„Wie muss die Sexualität gelebt werden, dass sie den Menschen glücklich macht?“

Mareike Sornek über das Apostolat 2.0, Theologie des Leibes und wahre Schönheit im Gespräch mit The Cathwalk

CW: Liebe Mareike, beim Wort „Apostolat“ denken viele Katholiken an Bücherstände in Fußgängerzonen, bei denen man dann mit den Zeugen Jehovas verwechselt wird – ist die persönliche Kontaktaufnahme zu den Menschen nicht mehr zeitgemäß?

Mareike Sornek, Jahrgang 1987, Religionspädagogin, ist in der Jugend- und Studentenpastoral tätig. Journalistische Erfahrung hat sie auf verschiedenen Blogs und im You!-Magazin gesammelt. Ein Spezialgebiet von ihr ist die Lehre von der „Theologie des Leibes“.
Mareike Sornek, Jahrgang 1987, Religionspädagogin, ist in der Jugend- und Studentenpastoral tätig. Journalistische Erfahrung hat sie auf verschiedenen Blogs und im You!-Magazin gesammelt. Ein Spezialgebiet von ihr ist die Lehre von der „Theologie des Leibes“.

Das Internet ist wichtig, keine Frage. Aber ich denke dennoch, dass der persönliche Kontakt ebenfalls wichtig ist und immer zeitgemäß bleibt. Es hat ja einen Grund, warum es keine Online-Kirche gibt. Den Glauben längerfristig leben, das geht nicht virtuell. Es braucht ein Leben in der realen Welt, die Begegnung mit Menschen, die Gemeinschaft, die Messe etc. Es ist anders, wenn man Menschen persönlich begegnet als im Internet und so denke ich auch, dass auch die Mission, wie z.B. auf der Straße, echt wichtig ist und Menschen berühren kann. Allerdings gibt es verschiedene Arten, Menschen zu begegnen. Ich persönlich bin nicht so der Typ, der einfach auf fremde Leute zugeht und sie direkt mit der Frage nach Gott konfrontiert. Lieber mag ich es, wenn ich die Menschen erst einmal auf eine lockere Art kennenlerne, wie durch Sport, Musik oder sonstige Aktivitäten, und mit ihnen dann in ein Gespräch über Gott komme. Ich glaube, dass es sehr wichtig ist, dass sich die Menschen erst einmal angenommen und wohl fühlen, bevor man wirklich tief über den Glauben sprechen kann.

Aber ich verurteile auch andere „Missionswege“ bzw. Wege des Apostolats nicht. Ich glaube, dass es stark davon abhängt, was man persönlich für ein Typ ist. Manche können das eine, manche das andere besser. Und auch mag das eine bei einer Person gut ankommen, bei einer anderen Person eher das andere. Während sich die einen durch persönliche Gespräche berühren lassen, können andere vielleicht eher übers Internet erreicht werden. Es ist halt voll verschieden. Selbst mit Hausbesuchen, wie es die Zeugen Jehovas machen, kann man manchmal echt Menschen erreichen, auch wenn ich den Glauben der Zeugen Jehovas selbst natürlich ablehne. Aber es gibt auch Katholiken, die Hausbesuche machen und echt schöne Erlebnisse zu berichten wissen.

CW: Wie kamst Du auf die Idee zum Video „Pornografie, Fifty Shades of Grey & die wahre Liebe“? Gab es besondere Reaktionen hierauf?

Ja, es gab viele Reaktionen darauf, die alle positiv waren, was mich sehr gefreut hat.

Den Poetry Slam – Beitrag hatte ich bereits vor ein paar Jahren für das You!-Magazin geschrieben, wo er auch erschienen ist. Mir ist dann später die Idee gekommen, ihn zu filmen, da ich oft Blogs zum Thema Liebe und Sexualität schreibe und mal etwas anderes machen wollte. Und eigentlich ist ein Poetry Slam – Beitrag auch eher dafür gemacht, ihn zu hören und nicht zu lesen.

