Lebensschutz ist Lifestyle

Neuer Rekord bei 1000plus

3.000 Beratungsfälle im laufenden Jahr: Das größte unabhängige Beratungsangebot für Frauen im Schwangerschaftskonflikt ohne staatliche Finanzierung und ohne kirchliche Trägerschaft hat sein Ziel für 2016 bereits übertroffen.

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Bereits über 3.000 Frauen wurden im laufenden Jahr durch 1000plus beraten. Zu dem enormen Wachstum hat besonders auch die seit einem Jahr bestehende Beratungsstelle Bayern beigetragen. © Pro Femina e.V.

München, 29. November 2016. – Mitte November wandte sich die dreitausendste Frau des Jahres 2016 an die Beratung von 1000plus. Damit hat das überkonfessionelle Projekt schon im Herbst sein Jahresziel erreicht: 3.000 Frauen die Information, Beratung und Hilfe zur Verfügung zu stellen, die sie brauchen, um ein Ja für ein Leben mit ihrem Baby zu finden. Dabei stellt die pro-life-Frauenhilfsorganisation aus Gewissensgründen keine Beratungsscheine aus, die Voraussetzung für eine straffreie Abtreibung sind. 85 Prozent der im vergangenen Jahr von 1000plus beratenen Frauen befanden sich in einem existenziellen Schwangerschaftskonflikt. 61 Prozent derjenigen Schwangeren, die 1000plus ihre Entscheidung mitgeteilt haben, entschieden sich für ein Leben mit ihrem Baby.

Um immer mehr Schwangere zu erreichen und ihnen eine Perspektive für das Leben zu eröffnen, geht 1000plus schon seit Jahren in die technische Offensive. Auf der gezielt suchmaschinenoptimierten Plattform www.profemina.org finden Frauen im Schwangerschaftskonflikt ein auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Informationsangebot und können sofort Kontakt zur 1000plus-Beratung aufnehmen: telefonisch, per E-Mail oder im eigenen Internetforum. Alle derzeit 21 bei 1000plus beschäftigten Beraterinnen weisen eine einschlägige Qualifikation für diese herausfordernde Tätigkeit auf.

Beratungskapazitäten kurz vor der Überlastung

Nach einem phänomenalen Anstieg der jährlichen Beratungszahlen von 277 auf 2.439 innerhalb von sechs Jahren hatte sich 1000plus für dieses Jahr ein erneutes Wachstum von knapp 30 Prozent vorgenommen. Die 328.000 Euro umfassende Spendenkampagne zur Finanzierung dieses Ausbaus wurde Mitte Oktober erfolgreich abgeschlossen. Gleichzeitig wandten sich im selben Monat so viele Schwangere wie noch nie an Pro Femina, so dass die bereits erweiterten Beratungsabteilungen kurz vor der Überlastungsgrenze standen. Schon wenige Wochen später wurde so das Jahresziel von 3.000 Beratungsfällen übertroffen.

Durchschnittlich berät 1000plus derzeit circa 290 Frauen im Monat – mehr als noch 2009 innerhalb eines ganzen Jahres. „Die Verzweiflung und Einsamkeit dieser Frauen in ihrer Notlage ist immer wieder aufs Neue erschütternd. So froh und dankbar wir sind, sie erreichen und beraten zu können, so sehr drängt es uns, diese Hilfe noch mehr Schwangeren im Konflikt zur Verfügung zu stellen“, so Kristijan Aufiero, Initiator und Leiter von 1000plus. Auch im kommenden Jahr möchte die Beratungsorganisation deshalb die technischen Maßnahmen weiter ausbauen und auf diese Weise im Jahr 2017 circa 4.500 Schwangeren Beratung und Hilfe zur Verfügung stellen.

Vision 2020: 10.000 Frauen pro Jahr beraten können

Nach diesem Rekordjahr 2016 ist Kristijan Aufiero zuversichtlich, dass es auch weiterhin nicht an Unterstützung und an neuen Mitarbeitern fehlen wird: „1000plus wäre nicht denkbar ohne die vielen tausend Menschen, welche sich mit ihren Spenden, Gebeten und ihrer tatkräftigen Mithilfe für ungewollt Schwangere einsetzen. Und wir werden weiterhin alles in unserer Macht Stehende tun, um noch mehr Unterstützer zu finden und gemeinsam für diese Frauen da zu sein.“

Das rein spendenfinanzierte Kooperationsprojekt wurde von der Schwangerschaftskonfliktberatung Pro Femina e.V. initiiert und wird von der Stiftung Ja zum Leben und von Die BIRKE e.V. als Projektpartner unterstützt. Bis zum Jahr 2020 will 1000plus die vorhandenen Beratungsstrukturen so weit ausbauen, dass jährlich 10.000 Schwangere beraten werden können.

