Alles Walzer! Wien zur Ballsaison

Eine Kolumne von John Galt

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Wenn am 23. Feber auch in diesem Jahr in den Räumlichkeiten der Wiener Staatsoper der Opernball stattfindet, ist die Wiener Ballsaison eigentlich schon fast vorbei. Diese bezieht sich nämlich mitnichten nur auf das Schaulaufen der A- bis Z-Prominenz im ersten Haus am Ring, wie man die Staatsoper auch gerne nennt. Vielmehr verbirgt sich dahinter die Wiener Variante der Fastnacht, gewissermaßen das Pendant zum Kölner, Brasilianischem und Venezianischem Karneval.

Wie denn das, mag sich der interessierte Leser fragen, von Maskierungen ist hier doch keine Spur. Wie so oft hat auch dieses in der Hauptstadt der Gegenreformation einen historischen Grund und dieser ist zufälligerweise auch noch Rheinländer. Es handelt sich um Klemens Wenzel Lothar von Metternich, geboren am 15. Mai 1773 im rheinische Koblenz, seit 1791 in österreichischen Diensten und durch seine Prägung des Wiener Kongresses, aber auch die Karlsbader Beschlüsse dann der bedeutendste Staatsmann der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert.

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Let’s talk about Sex oder warum Papst Franziskus Seelen rettet!

(TheCathwalk.net) Nicht Papst Franziskus, sondern der Hl. Johannes Paul II. war der große Revolutionär, der der Kirche eine neue Sicht auf die Sexualität des Menschen geschenkt hat!
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Papst Johannes Paul II. umarmt den damaligen Kardinal Jorge Mario Bergoglio

Ein Kommentar von Benjamin Kalkum und Friedrich Reusch.

Vieles ist in den letzten Tagen geschrieben worden über Sex-Besessenheit und Moraltheologie, über das ewige Rom und das geistige Wittenberg, über Rigidität und Frigidität. Über was sich die verschiedenen Kommentatoren aber nicht einig waren, das war die Weise, wie wir Sexualität in unseren Diskussionen überhaupt wahrnehmen, definieren, in das Gesamtdasein des Menschen kontextualisieren.

Wir möchten deshalb einen Ausgangspunkt für die theologische Betrachtung in Erinnerung rufen, die aus der Theologie des Leibes des Hl. Johannes Paul II. stammt, der von vielen, die jetzt auf Papst Franziskus einprügeln, auch gerne „der Große“ genannt wird.

Vielen, die Papst Franziskus für den großen Revolutionär halten, ist eines nicht bekannt: Nicht Papst Franziskus, sondern der Hl. Johannes Paul II. war der große Revolutionär, der der Kirche eine neue Sicht auf die Sexualität des Menschen geschenkt hat!

Großartig ist in der Tat sein Perspektivwechsel, den er in seiner Sexualmoral vollzieht: Am Anfang steht die Überlegung, was Gott sich bei der menschlichen Sexualität gedacht hat. Seine Antwort: Weil der Leib die Außenseite der Seele bildet, ist Sexualität (zwischen zwei) immer  Kommunikation. Körper-Sprache von Seele zu Seele. Und sie ist von Gott dazu gedacht, die Liebe auszudrücken (vielleicht auch: zu inkarnieren), die zwei Menschen miteinander verbindet. Diese Liebe wiederum zielt naturgemäß auf Einzigkeit und Treue. Diese Liebe soll und will Abbild der Liebe sein, die Christus uns vorgelebt hat bis ans Kreuz.

Als Papst Johannes Paul II. auf dem Petersplatz darüber sprach, dass Männer auch für die Lust ihrer Frauen verantwortlich seien und mit dem Orgasmus gefälligst warten sollten, bis ihre Frau auch zum Höhepunkt gekommen sei, fanden das auch viele anstößig. Dabei war es prophetisch.

