Piusbruderschaft: „Augenblick scheint gekommen zu sein, die Lage zu normalisieren“

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Will die baldige Einigung seiner Piusbruderschaft mit Rom: der ehemalige Generalobere Pater Franz Schmidberger

VATIKAN/ZAITZKOFEN (The Cathwalk). – Internes Dokument (siehe unten) vom Februar 2016 zeigt klar, dass die Piusbruderschaft bereit und offen ist „aus dem Exil“ in den Schoß der Heiligen Mutter Kirche zurückzukehren. Das Schreiben mit den Überlegungen zur Stellung der Priesterbruderschaft St. Pius X. der Kirche gegenüber stammt aus der Feder von Pater Franz Schmidberger, Regens des Priesterseminars St. Herz-Jesu in Zaitzkofen bei Schierling.

Noch vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass wieder Bewegung in das festgefahrene Verhältnis zwischen dem Vatikan und den Piusbrüdern gekommen war. Zum ersten Mal traf sich Papst Franziskus zu einem Gespräch mit dem Oberen der Priesterbruderschaft Sankt Pius X. (FSSPX), Bernard Fellay. Über Dauer, Verlauf und Ergebnis der Begegnung im vatikanischen Gästehaus Santa Marta machte das Presseamt keine Angaben. Aber die Audienz selbst zeigte, dass Franziskus durch einen direkten Kontakt bemüht ist, Barrieren zu überwinden.

Auch für Pater Franz Schmidberger (langjähriger Generalobere der Piusbruderschaft 1982-1994) scheint der „Augenblick gekommen zu sein, die Lage der Bruderschaft zu normalisieren“. 

 

 

ÜBERLEGUNGEN ZUR KIRCHE UND DER STELLUNG DER PRIESTERBRUDERSCHAFT ST. PIUS. X IN IHR

I. Die Kirche ist ein Geheimnis. Sie ist das Geheimnis des einzig wahren und unter uns gegenwärtigen Gottes, des Retter-Gottes, der nicht den Tod des Sünders will, sondern dass dieser sich bekehre und lebe. Die Bekehrung erfordert unsere Mitarbeit.

II. Die Kirche ist unfehlbar in ihrem göttlichen Wesen; aber sie wird von Menschen getragen, die irren und auch mit Fehlern behaftet sein können. Von der jeweiligen Person ist das Amt zu unterscheiden. Erstere hat das Amt eine gewisse Zeit inne und tritt dann ab – sei es durch Tod oder durch andere Umstände; das Amt bleibt. Heute ist Papst Franziskus Inhaber des päpstlichen Amtes mit der Primatsgewalt. Zu einer Stunde, die wir nicht keimen, wird er abtreten und ein anderer Papst wird gewählt werden. Solange er aber den Päpstlichen Stuhl innehat, anerkennen wir ihn als solchen und beten für ihn. Wir sagen nicht, er sei ein guter Papst. Im Gegenteil stiftet er durch seine liberalen Ideen und seine Amtsführung viel Verwirrung in der Kirche. Als aber Christus das Papsttum einsetzte, sah er die ganze Reihe der Päpste die Kirchengeschichte hindurch voraus, auch einen Papst Franziskus. Und trotzdem hat er dessen Besteigung des päpstlichen Thrones zugelassen. In analoger Weise hat der Herr das allerheiligste Altarssakrament mit der Realpräsenz eingesetzt, obwohl er viele Sakrilegien im Laufe der Geschichte voraussah.

