Stammtisch statt Stuhlkreis!

Die Männer wieder zum Glauben bringen

Hat nicht zum Teil das übertriebene Nachdenken darüber, was man überhaupt noch sagen darf, dazu geführt, dass insbesondere Männer, die eine deutliche Sprache gewohnt sind, überhaupt nicht mehr verstehen, worum es uns geht? Redet man oftmals nur noch über Phrasen und Symbole anstatt über Inhalte?

Ein Kommentar von Markus Lederer

Die pastoralen Angebote in den einzelnen Pfarrgemeinden sind vielschichtig. Es gibt Frauenkränzchen, Seniorenbetreuung, Bibellesekurse für Kinder und Initiativen, die das weibliche Bild der Kirche betonen wollen. Eigens für die Kinder befindet sich oftmals sogar eine Kinderspielecke in manchen Kirchen. So richtig und schön diese Angebotsvielfalt auch ist, fällt erschreckenderweise auf, dass pastorale Angebote für Männer – insbesondere für junge Männer – oftmals nicht vorhanden sind.

Vorschnell könnte man behaupten, dass dies daran liegt, dass junge Männer häufig nicht mehr in die Kirche kommen. Könnte es nicht aber auch mit den einseitigen Angeboten zusammenhängen? Der Bamberger Erzbischof Schick erkannte im Jahre 2012 bereits: „Männer mögen lieber Stammtisch statt Stuhlkreis!“ und forderte, „die Kirche muss die Männer zurückholen.“

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Der Hl. Thomas Moore machte deutlich: „We cannot get to heaven on a featherbed.“ Gemälde von Hans Holbein dem Jüngeren, 1527, in der Frick Collection in New York

Ein erster wichtiger Ansatz könnte sein, eine deutliche Sprache zu sprechen und sich nicht zu unklar, symbolhaft auszudrücken. Der katholische Glaube ist eine enorme Herausforderung und zugleich auch ein Abenteuer. Der Hl. Thomas Moore machte deutlich: „We cannot get to heaven on a featherbed.“

Der große US-amerikanische Country-Sänger Johnny Cash brachte dies ebenfalls auf den Punkt: „Being a Christian isn´t for sissies. It takes a real man to live for God – a lot more than to live for the devil, you know?” Oftmals wird der Glaube so wachsweich dargestellt, dass es zumindest für Jugendliche, welche beispielsweise in einem Sportverein sind, herausforderungslos und langweilig erscheinen muss, Christ zu sein. Den Glauben hat man nicht einfach nach der Firmung, sondern man wird mit ihm nie fertig. Unterfordert man mit allzu soften Angeboten nicht die Jugendlichen?

Sportlich ausgedrückt: „Gib dich nicht mit Mittelmaß zufrieden im Glauben!“ (Hl. Papst Johannes Paul II.) Überall worin ich gut sein möchte, muss ich arbeiten und Einsatz leisten. Klare, unverrückbare Positionen, die selbst noch gelebt werden, waren immer attraktiv und sie sind es auch heute noch.

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Franziskus: „Kasuistik ist eine heuchlerische Denkart“

‪„Gerecht, aber mit Barmherzigkeit“ – Frühmesse mit Papst Franziskus in der Kapelle der ‪„Domus Sanctae Marthae“ am 24. Februar 2017

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Santa Marta, 16. Februar 2017 / © PHOTO.VA – OSSERVATORE ROMANO

„Herr, lass mich gerecht sein, aber mit Barmherzigkeit“, statt ‪„eingehüllt von der Kasuistik“. Diesen Gebetswunsch hat Papst Franziskus den Gläubigen am Freitag in der Frühmesse in der ‪„Domus Sanctae Marthae“ im Vatikan empfohlen.

In seiner Betrachtung ging Franziskus auf die Perikope aus dem heutigen Tagesevangelium ein (Markus 10,1-12) [1], insbesondere auf die Frage der Pharisäer, ob ein Mann seine Frau aus der Ehe entlassen dürfe.