Und auch durch seine Abschaffung der automatischen Exkommunikation beim Eingehen einer zweiten Zivilehe hat der Hl. Johannes Paul II.  letztendlich lediglich einen Weg vorgezeichnet, den Franziskus nur weitergegangen ist:

„Früher waren die wiederverheirateten Geschiedenen exkommuniziert und aus dem Leben der Kirche ausgeschlossen. Durch den neuen Codex des kanonischen Rechtes und durch Familiaris consortio wird die Exkommunikation aufgehoben, und sie werden ermutigt, am Leben der Kirche teilzunehmen und ihre Kinder christlich zu erziehen. Dies war eine außerordentlich mutige Entscheidung, die mit einer jahrhundertelangen Tradition brach. Familiaris consortio sagt uns jedoch, dass die wiederverheirateten Geschiedenen nicht die Sakramente empfangen können. Der Grund dafür ist, dass sie öffentlich im Stand der Sünde leben und man es vermeiden muss, Anstoß zu erregen. Diese Gründe sind so stark, dass eine Überprüfung eventueller mildernder Umstände nutzlos zu sein scheint. Jetzt sagt uns Papst Franziskus, dass es sich lohnt, diese Überprüfung durchzuführen.“ – Rocco Buttiglione*

Der Papst macht es sich nicht leicht mit seiner neuen Strategie im Umgang mit den wiederverheirateten Geschiedenen. Scheinbar leichter wäre es, zumindest, wenn man Angst vor einem selbstgerechten konservativen Mob hat, einfach auf dem Status Quo zu beharren und die Wirklichkeit zu ignorieren. Eine Gewissensentscheidung ist ohnehin nötig, wenn man sich als gläubiger Mensch in einer „irregulären Situation“ wiederfindet (ob verschuldet oder unverschuldet, ob schon immer Christ oder erst seit kurzem). Dabei machen sich viele mehr Gedanken, als man denken könnte, wenn man sich unsere Kultur oberflächlich anschaut. Und wir sollen nicht ihr Gewissen formen dürfen? Es wäre zu wünschen, dass wir mehr darüber sprechen, was Gott sich mit der Sexualität gedacht hat. So wie es der Hl. Johannes Paul II. gemacht hat. Und so den Gläubigen zu helfen, angeleitet durch ihren Seelsorger echte Gewissensentscheidungen zu treffen, und nicht nur mit dem Strom zu schwimmen.

Bleibt nur noch eine Frage: Warum ist Amoris Laetitia denn eigentlich ein Geschenk des Heiligen Geistes? Na zum Beispiel, weil Papst Franziskus mit seiner neuen Strategie Seelen rettet, die ohne sakramenten Halt seelisch verdursten würden:

„Die neue Regel schafft Probleme und bringt Gefahren mit sich? Gewiss. Es besteht die Gefahr, dass einige frevelhaft die Kommunion empfangen, ohne im Stand der Gnade zu sein? Wenn sie es tun, ziehen sie sich das Gericht zu, indem sie essen und trinken. Aber brachte die alte Regel nicht auch Gefahren mit sich? Bestand nicht die Gefahr, dass einige (oder viele) verlorengingen, weil ihnen ein sakramentaler Halt verwehrt blieb, auf den sie ein Recht hatten? Es ist Aufgabe der Bischofskonferenzen der einzelnen Länder, eines jeden Bischofs und letztlich jedes einzelnen Gläubigen, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um die Vorteile dieser pastoralen Linie zu maximieren und die Gefahren, die sie mit sich bringt, zu minimieren. Das Gleichnis von den Talenten lehrt uns, im Vertrauen auf die Barmherzigkeit das Risiko einzugehen.“ – Rocco Buttiglione*

WIR haben #SineDubiis unterschrieben, weil…

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Am vergangen Samstag hat The Cathwalk den Weckruf für 2017: „#SineDubiis – Wir gehen mit Papst Franziskus“ veröffentlicht. Die Initiatoren möchten sich bei all denjenigen bedanken, die uns durch Ihrer Unterschrift unterstützt und so ein wichtiges Zeichen in einer Zeit gesetzt haben, in der viele denken, „katholisch“ gehe auch ohne das vorgeschaltete „römisch“.

Unser Manifest hat ans Licht gebracht, wie fortgeschritten die im Weckruf genannten Symptome sind. Die Diskussion um #SineDubiis hat sehr deutlich gezeigt, dass – und wir übertreiben nicht, wenn wir dies sagen –, gerade bei den betont frommen Katholiken momentan eine Erosion des Glaubens stattfindet – eine Erosion des Glaubens an die hierarchische Verfasstheit der Kirche!