III. Die Priesterbruderschaft St. Pius X. wurde von Erzbischof Lefebvre inmitten dieser verwirrenden Zeiten für die Kirche gegründet. Sie ist dazu berufen, der Kirche eine neue Priestergeneration zu schenken, das wahre heilige Messopfer zu bewahren und das Königtum Jesu Christi über die ganze Gesellschaft zu proklamieren, gerade auch angesichts liberaler Päpste und den Glauben verratender Kirchenfürsten. So musste cs notwendigerweise zum Konflikt kommen: Die Bruderschaft wurde 1975 ins Exil geschickt. Dort hat sie nicht nur überlebt, sondern ist gewachsen und für viele Menschen ein Zeichen des Widerspruchs gegen das Zerstörungswerk unserer Tage geworden. Dieser Widerspruch wurde in besonderer Weise für die Welt offenkundig am 30. Juni 1988 durch, die aus inneren Gründen heraus notwendige Konsekration von vier Weihbischöfen durch Erzbischof Lefebvre.

IV. Trotzdem hat Erzbischof Lefebvre immer eine kirchenrechtliche Lösung für die Bruderschaft nach ihrer Verurteilung gesucht und das Gespräch mit den römischen Autoritäten nicht gescheut; dazuhin lag ihm daran, sie zur Einsicht und Umkehr zu bewegen. Diese Bemühungen führte er auch nach der Bischofskonsekration fort, obwohl er in seinem Realismus wenig Hoffnung auf Erfolg hatte. Er bat, sich eines argumentums ad hominem bedienend, man möge ihn „das Experiment der Tradition“ machen lassen. Er erkannte also vollkommen die Tatsache an, dass die Bruderschaft in einer außergewöhnlichen Lage steht, und dies keineswegs aus eigener Schuld, sondern aus der Schuld ihrer Gegner heraus. So ist die Lage bis zum Jahr 2000 geblieben. Von da ab bemühte sich Rom um eine Bereinigung dieser Lage, manchmal aus List, manchmal aus ehrlicher Absicht heraus, je nachdem, wer sich von römischer Seite aus dem Problem annahm.

V. Der weitere dramatische Niedergang der Kirche seither und die gleichzeitige stetige Entwicklung der Bruderschaft brachten den einen oder anderen Kardinal oder Bischof zu teilweiser oder ganzheitlicher, aber nach außen hin nicht ohne weiteres eingestandenen Einsicht. Rom selbst schraubte seine Forderungen nach und nach, herunter, und in den letzten Vorschlägen ist nicht mehr die Rede von einer Anerkennung des II. Vatikanums noch der Legitimität des Novus Ordo Missae. So scheint der Augenblick gekommen zu sein, die Lage der Bruderschaft zu normalisieren, und dies aus verschiedenen Gründen heraus:

  1. Jede anormale Situation strebt aus sich selbst heraus zu einer Normalisierung. Dies liegt in der Natur der Sache.
  2. Verlieren wir nicht die Gefahr aus dem Auge, dass Gläubige und gewisse Mitbrüder sich an die unnormale Lage gewöhnen und diese als normal ansehen. Der Widerspruch hier und dort gegen eine Teilnahme am Heiligen Jahr wie auch die völlige Ignorierung der Zuteilung der ordentlichen Beichtjurisdiktion durch Papst Franziskus (wir haben uns immer auf die Notsituation berufen und die außerordentliche Beichtjurisdiktion ganz zu Recht in Anspruch genommen) lässt aufhorchen. Wenn Gläubige oder Mitbrüder sich wohlfühlen in dieser Lage der Freiheit bezüglich der Abhängigkeit von der Hierarchie, dann deutet dies auf einen schleichenden Verlust des sensus ecclesiae hin. Wir dürfen nie so argumentieren: „Wir haben die gesunde Lehre, die wahre hl. Messe, unsere Seminare und Priorate und vor allem Bischöfe. Also fehlt uns nichts.“
  3. Wir haben sehr wohl Sympathisanten und auch Freunde unter den Bischöfen und Kardinäien. Der eine oder andere würde uns gerne zu Hilfe rufen, uns eine Kirche geben oder auch selbst sein Seminar anvertrauen; aber in der gegenwärtigen Situation ist dies für sie unmöglich. Diese Nikodemusse warten mit Ungeduld auf eine Lösung, die ihnen zudem persönlich den Rücken stärken würde. Jedenfalls würden viele Schranken und Hemmschwellen fallen, die man bei glaubenstreuen, aber ängstlichen Katholiken findet. Das in den Massenmedien und anderswo verwendete Wort von der schismatischen oder abtrünnigen oder von der Kirche getrennten Bruderschaft wäre aus der Welt geschafft.
  4. In den nächsten Jahren brauchen wir dringend neue Bischöfe. Solche zu weihen ohne päpstliches Mandat ist sicher möglich in einer äußersten Notlage. Wenn man aber Bischöfe mit der Erlaubnis Roms weihen kann, so muss man um die Erlaubnis bitten. 
  5. Die Modemisten, die Liberalen und die anderen Feinde der Kirche sind sehr beunruhigt, was die kirchenrechtliche Lösung für die Bruderschaft anbetrifft. Legt uns die Unterscheidung der Geister da nicht nahe, dass dies der richtige und gute Weg ist.
  6. Wie kann die Kirche überhaupt ihre Krise überwinden? Man sieht beim jetzigen Stand der Dinge keinen Hoffnungsschimmer. Dagegen würde der offizielle Akt der Anerkennung der Bruderschaft eine heilsame Unruhe im Innern der Kirche auslösen. Die Guten würden ermutigt werden, die Bösewichte würden eine Niederlage erleiden.