CW: Hintergrund für dich, dich mit dem Thema zu beschäftigen, war auch deine Kenntnis der Lehre von der „Theologie des Leibes“ – wie die Lehre von „Humane vitae“ sind diese Gedanken den meisten Katholiken von heute fremd – viele glaubenstreue Katholiken fürchten in ihr sogar eine der leidlich bekannten, liberal angehauchten „Genetiv-Theologien“ wie „Theologie des Friedens“, „Theologie der Brüderlichkeit“ etc. – Kannst du uns den Inhalt dieser Lehre kurz skizzieren?

Ja, Hintergrund meines Poetry Slam – Beitrags ist die Lehre von der „Theologie des Leibes“. Zwischen 1979 und 1984 hat Papst Johannes Paul II. in 129 Ansprachen über Leiblichkeit und Sexualität gesprochen, was der Inhalt der Theologie des Leibes ist. In den Ansprachen skizziert der Papst die Sexualität so, wie sie von Gott gewollt ist und den Menschen erfüllen kann. Dabei geht er besonders auch auf die Sehnsüchte des Menschen ein. Die entscheidende Frage ist: Wie muss die Sexualität gelebt werden, dass sie den Menschen glücklich macht? Denn dieses Ziel hat auch Gott. Er will, dass die Menschen glücklich sind. Doch der Begriff Glück ist ein sehr breiter. In der Theologie des Leibes ist der Mensch dann glücklich, wenn er im Einklang mit dem Willen Gottes lebt. Dies umfasst das ganze Leben und somit natürlich auch die Sexualität und diese sogar auf besondere Weise, weil sie etwas total Intimes ist.

Da die Theologie des Leibes sehr ausführlich ist, fällt es schwer, sie in ein paar Sätzen zu skizzieren. In aller Kürze kann man aber sagen, dass die Theologie des Leibes beim Schöpfungsbericht ansetzt. Dort erschafft Gott Mann und Frau als sein Abbild. Abbild ist der Mensch sowohl durch seinen Geist als auch durch seinen Körper. Beides bildet eine Einheit und in beidem soll er durch sein Leben auch stets Gottes Liebe abbilden. Denn dies ist allein der Weg, der ihn glücklich machen kann. Die Theologie des Leibes ist quasi dann ein Fahrplan und beschäftigt sich mit dem WIE: Wie muss der Mensch leben, dass er in allem, was er ist, Abbild der Liebe Gottes wird?

CW: Du hast selbst jahrelang beim katholischen „You!-Magazin“ mitgearbeitet. Was muss ein katholisches Onlinemagazin wie The Cathwalk haben, damit es seine Zielgruppe auch anspricht? 

Ich denke, dass z.B. ein Jugendmagazin wie „You!“ mit der Zeit gehen muss, also all das aufgreifen sollte, was Jugendliche beschäftigt, wie Chart-Musik, aktuelle Filme oder Themen, die die entsprechende Zielgruppe interessieren. All dies kann in der Zeitschrift dann kommentiert und in einem christlichen Licht betrachtet werden.

Darüber hinaus ist es natürlich auch wichtig und interessant, Glaubensthemen milieugerecht aufzuarbeiten. Es ist ja wichtig, dass auch z.B. Jugendliche in ihrem Glauben stark und auskunftsfähig werden, gerade in der heutigen Zeit, wo viele Jugendliche nicht mehr gläubig sind. Gläubige Jugendliche schwimmen gegen den Strom und für diesen Weg brauchen sie eine ordentliche Portion Stärkung.

CW: Du arbeitest auch am Projekt „Looking Good Inside and Out“ (LGIO) für Mädchen im Alter von 11 bis 17 Jahren mit. Was für einen Ansatz verfolgt dieses Projekt? Wird hier bei Salzstangen und Tee gehäkelt und Halma gespielt?

