlaufende „La La Land“ erinnert in seiner Anlage eher an die klassischen Hollywood-Musicals mit Fred Astaire und Ginger Rogers als an die letzten Musical-Erweckungsversuche. Bereits zu Beginn etabliert eine minutenlange, perfekt choreografierte Gesangs- und Tanzszene das inszenatorische Niveau des Spielfilms von Drehbuchautor und Regisseur Damien Chazelle, der gleich mit seiner zweiten Regiearbeit „Whiplash“ (2014) vor zwei Jahren drei Oscars gewann. Die Tanzszene entwickelt sich aus einem Stau auf einer Zufahrtsstraße von Los Angeles. Die Cinemascope-Kamera von Linus Sandgren umkreist ständig die aus Autos aussteigenden Menschen, die in einer Art Flash Mob zu tanzen anfangen — begleitet von einer Band, die sich auf einem Lastwagen befindet.

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„Ich denke, die Schönheit hat das Projekt gerettet“

Über die Eröffnung der Hamburger Elbphilharmonie

10 Jahre sind seit der Grundsteinlegung der Elbphilharmonie vergangen, die Kosten mehrfach explodiert. Nun ist es endlich soweit: Die Hamburger Elbphilharmonie wird am 11. Januar 2017 eröffnet. Es scheint das architektonische Meisterwerk des Jahres zu sein. Dabei zeigt sich, dass Schönheit ein Projekt retten kann.

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Foto: Avda – Eigenes Werk. Lizenz: CC BY-SA 3.0 URL: https://commons.wikimedia.org

von Josef Jung

Vorbei die Zeiten der rein pragmatischen Architektur

Schon die Band Rammstein weiß in ihrem Lied „Morgenstern“ zu dichten: „Der Mensch ist doch ein Augentier / Schöne Dinge wünsch ich mir“. Umso erstaunlicher ist es, dass in der Architektur der letzten Jahrzehnten Schönheit keine große Rolle gespielt zu haben scheint. Verständlich wird das, wenn man die Erfahrungen der beiden Weltkriege einbezieht. Vor allem die mörderische Ideologie des Nationalsozialismus missbrauchte Architektur, Pracht und Schönheit um Verbrechen und Völkermord zu begehen. So galt wohl alles als vergiftet, was über pragmatischen Nutzen hinausging – oder man war einfach zu traumatisiert um sich dem Schönen öffnen zu wollen.

Aber Schönheit für sich genommen ist nicht ideologisch, sondern sinnlich. Schönheit spricht den Menschen an, weil er auf Schönheit ausgerichtet ist. Daher ist es nur verständlich, wenn Schönheit auch in der Architektur wieder eine Rolle spielt.

Die Schönheit der Elbphilharmonie

Jacques Herzog, einer der beiden Architekten der neuen Elbphilharmonie sagt im Deutsche Bahn Magazin „Mobil“ (01/2017) : „Ich denke, die Schönheit hat das Projekt gerettet!“ Jeder habe „die ungeheure Verführungskraft dieses Projekts gespürt“. Ähnlich äußert sich sein Projektpartner Pierre de Meuron: „Architektur ist, wenn der Mensch sich angesprochen fühlt. Es geht um Liebe!“ Wenn das das zeitgenössische Architekturverständnis ist, sind wir zurückgekehrt zur Idee der Erhabenheit und Transzendenz und haben eine rein naturalistisch-pragmatische Phase überwunden. Die Geschichte zeigt dann, dass die conditio humana zwar leise aber beständig lebt und sich langfristig gegen alles andere durchsetzt.

Architektur und Ausstattung der Philharmonie

Herzog nennt drei Vorbilder für die Elbphilhamonie: das antike Theater von Delphi, die Sportstadien-Architektur und das Zelt. Das gesamte Gebäude besteht aus einem Sockel und einer gläsernen Dachlandschaft. Es beherbergt zwei Konzertsäle (einen großen und kleinen), ein Hotel und einige Appartements. Während der Große Konzertsaal Platz für über 2000 Gäste bietet, passen 550 in den kleinen. Hotel und Wohneinheiten sind natürlich im Bereich der Superlative. Was die Akustik angeht, so strebt die Elbphilharmonie an zu den besten Konzerthäusern der Welt zu gehören. Dazu hat der Japaner Yasuhisa Toyota den Raumklang des Großen Saals am Computer mit 3-D-Modellen berechnet.

Die Elbphilharmonie will Hamburg stolz machen, ihr eine musikalische und künstlische Seele geben – und das scheint gelungen zu sein.

Links:

Der Artikel erschien zuerst auf hinsehen.net

Jugendportal von ARD & ZDF: Sex-Tipps und linke Wutreden

Deftige Sex-Tipps und linker politischer Aktionismus – dafür werden die Rundfunkgebühren beim Jugendportal „Funk“ ausgegeben. Gute Ansätze kommen beim jungen Angebot von ARD und ZDF zu kurz.