VI. Antwort auf einige Einwände:

  1. Wie kann man eine Anerkennung durch Papst Franziskus anstreben?

Antwort: Wir haben schon auf die notwendige Unterscheidung zwischen Amt und Amtsinhaber hingewiesen. Ohne Zweifel hat der jetzige Papst die von Gott gesetzte Aufgabe, jedermann vor Augen zu führen, was das Konzil wirklich war und was seine letzten Konsequenzen in der Kirche bewirken. Verwirrung, die Diktatur des Relativismus, die Pastoral höher zu setzen als die Lehre, Freundschaft mit allen Feinden Gottes und Gegnern des Christentums. Aber gerade dadurch versteht der eine oder andere die Irrtümer des Konzils bzw. schließt von den Wirkungen auf die Ursache. Außerdem sind jene, die zu sehr auf die Person Benedikts XVI. gesetzt haben, anstatt das päpstliche Amt an die erste Stelle und seinen Inhaber an die zweite Stelle zu setzen, beim Rücktritt des Papstes emeritus schlimm im Regen stehen geblieben. Machen wir nicht denselben Fehler und schauen zu sehr auf die konkrete Person anstatt auf die göttliche Stiftung!

Vielleicht ist es auch gerade Papst Franziskus, der mit seiner Unberechenbarkeit und Improvisation zu solchem Schritt imstande ist. Ihm werden Massenmedien vielleicht eine solche Maßnahme verzeihen, während sie diese Benedikt XVI. nie und nimmer verziehen hätten. In seinem autoritären, um nicht zu sagen tyrannischen Regierungsstil wäre er wohl imstande, eine solche Maßnahme auch gegen Widerstände durchzusetzen.

  1. Was aber werden die Leute des „ Widerstandes“ sagen?

Antwort: Wir können unser Handeln nicht nach Leuten ausrichten, die ganz offenkundig den Sinn für die Kirche und die Liebe zur Kirche in ihrer konkreten Form verloren haben. Inzwischen sind sie übrigens unter sich selbst vollkommen zerstritten.

  1. Sie werden hinfort zu all den heutigen Irrtümem schweigen müssen.

Antwort: Wir lassen uns keinen Maulkorb umhängen, sondern nennen die Irrtümer beim Namen vor einer Normalisierung wie auch nach einer Normalisierung. Wir wollen so aus dem „Exil“ zurückkehren, wie wir heute sind.

  1. Papst Franziskus hat unter den Katholiken eben so schlechten Ruf, dass eine Anerkennung von seiner Seite aus der Bruderschaft eher schadet als nützt.

