Verdoppelt hält besser

Jetzt, und nur für kurze Zeit: Jede Spende für den Ausbau von 1000plus wird verdoppelt!

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>>Jetzt spenden<<

Im Herbst 2009 ging das Kooperationsprojekt 1000plus an den Start, um eines Tages 1.000 Frauen im Schwangerschaftskonflikt jährlich zu beraten. Was zunächst wie eine verwegene Idee klang, entwickelte sich schnell zur Erfolgsgeschichte. Und nun hat sich 1000plus neue Ziele gesetzt: Zunächst möchte die Organisation noch in diesem Jahr 3.000 Frauen helfen und die Beratung bis zum Jahr 2020 auf jährlich 10.000 Beratungsfälle ausbauen.
So ein Wachstum innerhalb so weniger Jahre? So viele Schwangere erreichen ohne staatliche „Beratungsscheine“? So eine große Hilfsorganisation nur von Spenden finanzieren?
Projektleiter Kristijan Aufiero zeigt sich angesichts dieser drängenden Fragen durchweg zuversichtlich:
Kristijan Aufiero„Wir haben von Anfang an fest daran geglaubt, dass Gottes Segen auf dem Vorhaben liegt, durch kompromisslose, tätige Barmherzigkeit die Abtreibungen tausender ungeborener Kinder zu verhindern. Wir waren und sind entschlossen, mutig neue Wege zu gehen, um viel mehr Schwangere zu erreichen und beraten zu können. Dabei vertrauen wir fest darauf, dass Gott uns keine Aufgabe stellt, ohne uns die Kraft zu geben, sie zu stemmen, und ohne uns die Menschen an die Seite zu stellen, die uns dabei helfen.“
1000plus baut weiter an seinem großen Netzwerk für das Leben und bittet dafür um Spenden.
Die aktuelle Kampagne, der so genannte „Verdopplungsfonds“, soll dafür sorgen, dass der schrittweise geplante Ausbau in diesem Jahr finanziert werden kann. Im Vorfeld hatten sich eine kleine Gruppe von privaten Spendern bereit erklärt, alle bis zum 15. Oktober 2016 eingehenden Spenden für diesen Ausbau bis zu einem Gesamtbetrag von 164.000 € zu verdoppeln.
Und deshalb fließen jetzt mit jedem unter dem Verwendungszweck „Ausbau 2016“ an 1000plus gespendeten Euro faktisch zwei Euro in die unmittelbare Hilfe und Beratung für Schwangere in schweren Krisensituationen.

Wer sich beteiligen möchte, findet hier den Link zum Spendenportal von 1000plus: https://www.1000plus.de/spenden.html

 Weil jeder fehlt, der nicht geboren wird.

Mehr Glauben im Theologiestudium wagen

Ein Erfahrungsbericht eines Studenten der katholischen Theologie

von Markus Lederer

13054613_1007716069264902_328560922_oIch studiere bereits im 9. Fachsemester katholische Theologie und Germanistik an der Universität zu Würzburg auf Lehramt. Voraussichtlich, so Gott dies will, werde ich mein Studium im Frühjahr des nächsten Jahres abschließen. Nun am Ende des Studiums anbelangt, ist es Zeit für eine kurze Zusammenfassung meiner Eindrücke, meiner Erlebnisse.

Im Wintersemester 2012/13 begann das Studium und ich freute mich innerlich darauf, dass man in Kontakt mit jungen Katholiken treten kann, um gemeinsam sich dem Studium und der Freude über den gemeinsamen Glaubens widmen zu können. Bereits im Vorfeld meines Studiums las ich insbesondere die Schriften Papst Benedikts XVI., der immer wieder betonte, dass die Jugend „Salz der Erde“ sein sollte.

