Germany’s next Topmodel: Vorbereitung auf die Modewelt?

von Jule Wegen

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Mittlerweile kann „Germany’s next Topmodel“ auf elf Jahre Sendegeschichte zurückblicken. Um die Quoten aufrecht zu erhalten, werden von Jahr zu Jahr neue Methoden entwickelt, sie folgen dem Motto „(kein) Brot und Spiele“. Denn seit Jahren steht „GNT“ in der Kritik, gerade jüngere Zuschauerinnen zu Essstörungen zu verleiten. Es werden Sportprogramme angeordnet und Ernährungspläne erstellt. Daran ist erst einmal nichts zu kritisieren, allerdings werden die „Meeedchen“, die gegen die strengen Regeln verstoßen, oder deren Hauptinteresse nicht der Sport ist, vorgeführt und mit Sätzen wie „Du bist einfach nicht in shape.“ abgespeist.

In der „realen“ Modewelt gibt es leider ähnliche Missstände. Auch wenn bereits jeder Knochen zu sehen ist, kann es sein, dass bei einer Bewerbung gesagt wird „Zu dick, nächste!“. Aber das sind die Extrema und die sind nicht zu verallgemeinern. Man versucht mittlerweile der Kritik ein wenig aus dem Weg zu gehen, indem man die „Model-Mama“ in allen passenden oder unpassenden Situationen filmt, um eine gewisse Verbindung zwischen Zuschauerschaft und Topmodel zu schaffen: Heidi isst einen Döner, Heidi ist ungeschminkt, Heidi hat Augenringe, Heidi ist auch nur ein normaler Mensch. Es wird beabsichtigt, die bei den Anfängen der Sendung als zu emotionslos kritisierte Klum menschlicher darzustellen, sodass das Publikum sich mit ihr identifizieren kann.

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Und ewig lockt das Weib!

von Ulrike Walker

Natürlich ist das Dessous kein notwendiges Requisit einer Beziehung und selbst das verführerischste kann eine gescheiterte Beziehung nicht retten, aus der männlichen Perspektive betrachtet kann es aber einer intakten Beziehung durchaus etwas frischen Wind verleihen. Wenn es da nicht so länderspezifische Eigenheiten gäbe.

Am schwersten tun sich deutsche Frauen, bei denen muss Unterwäsche in weiss, schwarz oder beige insbesondere praktisch und funktionell sein, das bedeutet in etwa so viel wie kochfest und damit fallen die raffinierten französischen Dessous schon mal alle durch, weil diese nur schonende Handwäsche überleben.

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Pech für alle Männer, die mit deutschen Frauen verheiratet sind. Denn für jene Frauen ist der Unterwäschekauf eher eine Notwendigkeit und hat weniger mit Leidenschaft oder «man gönnt sich ja sonst nichts» zu tun! Oh là là! Französinnen hingegen kaufen Dessous wie andere Schokolade. Nicht umsonst sind sie in dieser Disziplin Europa-Meisterinnen. Man kann den Franzosen ja manches nachsagen, aber in Sachen Genuss und Sinnlichkeit sind sie anderen Nationen überlegen, und die französische Lingerie ist und bleibt konkurrenzlos.

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Filmkritik:“La La Land“

Von Dr. José Garcia

Einst fegten Ginger Rogers und Fred Astaire übers Parkett. Auf ihre neun gemeinsamen Filme in den dreißiger und vierziger Jahren folgte im Musical-Fach Gene Kelly Anfang der 1950er Jahre mit „Ein Amerikaner in Paris“ (1951) und „Singin? in the Rain“ („Du sollst mein Glücksstern sein“, 1952). Auch in den sechziger Jahren erfreute sich das Genre großer Beliebtheit: „West Side Story“ (1961), „Mary Poppins“ (1964), „The Sound of Musik“ („Meine Lieder, meine Träume“, 1965), „Das Dschungelbuch“ (1967) und „Oliver!“ (1968) zeugen davon. Dann wurde es mit Ausnahmen, etwa „Grease“ (1978), allerdings ruhig um dieses Filmgenre. Erst ab den 1990er Jahren gab es Versuche, das Genre wiederzubeleben: Auf die Musical-Hommage „Alle Sagen: I Love You“ (Woody Allen, 1994) folgten dann im neuen Jahrhundert etwa „Mamma Mia!“ (Phyllida Lloyd, 2008) und „Les Miserables“ (Tom Hooper, 2012).