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Funken nun auf öffentlich-rechtlichen Wellen: Moritz Neumeier (links unten) und Rayk Anders (rechts oben) besprechen die politische Lage, Suzie Grime (links oben) und Mai (rechts unten) führen derweil Interviews. Foto: http://www.funk.net

Eine Web-Kritik von Moritz Breckner

45 Millionen Euro im Jahr. Das ist das Budget des Jugendportals „Funk“, das ARD und ZDF seit dem 1. Oktober betreiben. Es lohnt sich, diese Zahl im Kopf zu haben, wenn man sich näher betrachtet, was genau da aus dem Geld der Gebührenzahler finanziert wird.

„Fickt euch!“ heißt eines der Formate, das auf Funk beweisen soll, dass die GEZ-Gebühren auch für Leute zwischen 14 und 29 Jahren, so die Zielgruppe, ausgegeben werden. Die YouTuberin Kristina Weitkamp erklärt dort zum Beispiel, wie man sich am besten selbst befriedigt. Erklärtes Ziel dabei: Aufzeigen, wie vielfältig Sex sein kann und Fragen klären, die man sich sonst nicht zu stellen traut.

Politisch hat Funk unter anderem den Kabarett-Kanal „Auf einen Kaffee mit Moritz Neumeier“ im Angebot. Zu sehen ist der „Stand-Up-Künstler“ Moritz Neumeier, der in etwa fünfminütigen Clips beispielsweise gegen das Burka-Verbot, „bescheuerte“ CSU-Politiker oder die AfD wettert. „Irgendwann haben sich die Menschen abgehängt gefühlt“, referiert er anlässlich des Tages der Deutschen Einheit über die Menschen im Osten Deutschlands. „Und dann wurden sie ein bisschen depressiv, und fanden das alles doof, dann wurden die ersten wütend, und heute laufen sie alle der verfickten AfD hinterher.“

Originell soll wohl sein, dass Neumeier etwa alle 40 Sekunden aus einem Kaffeebecher schlürft und seine Weisheiten vorträgt wie jemand, der sich schon recht spät am Abend zu einem ungebetenen Vortrag am Stammtisch erhebt. Ausdrücke wie „Kacke“, „beschissen“ oder das F-Wort natürlich inklusive.

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Heilige für alle: Welchem Heiligen man sich in welchem Beruf anvertrauen kann

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Ende des 15. Jahrhunderts entstand diese Darstellung der Fürsprecherin der Architekten, Sankt Barbara, von Giovanni Antonio Boltraffio.

Buchstäbliche Fürsprecher bei Gott dabei sind die Heiligen. Sie beten für alle, die noch kämpfen. Viele dieser Heiligen übten in ihrem Leben einen Beruf oder eine Aktivität aus – und deshalb hat sie die Kirche zu Patronen für einige berufliche Tätigkeiten ernannt.

Wer wissen will, welcher Heiligen er oder sie seinen Beruf anvertrauen kann, findet in der folgenden Liste heraus, wer typischerweise für diesen angerufen wird; wobei es natürlich regionale wie persönliche Vorlieben gibt – und letztlich jeder dabei zu Gott betet.

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Aus dem SPIEGEL-Archiv 1957: Katholische Damenmode

Tugendhafte Eleganz

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Bildquelle: DER SPIEGEL 42/1958 Alle Rechte vorbehalten.

Papst Pius XII., der unter dem Stirnrunzeln der konservativen Würdenträger seines Hofstaates schon manche Neuerung eingeführt hat, überraschte jüngst die Ewige Stadt mit einer neuen sensationellen Geste. Erstmals in der Geschichte des Papsttums wurden die 200 Angehörigen eines römischen Modehauses vom Heiligen Vater in Privataudienz empfangen. Dieser ungewöhnliche Gnadenerweis wurde den drei Schwestern Fontana aus Anlaß des fünfzigjährigen Bestehens ihres Salons gewährt. Für die heilige Stadt war diese Begegnung zwischen dem Stellvertreter Christi und der weltlichen Eitelkeiten verhafteten Haute Couture ein revolutionäres Ereignis.

In der zweitausendjährigen Geschichte des Christentums haben die Launen der weiblichen Bekleidung selten Gnade vor den Augen der Kirche gefunden. Wie schon die alttestamentarischen Propheten gegen die Eitelkeit der Töchter Israels wetterten, so sind auch christliche Kirchenväter, Heilige und Päpste mit Bußpredigten, Verboten und Verdammungsurteilen gegen das Blendwerk der weiblichen Mode zu Felde gezogen. Weiterlesen 

Quelle: DER SPIEGEL 29/1957. Alle Rechte vorbehalten

Warum George Michael MEHR als „der Sänger von Last Christmas“ war

Ein Nachruf von Stefan Ahrens

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George Michael (1963-2016)

Vor ziemlich genau vier Wochen veröffentlichte The Cathwalk freundlicherweise einen Artikel von mir – und das passend zur alljährlichen Advents- und Glühweinstandzeit: „Warum Last Christmas KEIN Weihnachtslied ist!