Ich erwartete Kommilitonen, die auch aus der Freude des Glaubens heraus versuchen ihr Leben zu gestalten. Doch bereits am Anfang des Studiums musste ich feststellen, dass vielmehr die Kritik an der Kirche, dem ja so konservativen Papst, im Zentrum zu stehen scheint. In den Vorlesungen wurde oftmals sogar sich verwundert gezeigt, wenn man versuchte auf den Grundlagen der Theologie von Papst Benedikt XVI. zu argumentieren. Wenn man explizit den Katechismus als Maßstab der Theologie heranzog, enthob man sich selbst in Sphären der Theologie, die als vorkonziliar und unmodern gelten. Bei manchen Kommilitonen erntete man zum Teil unverständliche Blicke, wenn man äußerte, dass man die katholische Kirche und ihre Lehren lieben sollte. Eigentlich sonderbar, denn so werden zur Erlangung der Missio Canonica klare Voraussetzungen genannt:

„Kriterien für eine Verleihung der Missio canonica: Die Religionslehrerin/der Religionslehrer ist bereit, den Religionsunterricht in Übereinstimmung mit der Lehre und den Grundsätzen der Katholischen Kirche zu erteilen. Die Religionslehrerin/der Religionslehrer beachtet in der persönlichen Lebensführung die Grundsätze der Katholischen Kirche.“

Infolgedessen ist der sonntägliche Messbesuch für einen Studenten der katholischen Theologie nicht optional, sondern gehört felsenfest dazu. Auch muss ebenso gelten, was sowieso für jeden Katholiken das Ziel sein sollte: ein Streben nach Heiligkeit. Ein Heiliger, beziehungsweise einjeder, der nach diesem hohen Maße strebt, ist letztendlich der beste Religionslehrer. Eine Theologie, ein angehender Religionslehrer, ohne tiefen katholischen Glauben atmet bildlich gesprochen mit nur einem Lungenflügeln. Natürlich muss man selbst immer kritisch bleiben, aber wie weit sind wir davon entfernt einen unreflektierten, unkritischen Glauben blind zu übernehmen? Vielmehr steht nur noch Kritik im Vordergrund, die einer Theologie, die die Lehre der Kirche als Maßstab nimmt, die Luft raubt.

Auf der anderen Seite durfte ich mit vielen Jugendlichen in Kontakt treten, die felsenfest im Glauben stehen. Diese Jugendlichen versuchten gemeinsam im Sinne der Kirche ihr katholisches Leben zu gestalten. In guter Erinnerung sind drei Ausfahrten mit dem Fatima-Weltapostolat geblieben.Es ging nach Paris, Polen und im April diesen Jahres stand eine Fahrt nach Italien auf dem Programm. Der Rosenkranz war dort ein ständiger Begleiter und man spürte eine tiefe, christliche Freude, die schließlich nur Christus selbst schenken kann.

Was bleibt nun als Fazit? Keineswegs nur blinde Kritik, sondern vielmehr der Wunsch, dass sowohl an der Universität als auch unter den Kommilitonen wieder verstärkt ein Bewusstsein dafür entsteht, dass der Glauben der Kirche im Mittelpunkt stehen muss. Eine römisch-katholische Theologie, die nicht auf dem Fundament des Lehramtes steht, ist letztendlich eine Theologie im luftleeren Raum.

Papa_BenedettoPapst Benedikt XVI. verwies in einer Rede an die Dozenten und Studenten der Katholischen Universität vom Heiligen Herzen an das Zusammenspiel zwischen gelebter Spiritualität und empirischer Theologie, indem er herausstellte, dass die Universitätskapelle gleichsam das Herz des intellektuellen Forschens der Studenten und Dozenten darstelle. Dieses Bild kann natürlich auf jede Universität in der Katholische Theologie gelehrt wird, sowie auf jeden Studenten, Dozenten übertragen werden.

„In dieser Perspektive ist die Kapelle das pulsierende Herz und die stete Speise des Universitätslebens, zusammen mit dem Pastoralzentrum, wo die Seelsorger der verschiedenen Stellen gerufen sind, ihre wertvolle priesterliche Sendung zu erfüllen, die von der Identität der Katholischen Universität nicht zu trennen ist. Wie uns der sel. Johannes Paul II. lehrt, ist die Universitätskapelle »ein Ort des Geistes, wo die Christgläubigen, die auf unterschiedliche Weise in das akademische Leben einbezogen sind, im Gebet innehalten und geistige Nahrung und Leitung finden können.“ (Benedikt XVI. Audienz an Studenten und Dozenten der Universität vom Heiligen Herzen)

