Appell von Kardinal Newman an die Jugend: „Die katholische Religion hat die Gabe, die jungen Herzen zur Keuschheit zu führen“

Der folgende Text, den der Freundeskreis Maria Goretti auf seiner Homepage zur Verfügung stellt (abgedruckt auch in der FMG-Information 92, November 2008), ist eine wunderbare Aussage Kardinal John Henry Newmans über die Keuschheit und ein Appell an uns Jugendliche, für die Reinheit zu kämpfen. Sie entstammt dem Vortrag Newmans „Über die Angemessenheit der Herrlichkeit Mariens“ („On the Fitness of the Glories of Mary“ aus dem Werk „Discourses to Mixed Congregations“, London 1849, einem der ersten Werke nach seiner Konversion), Quelle: http://www.newmanreader.org/works/discourses/discourse18.html .

Vor allem lasst uns ihre Reinheit nachahmen… Ihr, meine teuren Kinder, junge Männer und junge Frauen, wie sehr bedürft ihr gerade in dieser Hinsicht der Fürbitte der Jungfrau-Mutter, ihrer Hilfe, ihres Vorbildes. Was soll euch, wenn ihr in der Welt lebt, auf dem schmalen Weg vorwärts bringen (vgl. Mt 7,13), wenn nicht der Gedanke an Maria und ihr Schutz? Was wird eure Sinne versiegeln, was euren Geist beruhigen, wenn gefährliche Bilder und Klänge euch rundum bedrängen, was anders als Maria? Was soll euch Geduld und Ausdauer verleihen, wenn ihr des langen Kampfes gegen das Böse überdrüssig geworden seid, überdrüssig der nie endenden Notwendigkeit von Vorsichtsmaßregeln, überdrüssig der Lästigkeit, sie beobachten zu müssen, der Langweiligkeit ihrer Wiederholung, der Belastung eures Geistes, überdrüssig eurer freudlosen Situation, die wie ein verlorener Posten ist – was anders als die liebende Verbundenheit mit Ihr? Sie wird euch stärken in eurer Entmutigung, wird euch trösten in eurer Müdigkeit, euch aufrichten nach dem Fall und euch belohnen für eure Erfolge. Sie zeigt euch ihren Sohn, der euer GOTT und euer alles ist. Wenn euer Herz in euch aufgeregt oder schlaff oder niedergeschlagen ist, wenn es das Gleichgewicht verliert, wenn es ruhelos und eigensinnig ist, wenn es angewidert ist von dem, was es hat, und dem nachjagt, was es nicht hat, wenn euer Auge vom Bösen belästigt wird und eure sterbliche Hülle unter dem Schatten des Versuchers erzittert, was wird euch zurückführen zu euch selbst, zum Frieden und zur Gesundung, was anders als der kühlende Atem der Unbefleckten und der Duft der Rose von Scharon (vgl. Hld 2,1)?

Es ist der Ruhm der katholischen Religion, dass sie die Gabe hat, die jungen Herzen zur Keuschheit zu führen. Und warum, wenn nicht deshalb, weil sie uns JESUS CHRISTUS zur Nahrung gibt, und Maria zur Nährmutter!

Bringt diesen Ruhm in euch selbst zur Erfüllung. Stellt vor der Welt unter Beweis, dass ihr keiner falschen Lehre folgt, rechtfertigt die Herrlichkeit eurer von der Welt geschmähten Mutter Maria gerade ins Gesicht dieser Welt hinein durch die Schlichtheit eures eigenen Benehmens und durch die Heiligkeit eurer Worte und Taten. Erbittet euch von ihr das königliche Herz der Unschuld. Sie ist die leuchtende Gabe GOTTES, die den Zau­ber einer bösen Welt überstrahlt und die noch niemand, der sie in Aufrichtigkeit suchte, enttäuscht hat. Sie ist der personale Typus und das repräsentative Bild jenes geistlichen Lebens und jener Erneuerung durch die Gnade, ‚ohne die niemand GOTT schauen wird‘ (Hebr 12,14).“

 

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