Das Exklusiv-Interview mit dem Apostelfürsten Paulus…

Apostel Paulus 1Bereits seit Sommer letzten Jahres tagt das erste Konzil der Christen in Jerusalem, zu dem sich die Vorsteher der christlichen Gemeinden zusammengefunden haben. Viele der Anwesenden waren mit Jesus, dem Gekreuzigten, persönlich bekannt und befreundet. Die Diskussionen drehen sich derzeit um die zentrale Frage: Müssen sich zu Jesus Christus bekehrende Nichtjuden zwangsläufig beschneiden lassen? Im Laufe der Verhandlungen haben sich bislang drei Parteien herauskristallisiert: die Partei des Jakobus, der die Ansichten der Judenchristen vertritt und somit für die Beschneidung argumentiert, die Gegenpartei des Paulus, der allein dem Glauben an Christus die Kraft zuschreibt und die zwischen beiden vermittelnde Partei des Petrus.

DGW: Herr Paulus von Tarsus, Sie sind einer der Wortführer hier auf dem ersten Konzil der Christen, bei dem die Frage der Beschneidung für die Zugehörigkeit zu den Christen das zentrale Thema ist. Würden Sie etwas zu Ihrer Person sagen?

Paulus: Seit nunmehr 15 Jahren gehöre ich dem Glauben an Christus Jesus an und bin derzeit missionarisch tätig in Syrien, Galatien, Pamphylien und Zypern. Vor meiner Bekehrung war ich Jude, genauer Pharisäer, und besitze seit meiner Geburt das römische Bürgerrecht.

DGW: Man sagt von Ihnen, dass Sie vor Ihrer Bekehrung das neu aufkeimende Christentum radikal verfolgt hätten. Wie stehen Sie zu dieser Aussage?

P: Ich war in der Tat radikal in meinen Ansichten. Als Pharisäer gehörte ich einer hochgeachteten Laienbewegung an, die sich durch ihre Strenge und Gesetzestreue auszeichnet. Sie müssen wissen, ich war bereits als Jude Heidenmissionar und versuchte die Nichtjuden möglichst zu unserem Ein-Gott-Glauben mit einem bestimmten Maß an sittlichen Grundforderungen und rituellen Geboten zu bewegen. Ich hatte es demnach auch nicht ertragen können, dass sich eine bestimmte Gruppierung der Anhängerschaft des Gekreuzigten gegen das jüdische Gesetz auflehnte und abspaltete.

DGW: Sie waren also nicht generell gegen die Menschen, die Jesus als ihren Herrn betrachteten?

P: Das ist richtig. Kein Pharisäer tat jemandem, der an den Gekreuzigten glaubte, etwas zuleide, ja, wir tolerierten sie ohne Weiteres, soweit sie das Gesetz des Moses in ihrer Lebenspraxis verwirklichten. Allerdings gab es eben auch diese Gruppierung um den Hellenisten Stephanos. Unserer Auffassung nach lästerten sie Gott und Moses, da sie die Abschaffung des Tempels und die Relativierung des mosaischen Gesetzes predigten. Wir sahen damals keine andere Möglichkeit der Glaubensverteidigung, als diese Aufwiegler als jüdische Ketzer aus den Städten zu vertreiben oder, wenn sie hartnäckig waren, zu inhaftieren, in manchen Fällen aber auch hinrichten zu lassen.

————————————-

Interesse geweckt? Dann erwerben Sie sich die gedruckte Broschüre des DGWs, die in allen Prioraten und vielen Kapellen der Priesterbruderschaft St. Pius X. ausliegt, für nur 3 Euro.

Oder Sie abonnieren die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift bequem übers Internet mit einer E-Mail an versand_dgw@yahoo.de 

Unverbindliche Empfehlung!

Advertisements

Auf geht's – verfasse einen Kommentar!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s