Das Projekt 1000plus

Das Ziel von 1000plus ist es, eine Beratungsstruktur aufzubauen, die jährlich vielen tausend Frauen im Schwangerschaftskonflikt bestmögliche Beratung und konkrete Hilfe bietet. Daneben hat 1000plus es sich zur Aufgabe gemacht, mithilfe öffentlichkeitswirksamer Wort-, Bild- und Informationskampagnen einerseits auf die Not von Schwangeren im Konflikt, andererseits auf die Würde, den Wert und die Schönheit jedes Menschen aufmerksam zu machen. Im Jahr 2015 wurden im Rahmen von 1000plus insgesamt 2.439 Schwangere von zuletzt 17 Beraterinnen beraten. Die Beratungsorganisationen von 1000plus stellen keine Beratungsscheine nach § 219 StGB aus. Die Beratung wird zu 100 Prozent aus Spenden finanziert.

1000plus ist ein Gemeinschaftsprojekt von Pro Femina e.V., Die BIRKE e.V. und der STIFTUNG JA ZUM LEBEN.

Pro Femina e.V. ist eine mildtätige und gemeinnützige Frauenhilfsorganisation. Aufgabe von Pro Femina ist es, Frauen im Schwangerschaftskonflikt kompetent zu beraten und ihnen jedwede Hilfe zur Verfügung zu stellen. Ziel dieser Beratung und Hilfe ist es, der Frau eine Entscheidung für ein Leben mit dem Kind zu ermöglichen.

Die STIFTUNG JA ZUM LEBEN ist eine gemeinnützige öffentliche Stiftung. Sie setzt sich für den Schutz des menschlichen Lebens und die Rechte ungeborener Kinder ein. Zu diesem Zweck fördert die STIFTUNG JA ZUM LEBEN Projekte und Einrichtungen, die dem Wohl der Kinder und ihrer Eltern dienen.

Die BIRKE e.V. ist ein mildtätiger und gemeinnütziger Verein, der bundesweit Frauen im Schwangerschaftskonflikt berät und sie mit konkreten Hilfeleistungen unterstützt.
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6 Gedanken zu “Lebensschutz ist Lifestyle

  1. Josef Broszeit

    Klaus Ebner meint in seinem heutigen Kommentar, meine Ausführungen kritisieren zu müssen.
    Er kann natürlich bezweifeln, dass eine Schwangerschaftskonflikt-Beratung via Telefon oder online wirklich im Schwangerschaftskonflikt BERATEN kann – tausende Frauen jährlich sehen das jedenfalls anders.

    Und wir selbst auch, nachdem wir uns eingehend über das Konzept von 1000plus bzw. die Stiftung „Ja zum Leben“ persönlich informiert haben.

    Dass die entsprechenden Beratungen der hier zur Debatte stehenden pro life-Organisationen selbstverständlich die Diskretion der beratenen Frauen absolut wahren, steht dabei außer Zweifel.

    Einen gegenteiligen Eindruck zu erwecken und etwaige Zweifel daran zu kultivieren, ist zutiefst unredlich.
    Es mag sein, dass Frauen, die von vornherein fest und absolut zu einer Abtreibung entschlossen sind, solche Beratungsangebote von pro life-Organisationen gar nicht erst für sich in Erwägung ziehen, sondern gleich die für sie rein formale und vielleicht sogar lästige „Beratung“ als reine Formsache bei Pro Familia o.ä. eben pro forma so zügig wie möglich absolvieren, um den zur Abtreibung berechtigenden Beratungsschein schnellstmöglich zu erhalten.

    Aber es gibt eben auch die Frauen, die in einer Schwangerschaftskonfliktsituation Gewissensnöte bzgl. einer Abtreibung haben und die wirklich echt und dankbar gerne zum Leben des Kindes beraten werden möchten.

    DAS ist zuvörderst erst einmal die Zielgruppe der pro life-Organisationen.