Unser Weckruf sollte ein kleines, aber nicht zu überhörendes Zeichen sein gegen die papstfeindlichen Schürer im Hintergrund. Ob wir effektiv gegensteuern können? Wir wissen es nicht. Aber es geht um nicht weniger als um die Aufrechterhaltung des Glaubens unter denjenigen, die sich als gläubig bezeichnen. Pharisäismus und Argwohn sind eine Pest.

Die Initiatoren Matthias Jean-Marie Schäppi & Friedrich Reusch (Chefredaktion The Cathwalk)

Hier eine Auswahl der Berichterstattung und der Auseinandersetzung mit unseren Positionen:

Wir veröffentlich im Folgenden anonymisiert ein paar Statements von Unterstützern, die uns in den letzten Tagen erreicht haben.

Ich unterzeichne diesen Weckruf, weil ich es unerträglich finde, wie einige Katholiken, die sich als rechtgläubig und sogar papsttreu bezeichnen, mit dem Hl. Vater umgehen, ihn sogar mehr oder weniger offen der Häresie beschuldigen. Man kann über Amoris laetitia geteilter Meinung sein und natürlich seine Zweifel auch sachlich äußern, schließlich leben wir in einer Demokratie mit Meinungsfreiheit, was übrigens manchem der Kritiker noch nicht bekannt ist, aber wie auch sonst macht der Ton die Musik.

Es muß eine Stimme im katholischen Lager geben, die ohne Wenn und Aber zur Kirche, zu ihrer Lehre und zum Papst steht. Das sind wir dem Zeugnischarakter des Leibes Christi und seiner Einheit schuldig. Es kann und darf nicht sein, daß die Kirche sich in Humanitaristen und Progressisten einerseits (die genausogut Frau Käßmann sein könnten) und Traditionalisten und Papstkritiker andererseits (die von ihrer Art und Weise, von ihrem Selbstverständnis nicht weit weg sind von Pius X) spaltet.

Ich habe den Aufruf gelesen gelesen und möchte mich voll und ganz damit identifizieren. Der ‚Weckruf‘ ist der Sache nach sehr stimmig und kommt zur rechten Zeit. Ich freue mich zudem für euch, dass das Ganze so breites Echo hervorruft.

Ich bin durch Radio Vatikan auf Ihren Blog gestoßen und bin sehr positiv überrascht über die klare Ansage in „sine dubiis“. Bitte nehmen Sie mich als Mitunterzeichner auf.“

Ich freue mich über Eure klare Stellungnahme zu Papst Franziskus und schließe mich ihr voll inhaltlich an.

Ihr veröffentlichter „Weckruf“ spricht mir aus tiefstem Herzen und tiefster Seele. Daher möchte ich mich diesem gerne anschließen und so meiner Unterstützung von Papst Franziskus Ausdruck verleihen.

Ich habe es mir lange durchgelesen und überlegt. Mir sind ein paar Punkte zu scharf. Ich unterzeichne es trotzdem. Denn die Ehepastoral ist zu wichtig und um die geht es.

Ich habe gerade das „Manifest/Aufruf“ gelesen und muss Euch wirklich loben, weil ihr das Anliegen vieler konservativer Katholiken aufgegriffen und auf den Punkt gebracht habt. Zwar muss ich jetzt in Kauf nehmen, dass ich von einigen Journalisten-Kollegen, die das sehen, in eine Schublade reingeschoben werde in die ich nicht hinein möchte, aber das ist mir jetzt einfach egal, weil auch mir das Anliegen einfach zu wichtig erscheint, ein Zeichen zu setzen, für Papst Franziskus.

Danke für Ihren „Weckruf“! Sie sprechen mir aus dem Herzen. Ein großer Wurf, wahrhaft römisch-katholisch.

Ich möchte mich Ihrer Aktion ausdrücklich anschließen. Ich gehe mit Papst Franziskus und möchte gerne Ihren Aufruf unterzeichnen. Als engagiere Laiin in unserer Kirche sehe ich mit Bestürzung, wie gerade sich selbst als ‚romtreue‘ Christen verstehende Menschen in bösartiger Weise gegen den Papst schießen, sobald er Ihnen unbequeme Wege beschreitet. Wir brauchen keine herrschaftliche, vor allem autoritäre und dogmatische Kirche. Wir müssen den Geist des Evangeliums wieder unter die Menschen tragen. Auf diesem Weg geht uns Franziskus voran, weist uns den Weg.