In diesem Artikel versuchte ich – durchaus mit spitzer Feder, aber vielleicht nicht ganz grundlos – aufzuzeigen, warum ich diesen polarisierenden Wham!-Dauerbrenner und Longseller weder für kein klassisches Weihnachts- beziehungsweise Winterlied noch für ein textlich immer geschmackssicheres Stück halte.

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Adventzeit in Wien zwischen Punsch und Kerzenschein

Eine Kolumne von John Galt

Weihnachtsmarkt
Christkindlmarktes auf dem Rathausplatz Bildquelle: weihnacht.at

Es scheint jedes Jahr immer schlimmer zu werden. Heuer durfte ich bereits Ende August die ersten Lebkuchen im Supermarkt um die Ecke bestaunen. Auf zwei Paletten zu Türmen gestapelt. Bei Temperaturen die noch um die 30 Grad lagen. Also im Hochsommer noch vor Beginn des Herbstes am 1. September. Und selbst dann ist noch nichts weihnachtliches im Alltag oder anderweitig festzustellen: Bis weit in den Oktober verzeichnete Wien in diesem Jahr wirklich herrlich sommerliche Temperaturen und außerordentlich schönes Sonnenwetter.

So wie jedes Jahr wurden pünktlich zu Allerheiligen die Weihnachstdekorationen in den Straßen der Stadt aufgehängt und in Betrieb genommen. Noch vor Beginn der Adventszeit also. Am 3. November öffnete dann der erste Christkindlmarkt. Gut, das war im Museumsquartier und nennt sich „Winter im MQ“. Es hat auch wenig mit Weihnachten zu tun, ist aber dennoch – von den möchtegern hippen und alternativ angehauchten Künstlern einmal abgesehen – eher eine Veranstaltung mit Eventcharakter: Künstlerisch gestaltete Pavillons, live aufgelegte Musik und exotische Punschs. Auch wenn der Winter erst am 21. Dezember beginnt, ist der Winter im MQ am 23. Dezember schon wieder vorbei; trotzdem sehr nett.

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Winter im MQ 2015 (c) saLeh roZati

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„Sindr“: App für Beichtwillige

Die schottische Erzdiözese von Edinbugh und St. Andrews hat eine App für das Smartphone entwickelt, die Beichtwilligen schnell den Weg zur nächsten Kirche zeigen kann. Noch vor dem eigentlichen Start hat die App schon jetzt einen Spitznamen bekommen: „Sindr“.

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Sindr ist der Spitzname einer App der katholischen Kirche, um Kirchen zu finden Foto: thecatholicapp.com

Wie die britische Zeitung „The Telegraph“ berichtet, erkennt die App die aktuelle Position des Nutzers und zeigt an, wo sich die nächstliegende Kirche befindet. Das Programm zeigt zudem, wo gerade eine Messe stattfindet oder die Möglichkeit zur Beichte gegeben ist. Sie soll Beichtwilligen unter die Arme greifen, die sich auf Reisen befinden oder auch absichtlich nicht in ihrer angestammten Kirche beichten wollen, um anonym zu bleiben.

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„Gilmore-Clinton“ – Das Ende vom Ende

(The Cathwalk) Schließlich fragt sich der werteorientierte Zuschauer, ob es nicht auch einen Trump-Effekt im Broadcasting geben könnte: Heutzutage muss man sich nicht mehr mit dem selbstreferenziellen Establishment-Klüngel Washingtons zufrieden geben. Warum dann noch länger die Serien konsumieren, in denen Clinton & Co. ihre neuesten gesellschaftspolitischen Säue durchs Dorf treiben?

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Lorelai und Rory Gilmore sind zurück! | Bild: Netflix

Eine Cathwalk-Rezension der neuen Gilmore Girls Kulturserie

„Der Garderobenständer!“ – „Die Fische fliegen bei Nacht!“

„Warum rennen wir?“ – „58 Plätze, 62 Koreaner!“

„Oi, was für ein Pudel ist das?“

„Pass auf, sonst wirst Du noch wie Deine Mutter!“ – „Zu spät;-)“

Waren das noch Zeiten mit Lorelai, Rory, Luke, Emily und all den Bewohnern von Stars Hollow – spritzig, witzig und mit viel Charme. Eine voller Liebe und Verständnis geprägte Mutter-Tochter-Beziehung, eine Stadt voll individueller und eigensinniger Menschen, die sich jedoch alle einander sehr zugetan sind und denen es nie an Humor und Überraschung mangelt. Natürlich gibt es im Leben der beiden Protagonistinnen – Lorelai und Rory – auch allerlei Hürden zu überwinden. Nichts desto trotz träumt man sich sehr gerne in diese Serienwelt – nach Stars Hollow. Nun waren die meisten Fans leider sehr unzufrieden mit dem Ausgang der Serie:

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