(lacht) Wir starten dieses Projekt bald auch in Österreich, in Deutschland ist es bereits in mehreren Städten angelaufen. Ziel ist es, jungen Mädchen dabei zu helfen, zu starken Persönlichkeiten heranzuwachsen und ihnen zu vermitteln, dass sie schön und gewollt sind. Der Titel des Projekts sagt eigentlich schon, worum es geht: Die Mädchen sollen sich sowohl ihrer inneren als auch äußeren Schönheit bewusst werden und diese weiter ausbilden. Dafür haben wir sowohl Themen wie Rhetorik, Selbstbewusstsein, Charakter und Glaube als auch Workshops zu Make-Up, Haarstyling und Mode. Wichtig ist es uns auch, dass wir eine gute Gemeinschaft bilden, in der wir auch viel Spaß haben und uns wohl fühlen.

Weitere Infos befinden sich auf: http://www.zentrum-johannes-paul-ii.at/blog/2014/05/12/lgio/

CW: Wie schaffst Du es als erwachsene Frau, in der Jugendarbeit die jüngeren nicht von oben herab zu belehren, sondern Verständnis und Einfühlungsvermögen aufzubringen?

Ziemlich einfach. Ich versuche alles, was ich mache, MIT den Kindern und Jugendlichen zu machen und auch auf die Fragen zu hören, die sie haben. Wichtig ist mir in erste Linie, dass sie selbst erst einmal beginnen Fragen zu stellen. Diese Fragen möchte ich in ihnen wachrütteln, denn nur dann werden auch die Antworten für sie relevant. Ich versuche die Kinder und Jugendlichen dort abzuholen, wo sie stehen und die Stunden und Aktionen so zu gestalten, dass sie ihnen gefallen und sie gerne kommen.

CW: Eine „Ketzerfrage“ zum Schluss: Religionspädagogik – Ein Studienfach, das viele mit Origami, bunten Halstüchern und Fair Trade – Kaffee verbinden. Kann man in diesem Berufsfeld tatsächlich Menschen zu Christus führen?

"Ich bin total davon überzeugt, dass ich Menschen zu Christus führen kann."
„Ich bin total davon überzeugt, dass ich Menschen zu Christus führen kann.“

Ich arbeite hauptsächlich in einer Pfarre und ja, ich bin total davon überzeugt, dass ich Menschen zu Christus führen kann. Die Pfarre ist das kirchliche Leben, die Basis. Dort müssen wir die Menschen erreichen. Sie ist der Ort, wo der Glaube gelebt wird. Ich arbeite mit Menschen von jung bis alt, die in den verschiedensten Lebenssituationen stecken. Sie alle kommen in die Pfarre. Es braucht die Pfarre und mit meiner Arbeit versuche ich dazu beizutragen, dass Menschen gerne kommen, dort mit Gott in Berührung kommen und ihre Beziehung zu ihm dort weiter vertiefen und leben können.

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12 Gedanken zu “„Wie muss die Sexualität gelebt werden, dass sie den Menschen glücklich macht?“

  1. Christoph Matthias Hagen

    Jetzt hab ich mal noch gerade diesen Poetry Slam angesehen. Der textliche Vorspann ist schon zum Schmunzeln, der Slam selbst schlecht gemacht. Wichtig ist die inhaltliche Ebene. Wenn das die Theologie, besser wohl Anthrozentrik des Leibes ist, ist sie nicht nicht realistischer oder echter als die Illusion der Pornographie. Denn Sex ist nie Liebe. Aber er kann Ausdruck von Liebe sein. Dabei zugleich auch aggressiv, ohne dass dies negativ wäre, denn jede Kreativität ist auch aggressiv, schöpferischer Impuls; konstruktive Aggressivität. Deswegen (!) sehe ich es auch kritisch, wenn der gegenwärtige Papst regelmäßig Liebe mit Zärtlichkeit identifiziert.

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  2. cathwoman

    Was heißt es hier eigentlich dauernd „Tradis, Konservative, Tradis…“?? Seit wann macht Gott in seiner Kirche einen Unterschied und wer könnte oder will gar von sich behaupten, dass er katholischer sei als andere Katholiken? Das ist doch einfach nur peinlich. Wir sind weder „tradi“ noch „modern“, sondern einfach katholisch!