Kirche in den sozialen Netzwerken: Die meisten Ressourcen scheinen die USA zu haben

Die Kirchen sind nun auch bei Facebook, Twitter, Youtube, Instagram.  Man will mitmachen und dabei sein, indem gepostet und getweetet wird, auch Videos werden immer beliebter. Es ist jedoch nicht einfach in social media und auf Videoplattformen überzeugend aufzutreten. In den USA kann man dabei gut sehen, wie dies professionell gelingen kann. Dabei ist es jedoch wichtig, nicht der Versuchung zu erliegen, eine Hollywood-Kirche darzustellen.

 

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von Josef Jung

Gute Hardware und eine Botschaft – professionell vermittelt

Um im Internet ernst genommen zu werden, braucht man gute Hardware und ein professionelles Auftreten. Zur HD-Kamera muss auch die entsprechende Kamera-Affinität kommen. Wichtig ist weiterhin, dass man eine Botschaft hat, die professionell und überzeugend vermittelt werden kann. Man kann hier ruhig Firmen und Unternehmen zum Vergleich heranziehen. Wenn Audi, Coca-Cola oder Netflix sich oder ihre Botschaft im Internet darstellen, wird darauf geachtet, dass der Auftritt entsprechend der Identität des Unternehmens, den Ansprüchen des Marktes und des Kunden präsentiert wird. Niemand käme auf die Idee, einfach mal im Namen der Firma drauflos zu probieren. Dies könnte den Ruf des Unternehmens schädigen.

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Religion und Gewalt

Ein Plädoyer die Symbolsprache der Bibel wieder zu entdecken

von Dr. Robert Harsieber

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Die Bibel ist nicht zu lesen wie ein historischer Roman, sondern wie meine eigene Geschichte. Ich selbst bin der Lahme, der nicht weiterkommt, der Blinde, der unfähig ist zu sehen und der Taube, der nicht hört.

Im Koran steht irgendwo über die Ungläubigen: „Tötet sie, wo immer ihr sie trefft!“ Nicht-Moslems beziehen das auf sich und plustern sich auf.

„Wenn er die Vergeltung sieht, freut sich der Gerechte; er badet seine Füße im Blut des Frevlers.“ So heißt es in Psalm 58. Und Psalm 137 endet mit den Worten: „Wohl dem, der deine Kinder packt und sie am Felsen zerschmettert!“ Das steht in den so genannten Rachepsalmen des Alten Testaments. Und auch im Neuen Testament gibt es so manche Sätze, die oberflächlich gesehen nicht sehr friedlich klingen.

Der Vollständigkeit halber sei daran erinnert, dass gegen Ende vorigen Jahrhunderts gewisse ansonsten zurechnungsfähige Geister verlangt haben, Märchen zu entrümpeln oder umzuschreiben, weil sie so grausam wären.

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Film zum Wochenende: Kannst du mir vergeben?

Katie Lapp hat die strikten Regeln ihrer Glaubensgemeinschaft hinterfragt und wurde daraufhin von der Gemeinde ausgeschlossen. Katie lebt nun unter dem Namen Katherine Mayfield und sucht nach ihrer leiblichen Mutter. Diese ist schwer krank und Katie muss sich beeilen, sie zu finden, bevor es zu spät ist. Doch in der Welt des elektrischen Lichts und der Telefon geräte Katie in ein Netz aus Habsucht und Verrat.

Was ist eigentlich Demut? – Gehorsam und Dienst nach Vorschrift?

Bikini, Burkini, Busen & ein bisserl Betroffenheit

Zoon katholikon – die Kolumne von Klemens Stenzel

Willkommen bei dem Artikel, der mich als zoon katholikon wohl vor die größte Herausforderung stellt, da man mir diesen Beitrag so oder so übel auslegen wird. Sei’s darum, als Katholik habe ich einen freien Willen, Glaube und ein wenig die Hoffnung, nicht in alle Fettnäpfchen zu treten.

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Und wenn nicht, geht die Welt auch nicht unter.