Der bei dem Filmfestival in Venedig uraufgeführte und nun im regulären Kinoprogramm anlaufende „La La Land“ erinnert in seiner Anlage eher an die klassischen Hollywood-Musicals mit Fred Astaire und Ginger Rogers als an die letzten Musical-Erweckungsversuche. Bereits zu Beginn etabliert eine minutenlange, perfekt choreografierte Gesangs- und Tanzszene das inszenatorische Niveau des Spielfilms von Drehbuchautor und Regisseur Damien Chazelle, der gleich mit seiner zweiten Regiearbeit „Whiplash“ (2014) vor zwei Jahren drei Oscars gewann. Die Tanzszene entwickelt sich aus einem Stau auf einer Zufahrtsstraße von Los Angeles. Die Cinemascope-Kamera von Linus Sandgren umkreist ständig die aus Autos aussteigenden Menschen, die in einer Art Flash Mob zu tanzen anfangen — begleitet von einer Band, die sich auf einem Lastwagen befindet.

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„Ich denke, die Schönheit hat das Projekt gerettet“

Über die Eröffnung der Hamburger Elbphilharmonie

10 Jahre sind seit der Grundsteinlegung der Elbphilharmonie vergangen, die Kosten mehrfach explodiert. Nun ist es endlich soweit: Die Hamburger Elbphilharmonie wird am 11. Januar 2017 eröffnet. Es scheint das architektonische Meisterwerk des Jahres zu sein. Dabei zeigt sich, dass Schönheit ein Projekt retten kann.

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Foto: Avda – Eigenes Werk. Lizenz: CC BY-SA 3.0 URL: https://commons.wikimedia.org

von Josef Jung

Vorbei die Zeiten der rein pragmatischen Architektur

Schon die Band Rammstein weiß in ihrem Lied „Morgenstern“ zu dichten: „Der Mensch ist doch ein Augentier / Schöne Dinge wünsch ich mir“. Umso erstaunlicher ist es, dass in der Architektur der letzten Jahrzehnten Schönheit keine große Rolle gespielt zu haben scheint. Verständlich wird das, wenn man die Erfahrungen der beiden Weltkriege einbezieht. Vor allem die mörderische Ideologie des Nationalsozialismus missbrauchte Architektur, Pracht und Schönheit um Verbrechen und Völkermord zu begehen. So galt wohl alles als vergiftet, was über pragmatischen Nutzen hinausging – oder man war einfach zu traumatisiert um sich dem Schönen öffnen zu wollen.

Aber Schönheit für sich genommen ist nicht ideologisch, sondern sinnlich. Schönheit spricht den Menschen an, weil er auf Schönheit ausgerichtet ist. Daher ist es nur verständlich, wenn Schönheit auch in der Architektur wieder eine Rolle spielt.

Die Schönheit der Elbphilharmonie

Jacques Herzog, einer der beiden Architekten der neuen Elbphilharmonie sagt im Deutsche Bahn Magazin „Mobil“ (01/2017) : „Ich denke, die Schönheit hat das Projekt gerettet!“ Jeder habe „die ungeheure Verführungskraft dieses Projekts gespürt“. Ähnlich äußert sich sein Projektpartner Pierre de Meuron: „Architektur ist, wenn der Mensch sich angesprochen fühlt. Es geht um Liebe!“ Wenn das das zeitgenössische Architekturverständnis ist, sind wir zurückgekehrt zur Idee der Erhabenheit und Transzendenz und haben eine rein naturalistisch-pragmatische Phase überwunden. Die Geschichte zeigt dann, dass die conditio humana zwar leise aber beständig lebt und sich langfristig gegen alles andere durchsetzt.