    Und nun zur hier bereits verfassten Kritik an dem Artikel:

    Wo leben wir eigentlich? In welcher Zeit? Jawohl ganz klar in einer, in der es unumgänglich ist, auch über Themen wie „Sexualität“ etc. zu reden. Da es doch sowieso alle Welt tut, sind wir dazu aufgefordert, der Jugend, die noch katholisch sein möchte, eine Platform zu bieten, innerhalb eines religiösen – christlichen – Rahmens darüber zu reden.

    Ich selbst bin in einer Familie aufgewachsen, die zumindest – aber nicht nur – in dieser Hinsicht einer typischen „Tradi“-Familie entspricht:

    Meine Eltern haben mich in der Grundschule aus jeglichem Sexualkunde-Unterricht befreit, sich selbst aber auch nie in der Verantwortung gesehen, mich mit ihren Worten aufzuklären. Als ich dann mit 11 Jahren an einem Mädchenlager der FSSPX teilnahm, wurde ich dort zwangsläufig aufgeklärt – denn, es mag euch schocken, aber selbst dort haben Jugendliche das Bedürfnis, darüber zu reden und sich auszutauschen. Und gerade dann, wenn so verklemmt mit diesem Thema umgegangen wird, können Jugendliche am schwersten lernen, normal damit umzugehen. Alle weiteren Informationen rund um dieses Thema konnte ich mir dann leider nur über Zeitschriften wie YAM, Bravo u.a. einholen, da ich mich von meinen Eltern belogen und betrogen fühlte, die Sex immer als etwas Sündhaftes, Unanständiges und Verbotenes dargestellt haben! Wirklich schade, denn auf diese Weise kann man doch gar nicht gesund an dieses Thema herangeführt werden und man verliert sämtliches Vertrauen in seine Eltern und – im schlimmsten Fall – in Gott!

    Zudem hatte ich während meiner gesamten Pubertätszeit ständig Minderwertigkeitskomplexe, dass ich nicht hübsch und cool sei, da ich strenge Regeln bzgl. Mode und Styling auferlegt bekam. Wie gut hätte es mir getan, wenn ich bei einem solchem Projekt wie dem im Interview beschriebenen mitgemacht hätte. Die Zeit der Pubertät ist mit Sicherheit die schwierigste Lebensphase eines jeden Menschen: Er hat die komplizierte Aufgabe, herauszufinden, wer er ist, wie er sein möchte, an was er glaubt – was richtig und falsch ist: Er muss sich von zu Hause abnabeln und erwachsen werden! Er braucht also ein offenes Gesprächsumfeld – zu Hause und (besonders wenn das leider nicht gegeben ist) auch außerhalb; und gerade in der heutigen Zeit. Wenn wir also als echte Katholiken diesen Jugendlichen nicht als Ansprechpartner dienen, wer dann? Der Pfarrer im Beichtstuhl? Wie sollen sie denn offen über diese Thematik und die damit verbundenen Schwierigkeiten reden können, wenn wir es so verteufeln und es in ein Kämmerlein einsperren?

    Wir in der Kirche müssen offen werden und dürfen nicht manche Themen ausschließen, nur weil sie uns vielleicht unangenehm sind. Ansonsten suchen sich die Jugendlichen eine andere Anlaufstelle und ob sie dann noch bei Gott die Antworten suchen, ist fraglich!

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    1. der Hofrat

      ich empfehle ein genaueres Studium der innerkatholischen Entwicklung seit
      dem II vatikanischem Konzil damit Du der Diskussion hier folgen kannst
      da gibt es eben unterschiede.

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    2. Lori8

      @der Hofrat
      cathwoman hat etwas sehr wichtiges geschrieben worauf Sie nicht eingegangen sind. Sie sagt, und da bin ich ganz ihrer Meinung, dass in einem katholischen Umfeld über Sexualität gesprochen wird. Dass Sexualität im Richtigen Umfeld (der Ehe) etwas wunderschönes ist was man nicht nur genießen darf, sondern auch soll.

      Man kann dieses Thema doch nicht verschweigen, denn Jugendliche und auch da stimme ich cathwoman zu suchen sich schon ihre Antworten, notfalls in sehr fragwürdigen Medien.