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#SineDubiis: Weckruf gegen die Erosion des Glaubens

„Wie hältst du es mit dem Papst?“, so lautet die Gretchenfrage. Von Matthias Jean-Marie Schäppi und Friedrich Reusch

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Es ist chic geworden in betont „konservativ-katholischen“ Kreisen, dass man sich über den Heiligen Vater echauffiert. Besonders auf Facebook und in Kommentarspalten katholischer Nachrichtenseiten mutiert manche fromme Seele zusehends zur anti-päpstlichen Stalin-Orgel. Manch ein „gottesfürchtiger“ Kirchgänger sehnt gar unverhohlen den Tod des Pontifex herbei: Sätze wie „zum Glück ist er schon 80 Jahre alt“ sind da zu lesen. Während einige katholische Publizisten Papst Franziskus offen angreifen, verstecken sich andere hinter den als anti-päpstliches Ventil missbrauchten Dubia. Wieder andere verbreiten süffisant und kommentarlos eine Papstschelte Dritter nach der anderen. Mit Verlaub: Wer nun mit rhetorischer Unschuldsmiene auf uns Initiatoren des Weckrufs zugeht und sagt, er wisse gar nichts von einer Kampagne und wer um alles in der Welt damit gemeint sein könnte, der kann uns damit nicht in die Irre führen.

Nachdem unsere Cathwalk-Redaktion die laufende Kampagne gegen den Heiligen Vater monatelang tatenlos mitverfolgt hat, gab es für uns nur zwei Möglichkeiten: Entweder, wir schlagen Martin Luther posthum für den Friedensnobelpreis vor (weil er im Vergleich zu diesen Agitatoren ein Waisenknabe war), oder wir setzen ein deutliches Zeichen der Solidarität mit Papst Franziskus. Selbstprofilierung und moralische Überhöhung sollten nicht länger als Synonyme für eine „besonders“ katholische Haltung wahrgenommen werden, die devot vorgibt, „Sorge für Papst und Lehre“ zu tragen, deren Methode der Kommunikation aber auf ganz andere Motive schließen lässt.

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Franziskus, der Papst, der nicht nur lehren, sondern berühren will

Wenn man das Pontifikat von Franziskus genau verfolgt, wird deutlich, dass er sich nicht in erster Linie als Lehrer sieht, sondern als jemand, der dazu ermutigen möchte, sich von Jesus berühren zu lassen, damit unser Herz verwandelt wird.

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von Josef Jung

„Mit seiner Inkarnation, mit seinem Kommen in unsere Mitte hat Jesus uns berührt“ (Lumen Fidei 31)

In seiner Antrittsenzyklika „Lumen Fidei“ macht der Papst meines Erachtens in wenigen Zeilen klar, worum es ihm im Kern geht:

„Nur so, durch die Inkarnation, durch das Teilen unseres Menschseins konnte die der Liebe eigene Erkenntnis zur Fülle gelangen. Das Licht der Liebe leuchtet nämlich auf, wenn wir im Herzen angerührt werden und so in uns die innere Gegenwart des Geliebten empfangen, die uns erlaubt, sein Geheimnis zu erkennen. So verstehen wir auch, warum für den heiligen Johannes der Glaube neben dem Hören und dem Sehen ein Berühren ist, wie er in seinem ersten Brief sagt: »Was wir gehört haben, was wir mit unseren Augen gesehen, was wir geschaut und was unsere Hände angefasst haben, das verkünden wir: das Wort des Lebens« (1 Joh 1,1). Mit seiner Inkarnation, mit seinem Kommen in unsere Mitte hat Jesus uns berührt, und durch die Sakramente berührt er uns auch heute. Auf diese Weise, indem er unser Herz verwandelte, hat er uns ermöglicht und ermöglicht er uns weiterhin, ihn als Sohn Gottes zu erkennen und zu bekennen.“ (LF, 31)

Jeder einzelne soll die Wahrheit und Liebe Gottes im Herzen spüren, berührt werden von Christus, um im Glauben neu zu werden. Darin steckt eine große Weisheit, denn vielmehr als durch das Hören wird der Mensch, ob Mann oder Frau, durchs Berühren erreicht.

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Let’s talk about Sex oder warum Papst Franziskus Seelen rettet!

(TheCathwalk.net) Nicht Papst Franziskus, sondern der Hl. Johannes Paul II. war der große Revolutionär, der der Kirche eine neue Sicht auf die Sexualität des Menschen geschenkt hat!
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Papst Johannes Paul II. umarmt den damaligen Kardinal Jorge Mario Bergoglio

Ein Kommentar von Benjamin Kalkum und Friedrich Reusch.