Islam und Christentum, man hat schon fast alles darüber gelesen, man hat sich darob zerstritten, versöhnt und wird dennoch niemals müde sich mit der Materie zu befassen. Und da kommt mir als Autor von Cathwalk, der schon den Bikini als Katholik seine Glückwünsche dieses Jahr entgegenbrachte, nichts Besseres in den Sinn und fasst ohne Kneifzange dieses Reizthema an.

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Turnerin Simone Biles schwebt zum olympischen Gold, gewurzelt im katholischen Glauben.

Simone Biles als Gewinnerin im Jahre 2014 (simone_biles_wins_2014_worlds(1)_810_500_55_s_c1)

von Steve Weatherbe

RIO DE JANEIRO, Brasilien, 10. August 2016 (LifeSiteNews) – Als die dreifache Weltmeisterin im Turnen, Simone Biles, nach Rio de Janeiro flog für die Olympischen Spielen, trug die 19-jährige einen Rosenkranz bei sich die ihre Mutter ihr geschenkt hatte, sowie eine Medaille des Sankt Sebastian von dem geistigen Zuhause ihrer Familie, die katholische Kirche „Sankt Jakobus der Apostel“ in Spring, Texas.

Schon jetzt ist Simone die meist dekorierte Turnerin in der Geschichte ihrer Sport, mit Goldmedaillen auf Weltniveau in Team- und Einzelkämpfen. Doch als junge Tochter aus einem vaterlosen Zuhause, immer wieder herumgereicht zwischen einer drogensüchtigen Mutter und Pflegefamilien, schienen ihre Chancen in irgendeiner Sportart herauszuragen, nochmal abgesehen von so etwas intensives wie Turnen, wahrlich klein.

Dann stiegen ihre Großeltern, Ron und Nellie Biles, ein, nahmen ihr und drei Geschwister in ihr Haus auf und adoptierten Simone und ihre Schwester, während Rons Schwester ihre zwei Brüder adoptierte. Simone wuchs auf in einer Familie von leistungsorientierten Menschen, die zugleich fromme Katholiken waren. Nicht untypisch, gemäß rezente Befunde der Sozialwissenschaft die starke Verbindungen aufzeigen zwischen familiärer Stabilität, regelmäßiger Gottesdienstbesuch, und Erfolg.

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PORNÖ: Harte Fuckten – nicht nur für Menschen mit Masturbationshintergrund!

Aussteigen aus dem Egosex

book-pornoe„Pornos machen etwas mit uns! Genau aus diesem Grund gibt es dieses Arbeitsbuch. Es ist für Menschen, Männer und Frauen, die tun, was sie tun, obwohl sie es eigentlich nicht mehr wollen. Männer und Frauen, die verstehen wollen, warum sie immer wieder Ja sagen zu Dingen, zu denen sie eigentlich Nein sagen wollen. Männer und Frauen, die lernen wollen, Nein zu sagen, die endlich aus dem Kreislauf der niemals endenden Lust aussteigen wollen. Männer und Frauen, die sich nach einem Leben ohne Porno, die sich nach einem Mehr im Leben sehnen.“
(Christina Rammler im Vorwort) Kaufen Hörprobe

Leseprobe für Cathwalk-Leser

Einleitung

Zweieinhalb Jahre habe ich damit verbracht, Gespräche zu führen.

Das ist an und für sich nichts Ungewöhnliches, das macht schließlich jeder von uns Tag für Tag. Wir reden über das Wetter, über die Arbeit, über den letzten Urlaub. Wir reden darüber, wie wir gestern im Supermarkt wegen einer Packung Milch unverschämt lange anstehen mussten, weil das alte Ehepaar vor uns mit seinem unfassbar überladenen Einkaufswagen auch nicht im Geringsten auf die sehr naheliegende, ja offensichtliche Idee kam, uns vorzulassen. Wir reden darüber, wie wir letzten Samstag, ganz nebenbei bemerkt der einzige Tag in der Woche, an dem wir ausschlafen können, unsanft aus unseren Träumen gerissen wurden, weil unser Nachbar mal wieder nichts Besseres zu tun hatte, als um 7 Uhr morgens seinen Rasen zu mähen.