 

 

 

 

 

 

 

Von Haifischbecken und Brennnesselsträuchern

(Thecathwalk.net) Ich halte es für unangebracht und falsch, über jede (vermeintliche) Verfehlung des Bischofs von Rom (oder anderer Bischöfe und Kardinäle) herzuziehen – und diese persönliche Meinung dann im Idealfall noch öffentlich auf facebook zu posten und breitzutreten. Und ich halte es für töricht und wenig apostolisch, wenn in der Kirche und unter Katholiken ein negativer Geist herrscht und wir letztlich nur um uns selbst kreisen – anstatt uns den Menschen „da draußen“ zuzuwenden.
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Ein Kommentar von Georg Dietlein

Im „katholischen Milieu“ (wie ich liebevoll zu sagen pflege) kann man zur Zeit jede Stecknadel fallen hören. Die Stimmung ist gereizt. Freundschaften sind angespannt. Und kaum jemand kommt über das übliche Schwarz-Weiß-Freund-Feind-Denken hinweg. Es geht um Papst Franziskus, die „Dubia“ der Kardinäle, Amoris laetitia, einen auf The Cathwalk veröffentlichten Weckruf, den einige katholische Blogger und Publizisten unterschrieben haben – und natürlich um persönliche Animositäten.

Ich sage es gleich vorweg: Man kann zu dem „Weckruf“ unterschiedlicher Meinung sein. Papst Franziskus wäre der letzte, der blinden Gehorsam fordert. Wäre ich der Redenschreiber des Pontifex, würde auch ich ihn an manchen Stellen deutlicher sprechen lassen. Ich kenne persönliches Misstrauen gegen den Papst sehr gut – zu sehr fordert er uns alle heraus. Doch dieser Misstrauens-Express kann schneller im geistigen Wittenberg ankommen, als es so manchem „differenzierten Papst-Kritiker“ lieb ist. Deswegen war der Weckruf ein begrüßenswerter Warnruf.

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#SineDubiis – Wir gehen mit Papst Franziskus!

Ein Weckruf für 2017

Ubi Petrus, ibi Ecclesia – wo Petrus ist, da ist die Kirche. Gemäß dieser Maxime glaubten und handelten Generationen katholischer Christen. Dieses Vertrauen in Petrus und seine Nachfolger ist kein Vertrauen in menschliche Gestalten, sondern Vertrauen in den Heiligen Geist selbst, der die Kirche Jesu Christi leitet und ihr beisteht. Dieses Vertrauen bedeutete immer auch ein liebevolles, aber dennoch selbstbewusstes Einstehen gegenüber den christlichen Strömungen der Reformation. Doch ausgerechnet im sogenannten „Luther-Jahr“ 2017 schüren die ihrem Selbstverständnis nach „romtreuen“ Kreise Misstrauen und Argwohn gegenüber dem Papst in einer Weise, die Luther alle Ehre gemacht hätte. Dagegen wenden sich die Unterzeichner dieses Weckrufs: Wir wollen keine Reformation reloaded – Wir gehen mit Papst Franziskus!

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I. Ein guter und rechtgläubiger Papst

  • Das Pontifikat von Papst Franziskus ist ein großer Segen für die Kirche. In epochaler Weise rief uns der Pontifex im vergangenen Jubeljahr die Bedeutung der Barmherzigkeit Gottes wieder ins Gedächtnis, den Schatz der Beichte und Gewissenserforschung, und die Notwendigkeit, den Geist der Barmherzigkeit auch dem scheinbar verlorenen Sünder gegenüber zu bezeugen. Gerade in einer Zeit, die sich leicht tut mit vorschnellen Verurteilungen, die eine Verrohung der Sprache und Sitten sowie einen grenzenlosen Egoismus ihr eigen nennt, ist die vom Papst angemahnte radikale Barmherzigkeit DAS Gegenmittel, welches der Heilige Geist durch den Heiligen Vater seiner Gemeinde kundgetan hat.
  • Diese radikale Barmherzigkeit zieht notwendig auch den Neid des vermeintlich „gerechten Sohnes“ auf sich, weil der barmherzige Vater bis in die Selbstdemütigung hinein nichts unversucht lässt, um den „verlorenen Sohn“ zu finden.
  • Papst Franziskus fördert in segensreicher Weise die Sakramenten-Pastoral. So erteilte er den Priestern der FSSPX die ordentliche Beichtvollmacht mit dem Wunsch, dass die Gläubigen dort gut und eifrig praktizieren können. Besonderes Feingefühl bewies er mit seinen Regelungen zur Absolution nach Abtreibung. Er setzte damit ein eindrucksvolles Zeichen dafür, dass die Barmherzigkeit Gottes groß genug ist, auch diese größte soziale Wunde unserer Zeit zu heilen. Der pastoralen Taten von Franziskus gibt es noch viele mehr. Wir nehmen diese dankbar an und preisen Gott dafür.
  • Wir distanzieren uns davon, die guten Akzente dieses Papstes ständig argwöhnisch zu beachten und fühlen uns dabei an einen Ausspruch von Berti Vogts erinnert: „Wenn ich übers Wasser laufe, dann sagen meine Kritiker: ‚Nicht mal schwimmen kann der!’“