Vieles ist in den letzten Tagen geschrieben worden über Sex-Besessenheit und Moraltheologie, über das ewige Rom und das geistige Wittenberg, über Rigidität und Frigidität. Über was sich die verschiedenen Kommentatoren aber nicht einig waren, das war die Weise, wie wir Sexualität in unseren Diskussionen überhaupt wahrnehmen, definieren, in das Gesamtdasein des Menschen kontextualisieren.

Wir möchten deshalb einen Ausgangspunkt für die theologische Betrachtung in Erinnerung rufen, die aus der Theologie des Leibes des Hl. Johannes Paul II. stammt, der von vielen, die jetzt auf Papst Franziskus einprügeln, auch gerne „der Große“ genannt wird.

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WIR haben #SineDubiis unterschrieben, weil…

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Am vergangen Samstag hat The Cathwalk den Weckruf für 2017: „#SineDubiis – Wir gehen mit Papst Franziskus“ veröffentlicht. Die Initiatoren möchten sich bei all denjenigen bedanken, die uns durch Ihrer Unterschrift unterstützt und so ein wichtiges Zeichen in einer Zeit gesetzt haben, in der viele denken, „katholisch“ gehe auch ohne das vorgeschaltete „römisch“.

Unser Manifest hat ans Licht gebracht, wie fortgeschritten die im Weckruf genannten Symptome sind. Die Diskussion um #SineDubiis hat sehr deutlich gezeigt, dass – und wir übertreiben nicht, wenn wir dies sagen –, gerade bei den betont frommen Katholiken momentan eine Erosion des Glaubens stattfindet – eine Erosion des Glaubens an die hierarchische Verfasstheit der Kirche!

Unser Weckruf sollte ein kleines, aber nicht zu überhörendes Zeichen sein gegen die papstfeindlichen Schürer im Hintergrund. Ob wir effektiv gegensteuern können? Wir wissen es nicht. Aber es geht um nicht weniger als um die Aufrechterhaltung des Glaubens unter denjenigen, die sich als gläubig bezeichnen. Pharisäismus und Argwohn sind eine Pest.

Die Initiatoren Matthias Jean-Marie Schäppi & Friedrich Reusch (Chefredaktion The Cathwalk)

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Von Haifischbecken und Brennnesselsträuchern

(Thecathwalk.net) Ich halte es für unangebracht und falsch, über jede (vermeintliche) Verfehlung des Bischofs von Rom (oder anderer Bischöfe und Kardinäle) herzuziehen – und diese persönliche Meinung dann im Idealfall noch öffentlich auf facebook zu posten und breitzutreten. Und ich halte es für töricht und wenig apostolisch, wenn in der Kirche und unter Katholiken ein negativer Geist herrscht und wir letztlich nur um uns selbst kreisen – anstatt uns den Menschen „da draußen“ zuzuwenden.
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Ein Kommentar von Georg Dietlein

Im „katholischen Milieu“ (wie ich liebevoll zu sagen pflege) kann man zur Zeit jede Stecknadel fallen hören. Die Stimmung ist gereizt. Freundschaften sind angespannt. Und kaum jemand kommt über das übliche Schwarz-Weiß-Freund-Feind-Denken hinweg. Es geht um Papst Franziskus, die „Dubia“ der Kardinäle, Amoris laetitia, einen auf The Cathwalk veröffentlichten Weckruf, den einige katholische Blogger und Publizisten unterschrieben haben – und natürlich um persönliche Animositäten.

Ich sage es gleich vorweg: Man kann zu dem „Weckruf“ unterschiedlicher Meinung sein. Papst Franziskus wäre der letzte, der blinden Gehorsam fordert. Wäre ich der Redenschreiber des Pontifex, würde auch ich ihn an manchen Stellen deutlicher sprechen lassen. Ich kenne persönliches Misstrauen gegen den Papst sehr gut – zu sehr fordert er uns alle heraus. Doch dieser Misstrauens-Express kann schneller im geistigen Wittenberg ankommen, als es so manchem „differenzierten Papst-Kritiker“ lieb ist. Deswegen war der Weckruf ein begrüßenswerter Warnruf.

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#SineDubiis – Wir gehen mit Papst Franziskus!