Antwort: Wir machten bereits eingangs die Unterscheidung zwischen Amt und Person. Wenn Franziskus Papst ist – und er ist es – dann hat er auch den Jurisdiktionspriinat über die ganze Kirche inne, ob er nun ansonsten der Kirche nützt oder eher schadet. Gehen wir den Weg, der der Kirche nützt; richten wir unser Handeln nicht nach der Gunst der Menschen, und Gott wird uns segnen.

  1. Aber diese Integrierung in das konziliare System wird der Bruderschaft eher ihr Profil, vielleicht sogar ihre Identität kosten.

Antwort: Alles kommt darauf an, wie standhaft wir selber sind und wer wen bekehrt. Wenn wir kraftvoll, gestützt auf die Gnade Gottes, zu Werke gehen, dann wird unsere neue Situation eb Segen für die ganze Kirche werden. Wo ist denn sonst die Gemeinschaft, die konkret eb solches Bekehrungswerk unternehmen kann? Freilich darf man nicht auf sebe eigenen Fähigkeiten und Kräfte zählen, sondern eben auf die Hilfe Gottes. Denken wir an den Kampf zwischen David und Goliath. Dazu eine Analogie: Als Christen sind wir heute in eine völlig gottlose, verdorbene Welt hineingestellt und müssen uns dort bewähren. Die Gefahr der Ansteckung ist groß; doch müssen und können wir ihr mit der Gnade Gottes entgehen.

Ebes ist klar: Ebe neue Situation wird unser Wirken nicht ohne weiteres erleichtern, sondern eher erschweren, dafür aber umso fruchtbarer gestalten.

  1. Alle Gemeinschaften, die sich Rom unterworfen haben, haben sich dem konziliaren System angeglichen oder sind gar untergegangen.

Antwort: Die Ausgangslage ist nicht dieselbe: In unserem Fall ist es Rom, das auf eine Lösung dringt und auf uns zugegangen ist; in anderen Fällen sind diese Gemeinschaften als Bittsteller, oft schon mit Schuldbewusstsein, nach Rom gegangen. Sodann hat niemand von ihnen Bischöfe, abgesehen von der Vereinigung des hl. Pfarrers von Ars in der Diözese Campus in Brasilien, wo Bischof Rifan zu jedem Kompromiss bereit ist. Natürlich bedarf es eines soliden Schutzes durch eine entsprechende kirchliche Struktur. Diese schebt aber durch eine Personalprälatur gewährleistet zu sein. Eine solche Struktur ist keiner anderen Gemeinschaft bisher angeboten Schließlich ist der vorgebrachte Einwand nur zum Teil zutreffend: Die Petrusbruderschaft besteht beispielsweise schon seit über 27 Jahren und ist zumindest im deutschen Sprachraum der überlieferten hl. Messe mit wenigen Abstrichen treu geblieben. Allerdings war die Priesterbruderschaft St. Pius X. im Hintergrund ihre Lebensversicherung.

VII. Fazit

Wenn Gott seiner aus tausend Wunden blutenden Kirche wirksam zu Hilfe kommen will, so hat er tausend Möglichkeiten dafür. Unter diesen findet sich die offizielle Anerkennung der Priesterbruderschaft durch die römischen Autoritäten. Ist die Bruderschaft nicht der allerseligsten Jungfrau geweiht, die ihr Werk auch in einer neuen Lage beschützen und leiten wird? Dignare me laudare te, Virgo sacrata – da mihi virtutem contra hostes tuos, – Würdige mich dich zu loben, heilige Jungfrau; gib mir Kraft wider deine Feinde.

Zaitzkofen, dem 19. Februar 2016 P. Franz Schmidberger Regens

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27 Gedanken zu “Piusbruderschaft: „Augenblick scheint gekommen zu sein, die Lage zu normalisieren“

  1. Zaitzkofener

    Allen Kommentatoren, die in diesem und anderen Beiträgen Messbesucher der FSSPX beleidigt oder sich über sie lustig gemacht haben möchte ich als Angesprochener sagen, ich habe Euch bereits verziehen.