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    3. der Hofrat

      meine Liebe ich bin ganz ihrer Meinung es stellt sich nur die Frage wo gibt es dieses Umfeld nicht dort wo den Lehren des vatikanum II gefolgt wird

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    4. cathwoman

      Keine Sorge, diese Unterschiede sind mir durchaus bewusst; doch darum ging es mir auch gar nicht. Ich denke, es war schon klar, was ich meinte.

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    5. Christoph Matthias Hagen

      Ich stimme Ihnen zu, dass Konservativ und Tradi natürlich nur Eselsbrücken sind. Ganz ähnlich allerdings wie Adjektive wie traditions- oder papsttreu. Katholisch ist katholisch oder es ist es nicht.

      Aber immer schon gab es Strömungen und Tendenzen im Katholizismus. Das wollte ich sagen.

      Da ich aber sonst insgesamt mit Ihnen übereinstimme, denke ich, Sie wissen auch, was ich mit diesen Hilfsbegriffen aussagen will.

      Es gibt eine Differenz zwischen dem nachkonziliaren Traditionalismus, den ich als Reaktion einfach für katholisch halte und den Konservativen, von denen ich nicht sagen würde, dass sie genuin katholisch sind. Wenn auch sicher und heute erst recht nicht bewusst.

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  3. der Hofrat

    Was wir hier sehen ist das Modell der Zeit von JPII wir haben die Moral mit der wir den frommen Neokons ,die natürlich evangelikal und charismatisch wirken, weil das die einzigen Vorbilder für Sie sind, beruhigen und beschäftigen (dieses Modell wird grad auf der Bischofssynode entsorgt)
    Das Grundproblem ist bei den Herrschaften im Sackleinen oder bei den gestylten das selbe
    die Moral als allgemeinen Wert zu sehen ohne den dazugehörigen Glauben funktioniert nicht mehr
    der einzige Unterschied zwischen den beiden Gruppen ist eben eine stilfrage bei der ersten Gruppe ist es die Zeit um 1950 die 2 Gruppe ist ängstlich bemüht modern zu sein

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  4. Christoph Matthias Hagen

    Hinzu kommt noch etwas anderes. Nichts ist penetranter als so aufgesetzt lockere, „unaufdringliche“ Bekehrungsstrategien. Man muss ja gar nicht mit jedem ständig über „Sinnfragen“, Gott oder Kirche sprechen.

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  5. Christoph Matthias Hagen

    Ich bin ehrlich, das kommt mir insgesamt fast evangelikal vor. Jedenfalls nichts, was mich anzieht. Dafür braucht man kein weiteres Forum, denn das gibt es alles schon. Neokonservativ halt. Ich würde so weit gehen, zu sagen, dass die Theologie des Leibes und Familiaris Consortio, sogar Humanæ Vitæ bereits, das Problem der Synode erst schafft. Man hat die sexuelle Privatsphäre als Interesse konservativer Katholiken entdeckt und sie damit ruhiggestellt, damit sie sonst schön brav den Traditionsbruch schlucken.

    Diese Schonfrist geht ihrem Ende entgegen. Es ist aber auch blöd, wenn die Tradis jetzt auch auf diesen Zug aufspringen.

    Denn logischer ist es, wenn es jetzt da auch zu Aufweichungen kommt.

    Wer die Ökumene laut Vat II praktiziert, und selbst die ‚konservativen‘ Synodalen tun das prinzipiell, kann nichts gegen Seitensprünge, Scheidung und Wiederheirat haben. Wegen der Ehetheologie des Epheserbriefes konsequent ökumenisch zu Ende gedacht: das Schisma, als gescheiterte Ehe, getrennte Schwesterkirchen etc. Alles viel konsrquenter als unter Johannes Paul II.

    Das ganze Interesse an diesem Bereich der Moral gehört in den Schutzraum von Privatsphäre und Beichtstuhl und geht niemanden sonst was an. Diesen Puritanismus müssen Tradis wirklich nicht von den Konservativen übernehmen.

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