Ein Weckruf für 2017

Ubi Petrus, ibi Ecclesia – wo Petrus ist, da ist die Kirche. Gemäß dieser Maxime glaubten und handelten Generationen katholischer Christen. Dieses Vertrauen in Petrus und seine Nachfolger ist kein Vertrauen in menschliche Gestalten, sondern Vertrauen in den Heiligen Geist selbst, der die Kirche Jesu Christi leitet und ihr beisteht. Dieses Vertrauen bedeutete immer auch ein liebevolles, aber dennoch selbstbewusstes Einstehen gegenüber den christlichen Strömungen der Reformation. Doch ausgerechnet im sogenannten „Luther-Jahr“ 2017 schüren die ihrem Selbstverständnis nach „romtreuen“ Kreise Misstrauen und Argwohn gegenüber dem Papst in einer Weise, die Luther alle Ehre gemacht hätte. Dagegen wenden sich die Unterzeichner dieses Weckrufs: Wir wollen keine Reformation reloaded – Wir gehen mit Papst Franziskus!

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I. Ein guter und rechtgläubiger Papst

  • Das Pontifikat von Papst Franziskus ist ein großer Segen für die Kirche. In epochaler Weise rief uns der Pontifex im vergangenen Jubeljahr die Bedeutung der Barmherzigkeit Gottes wieder ins Gedächtnis, den Schatz der Beichte und Gewissenserforschung, und die Notwendigkeit, den Geist der Barmherzigkeit auch dem scheinbar verlorenen Sünder gegenüber zu bezeugen. Gerade in einer Zeit, die sich leicht tut mit vorschnellen Verurteilungen, die eine Verrohung der Sprache und Sitten sowie einen grenzenlosen Egoismus ihr eigen nennt, ist die vom Papst angemahnte radikale Barmherzigkeit DAS Gegenmittel, welches der Heilige Geist durch den Heiligen Vater seiner Gemeinde kundgetan hat.
  • Diese radikale Barmherzigkeit zieht notwendig auch den Neid des vermeintlich „gerechten Sohnes“ auf sich, weil der barmherzige Vater bis in die Selbstdemütigung hinein nichts unversucht lässt, um den „verlorenen Sohn“ zu finden.
  • Papst Franziskus fördert in segensreicher Weise die Sakramenten-Pastoral. So erteilte er den Priestern der FSSPX die ordentliche Beichtvollmacht mit dem Wunsch, dass die Gläubigen dort gut und eifrig praktizieren können. Besonderes Feingefühl bewies er mit seinen Regelungen zur Absolution nach Abtreibung. Er setzte damit ein eindrucksvolles Zeichen dafür, dass die Barmherzigkeit Gottes groß genug ist, auch diese größte soziale Wunde unserer Zeit zu heilen. Der pastoralen Taten von Franziskus gibt es noch viele mehr. Wir nehmen diese dankbar an und preisen Gott dafür.
  • Wir distanzieren uns davon, die guten Akzente dieses Papstes ständig argwöhnisch zu beachten und fühlen uns dabei an einen Ausspruch von Berti Vogts erinnert: „Wenn ich übers Wasser laufe, dann sagen meine Kritiker: ‚Nicht mal schwimmen kann der!’“

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„Stimme des Herzens“: Diese Frauen geben ihren ungeborenen Kindern eine Stimme

Die „Reivindica“-Bewegung kam auf die Idee der Aktion #LaVozDelCorazón, zu Deutsch #StimmeDesHerzens.

Die Aktion soll klarmachen: Wer über Abtreibung spricht, der spricht über menschliches Leben. Das tiefe Band, das Mütter mit ihren Kindern verbindet, wird so sichtbar, wie auch die Tatsache, dass die Abtreibungs-Debatte nicht leichtfertig geführt werden kann.

Vor allem aber bekommen die eigentlichen Protagonisten eine Stimme: die Mutter und ihr Kind.

Peppone: „Das Volk bin ich!“

von Marco F. Gallina

Der dritte Film in der Reihe von Guareschis Werk, „Die große Schlacht des Don Camillo“ ist den meisten Zuschauern bis heute aufgrund einer Szene im besonderen Gedächtnis verblieben: die Fahrt der beiden Rivalen in einem US-Panzer kann man mit Sicherheit zu einer der Ikonen der italienischen Filmgeschichte zählen. Aber wie viele wissen eigentlich noch, warum die beiden überhaupt eine wilde Panzerfahrt durch die Po-Ebene unternehmen?