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Kinoereignis: „Genius“ – Die tausend Seiten einer Freundschaft

In seinem Kinodebüt schildert der britische Theaterregisseur Michael Grandage auf meisterhafte Weise die schwierige Beziehung zwischen dem Verlagslektor Max Perkins (Colin Firth) und dem jungen Schriftsteller Thomas Wolfe (Jude Law) am Ende der 20er Jahre in New York

Unzählige Spielfilme basieren auf großen Werken der Weltliteratur. Trägt man beispielsweise „William Shakespeare“ in die Suchleiste der „Internet Movie Data Base“ ein, so erhält man 1 174 Nennungen, die ihn als „Autor“ von Kino- und Fernsehfilmen ausweisen. Unter dem Namen Charles Dickens führt die IMDb 363 „credits“, unter Leo Tolstoi immerhin 181 Eintragungen. Die Entstehung eines literarischen Werkes lässt sich als Handlung eines Spielfilmes jedoch viel schwerer darstellen.

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Ein fünftes Mariendogma? – Falls ja, welches?

Maria Corredemptrix oder Immortalitas Immaculatae BMV?

von Christoph Matthias Hagen, Innsbruck

12818_0Wenn man die Theologie unserer Tage betrachtet, wird man bemerken, daß eine eigenständige, systematische Mariologie schon seit Jahrzehnten in kontinuierlichem Schwinden begriffen ist. Dieser Befund kann ganz sicher nicht ohne Zusammenhang mit der Tatsache erklärt werden, daß das II. Vaticanum es vorgezogen hatte, in LG 52-69 (= DH 4172-4179) von Maria zu sprechen und sie damit in seine dogmatische Betrachtung der Wirklichkeit und des Geheimnisses der Kirche einzubeziehen, statt ihre Person, Stellung und Sendung in der Erlösungs- und Heilsordnung als eigenen Aspekt der Lehre der Kirche über Maria zu behandeln. Man kann sich fragen, ob die jungfräuliche Gottesmutter dadurch nicht, sicher unter vielerlei Hinsichten bleibend exemplarisch und einzigartig, dennoch im Prinzip als eine Glaubende unter Glaubenden in das Volk Gottes eingegliedert worden war und aufgehört hatte, als Person und Gestalt Thema und Gegenstand gesonderter, theologischer Bemühung zu sein. In diesem anhaltenden Klima ist das soeben erschienene Buch: Stärker als der Tod. Warum Maria nicht gestorben ist des 1974 geborenen Regensburger Diözesanpriesters und Theologen Florian Kolfhaus ein mariologischer Versuch, die Gestalt Mariens von neuem ins Licht zu stellen – zu einem Zeitpunkt und in einer Situation, in denen nach wie vor die Tendenz beherrschend ist, Maria als Randfigur der Theologie und des Glaubens mehr und mehr einem Schattendasein oder einer emotionalisierten, nicht weiter theologisch verantworteten, rein subjektivistisch-gefühlsbasierten Volksfrömmigkeit zu überlassen.

Damit sei ausdrücklich keine Geringschätzung echter, gediegener Volksfrömmigkeit ausgesprochen. Indes: Um als echt und gediegen anerkannt zu sein und bestehen zu können, muß sich jede Volksfrömmigkeit vor den beiden Polen von Fides und Ratio zugleich rechtfertigen können und sich widerspruchsfrei in deren Spannungsfeld entfalten. Dies gilt in besonderer Weise für eine Marienfrömmigkeit, die mit dem Glauben der Kirche in Einklang stehen soll, da in ihr ein dezidiert fraulich-mütterliches Motiv anklingt, das naturgemäß die Emotion anspricht, sich darin aber nicht erschöpfen darf.

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Franz von Sales

Von Daniel Stewart

Franz_von_SalesDer hl. Franz von Sales (* 21. August 1567 auf Burg Sales, Thorens-Glières; † 28. Dezember 1622), ist ein Kirchenvater und war einer der größten Evangelisten und kräftigsten Bekenner während der Gegenreformation. Seine Schriften über die katholische Spiritualität inspirieren noch heute die Gläubigen und seine Worte überdauern die  Jahrhunderte. Es gab jedoch eine Zeit, da war der hl. Franz völlig gelähmt von Zweifel und Furcht.