    Im Gegensatz zu Beratungsscheinen ausstellenden Vereinigungen wie Pro Familia oder auch Donum vitae, können diese Frauen bei pro life-Organisationen absolut sicher sein, dass sie keine pro forma-„Beratung“ erhalten, sondern dass wirklich alles ausgelotet wird, wie der Mutter und nach Möglichkeit auch dem Vater tragfähige Perspektiven für ein künftiges Leben MIT dem Kind aufgezeigt und ermöglicht werden. Bis hin zu finanzieller Hilfe.

    Man kann die künftige Entwicklung der ja rein durch Spenden finanzierten pro life – Schwangerenkonfliktberatung in Ruhe abwarten; je nach Einstellung entweder hoffnungsvoll oder aber wie offenbar Kl. Ebner eher verärgert.

    Besser ist es, im erstgenannten Fall die pro life-Vereinigungen aktiv zu unterstützen.

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  2. Josef Broszeit

    Uns überzeugt an der Beratung des Projektes. 1000plus, dass hier im Gegensatz zu manchen anderen Schwangerschaftskonflikt – Beratungen eindeutig und ausschließlich zum Leben des ungeborenen Kindes hin beraten wird und kein Beratungsschein ausgestellt wird.
    Das ist eine echte und unverfälschte christliche Beratung – im Gegensatz z.B. von Donum vitae oder gar Pro Familia etc.

    Das hier seitens 1000plus, wie Klaus Ebner fälschlich behauptet, gar keine echte Schwangerenkonfliktberatung durchgeführt wird, stimmt nicht!

    Dass hier neben direkten persönlichen Gesprächen vor allem moderne Formen wie online- und Telefon-Beratungen durchgeführt werden, mag ihm zwar nicht passen, aber es ist unredlich, zu behaupten, dass so keine echte Beratung stattfinde. Gerade durch die Niedrigschwelligkeit und Anonymität dieser Beratungsformen ist die Hemmschwelle für die betroffenen Frauen tief angesetzt, sich den einschlägig geschulten Beraterinnen zu öffnen und ihre Sorgen, Nöte und inneren Konflikte vertrauensvoll und ehrlich zu offenbaren. Zudem fallen so zeitlich aufwändige und vielleicht auch kostspielige Wege zu einer Beratungsstelle hin weg.
    Im Übrigen erscheint mir jederzeit während den sich oft über einen längeren Zeitraum hinziehenden Beratungsgesprächen auch ein Wechsel zum direkten Gespräch zwischen Schwangerer und Beraterin grundsätzlich gewährleistet zu sein.

    Jeder Leser dieses Kommentars sei eingeladen, sich z.B. selbst im online-Portal „vorabtreibung.net“ darüber zu informieren und sich davon zu überzeugen, wie solche Beratungen zwischen anonymisierter Frau und der jeweiligen Beraterin ablaufen – sie sind dort unter voller Wahrung des Persönlichkeitsschutzes dokumentiert.

    Auch die immer wieder seitens beratenen Frauen bekundeten Dankesbezeugungen gegenüber den einfühlsamen und zugleich fachlich kompetenten Beraterinnen von 1000plus geben ein eindrucksvolles Zeugnis für dieses christlich-überkonfessionelle Beratungsangebot und strafen die Vorwürfe von Klaus Ebner Lügen.

    Dadurch dass hier bei 1000plus auf keinen Fall ein zur Abtreibung berechtigender Schein ausgestellt werden kann, muss auch die Beraterin wirklich ALLE ihr zur Verfügung stehenden Wege und Möglichkeiten ausloten und gegenüber der Schwangeren anführen, die zu einer Annahme und zu einem Austragen des ungeborenen Kindes führen können.
    Den bequemer erscheinenden aber nur scheinbar einfacheren Lösungsweg zur Abtreibung mit gleichzeitiger Scheinausstellung können die 1000plus-Beraterinnen dagegen nicht aktiv beschreiten.
    Trotzdem ist die Beratung letztlich ergebnisoffen und immerhin entscheidet sich offensichtlich doch ein gutes Drittel der von 1000plus beratenen Schwangeren letztlich zur Abtreibung, was sicherlich von den Beraterinnen als schmerzlich empfunden werden dürfte.