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Film zum Wochenende: Beverly Lewis – Kannst Du mir vergeben?

Katie Lapp, eine junge Amish-Frau, hat die strikten Regeln ihrer Glaubensgemeinschaft hinterfragt und wurde daraufhin von der Gemeinde ausgeschlossen.
Katie lebt nun unter dem Namen Katherine Mayfield und sucht nach ihrer leiblichen Mutter.
Diese ist schwer krank und Katie muss sich beeilen, sie zu finden, bevor es zu spät ist.
Doch in der Welt des elektrischen Lichts und der Telefone gerät Katie in ein Netz aus Habsucht und Verrat….

Tizians Polyptychon Averoldi

Das Zeugnis der hl. Märtyrer

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Polittico Averoldi

Am 28. Juli gedenken wir der Heiligen Nazarius und Celsus, die 304 während der diokletianischen Verfolgung in Mailand den Märtyrertod fanden. In einer ihnen geweihten Kirche in Brescia ist das von Tizian geschaffene eindrucksvolle Gemälde „Polyptychon Averoldi“ untergebracht, auf dem unter anderem die beiden Märtyrer dargestellt sind.

So wurde das Polyptychon von dem apostolischen Legaten bei der Republik Venedig Altobello Averoldi in Auftrag gegeben und von Tizian zwischen 1520 und 1522 ausgeführt. Tatsächlich erscheint das letztgenannte Datum in der rechten Tafel mit der Darstellung des vom hl. Sebastian erlittenen Martyriums, das chronologisch den Abschluss des aus fünf Teilen zusammengesetzten Polyptychons bildet.

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Die Wahrheit über die Kreuzzüge

Robert Spencer über die Folgen der verbreiteten historischen Irrtümer

WASHINGTON D.C., (ZENIT.org).- Es könnte sein, dass „die Kreuzzüge der Vergangenheit heute mehr Verwüstung anrichten, als sie es in den drei Jahrhunderten, als die meisten von ihnen geführt wurden, getan haben. Das ist die These eines Mannes, der sich in der Geschichte der Kreuzzüge auskennt.

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Robert Spencer ist Autor des Buches „Politically Incorrect Guide to Islam (and the Crusades)“ („Politisch nicht-korrekter Führer zum Islam [und zu den Kreuzzügen])“. Darin betont Spencer, dass es bei jenem Kreuzzug, der gegenwärtig geführt werde, nicht um den Verlust von Menschenleben noch um die Verwüstung von materiellem Eigentum handle, sondern um eine viel subtilere Form der Zerstörung.

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„Stimme des Herzens“: Diese Frauen geben ihren ungeborenen Kindern eine Stimme

Die „Reivindica“-Bewegung kam auf die Idee der Aktion #LaVozDelCorazón, zu Deutsch #StimmeDesHerzens.

Die Aktion soll klarmachen: Wer über Abtreibung spricht, der spricht über menschliches Leben. Das tiefe Band, das Mütter mit ihren Kindern verbindet, wird so sichtbar, wie auch die Tatsache, dass die Abtreibungs-Debatte nicht leichtfertig geführt werden kann.

Vor allem aber bekommen die eigentlichen Protagonisten eine Stimme: die Mutter und ihr Kind.