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  2. the cathgirl

    1. Zitat: „Verlieren wir nicht die Gefahr aus dem Auge, dass Gläubige und gewisse Mitbrüder sich an die unnormale Lage gewöhnen und diese als normal ansehen. Der Widerspruch hier und dort gegen eine Teilnahme am Heiligen Jahr wie auch die völlige Ignorierung der Zuteilung der ordentlichen Beichtjurisdiktion durch Papst Franziskus (wir haben uns immer auf die Notsituation berufen und die außerordentliche Beichtjurisdiktion ganz zu Recht in Anspruch genommen) lässt aufhorchen. Wenn Gläubige oder Mitbrüder sich wohlfühlen in dieser Lage der Freiheit bezüglich der Abhängigkeit von der Hierarchie, dann deutet dies auf einen schleichenden Verlust des sensus ecclesiae hin. Wir dürfen nie so argumentieren: „Wir haben die gesunde Lehre, die wahre hl. Messe, unsere Seminare und Priorate und vor allem Bischöfe. Also fehlt uns nichts.”“

    -> Sehr gut, Pater Schmidberger! Einsicht ist der erste Weg zur Besserung:)

    2. Zitat: „Heute ist Papst Franziskus Inhaber des päpstlichen Amtes mit der Primatsgewalt. Zu einer Stunde, die wir nicht keimen, wird er abtreten und ein anderer Papst wird gewählt werden. Solange er aber den Päpstlichen Stuhl innehat, anerkennen wir ihn als solchen und beten für ihn. Wir sagen nicht, er sei ein guter Papst. Im Gegenteil stiftet er durch seine liberalen Ideen und seine Amtsführung viel Verwirrung in der Kirche. Als aber Christus das Papsttum einsetzte, sah er die ganze Reihe der Päpste die Kirchengeschichte hindurch voraus, auch einen Papst Franziskus. Und trotzdem hat er dessen Besteigung des päpstlichen Thrones zugelassen. In analoger Weise hat der Herr das allerheiligste Altarssakrament mit der Realpräsenz eingesetzt, obwohl er viele Sakrilegien im Laufe der Geschichte voraussah.“

    -> Wie bitte? Will P. Schmidberger etwa den Papst mit einem Sakrileg vergleichen? Da passt das hier unten stehende Video aus der „Piussekte“ ja sehr gut dazu! Wie wäre es denn, mal zur Abwechslung an den eigenen Fehlern bzw. denen aus den eigenen Reihen zu arbeiten (davon gibt es leider mehr als genug!), anstatt dauernd den Papst – harmlos ausgedrückt – zu kritisieren!!

    Es wird Zeit, dass der Papst gnädig ist und die verirrten Schäflein wieder zur Herde zurückholt!

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    1. der Hofrat

      So hat die Bruderschaft eben nie argumentiert sondern gesagt was das nachkonziliare Rom verweigert gibt uns das Nostandsrecht der Kirche
      wenn der Papst jetzt die Jurisdiktion ohne Gegenleistung gewährt ist das wunderbar
      es täuschen sich alle die meinen die FSSPX wirdihre Position auch nur in einem Punkt ändern Man wird wie 1988 um Bischöfe bitten wenn der Papst das verweigert wird vorgegangen wie 1988 Nie wird die Bruderschaft den sekben Fehler machen wie z.b. Mgr Rifan der mit dem Papst den NOM konzelebriert hat
      Wie hat es Mgr Fellay so schön formuliert man muß uns nehmen wie wir sind oder eben nicht
      also es geht um keinem Kompromiß

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    1. Nepomuk

      Ich übe mich sehr ungern darin, Sünder zurechtzuweisen. (Beim Belehren von Unwissenden gestehe ich, nicht solche Hemmungen zu haben.)