Als junger Mann and der Pariser Universität, begann Franziskus Diskussionen und Debatten sich anzuhören über die Prädestination und die Heilsnatur. Das war während des späten 16. Jahrhunderts. Damals verschlang der Kalvinismus große Teile des westlichen Christentums. Einige der strengeren Interpretationen der Prädestination brachten den jungen Franziskus ins Schwanken und er fing an, seine Erlösung anzuzweifeln. Aus der Überzeugung heraus, einer der Verfluchten zu sein, empfand er tiefen Kummer. Er fiel in eine tiefe Depression und war sogar ein Zeit lang bettlegerig.

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Film zum Wochenende: Der grosse Traum vom Erfolg

In den frühen 70er Jahren sucht die unausgefüllte Hausfrau Cathy Rush nach einer adäquaten Herausforderung und findet sie als Trainerinn der Damen-Basketball Mannschaft einer vom unmittelbaren Konkurs bedrohten, höheren katholischen Lehranstalt. Obwohl es von Trikots über Bälle bis zur Turnhalle am aller notwendigsten fehlt, gelingt es Cathy, die Mädchen nicht nur für den Sport zu begeistern, sondern bald schon erste Achtungserfolge zu erzielen. Dafür ziehen im Eheleben daheim dunkle Wolken auf….

Wer nicht kämpft, hat schon verloren

Eine Betrachtung aus dem Begleitheft der deutschen Olympiamannschaft in Rio

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Wer nicht kämpft, hat schon verloren – So hat sicher auch ein Hirte gedacht, von dem ein Gleichnis in der Bibel erzählt.

Er hatte 100 Schafe und als er merkte, dass eins von ihnen fehlt, hat er die anderen auf der Weide gelassen und sich auf die Suche gemacht. Er hat nicht lange überlegt, ob er das Risiko eingehen solle, die übrige Herde ohne Aufsicht zu lassen.

Hat alle die Stimmen in sich zurückgedrängt, die sagen: Es ist unmöglich, in dieser Weite ein verlorenes Tier wieder zu finden. Er hat nur an das eine Schaf gedacht, das jetzt seine Hilfe braucht.

Seine Suche, so wird berichtet, war schließlich von Erfolg gekrönt. Stolz hat der Hirte das Tier auf seine Schultern genommen und zurHerde zurückgebracht.

Mir macht diese Geschichte Mut. Manche Situationen verlangen auch meinen ganzen Einsatz. Dann muss ich all meine Energie auf eine Sache konzentrieren. Da kann ich mich nicht davon lähmen lassen, dass andere meine Bemühungen für aussichtslos halten. Vielleicht braucht ein Kind, obwohl es mich schon zig Mal enttäuscht hat, weiter meine besondere Zuwendung und Fürsorge, um vielleicht doch noch seinen Weg zu finden. Andere Aufgaben müssen dann eben in diesem Moment in den Hintergrund treten.

Oder eine Krankheit mit wenig Heilungschancen fordert meinen ganzen Lebenswillen. Da heißt es besonders: Wer nicht kämpft, hat schon verloren!

Für mich liegt darin die Kraft meines Gott-Vertrauens: dass ich mich mit Verlorenem nicht abfinde. Ich mache mich erst einmal auf dieSuche, auch wenn mir niemand garantieren kann, ob sie von Erfolg gekrönt ist.

Quelle: Claudia Rudolff. In: „Mittendrin“ (Hrsg.): Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz

Sünde, Sektierertum, Savonarola, oder warum wir gerade als Katholiken Papst Alexander VI. dankbar sein sollten!

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Girolamo Savonarola schaffte es, binnen weniger Monate aus dem lebenslustigen Florenz einen hässlichen, asketischen Gottesstaat zu machen. Er wirkte Lastern und Sittenlosigkeit mit einem „Fegefeuer der Eitelkeiten“ entgegen.

Zoon katholikon – die Kolumne von Klemens Stenzel

  • Sie sind katholisch.
  • Sie glauben an den freien Willen.
  • Sie glauben an Gott.

Vergessen Sie das einfach.