Architektur und Ausstattung der Philharmonie

Herzog nennt drei Vorbilder für die Elbphilhamonie: das antike Theater von Delphi, die Sportstadien-Architektur und das Zelt. Das gesamte Gebäude besteht aus einem Sockel und einer gläsernen Dachlandschaft. Es beherbergt zwei Konzertsäle (einen großen und kleinen), ein Hotel und einige Appartements. Während der Große Konzertsaal Platz für über 2000 Gäste bietet, passen 550 in den kleinen. Hotel und Wohneinheiten sind natürlich im Bereich der Superlative. Was die Akustik angeht, so strebt die Elbphilharmonie an zu den besten Konzerthäusern der Welt zu gehören. Dazu hat der Japaner Yasuhisa Toyota den Raumklang des Großen Saals am Computer mit 3-D-Modellen berechnet.

Die Elbphilharmonie will Hamburg stolz machen, ihr eine musikalische und künstlische Seele geben – und das scheint gelungen zu sein.

Links:

Der Artikel erschien zuerst auf hinsehen.net

Jugendportal von ARD & ZDF: Sex-Tipps und linke Wutreden

Deftige Sex-Tipps und linker politischer Aktionismus – dafür werden die Rundfunkgebühren beim Jugendportal „Funk“ ausgegeben. Gute Ansätze kommen beim jungen Angebot von ARD und ZDF zu kurz.

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Funken nun auf öffentlich-rechtlichen Wellen: Moritz Neumeier (links unten) und Rayk Anders (rechts oben) besprechen die politische Lage, Suzie Grime (links oben) und Mai (rechts unten) führen derweil Interviews. Foto: http://www.funk.net

Eine Web-Kritik von Moritz Breckner

45 Millionen Euro im Jahr. Das ist das Budget des Jugendportals „Funk“, das ARD und ZDF seit dem 1. Oktober betreiben. Es lohnt sich, diese Zahl im Kopf zu haben, wenn man sich näher betrachtet, was genau da aus dem Geld der Gebührenzahler finanziert wird.

„Fickt euch!“ heißt eines der Formate, das auf Funk beweisen soll, dass die GEZ-Gebühren auch für Leute zwischen 14 und 29 Jahren, so die Zielgruppe, ausgegeben werden. Die YouTuberin Kristina Weitkamp erklärt dort zum Beispiel, wie man sich am besten selbst befriedigt. Erklärtes Ziel dabei: Aufzeigen, wie vielfältig Sex sein kann und Fragen klären, die man sich sonst nicht zu stellen traut.

Politisch hat Funk unter anderem den Kabarett-Kanal „Auf einen Kaffee mit Moritz Neumeier“ im Angebot. Zu sehen ist der „Stand-Up-Künstler“ Moritz Neumeier, der in etwa fünfminütigen Clips beispielsweise gegen das Burka-Verbot, „bescheuerte“ CSU-Politiker oder die AfD wettert. „Irgendwann haben sich die Menschen abgehängt gefühlt“, referiert er anlässlich des Tages der Deutschen Einheit über die Menschen im Osten Deutschlands. „Und dann wurden sie ein bisschen depressiv, und fanden das alles doof, dann wurden die ersten wütend, und heute laufen sie alle der verfickten AfD hinterher.“

Originell soll wohl sein, dass Neumeier etwa alle 40 Sekunden aus einem Kaffeebecher schlürft und seine Weisheiten vorträgt wie jemand, der sich schon recht spät am Abend zu einem ungebetenen Vortrag am Stammtisch erhebt. Ausdrücke wie „Kacke“, „beschissen“ oder das F-Wort natürlich inklusive.

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Heilige für alle: Welchem Heiligen man sich in welchem Beruf anvertrauen kann

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Ende des 15. Jahrhunderts entstand diese Darstellung der Fürsprecherin der Architekten, Sankt Barbara, von Giovanni Antonio Boltraffio.

Buchstäbliche Fürsprecher bei Gott dabei sind die Heiligen. Sie beten für alle, die noch kämpfen. Viele dieser Heiligen übten in ihrem Leben einen Beruf oder eine Aktivität aus – und deshalb hat sie die Kirche zu Patronen für einige berufliche Tätigkeiten ernannt.