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Laut der Erzählung ließen die Amerikaner (fälschlich geht man zuerst von den Deutschen aus) das Gefährt 1945 zurück, nachdem man sich im nahen Hof des Kommunisten Tascha mit Wein betrunken hatte, und darüber den Panzer wohl vergaß. Peppones Leute bergen das Gerät für „spezielle Anlässe“ in der Zukunft – ob für Paraden, einen Umsturz oder die Weltrevolution lässt man wohl aus gutem Grund offen. Fakt bleibt, dass der Tank jahrelang unter einem Haufen Reisig versteckt wird.

Tascha ist allerdings nicht Besitzer, sondern nur Pächter des Hofs. Der arme Bauer Bezzi, der sein ganzes Leben lang gespart hat, erwirbt das Land vom eigentlichen Besitzer. Tascha muss den Hof daher räumen. Doch weil der Panzer dort immer noch versteckt ist, und der Verwaltung nie gemeldet wurde, könnte ein Prozess drohen. Illegaler Waffenbesitz – oder so ähnlich. So ein M24 Chaffee ist ja doch etwas mehr als eine gewöhnliche Schrotflinte.

Bürgermeister Peppone hält daher seine schützende Hand über Tascha, als der Bauer Bezzi einziehen will, nicht zuletzt, da die ganze Sache auf ihn zurückfallen könnte. Zweimal gibt es einen Aufschub für Tascha, damit Bezzi den Hof nicht beanspruchen kann. Solange ist Bezzi allerdings samt Familie und Vieh ohne Obdach. Don Camillo nimmt sich daher des Obdachlosen an, um seinen Fall beim Bürgermeister durchzusetzen. Man will sich gütlich einigen und nicht gleich vor Gericht gehen – schließlich ist das Italien und nicht Amerika, wo jeder sofort mit dem Anwalt um die Ecke kommt. Insbesondere, da die Kommunistenbande um Tascha auch nicht davor zurückschreckt „ihren“ Hof im Zweifelsfall mit Gewalt zu verteidigen (so viel im Übrigen zu Abschaffung des Privatbesitzes!).

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5 Parallelen zwischen Präsident Trump und Papst Franziskus

(TheCathwalk.net) Ob Dubia-Pharisäer oder CNN-Lügner, Malteser-Separatisten oder CIA-Verschwörer: Sowohl Präsident Trump als auch Papst Franziskus haben mit ähnlichen Problemen zu kämpfen. Der Cathwalk zeigt exklusiv, warum die beiden sich ähnlicher sind, als viele denken…

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Make the Catholic Church great again!

I. „No, I´m not gonna give you a question!“ – Dubia-Pharisäer und CNN-Lügner 

Beide Staatsoberhäupter haben mit einer wahrhaftigen Schlangenbrut zu kämpfen. Dabei zeigen sie lobenswertes Durchsetzungsvermögen: Während Trump weiß, dass es CNN nicht um eine ernsthafte Suche nach der Wahrheit geht, sondern darum, den ungeliebten Polit-Quereinsteiger zu desavouieren, gibt auch Papst Franziskus den pharsäischen Dubia-Dubbeln keine Antwort. Weiß er doch, dass die Dubia nichts anderes sind als moderne pharisäische Fangfragen. Und auf die ist Jesus Christus auch nicht eingegangen. Jeder Papstfreund wünscht sich indes eine Pressekonferenz im Vatikan, in der der Pontifex dem Sektierer Roberto de Mattei und dem plötzlich aus der Unterwelt aufgetauchten Giuseppe Nardi entgegenschleudert: „No, not you – not you! Your organisation is terrible! You are fake news!“

II. Ein Herz für den kleinen Mann – Skepsis gegenüber dem Freihandel

Die Floskeln von der alternativlosen Globalisierung, bei denen die Konzerne die einzigen entscheidenden Akteure sind, ziehen weder beim mächtigsten Christen noch beim mächtigsten Politiker der Welt. Beide betonen, dass uns die am besten vernetzte Globalisierung nichts nützt, wenn der kleine Mann dabei auf der Strecke bleibt – Trump mag dabei in erster Linie an den Arbeitslosen im Rust Belt, Franziskus an die Slums von Lateinamerika, Afrika und Indien denken. 

III. Amoris Laetitia und Great again! – Die Ränder im Blick

Sowohl das Pontifikat von Franziskus als auch die Amtszeit Trumps sind als ausdrückliche Re-Integrations-Perioden gedacht. Trump möchte die Verlierer der elitären Establishment-Politik á la Clinton und Obama wieder aufrichten, Papst Franziskus geht es mehr um die sprichwörtlichen „Zöllner und Sünder“, welche eine pharisäische Jansenistenfront inner- und außerhalb des Vatikans lieber stigmatisieren als absolvieren will.