  • Lassen Sie lieber Savonarola für Sie denken.
  • Lassen Sie lieber Savonarola urteilen.
  • Lassen Sie sich vom Puritanismus in seiner übelsten Form dank Savonarola unterjochen.

Wenn sogar Machiavelli einer Person attestiert, daß diese verblendet sei, sollte einem dies zu denken geben. Wohlgemerkt, wir sprechen hier von einem reformwütigen Mönch, nicht bescheiden und human wie der Heilige Bernhard von Clairvaux, sondern von der Blaupause für Martin Luther, wobei dieser noch den Anstand hatte, für sich selbst ein weltliches Leben zu reklamieren. Savonarola hingegen sah schon allein im Besitz schöner Dinge eine Verkommenheit, verhetzte Kinder zu Denunzianten und forderte den Ikonoklasmus.

Und da soll der gute Alexander VI. ein „Monster“ gewesen sein? Ein Mann der zwar als Kind seiner Zeit hart war, politisch versiert, aber ein Freund der Künste, des Lebens, des Freien Willens?

Nein, meine Damen und Herren, es ist ganz klar: mehr Borgia, weniger Savonarola, vor allem und gerade in unseren heutigen Zeiten, wo sich der Moralapostel und Verbotsgeist so radikal zu etablieren sucht. Dort wo diese Kraft die Kirche entfernt hat, für ein Vakuum sorgte, welches sie nun ideologisch mit Gewalt zu füllen trachtet. Und dabei klassische Werte unseres Glaubens wie Freiheit und Toleranz mißbraucht.

Das meine Damen und Herren war, ist und bleibt Savonarola, die vermeintliche Erlösung, die einem nur die Freiheit, das Individuum, die Seele raubt. Seien sie lieber ein Mensch des 21. Jahrhunderts, ein Katholik und damit automatisch ein bisserl Borgia. Wir können uns selbst damit nur gut tun und damit unserem Nächsten.

Girolamo.SavonarolaWer war Savonarola?

Vor dem radikalen Bußprediger und Revolutionär Savonarola (1452-1498) zitterten Fürsten und sogar der Papst. Dennoch ist er heute weitgehend vergessen. Savonarola gilt vielen als die dunkelste Gestalt in einer der faszinierendsten Epochen der Menschheit, der Renaissance. Der Dichterfürst Goethe sah in ihm ein "fratzenhaftes, phantastisches Ungeheuer". Doch dem Reformator und Mönchskollegen Martin Luther galt der Glaubensfanatiker als "wahrer Heiliger".

Der Mönch war einer der wortgewaltigsten Prediger, die es je gegeben hat. Zehntausende warteten viele Stunden lang, um im Dom von Florenz seine Stimme zu vernehmen. Savonarola geißelte in seinen Reden den sündigen Lebenswandel seiner Zeitgenossen ebenso wie die Unmoral der Reichen, der weltlichen und kirchlichen Fürsten. Unerschrocken ergriff er Partei für die Armen und Schwachen. Seine unheimlichen Prophezeiungen versetzten die Herrscher in Angst und Schrecken, weil manche der Tod verheißenden Ankündigungen tatsächlich in Erfüllung gingen.

Auf dem Höhepunkt seiner Macht riss Savonarola die Herrschaft über das reiche und mächtige Florenz, damals eine Weltmetropole, an sich und errichtete einen Gottesstaat. Eine von ihm gegründete Kinderpolizei durchstreifte die Stadt und terrorisierte alle angeblichen Frevler: Geldwechsler, Liebespaare und zu aufreizend gekleidete Frauen. Savonarola wurde bald zur Gefahr für das gesamte Papsttum: Mit Alexander VI. Borgia, einem der berüchtigtsten Päpste in der Geschichte des Vatikans, geriet er in einen unerbittlichen Zweikampf.

Schließlich wurde auch Girolamo Savonarola mit zwei anderen Mönchen am 23. Mai 1498 erst gehenkt und dann verbrannt. Dies geschah auf der Piazza della Signoria, wo er ein Jahr zuvor das "Fegefeuer der Eitelkeiten" entfacht und dabei Werke von Botticelli und Co. dem Scheiterhaufen übergeben hatte.