Eine kostbare Perle – ein neues Meßbuch in der Hand der Gläubigen zur Mitfeier der überlieferten römischen Liturgie in ihrer Gestalt von 1962.

Eine Buchvorstellung von Clemens Victor Oldendorf

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Heute habe ich die große Freude, auf ein neues Hilfsmittel hinzuweisen, das Pater Martin Ramm, Priester der Priesterbruderschaft St. Petrus, den Gläubigen anbietet, die möglicherweise erstmalig der überlieferten Meßliturgie der Kirche Roms begegnen, diese besser kennenlernen und verstehen wollen und mit größerem Gewinn mitfeiern möchten. Zu sagen, es handele sich um ein neues Hilfsmittel, ist eigentlich nicht ganz zutreffend, denn Ramms ‚Volksmissale‘, das 2015 erschienen ist, ist genaugenommen bloß das jüngste Glied in einer Tradition, in der ihm im deutschsprachigen Raum seit dem 19. und bis in die 60iger Jahre des 20. Jahrhunderts der ‚Schott‘ und der ‚Bomm‘ vorausgegangen sind. So gesehen hat das Volksmissale, welches im Untertitel als das „vollständige römische Messbuch nach der Ordnung von 1962 lateinisch/deutsch“ bezeichnet ist, gute Chancen, sich in den der überlieferten Liturgie verbundenen Kreisen volkstümlich als ‚der Ramm‘ zu etablieren.

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Peppone: „Das Volk bin ich!“

von Marco F. Gallina

Der dritte Film in der Reihe von Guareschis Werk, „Die große Schlacht des Don Camillo“ ist den meisten Zuschauern bis heute aufgrund einer Szene im besonderen Gedächtnis verblieben: die Fahrt der beiden Rivalen in einem US-Panzer kann man mit Sicherheit zu einer der Ikonen der italienischen Filmgeschichte zählen. Aber wie viele wissen eigentlich noch, warum die beiden überhaupt eine wilde Panzerfahrt durch die Po-Ebene unternehmen?

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Laut der Erzählung ließen die Amerikaner (fälschlich geht man zuerst von den Deutschen aus) das Gefährt 1945 zurück, nachdem man sich im nahen Hof des Kommunisten Tascha mit Wein betrunken hatte, und darüber den Panzer wohl vergaß. Peppones Leute bergen das Gerät für „spezielle Anlässe“ in der Zukunft – ob für Paraden, einen Umsturz oder die Weltrevolution lässt man wohl aus gutem Grund offen. Fakt bleibt, dass der Tank jahrelang unter einem Haufen Reisig versteckt wird.

Tascha ist allerdings nicht Besitzer, sondern nur Pächter des Hofs. Der arme Bauer Bezzi, der sein ganzes Leben lang gespart hat, erwirbt das Land vom eigentlichen Besitzer. Tascha muss den Hof daher räumen. Doch weil der Panzer dort immer noch versteckt ist, und der Verwaltung nie gemeldet wurde, könnte ein Prozess drohen. Illegaler Waffenbesitz – oder so ähnlich. So ein M24 Chaffee ist ja doch etwas mehr als eine gewöhnliche Schrotflinte.

Bürgermeister Peppone hält daher seine schützende Hand über Tascha, als der Bauer Bezzi einziehen will, nicht zuletzt, da die ganze Sache auf ihn zurückfallen könnte. Zweimal gibt es einen Aufschub für Tascha, damit Bezzi den Hof nicht beanspruchen kann. Solange ist Bezzi allerdings samt Familie und Vieh ohne Obdach. Don Camillo nimmt sich daher des Obdachlosen an, um seinen Fall beim Bürgermeister durchzusetzen. Man will sich gütlich einigen und nicht gleich vor Gericht gehen – schließlich ist das Italien und nicht Amerika, wo jeder sofort mit dem Anwalt um die Ecke kommt. Insbesondere, da die Kommunistenbande um Tascha auch nicht davor zurückschreckt „ihren“ Hof im Zweifelsfall mit Gewalt zu verteidigen (so viel im Übrigen zu Abschaffung des Privatbesitzes!).

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Gedicht zum Sonntag – „Stets kommt zu seinem Leben der Vater allen Lichts“

„Morgenlied“ von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)

Die Sterne sind erblichen
mit ihrem güldnen Schein;
bald ist die Nacht entwichen,
der Morgen dringt herein.