      In diesem Sinne: Aufgemerkt!

      Wer sein Katholischsein davon abhängig macht, daß jemand, den er nicht mag, auf keinen Fall in die Kirche aufgenommen wird (mal unabhängig davon, daß letzteres, wie richtig bemerkt wurde, so nicht stimmt), der sollte bereits jetzt sich bekehren und bis dahin dem Tisch des Herrn fernbleiben.

      Ende der Durchsage.

      [Falls das ein Witz war: okay, nicht so schlimm. Aber darüber macht man keine Witze.]

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    2. Freund, welchen Gottes auch immer: So, wie Sie sich auf dieser Seite in den vergangenen Monaten gerierten, hatte ich vermutet, dass Sie gar kein römisch-katholischer Christ seien. Ich hatte Sie hier immer als Gnostiker für Bildungsferne wahrgenommen… Sollte ich mich so geirrt haben?

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    3. Nepomuk

      Lieber Herr Hofrat, sorry ich bin halt ungeübt darin.

      Ich habe mich aber immerhin um Kurzfassung bemüht und hätte den Kommentar zwar als scharf – mit Absicht, um die unangenehme Angelegenheit so schnell wie möglich über die Bühne zu bringen – aber nicht als sauer bezeichnet.

      Lieber schimpfen als andauernd ermahnen und nörgeln, das ist angenehmer.

      [und mit „darüber macht man keine Witze“ war nur gemeint „macht man im Internet keine Scherzbehauptungen, die ein Leser ernstnehmen könnte“.]

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    4. Nepomuk

      Ach ja, das Video ist von der Aufmachung her schön und vom Inhalt her insoweit korrekt, als man in der Tat „Kind Gottes“ durch die die Taufe wird. Das hat übrigens mit dem schlußendlichen „Ergebnis“ gar nichts zwingend zu tun: Auch der prädestinierte Ungetaufte, der begierdegetaufte Heide guten Willens usf. sind im Moment nicht Kinder Gottes (im eigentlichen Sinn).

      Daß es, wenn der Papst das Gefühlvolle und, wie zu Anfang des Videos auch ausgeführt, „in einem weiteren Sinne“ Richtige beim Reden gegenüber dem eigentlich („technisch“) Korrekten vorzieht, direkt Leute in Heilsgefahr bringt, wie zum Ende (als selbstverständlich) angedeutet, mag man sicherlich bestreiten (würde ich jedenfalls). Aber man kann es auch bestreiten, ohne eine Gruppe von frommen feschen Burschen und hübschen Mädels mit großteils korrekter katholischer Argumentation, allenfalls etwas zu viel Befürchtung, eine „peinliche Clerasil-Trödeltruppe“ zu nennen, mit denen man auch um den Preis eigener Trennung vom Leib Christi nicht derselben Kirche angehören will.

      Ich meine, hallo.

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  3. Cat(h)o

    Die Priesterausbildung bei der FSSPX ist leider unwissenschaftlich, mehr in der Art eines Kochkurses für pubertierende Buben.

    Dementsprechend intellektuell unterbemittelt, weltfremd und frauenfeindlich ist so mancher Pius-Pater. Aber leider dennoch „gesegnet“ mit einem kultursalafistischen Sendungsbewusstsein.

    Die Folge sind alberne Dresscodes, lutherische Feindschaft gegen Rom und Widerstand gegen Bischof Fellay.

    Die Piusbrüder können noch viel von Papst Franziskus lernen!