    Auch dieses auszuhalten gehört zu dieser christlichen Beratung mit dem eindeutigen Ziel zum Leben des Kindes dazu und kann gerade auch für die 1000plus tragenden Organisationen wie die Stiftung „Ja zum Leben“ und andere Ansporn sein, nach noch mehr und weiteren Lösungen zu suchen, wie das Leben ungeborener Kinder zusammen mit ihren Müttern und Vätern lebenswert erhalten und garantiert werden kann.

    Dass 1000plus die Schwangeren, die sich vertrauensvoll an sie wenden, bei sich rechtlich bietender Möglichkeit sofort und vornehmlich an die Staatsanwaltschaft melden würde, ist übrigens eine böswillige Unterstellung des Herrn Klaus Ebner.

    Alles in allem dürfte der große Zuspruch nach Schwangerschafts-Konfliktberatungen bei 1000plus ein deutliches Votum seitens Betroffener für die Einfühlsamkeit, Qualität und Ehrlichkeit bei gleichzeitiger Diskretion sein.

    Uns jedenfalls spornt das an, die Stiftung „Ja zum Leben“ als eine der christlichen pro life-Trägerorganisationen finanziell aktiv zu unterstützen.

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    1. Sehr geehrter Herr Broszeit,

      das sind jetzt ein bisschen viel Verdrehungen in einem Mail.
      Zum Thema Beratung: lt. Gesetz ist die Voraussetzung für den sogenannten „Beratungsschein“ eine persönliche Beratung bei einer anerkannten Beratungsstelle. Die Mitwirkung darf dabei nicht erzwungen werden. Telefonische und Internet-Beratungen – wie sie „pro femina“ nach eigenen Angaben zu 90 % durchführt sind dabei nicht gemeint und berechtigen auch nicht zum Ausstellen eines „Scheins“.
      Ob man über Internet oder Telefon in sollen Fällen, in denen es doch um aller persönlichste Dinge geht wirklich „beraten“ kann wage ich zu bezweifeln. Ich wüsste zum Beispiel nicht wie versprechen könnte, dass eine Frau den schwierigen Konflikt, in der sie steckt mit Sicherheit „meistern wird“ obwohl man die Frau nicht einmal persönlich gesprochen und gesehen hat ist mir schleierhaft.
      Aber nun zu einem wichtigeren Punkt: Beratungsmodelle wie die von pro femina funktionieren nur deshalb, weil es den Beratungsschein und die damit verbundene Straffreiheit gibt. Denn die Frau kann ja nicht wissen ob ihr dort wirklich geholfen werden kann, in einer großen Zahl der Fälle ist das nicht der Fall. In diesem Fall könnte die Beratungsstelle nicht nur die Daten weitergeben, sie müsste es gesetzlich sogar. Denn wenn die Straflosigkeit fallen würde, dann würde auch die Pflicht zur Nothilfe wieder aufleben, d.h. eine Beratungsstelle müsste bei Gefahr im Verzug alles tun um das Leben des ungeborenen Kindes zu retten. Welche Frau, die ernsthaft eine Abtreibung in Erwägung zieht wäre dann so dämlich dort hinzugehen und genauere Angaben über sich zu machen. Sogar ihre IP Adresse könnte ja nachvollzogen werden.

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  3. Vielleicht sollte man mal bei der Wahrheit bleiben. „Pro Femina“ oder wie immer die ganzen darunter vereinten Brands heißen mögen kann gar keine „Beratungsscheine“ ausstellen, da zum allergrößten Teil gar keine persönlichen Beratungen durchgeführt werden sondern nur Online- oder Telefonberatungen von äußerst zweifelhaftem Wert. Außerdem funktioniert das Geschäftsmodell von 1000plus nur aufgrund der derzeit gültigen Beratungsmöglichkeit inklusive Straffreiheit. Denn gäbe es die Straffreiheit nicht, dann wären die 1000plus Beraterinnen die ersten, die vertrauliche Daten der beratenden Frauen an die Staatsanwaltschaft weitergeben würden.

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    1. Spectator Romanum

      Sehr geehrter Herr Ebner, wie schön, dass Sie nun auch hier Ihrem Hobby nachgehen, 1000plus-Blogbeiträge zu kommentieren! Nur leider versteht man nicht, was Sie eigentlich sagen wollen – außer dass Sie offensichtlich ein großer Fan des Beratungsscheines sind. Was ja nichts Neues ist. Nur ist es ebenso nichts Neues, dass da katholischerseits bereits im Jahr 2000 von oberster Stelle eine glasklare Klärung erfolgt ist.

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