Noch waltet tiefes Schweigen
im Tal und überall;
auf frisch betauten Zweigen
singt nur die Nachtigall.

Sie singet Lob und Ehre
dem hohen Herrn der Welt,
der überm Land der Meere
die Hand des Segens hält.

Es hat die Nacht vertrieben;
ihr Kindlein fürchtet nichts!
Stets kommt zu seinem Leben
der Vater allen Lichts.

hoffmann_von_fallerslebenAugust Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874) wurde am 2. April 1798 in Fallersleben in der Nähe von Braunschweig geboren. Nach dem Abitur begann Hoffmann ein Studium der Theologie, dann der Germanistik und deutschen Philologie in Göttingen. 1821 nahm er ihn Berlin eine Stelle als Bibliothekar an; 1823 folgte eine Anstellung als Kustos der Zentral-Bibliothek in Breslau. 1830 wurde er außerordentlicher Professor in Breslau und habilitierte sich 1835 zum ordentlichen Professor der deutschen Sprache und Literatur. Nachdem Hoffmann wegen seiner liberalen Haltung aus dem Staatsdienst entlassen worden war, begab er sich auf Reisen. Von 1860 bis zu seinem Tod war er als Bibliothekar des Herzogs von Ratibor zu Corvey tätig. August Heinrich Hoffmann von Fallersleben starb am 19. Januar 1874.

Quelle: Britta Dörre, zenit.org

Film zum Wochenende: …und Papa war der Pastor

…und Papa war der Pastor – Eine kinderreiche Pastorenfamilie wird in eine texanische Kleinstadt versetzt, um der Gemeinde neues Leben einzuhauchen. Jedes einzelne der 10 Familienmitglieder nimmt die ungewohnte Herausforderung an um lustig und warmherzig für Abwechslung in der neuen Umgebung zu sorgen.

Ein buchstäblich seliger Samurai: Hat Japan bald einen Heiligen mit Schwert?

In Zeiten, in denen die Apostasie der Japaner während Christenverfolgungen durch den Film Silence wieder zum Gesprächsthema geworden ist, aber auch in Zeiten, in denen die Treue der Japaner zum Evangelium bis zum Ende bezeugt wird, durch die Geschichte der 26 Märtyrer, die in einem kürzlich wieder an Licht gekommenen Film sichtbar wird, tritt die Figur von Takayama Ukon aus mehreren Gründen strahlend hervor.

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Catholic Art: Kunst im Auftrag des Herrn. Ein Interview mit Daniel Mitsui

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Daniel Mitsui

Wir beginnen im Jahr 2017 mit der neuen Serie: Catholic Art. In dieser Serie suchen wir nach Künstlern die aus unserer Sicht den Gütestempel „Katholisch!“ bekommen können. Als ersten Künstler präsentieren wir euch einen Amerikaner koreanischer Abstammung: Daniel Mitsui.

Vor einigen Monaten habe ich Daniel übers Internet kennengelernt und war sofort begeistert von ihm und seinen Werken. Mittlerweile besitze ich all seine publizierten Bücher – na ja das sind im Moment nur zwei. Kurz nach Allerheiligen erschien das jüngste Werk: „The Saints“ bei Ave Maria Press. Es ist ein Ausmalbuch für Erwachsene. Sein erstes Buch, ein Ausmalbuch über den Rosenkranz, wurde schon 2015 verlegt.

Mit Daniel Mitsui sprach Quintus N. Sachs.

The Cathwalk: Erzähl uns von dir; wer bist du?

Daniel Mitsui: Mein Name ist Daniel Paul Mitsui. Ich wurde 1982 im amerikanischen Bundesstaat Georgia geboren, und bin in Illinois aufgewachsen. Ich habe fast mein ganzes Leben in, oder in der Nähe von Chicago verbracht. Ich bin ein römisch-katholischer Laie undseit 2008 mit meiner Frau Michelle verheiratet. Sie ist eine klassische Sängerin und Chorleiterin. Wir haben vier Kinder: die Söhne Benedict und Victor, und die Töchter Alma und Lux. Ich ernähre die Familie über meine Arbeit als Künstler; ich habe mich spezialisiert auf Zeichnungen in Tinte, auf Basis von mittelalterlicher religiöser Kunst.

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