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    1. der Hofrat

      da mag was richtiges dran sein, aber die Pseudo Tradis der Petrusbruderschaft sind ebensowenig eine Alternative wie das Klerikal-Textil Museum in Griciiliano

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    2. Den Mangel in der theologisch-philosophischen Ausbildung in einigen Seminaren der FSSPX haben schon manche (auch in der Bruderschaft) seit vielen Jahren erkannt und intern als Problem benannt. Man kann sich aber auch keine qualifizierten traditionsorientierten Theologen aus den Rippen schneiden. Man muss das nehmen, was man hat. Richtig ist aber zweifellos, dass ein „Inzucht-Effekt“ entstehen kann, wenn man die Dozenten ausschließlich aus den Reihen der eigenen Gemeinschaft bestellt.
      Aber ich sach mal so: An den theologischen Fakultäten der Unis ist die „Wissenschaftlichkeit“ zweifellos ein viele höhere: dennoch steigt die Zahl jener Absolventen, die nach Ihrem Theologiestudium zwar Hegel und Feuerbach rauf und runter deklinieren können, aber die Auffassung vertreten, dass Jesus nicht ein einziges Wunder gewirkt habe und es eigentlich auch gar nicht wichtig sei für uns heutigen, ob er leiblich auferstanden sei oder nicht. Ob solche Lehrer reichere Frucht bringen?
      Deshalb erscheinen mir die Priester der römisch-katholischen Tradition, die hin und wieder ins Stottern geraten, wenn sie mit eigenen Worten den Unterschied zwischen der „Hermeneutik der Kontinuität“ und der „Hermeneutik des Bruchs“ erläutern.
      Was ich an den Priestern der FSSPX jedoch sehr irritierend finde ist, das viele von ihnen glauben, mit der Weihe seine ihnen praktisch alle möglichen Diplome, Bachelor- und Master-Abschlüsse in allen geisteswissenschaftlichen und wirtschaftswissenschaftlichen Disziplinen eingegossen worden. – Durch diese Haltung hat man z.B. in vielen Internaten Ärger mit den Behörden bekommen. Seit einigen Jahren bemüht man sich allerdings vor allem im sozialpädagogischen Bereich um externe Qualifikationen.
      So wurde zum Beispiel aus einem vollkommen überforderten und pädagogisch ebenso unerfahrenen wie unqualifizierten Diestedder Internatsleiter Pater David Köchli durch ein mehrjähriges sozialpädagogisches Studium ein erfolgreicher und selbstsichere Leiter eines Bruderschafts-Internats in der Schweiz.

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    3. Es muss heißen: *Deshalb erscheinen mir die Priester der römisch-katholischen Tradition, die hin und wieder ins Stottern geraten, wenn sie mit eigenen Worten den Unterschied zwischen der “Hermeneutik der Kontinuität” und der “Hermeneutik des Bruchs” erläutern sollen, dennoch als die glaubwürdigeren und christusähnlicheren Seelsorger.

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    4. Nepomuk

      Schickt man denn die prospektiven Dozenten nicht zum Theologiestudium an die Uni?

      Gewiß, mit deren Theologie hat die Piusbruderschaft (und nicht nur sie!) ihre sehr verständlichen inhaltlichen Probleme, aber wenigstens wer für eine Dozentur vorgesehen ist, müßte das mit entsprechender Betreuung doch aushalten…

      Natürlich müßte man zu Anfang wohl wg. ungerechter Bewertungen und professoralem Mobbing hier und da ein paarmal die Verwaltungsgerichte bemühen…

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    1. der Hofrat

      Von Einigung ist bnicht die Rede der hl. Vater gewährt vielleicht noch mehr als bis jetzt die FSSPX läßt aus sich sicher keinen Liturgie Folklore Verein machen wie die andern Ecclesia Dei Gruppen
      Pater Schmidberger betont das ausdrücklich ebenso weitere Bischofsweihen

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  4. Freund Gottes

    Papst Franziskus rettet durch diesen Akt, sollte er denn kommen wie erwartet, ausgerechnet seine größten Hasser, die seine Ehre tagtäglich durch den Kakao ziehen, vor der weiteren Versektung.

    Ein Treppenwitz der Geschichte? Wohl eher der Humor Gottes, der so viel größer ist als die Pius-Kleingeister…

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