Wer wissen will, welcher Heiligen er oder sie seinen Beruf anvertrauen kann, findet in der folgenden Liste heraus, wer typischerweise für diesen angerufen wird; wobei es natürlich regionale wie persönliche Vorlieben gibt – und letztlich jeder dabei zu Gott betet.

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Aus dem SPIEGEL-Archiv 1957: Katholische Damenmode

Tugendhafte Eleganz

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Bildquelle: DER SPIEGEL 42/1958 Alle Rechte vorbehalten.

Papst Pius XII., der unter dem Stirnrunzeln der konservativen Würdenträger seines Hofstaates schon manche Neuerung eingeführt hat, überraschte jüngst die Ewige Stadt mit einer neuen sensationellen Geste. Erstmals in der Geschichte des Papsttums wurden die 200 Angehörigen eines römischen Modehauses vom Heiligen Vater in Privataudienz empfangen. Dieser ungewöhnliche Gnadenerweis wurde den drei Schwestern Fontana aus Anlaß des fünfzigjährigen Bestehens ihres Salons gewährt. Für die heilige Stadt war diese Begegnung zwischen dem Stellvertreter Christi und der weltlichen Eitelkeiten verhafteten Haute Couture ein revolutionäres Ereignis.

In der zweitausendjährigen Geschichte des Christentums haben die Launen der weiblichen Bekleidung selten Gnade vor den Augen der Kirche gefunden. Wie schon die alttestamentarischen Propheten gegen die Eitelkeit der Töchter Israels wetterten, so sind auch christliche Kirchenväter, Heilige und Päpste mit Bußpredigten, Verboten und Verdammungsurteilen gegen das Blendwerk der weiblichen Mode zu Felde gezogen. Weiterlesen 

Quelle: DER SPIEGEL 29/1957. Alle Rechte vorbehalten

Warum George Michael MEHR als „der Sänger von Last Christmas“ war

Ein Nachruf von Stefan Ahrens

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George Michael (1963-2016)

Vor ziemlich genau vier Wochen veröffentlichte The Cathwalk freundlicherweise einen Artikel von mir – und das passend zur alljährlichen Advents- und Glühweinstandzeit: „Warum Last Christmas KEIN Weihnachtslied ist!

In diesem Artikel versuchte ich – durchaus mit spitzer Feder, aber vielleicht nicht ganz grundlos – aufzuzeigen, warum ich diesen polarisierenden Wham!-Dauerbrenner und Longseller weder für kein klassisches Weihnachts- beziehungsweise Winterlied noch für ein textlich immer geschmackssicheres Stück halte.

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Adventzeit in Wien zwischen Punsch und Kerzenschein

Eine Kolumne von John Galt

Weihnachtsmarkt
Christkindlmarktes auf dem Rathausplatz Bildquelle: weihnacht.at

Es scheint jedes Jahr immer schlimmer zu werden. Heuer durfte ich bereits Ende August die ersten Lebkuchen im Supermarkt um die Ecke bestaunen. Auf zwei Paletten zu Türmen gestapelt. Bei Temperaturen die noch um die 30 Grad lagen. Also im Hochsommer noch vor Beginn des Herbstes am 1. September. Und selbst dann ist noch nichts weihnachtliches im Alltag oder anderweitig festzustellen: Bis weit in den Oktober verzeichnete Wien in diesem Jahr wirklich herrlich sommerliche Temperaturen und außerordentlich schönes Sonnenwetter.

So wie jedes Jahr wurden pünktlich zu Allerheiligen die Weihnachstdekorationen in den Straßen der Stadt aufgehängt und in Betrieb genommen. Noch vor Beginn der Adventszeit also. Am 3. November öffnete dann der erste Christkindlmarkt. Gut, das war im Museumsquartier und nennt sich „Winter im MQ“. Es hat auch wenig mit Weihnachten zu tun, ist aber dennoch – von den möchtegern hippen und alternativ angehauchten Künstlern einmal abgesehen – eher eine Veranstaltung mit Eventcharakter: Künstlerisch gestaltete Pavillons, live aufgelegte Musik und exotische Punschs. Auch wenn der Winter erst am 21. Dezember beginnt, ist der Winter im MQ am 23. Dezember schon wieder vorbei; trotzdem sehr nett.