IV. CIA-Verschwörung oder Malteser-Separatismus – Kein Bock auf Polykratie

Papst Franziskus gilt als wahrer Monarch auf dem Papstthron – so wie es die Pius-Päpste angeblich waren und wie es viele Konservative gerne bei Benedikt XVI. gesehen hätten. Für erfahrene Vatikan-Beobachter gilt es als sicher, dass der Pontifex auch den momentanen Stellvertreterkrieg um die Führung des Malteserordens für sich entscheiden wird – zum Ärger derer, die sonst nicht müde werden, mehr Autorität und mehr Rom-Zentrismus von der kirchlichen Hierarchie einzufordern!  Trump hätte auch gerne so weitreichende Machtbefugnisse, das Gewicht der Geheimdienste wird er aber aufgrund der amerikanischen Verfassung nicht ändern können. Was er aber tun könnte, wäre durch seine Social Media – Community die Geheimdienste beim einfachen Amerikaner so unbeliebt zu machen, dass ihnen keiner mehr glaubt.

V. Pro Life: Abtreibungen effektiv verhindern

Planned Parenthood dürfte es schwer haben in der Amtszeit Trumps, der die Wahl wohl ohne sein Bekenntnis „I´m Pro Life!“ und die Versprechung, staatliche Subventionen für Planned Parenthood zu streichen, nicht gewonnen hätte. Papst Franziskus setzt viele Zeichen für den Schutz des Lebens, die zeigen, dass er Notleidenden wirklich helfen will. Beispiele für diese integrale Barmherzigkeit sind seine Bestimmungen zur Absolution nach Abtreibung und seine Privataudienz für das Projekt 1000plus („HILFE statt Abtreibung“).

Gedicht zum Sonntag: „Fliegenbitte“ von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798 – 1874)

„Weihnachten soll’s für mich auch sein“

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Gönnt doch dem kleinen Wintergast
Im warmen Zimmer Ruh und Rast.
Da draußen ist gar schlimme Zeit,
Es stürmt und regnet, friert und schneit.

Ach, mein Begehren ist nur klein,
Ich nehme wenig Raum nur ein!
Im Blumenbusch am Fenster hier,
Da such‘ ich mir ein Nachtquartier.

Und wird es mir darin zu kalt,
So ist mein liebster Aufenthalt
Beim alten Fritzen auf dem Hut,
Da sitz‘ ich sicher, warm und gut.

Und kommt der heil’ge Christ heran,
Dann freu‘ ich mich wie Jedermann,
Weihnachten soll’s für mich auch sein,
Ein Kuchenkrümchen wird schon mein.

Drum laß die arme Flieg‘ in Ruh,
Sie hat ein Recht zu sein wie du.
Nun, liebes Kind, nun freue dich
Und sei noch lustiger als ich!

hoffmann_von_fallerslebenAugust Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874) wurde am 2. April 1798 in Fallersleben in der Nähe von Braunschweig geboren. Nach dem Abitur begann Hoffmann ein Studium der Theologie, dann der Germanistik und deutschen Philologie in Göttingen. 1821 nahm er ihn Berlin eine Stelle als Bibliothekar an; 1823 folgte eine Anstellung als Kustos der Zentral-Bibliothek in Breslau. 1830 wurde er außerordentlicher Professor in Breslau und habilitierte sich 1835 zum ordentlichen Professor der deutschen Sprache und Literatur. Nachdem Hoffmann wegen seiner liberalen Haltung aus dem Staatsdienst entlassen worden war, begab er sich auf Reisen. Von 1860 bis zu seinem Tod war er als Bibliothekar des Herzogs von Ratibor zu Corvey tätig. Hoffmann von Fallersleben starb am 19. Januar 1874.

Quelle: Britta Dörre, zenit.org

 

Schönheitsoperationen – Gut oder überflüssig?

Ein Kommentar von M. Jeanette Karbig

Schönheitsoperationen

Bei unseren „Liebe Leben“-Vorträgen über das Frau-Sein sprechen wir auch das Thema Schönheitsoperationen an. Daraufhin fragte mich eine beunruhigte Mutter, ob denn alle Schönheits-OPs problematisch seien.