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Winter im MQ 2015 (c) saLeh roZati

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„Sindr“: App für Beichtwillige

Die schottische Erzdiözese von Edinbugh und St. Andrews hat eine App für das Smartphone entwickelt, die Beichtwilligen schnell den Weg zur nächsten Kirche zeigen kann. Noch vor dem eigentlichen Start hat die App schon jetzt einen Spitznamen bekommen: „Sindr“.

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Sindr ist der Spitzname einer App der katholischen Kirche, um Kirchen zu finden Foto: thecatholicapp.com

Wie die britische Zeitung „The Telegraph“ berichtet, erkennt die App die aktuelle Position des Nutzers und zeigt an, wo sich die nächstliegende Kirche befindet. Das Programm zeigt zudem, wo gerade eine Messe stattfindet oder die Möglichkeit zur Beichte gegeben ist. Sie soll Beichtwilligen unter die Arme greifen, die sich auf Reisen befinden oder auch absichtlich nicht in ihrer angestammten Kirche beichten wollen, um anonym zu bleiben.

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„Gilmore-Clinton“ – Das Ende vom Ende

(The Cathwalk) Schließlich fragt sich der werteorientierte Zuschauer, ob es nicht auch einen Trump-Effekt im Broadcasting geben könnte: Heutzutage muss man sich nicht mehr mit dem selbstreferenziellen Establishment-Klüngel Washingtons zufrieden geben. Warum dann noch länger die Serien konsumieren, in denen Clinton & Co. ihre neuesten gesellschaftspolitischen Säue durchs Dorf treiben?

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Lorelai und Rory Gilmore sind zurück! | Bild: Netflix

Eine Cathwalk-Rezension der neuen Gilmore Girls Kulturserie

„Der Garderobenständer!“ – „Die Fische fliegen bei Nacht!“

„Warum rennen wir?“ – „58 Plätze, 62 Koreaner!“

„Oi, was für ein Pudel ist das?“

„Pass auf, sonst wirst Du noch wie Deine Mutter!“ – „Zu spät;-)“

Waren das noch Zeiten mit Lorelai, Rory, Luke, Emily und all den Bewohnern von Stars Hollow – spritzig, witzig und mit viel Charme. Eine voller Liebe und Verständnis geprägte Mutter-Tochter-Beziehung, eine Stadt voll individueller und eigensinniger Menschen, die sich jedoch alle einander sehr zugetan sind und denen es nie an Humor und Überraschung mangelt. Natürlich gibt es im Leben der beiden Protagonistinnen – Lorelai und Rory – auch allerlei Hürden zu überwinden. Nichts desto trotz träumt man sich sehr gerne in diese Serienwelt – nach Stars Hollow. Nun waren die meisten Fans leider sehr unzufrieden mit dem Ausgang der Serie:

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Warum „Last Christmas“ KEIN Weihnachtslied ist!

Von Stefan Ahrens

(Wham!: „Last Christmas“- Originalvideo)

Kein Glühweinstand, kein Shoppingcenter, kein Radio und erst recht keine Ohrmuschel ist Jahr für Jahr im Advent vor “Last Christmas“ sicher. Für viele gehört der von George Michael geschriebene und vom britischen Pop-Duo „Wham!“ 1984 erstmals veröffentlichte Song in der Vorweihnachtszeit einfach dazu, für andere stellt er einen klaren Verstoß gegen die Antifolterkonvention der Vereinten Nationen dar.