Ich glaube das nicht. Für mich ist die Frage entscheidend, ob der Eingriff die Lebensqualität entscheidend verbessern kann. Es gibt Schönheitsdefizite, deren Korrekturen z.B. auch von den Krankenkassen übernommen werden. Dann ist es ein Eingriff, der sinnvoll sein könnte. Dennoch bleibt das Risiko von Nach-/Nebenwirkungen, wie ein dauerhafter Schmerz oder unbefriedigendes Ergebnis groß.

Vielmehr aber noch kann jede Frau, die mit einem solchen Eingriff liebäugelt, prüfen, was sich danach denn wirklich verändern würde und ob sich dieses Problem nicht anders lösen ließe. Damit meine ich nicht das Wegreden von Problemen oder die Annahme „schicksalhafter“ Schönheit, sondern ganz praktische, einfache Lösungen. Könnte nicht durch gut gewählte Kleidung das Problem abgemildert oder behoben werden? Könnte man sich von dem sozialen Druck befreien, dem man ausgesetzt ist? Ein schwaches Selbstwertgefühl oder mangelnde Selbstannahme könnten ebenso Ursachen für den Wunsch nach einem medizinisch-kosmetischen Eingriff sein. Und diese Mangelzustände blieben auch nach der OP bestehen.

Überlegenswert sind auch folgende Fragen: Was hat sich Gott gedacht, als er mich schuf – mit genau den Stärken und Schwächen, die jede Frau an ihrem Körper findet? (der Psalm 139 kann hier auch weiterhelfen!) Was stört mich denn wirklich? Was ist denn das Ende aller Frageketten? Und – gibt es in der Welt wirklich die von der Werbung und den Medien suggerierte Perfektion? Barmherzigkeit mit sich selbst ist ein Schlüssel zur Selbstannahme, zur Selbstliebe.

Schönheit die von Ihnen kommt

In Deutschland wird vergleichsweise wenig kosmetisch operiert. Anders sieht das in Ländern aus, in denen die äußere Erscheinung sehr wichtig ist, z.B. in Spanien, Italien, USA oder Brasilien. Dort ist der Sozialdruck größer, jedoch gilt auch dort das Prinzip der Schönheit, die von Innen kommt:

  • die Natürlichkeit
  • die (emotionale) Intelligenz, verbunden mit
  • körperlicher Attraktivität.

Das macht wahre Schönheit aus.

Quelle: http://www.liebeleben.com

Don Camillo und die Madonna

von Marco F. Gallina
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Wer sich mit der Filmreihe um Guareschis berühmteste Figuren auskennt, der weiß, dass es zwei Versionen gibt: Gino Cervi und Fernandel spielten ihre Rollen gleich zweimal, die Filme wurden doppelt abgedreht. Warum? Die Frage ist bis heute nicht völlig geklärt, denn Cervi sprach auch in der französischen Version Italienisch, Fernandel Französisch im italienischen Pendant. Fakt bleibt, dass einige Szenen anders modelliert sind; die Aufzählung der Details würde die Bandbreite sprengen. So singen die Kommunisten bei den Franzosen die „Internationale“, bei den Italienern „Bandiera rossa“.
Neben gestalterischen Kleinigkeiten gibt es aber auch Dialoge und ganze Szenen, die der italienischen Version fehlen. Ironischerweise ist die französische die werktreuere, und beinhaltet Aufnahmen, die der italienischen Zensur zum Opfer fielen. Ein Beispiel ist die Beerdigung von Signora Cristina – die alte Königsflagge war noch in den Fünfzigern ein Politikum, weswegen diese nur ganz kurz gezeigt wird; in der französischen Beerdigungsszene wird dem Tuch und dem Leichenzug größerer Platz eingeräumt. Ebenso erschien der Selbstmordversuch des Liebespaares Gino und Mariolino im ersten Film den Sittenwächtern unangemessen; und der Kreuzweg Don Camillos im zweiten Film wurden von einigen Kritikern als mögliche Parodie (und damit: Blasphemie) gewertet, weswegen dieser in der italienischen Version deutlich kürzer ausfällt.
Wer des Italienischen oder Französischen mächtig ist, kann kurz einen Blick in dieses halbstündige Video werfen, welches einige prägnante Beispiele bezüglich des Unterschieds der beiden Filmversionen zeigt:

Weiterlesen „Don Camillo und die Madonna“

Der Ablass – Den gibt’s doch gar nicht mehr! Ein Kommentar zum Reformationsfest