Auf den Punkt gebracht: Last Christmas ist sowohl der meist geliebte und gleichzeitig meist gehasste „Weihnachtssong“ aller Zeiten – und einer der erfolgreichsten und meistgecoverten obendrein. Jahr für Jahr veröffentlichen George Michael und sein früherer Wham!-Partner Andrew Ridgeley rechtzeitig zum Jahresende den Dauerbrenner neu, alleine in Deutschland verbrachte der Song insgesamt bereits rund 120 Wochen in den Single-Charts – und kam 1997(!) sogar bis auf Platz 4. Seit der Erstveröffentlichung ist fast immer ein Platz unter den Top 20, wenn nicht gar den Top 10, drin – und Schätzungen zufolge bringen George Michael die Rechte an Last Christmas jährlich insgesamt sage und schreibe acht Millionen (!) Euro ein.

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80´s Pop Thatcherism in Vollendung: Andrew Ridgeley und George Michael von „Wham!“

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10 Jahre „Casino Royale“ oder: Wie James Bond begann katholisch zu werden

Daniel Craig - New James Bond movie Casino Royale
Bildquelle: http://www.themovies.co.za

Von Stefan Ahrens

Vor genau zehn Jahren hatte am 24. November 2006 in den deutschen Kinos ein Spielfilm Premiere, bei dem es sich zwar einerseits um den bereits 21. Teil der langlebigsten Filmserie der Welt handelte, andererseits jedoch um ein wirkliches Novum.

Denn „Casino Royale“ – eine Neuverfilmung des allerersten gleichnamigen „James Bond 007“-Romans von Ian Fleming aus dem Jahr 1954 – bedeutete nicht nur das vielgelobte Debüt von Daniel Craig als Geheimagent Ihrer Majestät sondern außerdem einen fundamentalen Bruch mit dem bisherigen Verlauf der Actionreihe.

Denn unabhängig davon, dass dieser Film in die Anfangstage von James Bond beim MI6 zurückkehrte und keinerlei Verbindungen zu allen vorangegangenen Bond-Filmen von „Dr. No“ (1962) bis „Stirb an einem anderen Tag“ (2002) aufweisen sollte, wurde die Figur des James Bond in der Verkörperung durch Daniel Craig physischer, verletzlicher –und innerhalb der (bislang) vier Daniel Craig-Bond-Filme „Casino Royale“, „Ein Quantum Trost“ (2008), „Skyfall“ (2012) und „Spectre“ (2015) Stück für Stück „katholischer“.

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App2Heaven: Neue Wege der Glaubenskommunikation

Von Spiritual Dr. Andreas Schmidt

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Der Blick zwischendurch auf das Smartphone ist den meisten von uns zur Gewohnheit geworden. Was davon zu halten ist, wird diskutiert. Viele machen die Erfahrung, dass es der Lebensqualität (umso mehr der geistlichen) eher abträglich ist, dauernd Mails abzurufen, die meist nur Arbeit verursachen, belanglose Nachrichten aus Whatsapp-Gruppen zu lesen, in denen man nur zur Sicherheit ist, um nicht irgendetwas zu verpassen – oder mit sonstigen Mitteilungen und Informationen aus der Weltweite des Netzes überschüttet zu werden, von denen nur ein minimaler Bruchteil eine Relevanz für das eigene Leben hat.


Aber Fakt ist, dass die mobilen Kommunikationswege heute zum Standard geworden sind, dem man sich schwer entziehen kann. Es gibt wohl kaum etwas, was unsere Lebens- und Kommunikationsgewohnheiten so verändert hat. Darüber kann man lamentieren, und es ist gewiss notwendig, die Gefahren dieser Entwicklungen im Auge zu behalten. Aber es wäre zu wenig, nur mit dem warnenden Zeigefinger zu reagieren. Es gilt vielmehr, auch die Chancen aufzuspüren und zu nutzen.

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Er will Priester werden: Ehemaliger Spieler von Manchester United zum Diakon geweiht

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Vom Fussballer zum Dominikaner: Philip Patrick Stephen Mulryne, OP Foto: http://www.Dominicans.ie

Philip Mulryne, der zwischen 1997 und 1999 mit Größen wie David Beckham und Ryan Giggs spielte, kommt ursprünglich aus Nordirland. Er empfing am 29. Oktober durch die Hände von Monsignore Diarmiud Martin, dem Erzbischof von Dublin, die Diakonenweihe.

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